aus Kalifornien, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und Deutschland. Weine voller Charakter und Stil, nicht stromlinienförmig konsumentenfreundlich, sondern mit so viel Geschmack und Ausstrahlung wie möglich; authentisch und vornehmlich aus weniger bekannten Regionen: Von der Loire, aus Cahors, dem Bergerac, dem Languedoc-Roussillon, der Rhone, aus Oregon, Washington State und Kalifornien, aus Apulien oder den Marken, von der Mosel oder dem Mostviertel.
Österreich : Burgenland : Moric
Rotwein : Blaufränkisch = Lemberger : 2004
Blaufränkisch aus "Neckenmarkt", das ist Dichte und Druck am Gaumen, geprägt von speziellem Mikroklima. Auf den Abhängen des Ödenburger Gebirges stehen auf steilen Südost- bis Westlagen Rebzeilen, die optimale Sonneneinstrahlung erhalten. In den Abend- und Nachtstunden zieht durch diese Lagen kühle Luft aus den Wäldern des Ödenburger Gebirges, die den ausgereiften Trauben frische, blaue und dichte expressive Fruchtaromen vermittelt. Die Neckenmarkter Schieferböden wirken als perfekte Wärmespeicher und die lehmigen Muschelkalkanteile sorgen für feurige, pikante Würze und erfrischende Säure. Blaufränkisch aus „Neckenmarkt“ ist würziger, fruchintensiver Geschmack in weicher, schmelziger Hülle, die von feiner Säure getragen wird. Deutlich mineralisch geprägt, mit duftigen Beerenaromen, präsentiert sich „Neckenmarkt“ als charmant tiefgründiger Blaufränkisch mit deutlichem Pinot-Noir-Profil. Das Projekt „Moric“ steht für unmanipulierten Blaufränkisch von alten Reben mit geringen Erträgen und großem Potential. Die verschiedenen Lagen-Weine möchten dabei vor allem eines vermitteln: Sie sollen Freude bereiten, authentischen Genuß liefern und Spaß vermitteln am Unterschied, am „anders“ sein, als andere, an der Individualität und Identität ihrer Herkünfte. Mit dem Jahrgang 2002 erfuhren die „Moric“-Dorflagen grundlegende Aufwertung. Durch rigorose Selektion im Keller und weiter verbesserte Arbeit im Weinberg konnte eine deutliche Steigerung der Qualität erreicht werden. Der "Neckenmarkter" Blaufränkisch wächst auf Süd-Südwesthängen mit einer Höhenlage um 300 Meter und steht dort auf ausgeprägten Schieferlagen, aber auch auf Lehm und Muschelkalk - hier kann man wirklich von „Terroir“ sprechen. Der Wein zeigt sich entsprechend kühl im Charakter, mit fast pikanten Frucht- und Würzaromen, die durch strenge, klare, würzig expressive Aussage dem Bukett unverwechselbares Profil vermitteln. Sein intensiv fruchtiger Geschmack ist pikant, würzig, fast feurig im Nachklang; spürbar ausgeprägte feine Säure macht ihn markant mineralisch auf der Zunge. Präzise definierte Rebsortencharakteristik in komplexer Dichte – tolle Qualität! Das Projekt „Moric“ steht für Weine aus alten Reben. Geringe Erträge sorgen für großes Potential. Sie sollen Freude bereiten, die man sich leisten kann; sie sollen Genuß liefern, der in dieser Art nirgendwo sonst zu finden ist; sie wollen Spaß am Unterschied vermitteln, am „anders“ sein als andere, an der Individualität und Identität ihrer Herkünfte. Der "Neckenmarkter" Blaufränkisch wächst auf Süd-Südwesthängen mit einer Höhenlage um 300 Meter und steht dort auf ausgeprägten Schieferlagen, aber auch auf Lehm und Muschelkalk - hier kann man wirklich von „Terroir“ sprechen. Die Weine zeigen sich entsprechend kühl im Charakter, mit fast pikanten Frucht- und Würzaromen, die durch strenge, klare, würzig expressive Aussage dem Bukett unverwechselbares Profil vermitteln. Ihr intensiv fruchtiger Geschmack ist pikant, würzig, fast feurig im Nachklang; spürbar ausgeprägte feine Säure macht sie ungewöhnlich mineralisch auf der Zunge. Man schmeckt und erkennt ihn, den „Neckenmarkter“.
Österreich : Burgenland : Weinbau Velich
Süßwein : Welschriesling = Riesling Italico : 2002
Was die Brüder Velich auch auf Flasche bringen, es ist von herausragender Qualität. Die in ihrem typischen Stil oxidativ ausgebaute, also stroh- bis dunkelgelb gefärbte Trockenbeerenauslese der Sorte Welschriesling degradiert jeden Eiswein zu dem, was er ist: primärfruchtiges Puffwasser. Weltklasse im Glas. Oxidative Komplexität. Massiv cremig, von spürbarer Viskosität und Dichte, begeisternde Aromenvielfalt von Nougat über Karamel bis zu in Butter gebratenen Pfirsichen. Gelbe orientalische Gewürzaromen. Ein Maximum süßer Konzentration. Welschriesling erfährt hier einen Höhepunkt an Qualität, mehr ist an Informationsdichte in einen Süßwein nicht zu konzentrieren. Ein Wunder der Natur für Leute, die das Instrumentarium der Sinne beherrschen. Solitäre Qualität!
Österreich : Niederösterreich : Weingut Kirchmayr
Weißwein : Grüner Veltliner : 2005
Familie Kirchmayr ist für Österreichische Weinverhältnisse ungewöhnlich. Andreas und Christina Kirchmayr besitzen keine eigenen Weinberge, sondern kaufen Trauben aus renommierten Lagen zu, die sie im Keller auf schonende Art verarbeiten. Die zumeist in großen Holzfässern spontan vergorenen Weine überzeugen durch natürliche Gelassenheit und Schönheit, die auch im Alter nicht weicht. Während viele Winzer von der Alterungsfähigkeit ihrer Weine reden, treten Kirchmayrs den Beweis an. Ihre markigen, charaktervollen Veltliner und Rieslinge erhalten ausreichend Zeit im Keller, brauchen anschließend auf der Flasche aber nicht minder Zeit. Das ist im schnellen Heurigen-Geschäft Österreichs ziemlich unüblich. Doch wenn der Frühling vor der Tür steht und es „rauswärts“ geht, dann beschleunigen auch Kirchmayrs ein paar ihrer Weine, um die Lust auf frischen, leichten, jungen Weißwein zu schüren. "Juventus" heißt bei Familie Kirchmayr der knackig frisch und bewußt leicht konzipierte, trockene junge Veltliner, der Durst auf mehr macht. Der Bilderbuch-Veltliner kommt traditionell aus der Lage "Straß" im Kamptal. Bekömmlich weich und dennoch pfiffig frisch im Geschmack, entsteigt dem Glas animierend pfeffriger, würziger Duft mit einem Hauch frischen Apfels, gewürzt mit einem Spritzer Limette. „Juventus“ ist keiner der üblichen neutralen Dünn-Veltliner, bei denen man den Wein im Glas mit der Lupe suchen muß; „Juventus“ ist richtig seriöser, knackig frischer Veltliner mit Substanz und Charakter; sein niedriger Alkohol (12 Vol. %) macht ihn zu einem der attraktivsten und trinkigsten seiner Art und sein fairer Preis ermöglicht Weingenuß häufiger und in größerer Dosierung. "Juventus"-Veltliner ist Spargelwein par excellence, läßt Fische vortrefflich schwimmen und trinkt sich auch "solo" recht nett. Einen „Juventus“ sollte man im Laufe eines Jahres verdunsten lassen, was in Anbetracht von Preis und Qualität allerdings nicht schwer fallen sollte. "Juventus" des Jahrgangs 2005 ist Grüner Veltliner, der jetzt perfekt zu trinken ist. Kirchmayrs Verkaufsschlager N°. 1 ist ein bekömmlicher, leichter Weißwein für jeden Tag, der auch im Winter jede Brotzeit zum Strahlen bringt, jedes Fischgericht schmückt, zu Gemüsegängen den idealen Begleiter abgibt und selbst solo, für sich genossen, mit milder Säure und weicher, knochentrockener Struktur sinnliches Vergnügen bereitet. Kein großer Wein für große Stunden, sondern ein bekömmlich leichter Zechwein für Genuß ohne Reue.
Österreich : Burgenland : Weingut Nittnaus
Rotwein : Zweigelt & Blaufränkisch : 2004
In Hans Nittnaus schwarz-violetter Cuvée „Burgenland“ vergnügen sich 60 % Blaufränkisch und 40 % Zweigelt bei bekömmlich niedrigen 12 Vol. % in würzig kühlem Körperreichtum. Fruchtbeladen, saftig und erfrischend duftend, ohne anstrengendes Gerbstoffgerüst, aber mit dunkler Farbe und würzig pfeffrigem Beeren- und Würzbukett ausgestattet, paßt der erfreulich bepreiste Alltagsrotwein zu vielen Gelegenheiten: Regionale Kost, Wurstgerichte, die Brotzeit und kalte Platten kommen mit dem „fettsaugenden“ Fruchtcharakter dieses unkomplizierten Rotweines prima zurecht. Sein sanft mundfüllender Geschmack erfreut mit kühlen Anklängen an blaue Beeren, Lorbeer und Wacholder, Gartenkräuter und frisch gemahlenen Pfeffer. Hans Nittnaus „Burgenland“-Cuvée ist ein überzeugend regionaler Rotwein voller Authentizität, Charakter und Ursprung. Handwerklich seriös realisiert für unbeschwerte bekömmliche Trinkfreude. Hans Nittnaus aus dem Burgenland ist ein Winzer, wie wir ihn mögen. Unaufgeregt, bedacht, seriös, eher still als mediengeil, gehört er zu den revolutionären Winzerpersönlichkeiten Österreichs. Während viele seiner Kollegen, unkritisch und kurzsichtig alle Neuerungen moderner Önologie nutzend, lauthals um Erfolg buhlen, verfolgen Hans und Anita Nittnaus bewundernswert konsequent ein Qualitätskonzept, das visionär ist in Österreichs aufgeregt jubelnder Weinszene. Sie wollen weg vom dicken, fetten, alkoholbeladenen Cuvée-Wahn aus Mostkonzentration, der Österreich so nachhaltig erfasst hat. Sie wollen hin zu authentischen Lagenweinen, zu Charakterweinen, die Herkunft zeigen, weg vom austauschbaren Populismus, hin zu Weinpersönlichkeiten, die unverwechselbar sind, die kühle Finesse in sich tragen, weniger Alkohol besitzen und mit Vergnügen zu trinken sind. Das ist nicht einfach. Doch Hans Nittnaus geht konsequent seinen Weg. Er hat sich bereits von ersten Lagen in Gols getrennt, um sich konsequent im Leithagebirge erstklassige Lagen zu sichern, die völlig andere Weine ergeben, mutige Weine, die eine innere Frische besitzen, die auf faszinierende Weise an die Weine von Gérard Gauby erinnern. Hans Nittnaus ist damit Lichtjahre vor dem Markt in Österreich. Dieser Trend zu feineren, frischeren Weinen mit geringerem Alkohol ist international festzustellen und damit unaufhaltbar. In Hans Nittnaus hat er seinen österreichischen Vorreiter. Die Umstellung auf ökologischen Weinbau ist für Hans Nittnaus logische Konsequenz und beschlossene Sache.
Hans Nittnaus schwarz-violette Basiscuvée „Burgenland“ ist der beste Einstieg in die Droge Burgenländer Rotwein. Fruchtbeladen, saftig und geradezu erfrischend duftend, vergnügen sich in ihr 60 % Blaufränkisch und 40 % Zweigelt bei bekömmlich niedrigen 12 Vol. % zu würzigem Körperreichtum. Und das ohne anstrengendes Gerbstoffgerüst, trotz dunkler Farbe und würzig pfeffrigen Beeren- und Würzbuketts. Der erfreulich preiswerte Alltagsrotwein paßt zu vielen Gelegenheiten: Regionale Kost, Wurstgerichte und kalte Platten kommen mit dem animierend „fettsaugenden“ Fruchtcharakter dieses fröhlichen Rotweines prima zurecht. Sein seidiger, sanft mundfüllender Geschmack überzeugt durch kühle und frische Anklänge von blauen Beeren, Lorbeer und Wacholder, Kräuter und frisch gemahlenem Pfeffer. Ein regionaler Rotwein voller Authentizität, Charakter und Ursprung, wie es ihn so seriös und unmanipuliert realisiert nicht oft gibt in Österreich.
Österreich : Burgenland : Weingut Nittnaus
Süßwein : Cuvée (diverse Rebsorten) : 2001
In großen, dafür geeigneten Jahrgängen produziert Hans Nittnaus monumentale Süßweine. Ihnen widmet er enorme Anstrengung und Aufwand. Sie belohnen den Einsatz mit irrer Konzentration an Inhaltsstoffen, mit reifer Dichte, massiver Komplexität und einer süffigen Frische, deren Harmonie sinnlich berauscht. Mit seiner Trockenbeerenauslese des Jahrgangs 2001 aus Chardonnay, Neuburger und Sauvignon Blanc, die über zwei Jahre im Holzfaß auf der Feinhefe reifte, gelang Meisterwinzer Hans Nittnaus ein Bravourstück besonderer Güte. Seine würzige, oxidative Kraft hinterläßt feine Säurespuren und dichte gelbe Finesse im Mund. Der Nachklang will nicht enden am Gaumen, wo warme Nuß-, Mandel- und Röstaromen in cremiger Textur abschmelzen. Wogen frischer gelber Obstaromen kleiden den ganzen Mundraum nachhaltig aus. Ein Weltklassewein, souverän, einmalig, berührend.
Österreich : Burgenland : Weingut Preisinger
Rotwein : Blaufränkisch = Lemberger : 2007
Im großen Jahrgang 2006 gelang dem jungen Claus Preisinger einfach alles. 2006 war ein famoser Jahrgang für spät reifende Sorten wie Blaufränkisch. Über lange Zeit, damals wurde die Rebsorte noch mit hohen Erträgen geerntet, dachte man, Blaufränkisch wäre mit Gamay oder Mondeuse verwandt. Im Burgenland, der eigentlichen Heimat dieser eigenständigen Rebsorte, wird sie inzwischen auf 3000 ha angebaut, vor allem rund um den Neusiedlersee, wo man sie nicht nur reinsortig, sondern vor allem auch in phantasievollen Cuvées mit anderen Rebsorten anbietet, die es aber leider nur selten schaffen, aus dem internationalen Einerlei dicker, mollig weicher, fetter, zwar eindrucksvoller, aber uniform und konturenlos wirkender Monsterweine herauszutreten. Die seriösen Versuche, Blaufränkisch mit Identität und Charakter auszubauen, wie das Claus Preisinger hier demonstriert, sind dagegen so vielversprechend, daß dieser Rebsorte ein fester Platz am Weinhimmel Österreichs zusteht. Sie treibt früh aus, ist also spätfrostgefährdet, und reift sehr spät, so daß sie nur in warmen Regionen wirklich qualitativ sinnvolle Ergebnisse bringt. Die Erträge wollen gezügelt sein, denn die Rebsorte neigt zu Produktion. In den letzten Jahren hat sich das Burgenland zum qualitativen Zentrum für den Anbau von Blaufränkisch entwickelt, mit einem Potential, das Claus Preisinger in diesem Prachtexemplar voll auszuschöpfen verstand. Kraftvoll blauschwarz in der Farbe, weich am Gaumen, mit viel Frische im Trunk. Ein schon jung zu trinkender, genüßlich kühler Rotwein, den man am besten auch dezent gekühlt serviert. Paßt herrlich zur Brotzeit und etwas deftigeren Gerichten aus der regionalen Küche, denen er mächtig auf die Sprünge hilft. Ein typischer Regionalwein, der richtig Spaß machen kann, wenn er gekonnt kombiniert wird zur rechten Speise. Er ist nichts zur Zigarre und ist kein Rotwein für Gelegenheitstrinker. Dafür ist er genau der richtige Rotwein für erfahrene Zecher und Leute die Wein kulinarisch nach seinem Charakter einzusetzen verstehen. Ein eigenständig schöner Rotwein zu ungewöhnlich fairem Preis.
Österreich : Niederösterreich : Weingut Kirchmayr
Weißwein : Grüner Veltliner : 2006
Kirchmayrs Grüner Veltliner „Alte Point“ steht exemplarisch für ihre Philosophie unösterreichischer "Entschleunigung". Ein eigenwilliger, stoffig dichter Lagen-Veltliner aus der Wachau, der im Jahrgang 2006 die Fülle und den Körper des Niedrigertrags-Veltliners von Löß- und Lehmboden auf die Zunge bringt. Der schonend langsame Ausbau auf der Feinhefe im großen Holzfaß erklärt das weiche Fett und den saftigen Körper, die hektische Eile im Keller unangebracht machen. Der Wein hat viel Zeit. Der heute getrunken durchaus „altmodisch“ wirkende Wein ist knochentrocken, besitzt milde Säure und ausgeprägten Veltliner-Charakter. Sein Potential wird in 10 Jahren Bewunderung hervorrufen. Trotz seines milden Körpers wirkt er spielerisch, fast leicht und integriert seine straffe Komplexität in ein Geschmacksbild, das über zehn und mehr Jahre zu echter Größe heranreifen wird. Langsamer Wein für Leute mit Geduld.
Österreich : Niederösterreich : Weingut Kirchmayr
Schaumwein : Birne (div. Sorten) : ohne Jahr
Prosecco ist nach wie vor "in". Schicki und Micki genehmigen sich "ihren" italienischen Urlaubsgefühl-Sprudel unbeirrt, aus was für Trauben und Weinresten der auch zusammengebastelt sein mag. Doch es gibt auch guten "echten" Prosecco. Er sprudelt hochwertig und nachhaltig und vermittelt unkomplizierte, typisch italienische Lebensfreude. Darüberhinaus gibt es eine gar köstlich erfrischende Alternative, die so nachhaltig sprudelt wie guter Prosecco, bekömmlich aber noch leichter im Alkohol daherkommt, dabei überaus originell duftet und schmeckt und nicht minder angenehm, mild und sanft über die Zunge geht: Kirchmayrs origineller Birnenschaumwein. Ein richtig seriös versekteter Aperitif aus Birnenmost von ökologisch bewirtschafteten Streuobstwiesen. Den fröhlich unkomplizierten "Lustsprudel" lernten wir in österreichischen Restaurants kennen und schätzen, wo er zur Sommerzeit knackig frisch serviert die Gäste erfrischt und begeistert. Feinfruchtig und trocken im Trunk, voll im Geschmack und von persistentem Mousseux, kann ein Schaumwein kaum leichter und bekömmlicher sein; angenehm mild in der Säure, niedrig dosiert in der Süße, kommt er mit nur 7 Vol. % Alkohol tatsächlich leicht daher, benebelt also nicht gleich die Birne. Ihre belebenden Blasen verdankt diese Birne übrigens einem sympathischen handwerklich arbeitenden Familienbetrieb, keiner anonymen Industrieproduktion. Und das schmeckt man.
Österreich : Kamptal : Weingut Fred Loimer
Weißwein : Grüner Veltliner : 2007
Würzig pfeffrig und kräuterwürzig stellt er sich im Glas vor. Knackig erfrischend sein würziges Duftprofil, typisch junger Veltliner, mundwässernd in der Frische, klar und saftig im Geschmack. Auch im Kamptal stellt sich der Jahrgang 2007 kristallin in der Präzision von Herkunft und Rebsorte dar. Sein animierendes Säurespiel macht ihn trinkfreudig und seine intensive mineralische Nachhaltigkeit am Gaumen wirkt trotz sinnlicher Leichtigkeit und Transparenz kraftvoll und kompetent in Struktur und Auftritt. Aus zahlreichen verschiedenen Einzellagen komponierte Fred Loimer die Partien für diesen Wein zu einem famosen Veltliner, der Lust macht auf mehr und rundum so erfrischend wirkt, daß man mit Vergnügen an ihn denkt. Spontan vergoren und nach den einzelnen Herkunftspartien getrennt in Edelstahltanks ausgebaut, wurden die Trauben von Käferberg und Spiegel im Holz vergoren. Fred Loimer hat auch diesen Wein bewußt entschleunigt, bis Mai lagerte er auf der Feinhefe und wurde erst im Mai auf Flasche gefüllt. Ein Traum von Veltliner, dicht und satt auf der Zunge, fein und filigran in der Wirkung, fast schwebend und doch seidig kühl und raffiniert die Zunge umhüllend. Rasse mit Klasse, ideal zu Frischküche, zu Fisch und zu sommerlich leichten Vorspeisen und Salaten. Animierender kann Weißwein kaum sein. Österreichischer auch nicht.
Österreich : Niederösterreich : Weingut Kirchmayr
Weißwein : Sauvignon blanc : 2005
Stolz sein kann Andreas Kirchmayr auf seinen Sauvignon Blanc der Lage "Straßer Stangl" des Jahres 2005. Die bei Aromasorten mutige spontane Vergärung verleiht neue Geruchs- und Geschmacksdimension, nimmt der Rebsorte die harte, saure Struktur und macht den Wein geschmeidig und breit gefächert in Duft und Geschmack. Grasig duftend, opulent trocken wirkend, mag dieser Sauvignon Blanc mit seiner grünen Paprika im Bukett, mit Stachelbeere und dezenten Brennesselnoten, auf den schnellen Blick gewöhnungsbedürftig erscheinen. Doch seine cremige Dichte, sein Charme und die harmonisch integrierte Säure machen ihn zum Gemüsebegleiter par excellence. Zu Gemüsen, zu Fisch, Geflügel und anspruchsvollen Salaten mit Kräutern oder entsprechenden Vorspeisen liefert er tiefgehenden und tiefgründigen Nachklang und hinterläßt bleibenden Eindruck.
Österreich : Burgenland : Weinbau Velich
Weißwein : Cuvée (diverse Rebsorten) : 2004
Trotz seines merkwürdigen Namens ist der Wein ein Traum. Selten haben wir einen im besten Sinne „gastronomischeren“ Weißwein im Glas gehabt. Seine weiche cremige Fülle wirkt frisch und duftig; milde Säure umhüllt die Zunge wie kühle Seide; sein Aroma macht süchtig, man schnüffelt, entdeckt den Sauvignon, der in nussigem Chardonnay ruht und mit den feinen Obstnoten des Welschrieslings spielt. Exemplarisch läßt sich hier eine Cuvée erleben und nachvollziehen. Man riecht und schmeckt jede einzelne Komponente (wenn man sie kennt). Aromatisch ist der Wein raffiniert und macht spontan Lust auf Küche. Geschmacklich fängt man schon beim ersten Schluck an zu kochen. Fisch gedünstet mit Olivenöl, Gemüsesalat, oder doch besser Hühnchen in Curry? Geflügel, Fisch und Gemüse schreien nach diesem grün-gelben Wein, dessen animierend duftendes Bukett kaum zu beschreiben ist, so schillernd vielfältig steht es über dem Glas. Weiche seidige Fülle im Mund sorgt für Wohlgefühl, entspannt und macht Lust auf Aromen in Speis und Trank. Komischer Name, Klassewein.
Österreich : Kamptal : Weingut Fred Loimer
Weißwein : Grüner Veltliner : 2007
„Lois“ ist „schneller Wein“. Aus zugekauftem Lesegut mittels Reinzuchthefe im Edelstahltank temperaturkontrolliert vergoren. Gemacht für den schnellen Genuß binnen eines Jahres. Ein köstlicher Durstlöscher und Alltagswein, der, vom Karton bis zum Schraubverschluß in grün, nicht mehr vorgibt zu sein, als er wirklich ist: Pfeffriger, knackig frischer, würziger Grüner Veltliner für jeden Tag, Gemüsewein, Spargelbegleitung par excellence, Frühling im Glas und Vorfreude auf den Sommer. „Lois“ begleitet warme Abende auf der Terrasse, Picknicks bei flirrender Mittagshitze und fröhliche Runden als kühles Weinvergnügen und unkomplizierter Tisch- und Trinkwein. „Lois“ ist reueloser Zechwein, der in sich vereint, was man von einem leichten, frischen, „harmlosen“ und damit „schnellen“ Weißwein verlangt: „Lois“ ist die Inkarnation unbeschwerten Trinkvergnügens. Genuß ohne Reue. Unkompliziert und unbelastend leicht, spritzig frisch und trotzdem schmackhaft und mundwässernd saftig. „Lois“ ist herzerfrischender Süffelwein für jeden Tag, den man bedenkenlos auch in Durstlöscher-Dosis zu sich nehmen kann. „Lois“ ist in des Wortes bestem Sinne seinen Preis wert. „Schnell“ und lecker.
Österreich : Weinviertel : Schlossweingut Graf Hardegg
Weißwein : Grüner Veltliner : 2007
Grüner Veltliner ist eine wunderbare Rebsorte, die sich derzeit neu erfindet. Bislang war sie in der Vorstellung zum einen beschränkt auf den Heurigen, zum anderen auf die Wachau als Region besonderen Qualitätsimages. Das ändert sich. Seit ein paar Jahren feiert Grüner Veltliner eine verdiente Renaissance als zeitgemäße Rebsorte mit viel Charakter und Ausstrahlung, großer Trinkfreude, universeller Einsetzbarkeit und wohltuender Bekömmlichkeit, und das vor allem außerhalb der Wachau: Das Kamptal, das Weinviertel, das Karnuntum und selbst das burgenländische Leithagebirge präsentieren heute spannende Veltliner-Stilistiken ausgeprägter Eigenart, die die Rebsorte neu entdecken lassen. Graf Hardeggs „Grüner Veltliner vom Schloß" aus dem einst verachteten Weinviertel ist uns dabei einen besonderen Tip wert, vereint er doch auf ideale Weise Rasse, Saft und Kraft in herzhaft aromatischem Spiel. Spontan vergoren ohne Temperaturkontrolle, teils in Edelstahl, teils in Holz drei Monate auf der Vollhefe ausgebaut, wirkt er erfrischend würzig und geschmeidig auf der Zunge, seidig und edel im Trunk und dicht am Gaumen. Frisch im Trunk und trocken im Geschmack hüllt er die Zunge in wohliges Mundgefühl; würzig und kühl definieren Herkunft und Ausstrahlung einen Veltliner, der in seiner Preisklasse Referenzcharakter hat. Seit das Schloßweingut von Graf Hardegg auf biologischen Anbau umstellt, sind die Veränderungen in Wein und Weinberg bemerkenswert, und auch im Keller geht Weingutsleiterin Inga Funke vorbildlich konsequent ans Werk: keine Auf- und Entsäuerung, keine Anreicherung, spontane Vergärung, Verzicht auf Vorklärung und langsamer, schonender Ausbau im Holzfaß sind für Inga Funke und ihre Mannschaft im Keller selbstverständlich. Sie versteht guten Wein als Summe zahlreicher kleiner Bausteine, die sie unspektakulär aber nachhaltig zu einem richtig guten Wein zusammenzuführen versteht, der Spaß macht und unseren Tip allemal verdient hat. Bitte dekantieren Sie diesen mustergültig "langsamen" Veltliner unbedingt 1-2 h bevor Sie ihn genießen möchten. Veltliner dieser Rasse und Klasse ist übrigens ein besonders feiner und sensibler Speisenbegleiter. Servieren Sie ihn zu Klassikern der regionalen Küche, zu Fischgerichten, originellen Salaten und Vorspeisen.
Österreich : Burgenland : Weingut Angerhof-Tschida
Diese edelsüße rote Rarität hat es uns angetan. Weil sich die Edelfäule auf den Trauben in 2001 nicht einstellen wollte, trocknete Hans Tschida rote Zweigelt-Trauben auf Strohmatten über einige Wochen im warmen Wind. Dann preßte er die luftgetrockneten Trauben schonend ab. Das Ergebnis? Eine berauschend schöne Rotweinessenz, die vor Konzentration und Süße strotzt, die sie mit feinem Tanninspiel und ungewohnt frischer Würze konterkariert; Hans Tschida gelang ein pfeffriger Fruchtbalsam voll attraktiver Würze und Intensität, dessen charmante Originalität erst verblüfft und dann begeistert. Idealer Begleiter hochwertiger Bitterschokolade, traumhafter Aperitif und sinnlicher Ausklang gemütlicher Winterabende am Kamin; einem guten Gespräch ist diese Sinnesfreude stets zugetan.
Österreich : Weinviertel : Schlossweingut Graf Hardegg
Rotwein : Syrah = Shiraz : 2003
Graf Hardeggs tiefgründige Syrah Reserve orientiert sich nicht an australischen Shiraz-Klischees, sondern reizt das Potential der verkannten Rebsorte im spannungsreichen Klima des Weinviertels mit klarem Profil aus: Der Wein beweist prägnante Nordrhône-Stilistik. Dicht gepackt in der Struktur, floral duftig, mit Anklängen an schwarze Oliven, Süßholz, Veilchen und weißem Pfeffer; in der Textur straff gerbstoffgeprägt und von frischer, kühler Säure unterlegt, die die Gerbstoffe feinkörnig integriert. Orientalisch komplex in der Aromatik, wirkt diese Syrah opulent südlich und wohldefiniert nördlich zugleich. Spontan vergoren nach einer Kaltmazeration von 5 Tagen, erfolgte die Gärung in offenen Barriques. Anschließend reifte der Wein 16 Monate in gebrauchten Fässern. Das Meisterstück setzt, mehr Côte Rotie als Aussi-Shiraz, massiv und feingliedrig zugleich, mit nur 13 Vol. % Alkohol neue Maßstäbe in Österreich und beweist, das Syrah auch hier einen der noblen Rotweine der Welt hervorbringen kann.
Österreich : Niederösterreich : Weingut Kirchmayr
Weißwein : Grüner Veltliner : 1992
Derart gelungen gereifte Weine muß den Kirchmayrs erstmal jemand nachmachen. Ihre „Solisten“ sind in der Tat Solisten, die ihr Orchester zu spielen verstehen. Ein 15 Jahre alter Veltliner, der richtig Spaß macht. Mehr noch, der zu sprechen beginnt. So wird Reife verständlich. Elegant und reif im Duft zeigt er sich. Obstige Trockenfrüchte und intensive reife Birnenaromen stehen über dem Glas, vermischt mit trockenem Heu und grünem Tee, aber auch Nußaromen und warmer Teig, Gewürze wie Zimt und zarte Nougatanklänge nimmt der Gaumen wahr. Rund und geschmeidig sorgt er mit prägnanter Mineralität für Frische und Eleganz in leichtfüßiger Verpackung. Wein ist Zeit und damit Vergänglichkeit in der Flasche. Spannendes Weinerlebnis. Dieser Veltliner macht es deutlich, ein Vergnügen, das Erinnerungen weckt und wachhält. Trocken und angenehm leicht wirkt er noch frisch und nachhaltig im Abgang. Bemerkenswerte Qualität für besinnliche Stunden.
Österreich : Burgenland : Weingut Nittnaus
Rotwein : Zweigelt & Blaufränkisch : 2006
Die meisten Rotweine des Burgenlandes leiden unter stilistischer Einfalt. Statt charaktervoller Lagenweine dominieren anonyme Cuvées unter teils abenteuerlichen Phantasienamen den Markt. Hans Nittnaus erfolgreiche „Cuvée Heideboden“ basiert auf der Rebsorte Zweigelt und stammt aus der fruchtbaren Ebene südlich des Neusiedler Sees, wo tiefe Lehm-, Sand- und Schotterböden säurearme, milde, fruchtbetonte Weine liefern. Den saftig kühlen Charakter seines tiefdunklen „Heidebodens“ würzt Hans Nittnaus mit kleinen Mengen Blaufränkisch und St. Laurent und sorgt damit für mehr Gerbstoffsubstanz und strukturellen Anspruch. Der tiefgründig würzige, von angenehm kühlen blauen Frucht- und Beerenadern durchzogene Rotwein beweist souveräne Qualität in den Gerbstoffen und sein erfreulich bekömmlicher Alkoholgehalt schafft sanft mundfüllenden Geschmack, in dem kühle Frische mit pfeffriger Würze und einem Hauch Lorbeer und Wacholder originelles Trinkvergnügen bescheren. Eine feste Größe im Programm.
Österreich : Kamptal : Weingut Fred Loimer
Weißwein : Chardonnay : 2007
Fred Loimers preiswerter Chardonnay beschert auch dem erfahrenen Gaumen Trinkfreude und Genuß. Seine zart nussige Frucht integriert einen Hauch von Vanille und Karamel und macht ihn zu einem ausgewogenen Chardonnay mit sensibel zurückhaltenden Holzaromen, die ihm leicht und verspielt Nachhall und Struktur verleihen. Geschmeidig und weich, beweist er gerade den richtigen Biß, um zu vielen Gerichten des kulinarischen Alltags bestens zu harmonieren; er „packt“ fast alles mit seiner animierenden Textur und erweist sich als Labsal für den empfindlichen Magen; ein Allroundwein, wie er besser kaum sein kann.
Österreich : Kamptal : Weingut Fred Loimer
Knackig frisch mit pikant saftiger Säure stellt sich Fred Loimers beliebter Bio-Rosé aus Zweigelt im Jahrgang 2007 vor; duftig und belebend frisch, beschwingt leicht und gute Laune verbreitend. Fred Loimers Alltags-Rosé, den es nicht nur für Otto-Normalverbraucher in der 0.75l-Normalflasche gibt, sondern für Singles auch in der Halben und für Familien in der 1.5l-Großpackung, vertreibt Kummer und Düsternis im Nu, nicht nur wegen seines sorgenfreien Schraubverschlusses. Er weckt müde Geister nicht nur mit animierend "pinker" Ausstattung, nach dem Genuß des herzerfrischend wohltuenden Sommergetränks blickt man tatsächlich rosig ins Leben. Seine freundlichen 12 Vol. % benebeln nicht die Sinne, seine rassige Frische kickt auch den letzten Bürohengst aus dem Sessel und sein knochentrockener Geschmack vereint als idealer Durstlöscher feine Erdbeeraromen mit dezenter Kräuterwürze in hauchzarter Gerbstoffherbheit zu wohltuend lebhafter Erfrischung. Loimers Zweigelt-Rosé bereichert jede Festivität, versteht es aber auch abends auf der Terrasse sommerliche Menüs seriös zu begleiten. Endlich wird Rosé salonfähig. Auf einen heißen Sommer 2008.
Österreich : Weinviertel : Schlossweingut Graf Hardegg
Rotwein : Syrah = Shiraz : 2004
Graf Hardeggs tiefgründige Syrah Reserve orientiert sich nicht an australischen Shiraz-Klischees, sondern reizt das Potential der verkannten Rebsorte im spannungsreichen Klima des Weinviertels mit klarem Profil aus: Der Wein beweist prägnante Nordrhône-Stilistik. Dicht gepackt in der Struktur, floral duftig, mit Anklängen an schwarze Oliven, Süßholz, Veilchen und weißem Pfeffer; in der Textur straff gerbstoffgeprägt und von frischer, kühler Säure unterlegt, die die Gerbstoffe feinkörnig integriert. Orientalisch komplex in der Aromatik, wirkt diese Syrah opulent südlich und wohldefiniert nördlich zugleich. Spontan vergoren nach einer Kaltmazeration von 5 Tagen, erfolgte die Gärung in offenen Barriques. Anschließend reifte der Wein 16 Monate in gebrauchten Fässern. Das Meisterstück setzt, mehr Côte Rotie als Aussi-Shiraz, massiv und feingliedrig zugleich, mit nur 13 Vol. % Alkohol neue Maßstäbe in Österreich und beweist, das Syrah auch hier einen der noblen Rotweine der Welt hervorbringen kann.
Österreich : Weinviertel : Schlossweingut Graf Hardegg
Weißwein : Grüner Veltliner : 2006
Kunden, die ein Programm wie das unsere schnell durchblättern, um nach bekannten Namen und Etiketten zu suchen, schreckt ein so umfangreiches Weinprogramm wie das von Graf Hardegg ab. Sie haben im Prinzip recht. Müssen es wirklich vier verschiedene Veltliner aus einem einzigen Weingut sein? Wer sich die Mühe macht, die Veltliner von Graf Hardegg differenziert zu betrachten und zu probieren, wird fasziniert feststellen, daß es Sinn macht. Grüner Veltliner reflektiert, wie ansonsten nur Chardonnay (schon wieder die Analogie!), in breitem Stil- und Geschmacksspektrum Herkunft und Ausbauart. Diese Reserve-Qualität, die trockene Spitze der Veltliner-Pyramide von Graf Hardegg, spiegelt das unerwartete Potential der Herkunft eindrucksvoll wieder. Veltliner Grandezza. Im Glas steht mittleres Grüngelb. Im Duft unverkennbar Veltliner. Stoffiger, großer Veltliner, mit feinem Duft nach Äpfeln, Nüssen, Wiesenkräutern und einer guten Dosis straffer Mineralität, die im Mund kernig wirkt und präzise dosiert kraftvoll. Nach dem Dekantieren beweist das Bukett exotische Persistenz und lädt animierend zum Trinken ein. Der Wein offenbart bei Tisch seine Eignung als Speisenbegleiter par excellence: Zu klassischen Spargelgerichten, zu kleinen Köstlichkeiten wie Schinken mit Melone, Geflügel- und Kalbspasteten, und, grandios, zu kurz gebratenen Jakobsmuscheln. Veltliner dieser Dimension besitzt enormes Lagerpotential. Zwanzig und mehr Jahre? Kein Problem! Langsamer Wein in Vollendung.
Österreich : Südburgenland : Weinbau Uwe Schiefer
Rotwein : Blaufränkisch = Lemberger : 2002
Uwe Schiefers Blaufränkisch der Lage „Szapary“ aus dem Jahrgang 2002 hat sich prächtig entwickelt. Ätherisch intensiv sein Aromenspiel von Cassis, getrockneten Kräutern und Edelhölzern. Die Flaschenreife ergänzt das eigenwillige Bukett mit reifen blauen Frucht- und Beerenaromen samt orientalischem Gewürzeinfluß. Die Qualität der seidig transparenten Gerbstoffe verblüfft ob Leichtigkeit, die keine ist, und verbindet spielerische Finesse mit satter Kraft und viel Druck am Gaumen. Struktur, Mundgefühl und Geschmack sind schwer in Worte zu fassen. Irgendwo zwischen Grenache, Carignan und Pinot Noir steht sein selbstbewußt regionaler Weincharakter, durchaus kühl und seidig wirkend im Mund, alles andere als dick oder heiß, und doch stoffig, dicht und merkwürdig kompakt. Nicht einfach zu verstehen, weil er keinem bekannten Geschmacksschema entsprecht. „Szapary“ muß man sich erobern. Seine mutige Eigenständigkeit ist nichts für jedermann und schon gar nicht auf den ersten Schluck. „Szapary“ ist blaufränkische Geschmackszukunft, die der Uniformität mutig die Stirn zeigt.
Österreich : Südburgenland : Weinbau Uwe Schiefer
Rotwein : Blaufränkisch = Lemberger : 2001
„Reihburg“ ist Uwe Schiefers großer Blaufränkisch. Der Jahrgang 2001 sorgte damals, als er auf den Markt kam, für Furore als einer der besten Rotweine Österreichs. Inzwischen präsentiert sich der Jahrgang vollreif. Sie brauchen diesen Riesen von Wein also nicht zu dekantieren. Er zeigt schon nach wenigen Minuten im Glas was in ihm steckt. „Reihburg“ ist eine Selektion der ältesten Reben des Weingutes. Bis zu 55 Jahre alt sind sie und stehen in den besten Parzellen am Eisenberg. 18 Monate reifte das spontan vergorene Blaufränkisch-Elixier aus großem Jahrgang im kleinen Holzfaß, dann wurde es unfiltriert gefüllt. Ein Maßstab für Blaufränkisch. Entfaltet reife, aromatische und strukturelle Komplexität im Mund, eindrücklich, bewegend, sinnlich. Trinkseide, verhalten und mächtig zugleich; expressive Ausstrahlung, trinkreif und auf dem Höhepunkt, in den nächsten 2-3 Jahren zu genießen. Nur noch wenige Flaschen verfügbar.
Österreich : Wachau : Weinbau Johann Bäuerl
Der eindrucksvollste Wein aus dem Hause Bäuerl wagt etwas dunklere Farbe und den feinen Hauch der Hefe im komplexen Bukett, das auf wachautypische Weise fruchtige Pfirsich- und Marillenaromen mit Komplexität füllt. Dieser gehaltvolle und in der Textur anspruchsvolle Riesling kommt cremig, füllig und weich auf die Zunge, mit fein balancierter Säure, die ihm Geschmack, Ausdruck und Stoff im Hintergrund vermittelt. 2002 war ein schwieriger Jahrgang, es regnete die gesamte Lese hindurch. Doch diese hochkarätige knochentrockene Riesling-Spätlese zeigt, wie man selbst in einem schwierigen Jahrgang einen spezifisch geprägten Wein auf Flasche bekommen kann, der selbst anspruchsvollsten Zungen so viel Spaß machen kann, daß man ihn täglich genießen möchte. Diese Wunderwaffe made in Austria wirkt gegen so manchen langweiligen Übersee-Chardonnay Wunder, denn Stoff, Kraft und Materie hat er - das können sie, die guten Wachauer!
Österreich : Weinviertel : Schlossweingut Graf Hardegg
Weißwein : Grüner Veltliner : 2007
Wie Phönix aus der Asche hat sich dieses Weingut aus dem unpopulären niederösterreichischen Weinviertel, das Teil eines großen landwirtschaftlichen Musterbetriebes visionärer Qualitätsausrichtung ist, in die Spitzengruppe einer neuen Bewegung Österreichs katapultiert. Ausgerechnet im Weinviertel, bislang bekannt als Quelle supermarktkonformer Massentröpfchen zweifelhafter Qualität, tut sich in letzter Zeit Erstaunliches. Engagierte Winzer präsentieren dort nämlich seit kurzem profilierte grüne Veltliner einer Sortentypizität, die selten geworden ist im reinzuchtverliebten Österreich. Ein ausgeprägtes „Pfefferl“ schmückt ihre rassigen Weine selbstbewußt und sorgt für wohltuende Abwechslung im Glas. Peter Malberg, Verwalter des führenden und wohl auch visionärsten Betriebes der Region, des Schloßweingutes Graf Hardegg, gehört seit Jahren zur stillen Elite des Weinviertels. Jetzt ist Schluß mit „still“: Im Jahrgang 2005 überrascht der sympathische Visionär mit einer überzeugenden Kollektion, die es in sich hat. Noch nie waren seine Weine so stimmig, so animierend, so saftig und pikant, so lustvoll sinnlich und dabei so unkompliziert erfrischend, so nachhaltig, so stilistisch und so überzeugend. Bravo! „Veltlinsky“? Hinter dem netten Namen verbirgt sich ein spritzig frischer, pfeffrig würziger, bekömmlich leichter Veltliner, der dem Sommer ins Gesicht lacht und auch bei heißesten Temperaturen lustvolle Sehnsucht nach einem Glaserl Wein schürt. Um den Preis niedrig zu halten und den Geschmack so frisch und unbeschwert wie möglich, hat Inga Funke, ihren Sommer-Renner „Veltlinsky“ in schneller, unkompliziert technischer Weinbereitung realisiert. Doch seit der stattliche Betrieb mutig und zukunftsorientiert auf Biodynamik umstellt, hat sich nicht nur die Arbeit im Weinberg grundlegend geändert, auch im Geschmack hinterlässt der Wandel spannende Spuren: Trotz simpel technischer Weinbereitung atmet "Veltlinsky" Leben, wagt Seele und beweist Charakter. In seinem bisher besten Jahrgang zieht der Wein straff und mundwässernd über die Zunge, getragen von saftiger, weicher Säure in animierend präzise fokussiertem Geschmack, der das typische Weinviertel-Pfefferl in sich trägt, das Lust macht auf mehr. Ein unkomplizierter, lebenslustiger Essensbegleiter mit wertigem Realo-Anspruch. Das können Sie, die Österreicher!
Österreich : Burgenland : Weinbau Velich
Weißwein : Chardonnay : 2005
Es gibt noch eine Steigerung des „Darscho“. „Tiglat“ macht Qualität nachvollziehbar, macht Unterschiede deutlich. „Tiglat“ ist die Dialektbezeichnung für jene Einzellage, aus der dieser Lagen-Chardonnay stammt. Alte Rebstöcke, strenge Selektion in Weingarten und Keller, spontane Vergärung, Maischestandzeit, vor allem aber ein zweijähriges Faß- und Flaschenlager definieren das Qualitätsprofil eines mächtigen, komplexen, aber alles andere als opulenten Chardonnays, der innere Ruhe und souveräne Harmonie verströmt. „Tiglat“ braucht Zeit. Boden und Klima des Seewinkels prägen seine kraftvoll spürbare Mineralität. Nuancenreicher, animierend würziger Duft nach getrockneten Orangenschalen; leuchtend gelbe Farbe; in der Nase spürbare Holzwürze, unterlegt mit unaufdringlichen Röstaromen, gerösteten Haselnüssen, Karamel, getrockneten Rosenblättern, warmer Butter; am Gaumen kompakt, dicht und pikant mineralisch, richtiggehend salzig; komplex in jeder Hinsicht; saftig, nicht opulent, raffiniert transparent trotz Wucht und Kraft, seidig und lustvoll im Mundgefühl, lang nachklingend am Gaumen. Ein großer eigenständiger Natur-Chardonnay von legendärer Reife- und Entwicklungsfähigkeit. Eine der großen Chardonnay-Persönlichkeiten der Weinwelt. Ab Dezember 2007 verfügbar.
Österreich : Burgenland : Weingut Angerhof-Tschida
Süßwein : Scheurebe = Sämling : 2005
Eine Beerenauslese von schockierendem Niveau. Im Mund frisch und fein, endlos lang, cremig, mit frischer Textur, die extrem expressive Obstaromen freisetzt: Lychee, Ananas, gewürzt mit Zimt und animierender gelbgrüner Aromadichte. Der Wein tut gut, belebt die Sinne, erfrischt und läßt fröhlich erschaudern ob so viel tiefgründig süßen Genusses.
Österreich : Burgenland : Weingut Angerhof-Tschida
Süßwein : Scheurebe = Sämling : 2006
Der Einstieg in die Faszination Süßweine von Hans und Lisa Tschida. Die angenehm zurückhaltend süße Auslese aus der Rebsorte Sämling, Scheurebe, kann man sich mühelos am Abend zur Entspannung genehmigen. Leicht, freundlich und unkompliziert; straffe 6,5 Promille Säure sorgen für Transparenz im Trunk, 106 g Restzucker spürt man kaum. Derart seriöser Süßwein zu derart günstigem Preis ist nur am Neusiedlersee zu produzieren. Genießen Sie den besinnlichen Wein zu Gebäck oder cremigen, nicht zu süßen Nachspeisen, als Aperitif oder zu einem guten Buch. Süßweine können belebend und erfrischend sein, sie müssen nicht schwer und kopflastig sein!
Österreich : Burgenland : Weingut Angerhof-Tschida
Süßwein : Scheurebe = Sämling : 2001
Scheurebe heißt in Österreich „Sämling“. Sie liefert am Neusiedlersee großartige Süßweine, wie dieses hochkonzentrierte und doch federleicht über die Zunge schwebende Weinwunder aus edelfaulem Lesegut, das Gänsehaut auslöst: konzentriert, cremig, gewaltig in der geschmacklichen Konsistenz; zarte Säure und Lebendigkeit machen Lust auf mehr; betörend überschwengliches exotisches Lychee- und Ananasflavour. Ein im neuen Holz ausgebauter hochkonzentrierter Meditationswein mit Blick nach Innen.
Österreich : Burgenland : Weingut Angerhof-Tschida
Süßwein : Gewürztraminer : 1998
Es ist so gut wie unmöglich, diesen Rausch an Sinneseindrücken adäquat wiederzugeben, ihn in schnöde Worte zu fassen. Klar, da ist dieses für Traminer typische Rosenholzbukett, das sind duftige welke Rosenblätter, die an den Nüstern vorbeiwirbeln, da ist cremige Textur, exotische Fülle auf der Zunge, eingebettet in extreme Süße, die aber durch feine Säureadern höchst raffiniert konterkariert wird – doch all das bleibt Platitüde im Vergleich zur Realität, all das wird diesem Wunder der Natur nicht gerecht, das die Sinne reizt bis an die Grenzen der Wahrnehmungsfähigkeit. Ich schweige und empfehle, diesen Rausch am eigenen Leib zu erfahren; setzen Sie sich diesem Erlebnis bewußt aus, es ist spannender als jedes Fußballspiel, liefert mehr Genuß als so manches Buch und dient der Konzentration auf das Wesentliche im Leben: dem bewußten Erleben unserer Sinne. Weingenuß wird körperlich spürbar. Traminer T B A - sinnlicher Rausch, nicht in schnöde Worte zu fassen. Ich schweige und empfehle, diesen Rausch am eigenen Leib zu erfahren; setzen Sie sich diesem Erlebnis bewußt aus, es ist spannender als jedes Fußballspiel, liefert mehr Genuß als so manches Buch und dient der Konzentration auf das Wesentliche im Leben: dem bewußten Erleben unserer Sinne. Weingenuß, körperlich spürbar.
Österreich : Kamptal : Weingut Fred Loimer
Weißwein : Grüner Veltliner : 2007
Sein exemplarisch sorten- und regionstypischer Kamptaler Grüner Veltliner stammt zum großen Teil aus zugekauftem Lesegut von Vertragswinzern. Fred Loimer ließ dabei bewußt einen Teil spontan vergären, einige Mostpartien wollten das so. Sie sorgen für jenen typisch seidigen, weichen Nachklang auf der Zunge, der dem Wein angenehm füllige Mitte im mineralisch frischen Mundgefühl beschert und die Bitterkeit der Reinzuchthefevergärung ausbalanciert. Weinvergnügen pur. Er kombiniert Körper mit Frische, kommt pfeffrig würzig daher mit exotischen Grapefruit- und Zitrus-Noten im Duft, das Wasser läuft einem im Mund zusammen und man denkt an Küche und es kommt Freude auf. Die appetitliche Frucht des Weines mündet in cremig weiches Säurespiel und seine mineralische Nachhaltigkeit macht ihn ernsthaft und niveauvoll. Er schmeckt nach mehr und harmoniert zu einer Vielzahl von Gerichten, regional oder avanciert.
Österreich : Niederösterreich : Weingut Kirchmayr
Weißwein : Grüner Veltliner : 2007
Ein Glücksfall besonderer Art ist die zweite "K&U-Sonderedition", die aus Österreich kommt. Sie ist einer sehr österreichischen Bodenformation gewidmet, dem Löß. Das ist ein Sedimentboden, der in Österreich seine größte Verbreitung im Weinviertel, östlich von Krems und im nordöstlichen Niederösterreich findet. Löß und Grüner Veltliner sind zwei Partner, die sich gesucht und gefunden haben. Nur auf Löß entwickelt Grüner Veltliner nämlich jene typisch pfeffrige Würzigkeit, die ihn von allen anderen weißen Rebsorten so prägnant unterscheidet. Typische Lößlagen findet man z. B. rund um Strass im Kamptal. Dort hat der junge Andreas Kirchmayr über Jahre hinweg Löß-Parzellen ausgekundschaftet, von denen er Trauben kauft, die ihm die fruchtigsten und attraktivsten Veltliner im Keller liefern, deren magische Formel exemplarisch aufgeht: Frucht, gepaart mit pfeffriger Würze. Statt nur auf simple Primärfrucht zu setzen, vereint Andi Kirchmayr pikante Frucht mit tiefgründig pfeffriger und floraler Würze, in dem er dieses Prachtexemplar eines Veltliners separat im Keller ausbaute. Dabei banalisierte er die Fruchtfülle nicht durch reduktiven Ausbau, sondern ließ den Löß-Veltliner aus dem Strasser Tal besonders lange im großen Holzfaß auf der Feinhefe reifen, erst Ende Juni wurde er abgefüllt. Das Ergebnis war so überzeugend, daß wir den Wein unbedingt für unsere K&U-Sonderedition haben wollten. Ein appetitlich frisch duftender, exotisch-fruchtiger Veltliner mit floralen Noten, dessen filigrane, pfeffrig kühle Würze und bemerkenswerte Mineralität auch anspruchsvolle Veltliner-Kenner zum Staunen bringen. Ein Löß-Veltliner der so eleganten wie entspannten Art, dessen Fruchtaromen animierend reif wirken, aromatisch gelb und zugleich grüne Frische in sich tragend; ein deftig würziges Pfefferl verleiht seiner saftigen Opulenz facettenreich pikanten Tiefgang im angenehm herben Nachklang. Sein Entwicklungspotential ist offenkundig und sein mundwässerndes Frucht-Säure-Spiel sorgt für Lust auf mehr. Gut gekühlt servieren, am besten ausreichend dekantiert. Ein wie wir meinen fast unschlagbarer Geheimtip; mehr Weingenuß scheint uns zu diesem Preis kaum möglich! Andreas Kirchmayr sei herzlich gedankt.
Österreich : Burgenland : Weinbau Velich
Weißwein : Chardonnay : 2005
„Darscho“ ist Ungarisch und heißt soviel wie „Warmsee“. Die vielen kleinen Lacken, die das Kleinklima und das malerische Landschaftsbild des Seewinkels charakteristisch prägen, finden in diesem Chardonnay Würdigung. „Darscho“ ist die Chardonnay-Basiscuvée der Velichs, eine Selektion der besten Trauben ihrer verschiedenen Lagen. Der schonend feinoxidative Ausbau in gebrauchten französischen Eichenfässern sorgt für differenzierte Fülle und packend komplexe Fruchtigkeit, die Heinz Velich als „Seewinkelcharakter“ beschreibt. Sie wirkt so eigenständig wie die Farbe des Weines, die gelbgrün im Glas funkelt; im Bukett speckige Feuerstein-Mineralität, frische Limettenschalen und feine Rauchnoten; am Gaumen entfaltet sich saftig fruchtbetonte, wohltuende Frische, feingliedrig, nervig und frisch, mit animierendem Hauch reifer Honigmelonen. Chardonnay kann herrlich sein! Dieser macht die vielen traurigen Exemplare vergessen, die man im Laufe seines Weintrinkerlebens hinunterspülen mußte. Ab Dezember 2007 lieferbar!
Österreich : Weinviertel : Schlossweingut Graf Hardegg
Maximiliam Hardegg und Peter Veyder-Malberg nennen ihr Konzept „aromaorientierten Weinbau“. Das macht Sinn, weil die Böden des großen Landwirtschaftsbetriebes weitgehend homogen sind, die Weine also weniger als anderswo durch Lagen charakterisiert sind, als durch das Klima. Graf Hardeggs Riesling Spätlese „Reserve vom Schloß“ wurde - anders als edelsüße Dessertweine - aus gesunden Trauben gekeltert, ohne Edelfäule. Ihr moderater Restzuckergehalt liefert einen harmonischen, lagerfähigen Riesling opulenter Textur und Dimension, der mit ausladender Würze und attraktiver Fruchtintensität den idealen Auftakt eines Menüs zelebriert. Auch feine, nicht zu süße Desserts versteht dieser noble Riesling sensibel zu begleiten und zu scharfen oder süß-sauren Gerichten der asiatischen Küche entfaltet er sich wohltuend expressiv. Aber auch zu Spezialitäten der regionalen Küche wie Blutwurst oder Schweinebraten macht er eine gute Figur, was einmal mehr beweist, daß ein mit 42 g/l alles andere als trockener Riesling ein raffinierter Speisebegleiter sein kann.
Österreich : Weinviertel : Schlossweingut Graf Hardegg
Weißwein : Grüner Veltliner : 2005
Spontane Vergärung, Verzicht auf Vorklärung und langsamer, maximal schonender Ausbau im großen traditionellen Holzfaß sind für Peter Malberg und seine Mannschaft im Keller selbstverständlich, um die aufwendige ökologische Vorarbeit im Weinberg im Keller entsprechend umzusetzen. Graf Hardeggs Inkarnation eines Weinviertler Veltliners weist denn auch geschmacklich neue Wege. Nach diesem Wein schleckt man sich die Finger: Straff und geschmeidig, seidig fast und doch substantiell kraftvoll und dicht reizt die natürliche Schönheit die Sinne mit belebend niedrigem Alkohol; knochentrocken, elegant, dicht gepackt, eindrucksvoll strukturiert und geschmacklich faszinierend transparent; nachhaltig würzig, kühl und frisch, definiert ungewohnt logisch schmeckende Textur von großem Reiz und natürlicher Ausstrahlung einen großen Veltliner.
Österreich : Burgenland : Weingut Nittnaus
Weißwein : Pinot Blanc = Weißburgunder : 2007
Hans und Anita Nittnaus aus Gols am Neusiedler See sind bemerkenswerte Winzerpersönlichkeiten. Ungeachtet ihrer Popularität als Spitzenwinzer, deren weiche, überreif fette Weiß- und Rotweine von den Medien in Österreich regelmäßig mit Bestbewertungen überhäuft wurden, kehrten die beiden vor ein paar Jahren mutig ihrem populären Geschmscksbild den Rücken, um feine, frische, mineralisch geprägte Weine avantgardistischer Stilistik zu produzieren. Eine nicht nur konzeptionell visionäre Entscheidung, sondern auch finanziell gewagt, denn sie verkauften einige ihrer besten Lagen in Gols, um im nahen Leithagebirge ihre Vision terroirgeprägter Weiß- und Rotweine zu realisieren. Die Übergangszeit war alles andere als einfach. Heute präsentieren die beiden brillante Weine visionärer Qualität und Stilistik nicht nur aus dem Leithagebrige, sondern auch von ihren Lagen rund um Gols. Sie befinden sich in Umstellung auf den biodynamischen Anbau und prägen eine neue Avantgarde österreichischer Weinkultur. Zu den Aushängeschildern der Nittnaus´schen Produktion gehört der „Heideboden“ in weiß. Ein reinsortiger Weißburgunder von Lagen rund um Gols. Nicht nur zu aromatisch anspruchvollen Gerichten, in denen Gewürze und Kräuter eine tragende Rolle spielen, liefert der attraktive knackig frische Weißwein passende Begleitung; auch zu Gemüsegerichten, Fisch und hellem Fleisch weiß er gekonnt Akzente zu setzen. Seine würzige Aromatik, seine cremig dichte Frische und seine kompakte Struktur auf der Zunge integriert der sensible Ausbau im Holzfaß in komplexe Fruchtaromen mit spannenden Würznoten. "Heideboden" weiß ist die raffinierte Kombination aus eleganter Körperfülle und einem in dieser Preisklasse ungewöhnlich spielerischen Finale. Gehaltvolle innere Balance in milder, bekömmlicher Säure, kombiniert mit wohltuend warmer Ausstrahlung, trinkreif, und über die nächsten drei bis vier Jahre zu weicher Fülle und Reife heranreifend, prägt diesen idealgastronomischen Klassiker im Programm.
Österreich : Burgenland : Weingut Preisinger
Die Rebsorte Zweigelt, im Burgenland gern als autochthon vereinnahmt, ist tatsächlich eine Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent. Ihr widmet Claus Preisinger einen Rotwein von kühler pfeffriger Würze und angenehm saftigem Geschmack, den ein frisches Säurerückgrat schlank und rassig macht. Mundfüllende, feinkörnige Gerbstoffe sorgen in dem klar regional profilierten Klassewein für Charakter, Struktur und Ausstrahlung. Es ist der saftig animierende Biß, der mit kühler Fülle Claus Preisingers Zweigelt des historischen Jahrgangs 2006 am besten charakterisiert. Kein großer Wein, was heißt das schon, sondern herzhaftes Trinkvergnügen, anspruchsvolles Mundgefühl, entspannende Weinfreude und bekömmlicher Trinkgenuß aus biodynamischem Anbau und vorbildlich schonender Verarbeitung. Ein entspannter Wein, der bescheidener auftritt, als er wirklich ist. Authentischer ist Zweigelt kaum zu interpretieren. Wir zitieren Claus Preisinger: "Zweigelt ist für mich der perfekte burgenländische Einstiegswein: Tiefgang, Spaß und Trinkfreude ohne Anstrengung, jederzeit gut und gern".
Österreich : Burgenland : Weingut Angerhof-Tschida
Süßwein : Chardonnay : 2002
Chardonnay weich, sanft, cremig, seidig, süß bis zum Abwinken. Die Konsistenz dieser süßen Droge verleitet zum trinken - sanft streichelt der Wein die Zunge, rinnt viskos über den Gaumen und hinterläßt euphorischen Nachklang. Warme Butter, frisches, warmes Gebäck und geröstete Nüsse - Chardonnayaromen in Reinkultur, gewürzt mit reifer Ananas und Mango. Hier werden die durch die Edelfäule getrockneten Beeren in ihrer ganzen aromatischen Konzentration schmeckbar.
Österreich : Burgenland : Weingut Angerhof-Tschida
Süßwein : Chardonnay : 2001
Chardonnay süß. Die Lage "Lüss" liefert sogar ein non-plus-ultra an Süße. Fülle bis an die Grenzen der Wahrnehmung. Differenzierte Pracht, subtile Frische, sensible Finesse. Chardonnay in Bestform: Buttrig, nussig, gelb gewürzt mit Koriander, Nelken, Zimt und Cardamom. Orient. Heiße Nächte, schwüle Hitze, raffinierter kühler Hauch. Nervig, spannend, dicht und schwebend. Süße frisch und sinnlich, puristisch, natürlich, verwoben. Komplexer und süßer geht es in dieser Reintönigkeit und Präzision kaum. Weltklasseformat.
Österreich : Gumpoldskirchen/Thermenregion : Schellmann
Weißwein : Traminer = Savagnin : 2007
Barock und aromaintensiv präsentiert sich Schellmanns famoser Traminer von über 70 Jahre alten Reben, der an einem steilen Ost-Hang auf schwerem Boden gedeiht. Weiche, opulente Fülle, eingebettet in ein sanftes Restzuckerbett umhüllt die Zunge wie ein kühles Seidentuch. Intensive Rosenblätterdüfte und Sandelholzaromen durchziehen das exotische Flair des Weines, der zur Meditation anregt. Man genießt ihn solo zur Entspannung, zu hochwertigen Rohmilchkäsen oder zu scharfer, anspruchsvoll duftiger Thaiküche. Traminer ist eine edle Rebsorte, die es wieder zu entdecken gilt. Fred Loimers Interpretation stellt einen eindrucksvoll dicht gepackten sinnlichen Traminer dar, der besondere Stunden ausdrucksvoll zu bereichern versteht. Leider haben wir nur wenige Flaschen verfügbar.
Österreich : Kamptal : Weingut Fred Loimer
Der heiße Jahrgang 2003 stellte Fred Loimer vor große Herausforderungen. Durch die Hitze des Jahrgangs litten die Reben unter Trockenstreß, den Fred Loimer durch gezielte Ertragsreduzierung im Laufe de Weinberges aber in den Griff bekam. Die früheste Lese aller Zeiten brachte gelungene Weine von ungewohnter Konzentration, denen frische Säure gekonnten Ausgleich vermittelt. Fred Loimers Riesling „Loiserberg“ verführt mit seidigem Schmelz in knackiger Mineralität. Packender Biß umhüllt die Zunge, die „gelb“ signalisiert; reife weiße Pfirsiche, Mirabellen und Aprikosen kullern über die Zunge, werden abgefangen von straffer Mineralität, die wie Säure wirkt, ohne Säure zu sein. Ein strahlender, reifer Riesling, trocken, kompromißlos und tiefgründig, authentisch, mineralisch, schmeichelnd fruchtig und sehr charaktervoll.
Österreich : Burgenland : Weingut Angerhof-Tschida
Süßwein : Muscat = Muskateller = Moscato : 2006
Mit diesem Wein haben sich die Mitarbeiter von K&U durchgesetzt. Sie wollten ihn unbedingt haben (zum privaten Genuß, versteht sich), nachdem sie ihn probiert hatten. Muskat-Ottonel? Alte, wenig edle Rebsorte, der blasseste aller Muskateller. Doch hier am Neusiedlersee findet sie ihre Ideal-Bestimmung. Nirgendwo sonst gelingt sie so wie hier. Hocharomatisch, dicht, süffig, mit schwelgerischem Bukett nach Muskat, Exotenobst, Äpfeln, reifen Birnen und gelben und braunen Gewürzen. Und das in alkoholisch leichter, bekömmlicher, duftiger Auslese, die als Aperitif und Begleiter hausgemachter Kuchen auch bei Ihnen Furore machen wird. Gewiß hat Süßwein dieser Art ein altmodisches Image. Muß er deswegen schlecht sein?
Österreich : Kamptal : Weingut Fred Loimer
Weißwein : Grüner Veltliner : 2006
Fred Loimers großer, spontan vergorener, komplexer Spitzen-Veltliner aus opulentem Jahrgang. Fred Loimer demonstriert mit seinem größten Wein im Keller den Status quo Österreichischer Spitzenweinkultur:
Mitte November geerntet, vergor er den Wein spontan im traditionellen Holzfaß und ließ ihn bis Mitte August auf der Hefe. Sein "Spiegel" ist einer der größten Veltliner Österreichs, ein eindrucksvoll strukturierter, reifer, von faszinierender Exotik durchzogener Veltliner von den besten Böden für diese Rebsorte: Auf tiefen Lößschichten wurzeln in Südlage die Reben besonders tief und überstehen auch lange Trockenperioden unbeschadet; die Aromakonzentration der Spiegel-Weine ist deshalb besonders ausgeprägt, die Weine brauchen länger als die anderen Langenloiser Lagen, um ihre exotische Aromatik voll zu entfalten. 40 Jahre alte Rebstöcke sorgen für tiefgründige Komplexität und beeindruckend hölzern wirkende Extraktion. In dieser Qualität besetzt "Grüner Veltliner" eine herausragende Stellung im internationalen Konzert der großen Weißweinsorten! Dieser große Weißwein kann mühelos zehn und mehr Jahre alt werden, er reift dabei, ohne zu altern. Ein eindrucksvoll strukturierter Veltliner, der nur limitiert zur Verfügung steht und eines der seriösesten Exemplare dieser Rebsorte liefert - ohne Mostkonzentration oder andere Tricks. Ein Wein, der von der Küche viel an Aroma und Textur verlangt, sich aber anschmiegsam einer breiten Palette von Aromen und Geschmack anpaßt – einzusetzen wie ein großer Chardonnay. Das Kamptal erlebt durch Ausläufer des pannonischen Klimas heiße, trockene Tage, die durch kühle Luftströme aus dem höher gelegenen Waldviertel „durchmischt“ werden und der bis zu 38° C heißen Luft im Sommer kühle Würze verleihen. Im Zusammenspiel mit den vielfältigen Böden des Kamptales entstehen dort faszinierend vielfältige Weine. Das Spektrum reicht von Gföhler Gneis, dem Urgestein, aus dem sich die Hügel des Kamptales geformt haben, über Braunerde und eingelagerte Kalkschichten. Und es gibt hier Löß, jenen fruchtbaren Flugstaub aus der Eiszeit, der sich zu kompaktem, fruchtbarem Boden verdichtet hat, auf dem einer der großen Veltliner Österreichs steht und gedeiht: „Spiegel“, Fred Loimers größter Veltliner im Keller, Status quo Österreichischer Spitzenweinkultur. Der eindrucksvoll strukturierte, von faszinierender Exotik durchzogener Veltliner steht auf ebendiesen besten Böden für diese großartige Rebsorte, den tiefen Lößschichten der Südlage Spiegel; dort wurzeln die Reben besonders tief und überstehen auch lange Trockenperioden völlig unbeschadet; dort entsteht jene dichte Aromakonzentration, der 40 Jahre alte Rebstöcke tiefgründige Komplexität und fast hölzern wirkende Extraktion verleihen. Ein „Spiegel“ aus großem Jahrgang wie 2005 braucht Zeit um seine exotische Aromatik zu entfalten: Im Duft ungemein konzentriertes Aroma von Steinobst, Zitrusfrüchten und Kräutern. Trotz dichter Frucht und enormen Körpers wirkt der Wein noch unzugänglich, verschlossen, zeigt noch nicht, was in ihm steckt, verlangt Zeit und Luft in der Karaffe, um sein aromatisches Potential zu entfalten. Packender, fast endlos langer Abgang vollendet ein finessenreiches Veltliner-Monument, das authentisch und von großer Persönlichkeit eines der eindrucksvollen Exemplare seiner Art definiert. Im Kamptal gibt es Löß, jenen fruchtbaren Flugstaub aus der Eiszeit, der sich zu kompaktem, fruchtbarem Boden verdichtet hat, auf dem einer der großen Veltliner Österreichs steht und gedeiht: „Spiegel“, Fred Loimers größter Veltliner im Keller, Status quo Österreichischer Spitzenweinkultur. Der eindrucksvoll strukturierte, von faszinierender Exotik durchzogener Veltliner steht auf ebendiesen besten Böden für diese großartige Rebsorte, den tiefen Lößschichten der Südlage Spiegel; dort wurzeln die Reben besonders tief und überstehen auch lange Trockenperioden völlig unbeschadet; dort entsteht jene dichte Aromakonzentration, der 40 Jahre alte Rebstöcke tiefgründige Komplexität und fast hölzern wirkende Extraktion verleihen. Ein „Spiegel“ aus großem Jahrgang wie 2006 braucht Zeit um seine exotische Aromatik zu entfalten: Im Duft ungemein konzentriertes Aroma von Steinobst, Zitrusfrüchten und Kräutern. Trotz dichter Frucht und enormen Körpers wirkt der Wein noch unzugänglich, verschlossen, zeigt noch nicht, was in ihm steckt, verlangt Zeit und Luft in der Karaffe, um sein aromatisches Potential zu entfalten. Packender, fast endlos langer Abgang vollendet ein finessenreiches Veltliner-Monument, das authentisch und von großer Persönlichkeit eines der eindrucksvollen Exemplare seiner Art definiert.
Österreich : Steiermark : Weingut Muster
Weißwein : Welschriesling = Riesling Italico : 2005
Sepp Musters pikant würzigen, knackig frischen und mit angenehmen 11,5 Vol. % leichten Welschriesling zeichnet mineralisch weicher Charakter und angenehm lebendiges Frucht-Säure-Spiel aus. Er erweist sich als fröhlich bekömmlicher Zechwein, präsentiert sich unkompliziert, vermeidet ausgeprägten Charakter, besitzt angenehm milde, frische Struktur und schmeckt würzig mit hefiger, zitrusbetonter Frische und attraktivem Nachklang am Gaumen. Der ideale Zechwein, der gastronomisch alles mitmacht und bekömmlich, appetitanregend und belebend wirkt. Die letzten Flaschen zum Sonderpreis.
Österreich : Burgenland : Moric
Rotwein : Blaufränkisch = Lemberger : 2006
Roland Velichs Basisversion enthält die besten Partien im Keller und fiel entsprechend attraktiv aus: Transparent im Duft, mit frischen „grünen“ Noten von Pfeffer und Kräutern; die Substanz im Mund ist geprägt von fruchtigen, frischen, würzigen Gerbstoffen und einer vordergründig straffen Säure, die den Wein klar konturiert und trockener wirken läßt, als er ist. Der Jahrgang 2005 braucht vermutlich etwas mehr Zeit als üblich, um Geschmeidigkeit und Charme zu entwickeln. Am Gaumen ist er saftig und dicht, wirkt ungewöhnlich appetitanregend und sein würziger, erfrischender Duft wirkt mundwässernd und animierend. Ein appetitmachender Begleiter deftiger, regionaler Kost, zu Schinken und Speck, Wurstwaren und Brotzeit, der schnell am Tisch verdunstet. Wir würden ihn bis Ende des Jahres einlagern, um ihn über die kommenden drei bis vier Jahre mit Vergnügen zu zelebrieren. Entwaffnende Natürlichkeit, überzeugender Blaufränkisch mit viel Pinot-Charakter. Das Projekt „Moric“ steht für Weine aus alten Reben. Geringe Erträge sorgen für großes Potential. Sie sollen Freude bereiten, die man sich leisten kann; sie sollen Genuß liefern, der in dieser Art nirgendwo sonst zu finden ist; sie wollen Spaß am Unterschied vermitteln, am „anders“ sein als andere, an der Individualität und Identität ihrer Herkünfte.
Der "Neckenmarkter" Blaufränkisch wächst auf Süd-Südwesthängen mit einer Höhenlage um 300 Meter und steht dort auf ausgeprägten Schieferlagen, aber auch auf Lehm und Muschelkalk - hier kann man wirklich von „Terroir“ sprechen. Die Weine zeigen sich entsprechend kühl im Charakter, mit fast pikanten Frucht- und Würzaromen, die durch strenge, klare, würzig expressive Aussage dem Bukett unverwechselbares Profil vermitteln. Ihr intensiv fruchtiger Geschmack ist pikant, würzig, fast feurig im Nachklang; spürbar ausgeprägte feine Säure macht sie ungewöhnlich mineralisch auf der Zunge. Man schmeckt und erkennt ihn, den „Neckenmarkter“. Das Projekt „Moric“ von Roland Velich steht für ein zukunftsträchtiges und für die österreichische Weinszene visionär wegweisendes Projekt. Roland Velich vom legendären Burgenländer Weingut Velich keltert unter dem Phantasienamen „Moric“ Rotweine, die ihre Herkunft eindeutig erkennen lassen. Das muß man in Österreich ausdrücklich betonen. Denn dort regiert noch immer der Trend zu dicken, alkoholisch mächtigen, sicher auch prächtigen, aber anonym langweiligen Rotweincuvées, die sich populistisch am internationalen Geschmacksbild orientieren und fast ausnahmslos per technischer Manipulationen wie der Mostkonzentration zu Ansehen und Stoff gelangen. Winzer wie Presse feiern diesen Trend unbeirrt wider alle Vernunft.
Dem Projekt „Moric“ geht es darum, diesem Phänomen Weine entgegenzustellen, die stilistisch und qualitativ durch Charakter, Identität, unverkennbare Herkunftsprägung und eigenständiges Profil überzeugen, ohne Mostkonzentration oder andere technische „Hilfsmittel“. Das Burgenland bietet ideale Voraussetzungen dafür. Auf kleinem Raum findet man hier eine extreme Vielfalt an Mikroklimata und Böden, die herrlich kraftvolle, zugleich aber auch duftig transparente, authentisch ungeschminkte Rotweine hervorbringen, produziert auf Lagen, die historisch schon immer als wertvoll galten. „Moric“ ist immer Blaufränkisch. Durch extrem niedrige Erträge, Vergärung spontan auf wilden Hefen, und langes Hefelager mit regelmäßigem Aufrühren in hauptsächlich gebrauchten Barriques und größeren Holzfässern entstehen eindrucksvolle Blaufränkisch, die eine neue delikate Erfahrung authentischer österreichischer Rotweine ermöglichen – Weine mit Zukunft!
Dies hier ist die unkomplizierte, mustergültig preiswerte „Moric“-Einstiegsdroge. Roland Velich bietet mit diesem fröhlichen Blaufränkisch für (fast) alle Tage, einer Selektion bestimmter Partien im Keller, einen erfrischend natürlichen Rotwein an, der das Zeug zum Renner hat: Transparent im Duft, tiefgründig fruchtig, frisch, würzig und charmant in den Gerbstoffen, unverfälschter Blaufränkisch-Genuß. Angenehm trocken auf der Zunge, dezent herb im Nachklang, saftig und weich am Gaumen, appetitanregend fruchtbetont im Duft. Der authentische Regionalcharakter und die fröhlich zur Schau getragene Natürlichkeit setzen Maßstäbe in Österreichs Weinszene und liefern einen Weincharakter, der tatsächlich völlig einmalig in der Welt des Weines ist. Diesen Wein trinkt man gerne und oft. Eine köstliche Bereicherung unseres Sortimentes, ein Glücksfall eben.
Österreich : Steiermark : Weingut Neumeister
Weißwein : Sauvignon blanc : 2007
Auch hier Wandel hinter neuem Etikett. Das populäre Aushängeschild des bekannten Weingutes hat sich stilistisch und geschmacklich profund verändert. Neumeisters nobel duftender Sauvignon Blanc "Klassik" wirkt dicht und samtig auf der Zunge und entfaltet seine wohltuend cremige Fülle in kräuterwürzig frischem Mundgefühl von begeisternder Intensität und Harmonie. Balance in Perfektion. Keine Arroganz der Aromen, nicht der typisch laute Krach der Turbo-Steiermark, sondern profunde Tiefgründigkeit in struktureller Substanz mit traumhafter Fülle im Mundgefühl, nicht schwer, nicht übertrieben, einfach nur richtig gut. Im tiefgründigen Bukett der animierende Duft nach frischen Gartenkräutern, Brennessel, schwarzer Johannisbeere, grüner Paprika und reifen Holunderblüten. Im Mund reife, elegante Würze von herrlicher Länge am Gaumen. Ein neuer Wein von anderer Qualität. Langsamer, profunder, stilistisch mutiger, aber nicht weniger erfrischend und anspruchsvoll als er bisher war, eben ganz anders. Ein kulinarischer Sauvignon besonderer Güte und eine tolle Ergänzung zu Sepp Musters total entschleunigter Interpretation. Österreich macht Spaß!
Österreich : Burgenland : Weingut Preisinger
Claus Preisingers "Pannobile" des Jahrgangs 2005 besteht zu 100 % aus Zweigelt. Ein "Pannobile" ist an sich eine Cuvées aus typisch pannonischen Rebsorten. Doch im Jahr 2005 fiel nicht nur bei Claus Preisinger der Blaufränkisch fast vollständig aus und so machte man eine Ausnahme. Spontan vergoren im offenen Gärbottich, ausgebaut in kleinen Fässern, gelang dem ehrgeizigen Jungwinzer, der sich seit ein paar Jahren in der Umstellung auf ökologischen Anbau befindet, wieder ein Referenzwein für Jahrgang und Herkunft. Sein "Pannobile" besitzt duftig zarte Pinot Noir-Struktur und wirkt doch samtig, würzig, cremig weich und wohltuend füllig. Charmant im Duft, fruchtintensiv, kühl, leicht im Alkohol, seidig weich in den Gerbstoffen und zugleich präzise profiliert im wunderschönen Schmelz auf der Zunge, der Wohlbefinden auslöst. Balance und Harmonie statt die Macht der Kraft, das ist Claus Preisingers Interpretation des Jahrgangs 2005 seines "Pannobile".
Österreich : Weinviertel : Schlossweingut Graf Hardegg
Viognier, die weiße Rebsorte der Nordrhône, genießt als „Condrieu“ Weltruf. In Österreich ist sie als Qualitätsrebsorte nicht registriert, weshalb dieser Wein, einer der großen Viogniers der Welt, als Tafelwein den Markt bereichert. Viognier reift früh aus und erreicht hohe Zuckergrade bei niedriger Säure, sie ist eine der säureärmsten, aber auch alkoholreichsten weißen Rebsorten. Hohe Temperaturen während der Reifephase können die charmanten, exotischen Fruchtaromen schnell zerstören, der Wein wirkt dann schwer und plump wie oft im französischen Süden. Im Österreichischen Weinviertel fallen im Herbst die Temperaturen deutlich, weshalb Graf Hardeggs rarer Viognier mineralische Frische und exotische Ausstrahlung verströmt, er gehört zu den expressiven Exemplaren seiner Art. Hell goldgelb strahlt der Wein im Glas. Aromatisch opulent, strukturell cremig und dicht, mit komplexem, intensivem Fruchtbouquet nach Pfirsich, Mango, Litschi, Melonen, aber auch Rosen, Orangen und Kumquats, wirkt er ungewohnt und exotisch. Am Gaumen schimmert verspielt ein Hauch Marillenlikör und Karamel durch und milde Säure macht ihn mundfüllend und trotz seines Alkohols spielerisch, elegant und finessenreich. Viognier begleitet erstklassige Asienküche in Perfektion, macht Schärfe in Speisen mit und ist ein Weinoriginal mit erstaunlichem Potential.
Österreich : Weinviertel : Schlossweingut Graf Hardegg
Graf Hardeggs Riesling vom Schloß ist Saft und Struktur mit warmer Fülle, eingehüllt in kühle Substanz und reizvolle Aromentransparenz von Pfirsich bis Orangenschale; vor allem aber erfrischende Kräuter- und Gewürzdüfte sind es, die diesen Riesling anders sein lassen, als wir es von unseren heimischen gewohnt sind. Anklänge an die Pfalz? Vielleicht. Auf jeden Fall hinterläßt seine klar formulierte Textur im Mund bleibenden Eindruck. Sie wirkt wie maßgeschneidert in ihrer geradlinigen Komplexität, ihrer seidigen Dichte und ihrer prickelnd pikanten Mineralität, die einen Hauch von Salz auf die Zunge spült. Graf Hardeggs Riesling-Interpretation wirkt ob ihrer Leichtigkeit und würzigen Frische alles andere als schwer, kommt mit 12.5 Vol. % bekömmlich dimensioniert ins Glas, leuchtet dort in hellem Grüngelb und setzt neben den bekannten Pfirsichnoten spannende Anklänge an Sternanis, gelbe Paprika und Honigtöne im Duft frei. Stoffig im Mundgefühl, vermittelt feiner Hauch angenehmer Süße, die von milder Säure getragen wird, langen würzigen Nachklang am Gaumen. Ein geschmeidiger Riesling, der gewürzte Speisen aus der anspruchsvollen Regionalküche ebenso harmonisch begleitet, wie asiatische Aromen und charaktervolle Hochküche.
Österreich : Steiermark : Weingut Neumeister
Weißwein : Muscat = Muskateller = Moscato : 2007
Im Hause Neumeister hat ein Stilwandel stattgefunden, den neue Etiketten in eine neue Zukunft begleiten. Sohn Christoph hat den Keller übernommen. Er beweist sanfte Hand, gibt den Weinen mehr Zeit, vergärt spontan und vertraut dem Einfluß der Natur. Wer den schnellen Turboduft, den aromatischen Super-Kick, so vieler anderer Steirer erwartet, wird hier also nicht fündig. Christoph Neumeisters Weine sind anders als die seines Vaters Albert. Sein traumhafter Gelber Muskateller bringt gerade mal sanfte 11,5 Vol.% auf die Waage und seine absolut trocken ausgebaute Version wirkt so herrlich bekömmlich, so fein, so delikat, so würzig und pikant, daß man gar nicht aufhören kann, am Glas zu nippen. Doch der Wein kann mehr. Weich und cremig im Trunk, braucht er Zeit und Luft in Glas oder Karaffe, um sich zu entfalten, am besten schmeckt er tatsächlich am zweiten Tag aus der halbleeren Flasche. Dann entfaltet er sein pikantes Muskateller-Aroma in würziger Präzision, dann blüht er auf und zeigt, was wirklich in ihm steckt. Christoph Neumeisters "neue" Qualitäten wagen eigene Stilistik, wirken verhalten und "leiser" als bisher, sind profund, nachhaltig, komplex und damit überaus anspruchsvoll. „Gelber Muskateller“, eine Spezialität der Steiermark, erfreut sich neuer Beliebtheit. Feingliedrig, duftig und elegant kommt Neumeisters Interpretation daher, fokussiert ihren aromatischen Rebsortencharakter wie unter dem Brennglas: Zitronenmelisse und Holunderblüten, Wiesenkräuter und Johannisbeeren, Muskatnuß und weißer Pfeffer laden zum Schnuppern ein; und auf der Zunge präsentiert sie sich so animierend würzig und wohltuend, so tiefgründig und elegant zugleich, daß einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Zum Aperitif prädestiniert, zu nicht zu süßer Asienküche (Sushi, Thai) ideal und zu guten reifen Hartkäsen unschlagbar. Der Sommer kann kommen.
Österreich : Burgenland : Weingut Angerhof-Tschida
Süßwein : Chardonnay : 2004
Chardonnay als Beerenauslese - man schmeckt sie, die gelb würzige Konzentration der getrockneten, konzentrierten Chardonnay-Beeren, die mühsam in diversen Lesedurchgängen herausgeschnitten wurden. Dunkle, gelbe Würze, cremige dichte Substanz auf der Zunge, weich, seidig, kühl und mild in der Säure, mit langem, intensiv süßem Nachklang am Gaumen; niedrig im Alkohol, süß in der Substanz, cremig im Mundgefühl; ideal zu Mürbteig- und Buttergebäck und allen Arten von Karamelaromen.
Österreich : Burgenland : Weingut Angerhof-Tschida
Süßwein : Scheurebe = Sämling : 2002
„Sämling“ liefert am Neusiedlersee vielschichtige Süßweine wie nirgendwo sonst auf der Welt. Hans Tschidas hochkonzentriertes und doch federleicht über die Zunge schwebendes Weinwunder aus edelfaulem Lesegut höchster Qualität löst Gänsehaut aus: exemplarisch konzentriert, cremig und viskos in der geschmacklichen Konsistenz; zarte Säure und animierende Lebendigkeit machen Lust auf mehr; betörend überschwengliches exotisches Lychee- und Ananasflavour. Ein im Holz ausgebauter, hochkonzentrierter Meditationswein.
Österreich : Burgenland : Weingut Preisinger
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2005
Österreich : Burgenland : Weingut Nittnaus
Hans Nittnaus hat sich kühl wirkenden Rotweinen verschrieben. Sein Zweigelt des Jahrgangs 2005 ist nicht nur kühl und frisch, er ist auch konzentriert, dicht und kompakt, wagt Mineralität und offenbart eine Gerbstoffqualität, die so präsent ist wie sie fein und edel wirkt. Mit diesem Wein setzt er nicht nur qualitativ, sondern auch preislich erfreuliche Maßstäbe. Mit der feinen leichten Bitterkeit im Nachklang, die Zweigelt nun mal hat, die aber in pfeffrig würzige, fast tintige Fruchttiefe und prägnante Würze integriert ist, wirkt die rassige, kühle Frische des Weines animierend, zugänglich und trinkfreudig. Seine dunkle Farbe und sein pfeffriger Beeren- und Würzgeschmack, seine saftige Textur und sein erfrischender Duft machen ihn zu einem mustergültig preiswerten Alltagsrotwein, der fette Kost ebenso harmonisch zu verdauen hilft, wie er gut gewürztes Fleisch vom Grill, aber auch deftige Regionalkost erfreulich kühl und distinguiert zu begleiten versteht. Hans Nittnaus produziert kühl wirkende Rotweine, die konzentriert aber frisch wirken, die dicht und kompakt sind, die Mineralität wagen und eine Gerbstoffqualität liefern, die präsent wirkt und doch fein und edel ist. Sein „Blauer Zweigelt“ des Jahrgangs 2004 weist diesbezüglich neue Wege: Fruchttiefe und prägnante Würze stecken in rassiger Struktur; feines Gerbstoffgerüst versteckt sich hinter dunkler Farbe und pfeffrigem Beeren- und Würzbukett; und stilistisch wie preislich hat der Wein das Zeug zum Kundenliebling: Fruchtbeladen, saftig im Geschmack und mit genau der richtigen Dosis Körperreichtum ausgestattet ist es ein bewundernswert preiswerter Alltagsrotwein, der heimische Kost, Wurstgerichte und kalte Platten bestens zu begleiten versteht. Sein „fettsaugender“ Fruchtcharakter macht ihn zum fröhlich anspruchsvollen Alltagstropfen für emanzipierte Weinfreunde, der auch über den Durst getrunken keinerlei bleibende Schäden hinterläßt.
Österreich : Burgenland : Weingut Preisinger
Claus Preisinger legt Wert darauf, daß seine Weinbereitung auf Intuition, auf dem Bauch, dem Gefühl, der Erfahrung basiert. Seine Weine sollen „emotional“ sein. Das gelingt, wenn das Traubenmaterial kerngesund ist. Im schwierigen Jahr 2005 wurde der junge Winzer mit seinen Grenzen konfrontiert. Er hatte enorme Ernteeinbußen und die Weinbereitung war aufgrund des komplexen sanitären Zustands der Trauben alles andere als einfach. Um so erstaunlicher, was dem Jungwinzer in diesem Jahrgang gelang. Er entschied sich dafür, die Fruchtkomponenten des Jahrgangs herauszuarbeiten und so verströmt sein animierend erfrischender, trinkfreudiger „Heideboden rot“, bereitet im wesentlichen aus der heimischen Rebsorte Zweigelt, beerige Würze und ätherisch duftende Kräuter- und Obstnoten. Die Reben stehen in der Ebene östlich des Neusiedlersees auf sandigen Schwemmlandböden, weshalb sie, im Zusammenspiel mit schonend langem Ausbau im Holzfaß, so wohltuend geschmeidiges, weiches Mundgefühl entwickeln. Nach solchen Weinen sehnt man sich, wenn man die Nase voll hat von anstrengenden, tanninbetonten, dicken Rotweinen und man einen richtig schönen Wein nach des Tages Müh und Arbeit einfach nur mal trinken will. Claus Preisingers „Heidenboden“ in rot ist dem Intellekt, der Herausforderung des schwierigen Jahrgangs, entsprungen, und doch hat es der engagierte Jungwinzer geschafft, ihn mit Emotion zu versehen. Claus Preisinger hat sich mit seinen gefühlvollen Wein-Juwelen einen festen Stammplatz im Sortiment erobert und schickt sich an, zu einem K&U-Lieblingswinzer zu werden.
Österreich : Südburgenland : Weinbau Uwe Schiefer
Rotwein : Blaufränkisch = Lemberger : 2005
Dieser Wein aus schwierigem Jahrgang wird Legende werden. 2005 gelang Uwe Schiefer ein großer Reihburg-Blaufränkisch. Wertvoll und kostbar öffnet er sein balsamisches Bukett, das neben faszinierenden Reifearomen kühle Adern schon im Duft offenbart. Komplexität in Duft und Geschmack. Herausforderung für Bordeauxsäufer und Etikettentrinker. Auch Parkerpunkte-Sammler, nicht gerade als tolerante und neugierige Weintrinker bekannt, dürfte dieser Wein in jeder Blindverkostung granatenmäßig aus der Bahn werfen. Fehleinschätzung vorprogrammiert. Originalität, Identität und Herkunft, geballt in Form gebracht, präzise fokussiert und das auf so andere Art als gewohnt. Burgund läßt grüßen, Burgund ganz oben an der Spitze, dort, wo die Luft dünn wird. Uwe Schiefers Reihburg sprengt Grenzen, braucht Erfahrung und schmeckt doch einfach nur gut. Vorausgesetzt, man ist bereit, sich auf die eigene Welt dieses großen Winzers einzulassen. Blaufränkisch in Perfektion.
Österreich : Steiermark : Weingut Muster
Weißwein : Chardonnay : 2005
Morillon, so heißt in Österreich oft der Chardonnay. Sepp Musters Exemplar des Jahrgangs 2005 wirkt so unaufdringlich wie nachhaltig. Dem zur Hälfte im Stahltank und im großen Holzfass vergorenen Wein muß man zuhören, man muß ihm Zeit geben, diesem im besten Sinne des Wortes "langsamen" Wein, um ihn nicht "schnell" falsch einzuschätzen. Er gehört in die Karaffe, um dort sein leises Bukett nach gerösteten Haselnüssen, frischer Brioche und verhaltener Mineralität entfalten zu können. Sepp und Maria Musters Morrillon springt einem nicht gleich ins Gesicht, sondern zeigt sich, warum auch immer, trotz schonenden Faßausbaus auf der Hefe noch verschlossen und unzugänglich. Erst mit entsprechender Flaschenreife öffnet er sich. Erst dann offenbart er den typischen Rebsortencharakter mit feinen Biskuit- und reifen Apfelaromen, erst dann treten seine mineralischen Adern zutage und verleihen ihm frische, lebendige Textur, dicht und cremig, mit feinem Spiel in unaufdringlicher Finesse. Musters Morillon ist leise, ist fein, braucht Zeit und Sinn für Nuancen, um seine mineralische Struktur und zurückhaltende Natürlichkeit zu entdecken und entsprechend genießen zu können.
Österreich : Steiermark : Weingut Muster
Rotwein : Zweigelt & Blaufränkisch : 2003
Frech, einen Rotwein einfach nur "Rotwein" zu nennen. In der Steiermark, wo Musters zu Hause sind, regiert der Weißwein, Rotwein ist dort eher selten. Deshalb haben Musters ihre köstlich simple, unprätentiöse Hauscuvée aus blauem Wildbacher, Blaufränkisch und Zweigelt schlicht „Rotwein“ getauft. Damit ist klar, daß sie es ernst meinen mit Rotwein aus der Steiermark. Wer einen süffigen, ehrlichen, ungeschminkt hochwertigen Rotwein sucht, der anspruchsvolle, erfahrene Gaumen zu erfreuen und verwöhnen versteht ohne anstrengend zu sein, der ist mit Musters herzhaft frischem „Rotwein“ bestens bedient. Sepp Muster hat ihn präzise auf den Punkt gebracht in Sachen Reife. 12,5 Vol. %, das war in einem Extremjahrgang wie 2003 nicht einfach. Im Duft ahnt man jene frischen, dezent „grünen“ Kräuter- und Lorbeernoten, die präzise Reife signalisieren, ohne die in Österreich so beliebte marmeladige Überreife. Die wollte Sepp Muster um jeden Preis vermeiden. Und so strahlt sein „Rotwein“ in präziser Dosierung die Balance von Unter- und Vollreife zugleich aus und sorgt damit für avantgardistische Frische im Mund, für unbekümmerte Trinkfreude auf hohem Niveau. Der feinsinnige „Rotwein“ wird auch den anspruchsvollen Weinfreund glücklich machen, vorausgesetzt, er kann fröhlicher Frucht, saftigem Mundgefühl, blauer, pfeffrig beeriger Würze und sinnlich dahinschmelzenden, sanften aber präzise kühlen Gerbstoffen Genuß und Qualität abgewinnen. Musters „Rotwein“ ist kein Wein für Tannin-Machos, keiner für Holz-Junkies, keiner für Weichspül-Softies. Es ist ein grundsolider, richtig guter, ehrlicher, naturverbunden leckerer „Rotwein“ im Parker-Punkte-freien-Raum. Weingenuß im ursprünglichen Sinn, mit dem Glas in der Hand und der Zunge im Gesicht. Er möge Ihnen wohl bekommen! Eine besondere Empfehlung.
Österreich : Steiermark : Weingut Muster
Als uns Sepp Muster diesen Wein probieren ließ, schnalzten wir mit der Zunge. Wir hatten zuvor seinen normalen Zweigelt probiert und nun das: Pikante Mineralität in präzise gefaßter Spur auf der Zunge; lange nachklingend und perfekt fokussiert transportiert sie Blaubeeraromen, Pflaumenmarmelade, Zimt, Nelken, aber auch frische Noten wie Lorbeer, Wacholder und weißer Pfeffer über selbige. Lange zieht der Wein seine Bahn bis an den Gaumen; pikant gewürzt umhüllt er die Zunge seidig mit kühler Faust, packt sie, streichelt sie und klingt dann kühl und lange am Gaumen nach. Selten habe ich einen so eigenwillig angenehmen, überraschend natürlichen und entwaffnend überzeugenden Zweigelt probiert, wie diesen 2003er, der beweist, daß Sepp Muster seine Arbeit im Weinberg wahrlich beherrscht. Der Wein ist nicht komplex im Sinne struktureller Vielschichtigkeit. Zweigelt ist keine große Rebsorte. Doch die Perfektion der Gerbstoffe, die Qualität des Mundgefühls, die strukturelle Konzeption muß dem Sepp Muster in dieser Präzision und auch dem Wein-Laien verständlichen Souveränität in einem solch fordernden Jahrgang erstmal jemand nachmachen. Ich fühle mich erinnert an hochkarätigen Cabernet Franc von der Loire, an würzigen Côte de Nuits-Pinot, an Mencia aus dem spanischen Bierzo, an kühle Carignan aus dem Roussillon. Ein authentischer österreichischer Zweigelt in bestechend klarer, fein herausgearbeiteter Gerbstoffqualität von meisterhafter Verarbeitung. Bravo!
Österreich : Steiermark : Weingut Muster
Weißwein : Cuvée (diverse Rebsorten) : 2006
Cuvée aus Sauvignon blanc, Chardonnay und Welschriesling Sepp Musters Weißwein mit dem merkwürdigen Namen „Opok“ bildet das Rückgrat seiner Weinproduktion. Von ihm produziert er die meisten Flaschen. Morillon (=Chardonnay), Sauvignon Blanc und Welschriesling von „Opok“ (Kalk- und Mergel)-Böden finden in dieser Cuvée zu eigenständigem Profil zusammen. Sepp Muster definiert es nicht über Säurestruktur oder Alkoholgehalt, sondern ihm geht es darum, maximal natürliches Weinvergnügen in Form von anspruchsvollem Mundgefühl und viel Geschmack zu vermitteln. Er griff deshalb bewußt nicht ein, als der Wein den Milchsäureabbau zur Gänze vollzog; ihn riecht und schmeckt man in dezent integrierten laktischen Noten (Joghurt, Milch), welche die animierende Würze des Sauvignons und die nussige Fülle des Chardonnays aromatisch ergänzen. Es gibt viel zu schmecken in diesem idealen Speisenbegleiter zu jeder Art anspruchsvoller Aromaküche. Milde Säure, kraftvolle Struktur, rassige Mineralität, jugendlicher Charme in kraftvollem Körper, und trotzdem nur bekömmliche 12 Vol. %. Der Wein sollte unbedingt dekantiert werden, erst dann offenbart sich seine würzige Mineralität, die ihn in spannenden Strukturadern durchzieht. Kein schneller Publikumsliebling, aber ein Wein, der erfüllte Stunden des Weingenusses beschert.
Österreich : Burgenland : Weingut Nittnaus
Weißwein : Chardonnay : 2006
Er traut sich was, der Hans Nittnaus! Nicht nur, daß er auf seinen kalkhaltigen Lagen am Leithaberg Veltliner stehen hat, er hat dort auch Chardonnay stehen. Der entwickelt auf den mineralischen Kalkböden bemerkenswerte Rasse und Eigenart, gibt sich burgundisch mit knackiger Mineralität und Frische, entwickelt trotz Vollreife erfreulich niedrigen Alkoholgehalt und legt als mutig profilierter Chardonnay Ehre bei Tisch ein. Sein blasses Grüngelb setzt sich in nussigen Brot- und Teig-Nuancen im Duft fort, durchsetzt von frischen Apfel- und Kernobstanklängen, die am Gaumen in reifer Extraktsüße ausklingen. Der Wein ist trocken, pikant frisch und mineralisch, wirkt ungewöhnlich animierend. Aromatisch vielschichtig strukturiert, zeigt er Länge am Gaumen und begleitet Fisch- und Fleischgerichte profund und hellen Risotti und vielen Pasta-Gerichten verleiht er Profil. Unbedingt dekantieren und nicht eiskalt servieren. Potential für Jahre.
Österreich : Burgenland : Weingut Nittnaus
Weißwein : Grüner Veltliner : 2006
Grüner Veltliner aus dem Burgenland? Mineralische Kalk- bzw. Schieferböden verleihen ihm rassige Frische und niedrigen Alkohol; milde weiche Säureadern durchziehen den pikant gewürzten Wein, der so anders schmeckt, als man Veltliner im Gedächtnis hat. Finesse, weicher Körper und feine Mineralität vereinen sich zu ungewohntem Geschmacksbild eigener Identität: Niedrig im Alkohol, intensiv und würzig im Geschmack; spontan im Edelstahltank vergoren, deshalb vital mit der mineralischen Prägung der schiefrigen Kalkböden spielend; das kühl strukturierte, weiche Mundgefühl spielt sich schlank und weich um die Zunge herum ab, man genießt staunend das ungewohnte Zusammenspiel von milder Säure und pikanter Frische. Saftige Länge macht mit frischen Kräutern und Gewürznoten im Duft mundwässernden Appetit und prädestiniert diesen so anderen Veltliner zu vegetarischer und ambitionierter Kräuter-, Gemüse- und Aromenküche.
Österreich : Kamptal : Weingut Fred Loimer
Weißwein : Grüner Veltliner : 2006
„Lois“ ist „schneller Wein“. Aus zugekauftem Lesegut mittels Reinzuchthefe im Edelstahltank temperaturkontrolliert vergoren. Gemacht für den schnellen Genuß binnen eines Jahres. Ein köstlicher Durstlöscher und Alltagswein, der, vom Karton bis zum Schraubverschluß in grün, nicht mehr vorgibt zu sein, als er wirklich ist: Pfeffriger, knackig frischer, würziger Grüner Veltliner für jeden Tag, Gemüsewein, Spargelbegleitung par excellence, Frühling im Glas und Vorfreude auf den Sommer. „Lois“ begleitet warme Abende auf der Terrasse, Picknicks bei flirrender Mittagshitze und fröhliche Runden als kühles Weinvergnügen und unkomplizierter Tisch- und Trinkwein. „Lois“ ist reueloser Zechwein, der in sich vereint, was man von einem leichten, frischen, „harmlosen“ und damit „schnellen“ Weißwein verlangt: „Lois“ ist die Inkarnation unbeschwerten Trinkvergnügens. Genuß ohne Reue. Unkompliziert und unbelastend leicht, spritzig frisch und trotzdem schmackhaft und mundwässernd saftig. „Lois“ ist herzerfrischender Süffelwein für jeden Tag, den man bedenkenlos auch in Durstlöscher-Dosis zu sich nehmen kann. „Lois“ ist in des Wortes bestem Sinne seinen Preis wert. „Schnell“ und lecker.
Österreich : Südburgenland : Weinbau Uwe Schiefer
Weißwein : Welschriesling = Riesling Italico : 2006
Welschriesling pur. Großer Jahrgang. Scharf im Profil, präzise und kompromißlos wie immer, nur fokussierter und stilistischer als in den letzten Jahren. Konsequent schwimmt Uwe Schiefer gegen den Strom österreichischer Populärstilistik. Ihm folgen immer mehr gute Winzer Österreichs auf dem Weg in die Zukunft. Würzig und packend mineralisch kommt Uwe Schiefers Weißer auf die Zunge. Im großen Holzfaß ohne Mostvorklärung spontan vergoren und ausgebaut atmet er kraftvoll intensiven Duft mit pikanter Kräuter- und Gewürznase. Mutig und eigenwillig wirkt er, man staunt, man riecht, unbekanntes Weingefühl auf der Zunge, salzige Mineralität, herzhafter Charakter, taufrisch in Säure und Biß, urwüchsig in der Struktur, tiefgründig gelb in der Würze. Eine Menge Aroma zu sommerlicher Kräuter- und Frischküche, zu intensiv gewürzten mediterranen, orientalischen und asiatischen Speisen und animierend und anregend zu sommerlich Gegrilltem.
Österreich : Burgenland : Weingut Preisinger
Rotwein : Zweigelt & Blaufränkisch : 2007
So puristisch sein Etikett, so simpel sein Name: "Basic". Gar nicht "Basic" dagegen das, was dieser erstaunliche Alltags-Rotwein ins Glas bringt. Claus Preisinger, bis in die Haarspitzen motivierter Jungwinzer aus Gols am Neusiedler See, hat sich dem biologischen Anbau verschrieben und legt mit seinem fröhlichen Basisrotwein ein Niveau vor, daß manchem "Spitzenwein" der Welt gut zu Gesicht stünde. Die Frage ist doch, was man als "Spitze" definiert. Bei Claus Preisinger ist es saftige Fruchtfülle aus je zur Hälfte Blaufränkisch und Zweigelt, eingebettet in sanfte, fruchtbeladene Gerbstoffe, die nicht adstringierend, sondern schmeichelnd kühl und charmant die Zunge umhüllen. Kein Monster von Rotwein für Tanninfreaks also, sondern ein aromatisch herzhafter, alkoholisch bekömmlich leichter und damit mustergültig trinkfreundlicher Alltagsroter bemerkenswert eigenständiger Stilistik. Unverkennbar Burgenland, Herkunft exemplarisch. Sein kühler, an Veilchen und blaue Beeren erinnernder Geschmack füllt den Mund mit sanfter Fülle, zart kommen Anklänge von Gewürznelken zum Vorschein, aber auch kühle Kräuternoten und pflaumige Orientwürze klingen durch. Bewundernswert, wieviel profundes Trinkvergnügen dieser Wein fürs Geld realisiert! Das gab es so vor ein paar Jahren noch nicht! Individualität und Herkunft in seltener Perfektion. Anspruch und Wirklichkeit passen hier so überzeugend zusammen, daß wir Preisingers "Basic" zum Geheimtip unter unseren Tips erklären.
Österreich : Steiermark : Weingut Muster
Weißwein : Sauvignon blanc : 2006
Sepp Muster ist ein unaufgeregter, besonnener Mensch, der sich viel Gedanken macht über seine Weine. „Wir wollen unsere Weine keinem Stil unterwerfen, sondern ihnen Raum und Zeit geben, um ihr inneres Potential zur Entfaltung zu bringen: Herkunft, Bodencharakter und Jahrgang. Unser alter Tradition verpflichtetes Winzerhandwerk orientiert sich am Prozeß des Lassens und Werdens im Keller und aufmerksamer Arbeit im Weinberg“, meint Sepp Muster, der auch im Weinberg provokant andere Weg geht, in dem er dort die Eindrahterziehung oder Umkehrerziehung pflegt. Bei dieser am ehesten der Urform der Rebe angepaßte Erziehungsform wächst diese an Kastanienholzpfählen hoch und wird in ca. 1,80 Meter Höhe an einem Draht weitergeleitet. Die einjährigen Triebe hängen seitlich vom Draht herunter. Die traditionelle steirische Reberziehung scheint ihm perfekt auf Böden und Klima abgestimmt. Sein Sauvignon Blanc „Graf“ aus sorgfältig selektionierten Trauben von Südwest-, Süd- und Südostlagen bezaubert denn auch mit fülliger Struktur von erstaunlich straffer Präzision. Knackige Mineralität steckt in feinem Stoff, der den Milchsäureabbau gekonnt in die aromatische Komplexität der Spontanvergärung, des langen Hefelagers und des sensiblen Holzausbaus integriert. Der Wein besitzt kompakte Extraktdichte, ausgeprägte Mineralität und beeindruckende Länge am Gaumen und fügt damit dem Stil- und Geschmacksspektrum der Rebsorte Sauvignon Blanc eine spannend komplexe Nuance hinzu. Nichts für Schnelltrinker. Braucht Zeit im Keller, Zeit im Glas und Muße für Genuß. „Wir wollen unsere Weine keinem Stil unterwerfen, sondern ihnen Raum und Zeit geben, um ihr inneres Potential zur Entfaltung zu bringen: Herkunft, Bodencharakter und Jahrgang. Unser alter Tradition verpflichtetes Winzerhandwerk orientiert sich am Prozeß des Lassens und Werdens im Keller und aufmerksamer Arbeit im Weinberg“, meint Sepp Muster, der auch im Weinberg provokant andere Weg geht, in dem er dort die Eindrahterziehung oder Umkehrerziehung pflegt. Die traditionelle steirische Reberziehung scheint ihm perfekt auf Böden und Klima abgestimmt. Sein Sauvignon Blanc „Graf“ aus sorgfältig selektionierten Trauben von Südwest-, Süd- und Südostlagen bezaubert denn auch mit fülliger Struktur von erstaunlich straffer Präzision. Knackige Mineralität steckt in feinem Stoff, der den Milchsäureabbau gekonnt in die aromatische Komplexität der Spontanvergärung, des langen Hefelagers und des sensiblen Holzausbaus integriert. Der Wein besitzt kompakte Extraktdichte, ausgeprägte Mineralität und beeindruckende Länge am Gaumen und fügt damit dem Stil- und Geschmacksspektrum der Rebsorte Sauvignon Blanc eine spannend komplexe Nuance hinzu. Nichts für Schnelltrinker. Braucht Zeit im Keller, Zeit im Glas und Muße für Genuß. Wird dann zum großen Sauvignon Blanc mit bemerkenswerter Komplexität.
Österreich : Burgenland : Weingut Preisinger
Die Rebsorte Zweigelt, im Burgenland gern als autochthon vereinnahmt, ist tatsächlich eine Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent. Ihr widmet Claus Preisinger einen Rotwein von kühler pfeffriger Würze und angenehm saftigem Geschmack, den ein frisches Säurerückgrat schlank und rassig macht. Mundfüllende, feinkörnige Gerbstoffe sorgen in dem klar regional profilierten Klassewein für Charakter, Struktur und Ausstrahlung. Es ist der saftig animierende Biß, der mit kühler Fülle Claus Preisingers Zweigelt des historischen Jahrgangs 2006 am besten charakterisiert. Kein großer Wein, was heißt das schon, sondern herzhaftes Trinkvergnügen, anspruchsvolles Mundgefühl, entspannende Weinfreude und bekömmlicher Trinkgenuß aus biodynamischem Anbau und vorbildlich schonender Verarbeitung. Ein entspannter Wein, der bescheidener auftritt, als er wirklich ist. Authentischer ist Zweigelt kaum zu interpretieren. Wir zitieren Claus Preisinger: "Zweigelt ist für mich der perfekte burgenländische Einstiegswein: Tiefgang, Spaß und Trinkfreude ohne Anstrengung, jederzeit gut und gern".
Österreich : Kamptal : Weingut Fred Loimer
„Steinmassl“ ist Fred Loimers wertvollste Rieslinglage. Ein nach Süd-Süd-Ost ausgerichteter Hang, der aus Gneis und Glimmer besteht, mit einer nährstoffreichen, schweren Braunerdeauflage, die mit vielen Steinen durchsetzt ist, die wärmeausstrahlend wirken bis weit nach Sonnenuntergang. 2005 paßte alles zusammen. Die Lese war ideal. Stoff und Textur auf der Zungenmitte. Die spontane Vergärung fand teils im Holz, teils im Edelstahltank statt und brachte nach langem Hefelager einen Traum eines „Steinmassl“-Rieslings hervor, wie ihn auch Fred Loimer nur selten im Keller hat. Reife Aprikosen, weiße Pfirsiche, bestechend tiefgründige Mineralität in trockener Struktur; kraftvoll demonstriert der Wein seine Herkunft; Urgestein im Untergrund prägt Komplexität und Struktur; schwere tonhaltige Böden im Aufbau sorgen für ausgeglichenen Wasserhaushalt, liefern Fett und Fülle; Tiefe und intellektuelle Textur des Weines machen Terroir erfahrbar. Fred Loimer als sensibler Übersetzer. Einer der großen Charakter-Rieslinge Österreichs.
Österreich : Steiermark : Weingut Muster
Weißwein : Muscat = Muskateller = Moscato : 2006
Wein unterliegt Geschmacksmoden. Deshalb muß man nur warten können, bis einst Verschmähtes wieder hochaktuell wird. Die alte, fast vergessene Rebsorte „Gelber Muskateller“ erfreute sich um die Jahrhundertwende auch in Deutschland großer Beliebtheit. Lang ist´s her. Nun erlebt die würzige, hocharomatische Spezialität nicht nur in der Steiermark wieder die verdiente Renaissance. Sepp Musters kompromißlos trocken ausgebauter Muskateller fand letztes Jahr so schnell neue Freunde bei uns, daß er im Nu ausverkauft war. Der große Jahrgang 2006 fiel mit nur 12 Vol. % angenehm leicht aus und mit 5.1 % Säure geriet er mild und weich im Geschmacksbild. Der animierend duftende Muskateller sorgt als knackig frisch servierter Aperitif oder als anspruchsvoller Begleiter raffinierter Asienküche stets für Furore. Dabei geht die oft aufdringliche Arroganz der Rebsorte Sepp Musters rarem Prachtexemplar ab. Aromatisch tiefgründig und durchaus an frische Muskatnuß erinnernd, also pikant in der Würze, aber nobel zurückhaltend in der Expressivität, vermittelt es der Zunge ein weiches und zugleich erfrischend lustförderndes Wein- und Aromagefühl. Fast schon sinnlich entfaltet die spontan vergorene Aromasorte innere Balance und Ausgewogenheit im Mund, wirkt wohltuend und anziehend, charmant und duftig transparent. Eine regionale Spezialität mit Lustpotential, vor allem im Sommer auf der Terrasse! Wir liefern solange der Vorrat reicht.
Österreich : Burgenland : Weingut Nittnaus
Rotwein : Blaufränkisch = Lemberger : 2006
Österreich : Südburgenland : Weinbau Uwe Schiefer
Rotwein : Blaufränkisch = Lemberger : 2005
Biodynamik, kompromißlose Spontanvergärung, langes Hefelager, bewußt langsamer Ausbau im Holzfaß. Uwe Schiefer versucht seinen Weinen so viel prägnante Frische, Textur, Mineralität und Gerbstoffqualität auf den Weg in Ihren Keller mitzugeben, wie möglich. Individualität statt Anpassung. Regionalität statt Globalcharakter. „Szapary“ 2005 ist packende, strahlende Frische, die dem Ungeübten und ahnungslosen Schiefer-Neuling zunächst die Sprache verschlägt. Uwe Schiefers Charakterwein ist nichts für den schnellen Trinker auf der linearen Zeitachse; sein Wein braucht Geduld, Ruhe und Erfahrung. „Szapary“ 2005 ist langes kühles Nachspiel am Gaumen, seidige Raffinesse in bestechender Frische, konsequent realisierte Stilistik. Je mehr man ihn trinkt, um so mehr verspürt man Lust auf den nächsten Schluck. Lange präzise Fruchtspuren setzen intensive Wildkräuter-, deftige Cassis- und dunkle Kirschfruchtaromen frei, wirken durchdringend im jungen Bukett und setzen sich am Gaumen in bestechender Gerbstoffqualität fort. „Szapary“ 2005 ist Faszination Blaufränkisch.
Österreich : Steiermark : Weingut Muster
Weißwein : Sauvignon blanc & Morillon : 2003
„Scaminegg“, der wertvollste Weingarten des Gutes, bestehend aus reinem Opokgestein, das durch karge Böden im oberen Drittel der Musterschen Lagen niedrige Erträge (25 – 30 hl/ha) liefert; hier, in der Höhe, herrscht direkter Einfluß der Koralpenwinde; sie sorgen für aromatische Präzision wie in keinem anderen Muster-Wein. „Scaminegg“ ist eine rassig opulente, hochkonzentrierte, leider etwas alkoholdominierte Cuvée der Rebsorten Morillon und Sauvignon Blanc, die in bestechender Mineralität so dicht zusammenfinden, daß man sich erst an die Intensität des Weines gewöhnen muß. Spürbar phenolisch auf der Zunge, entfaltet der Wein seine dichte kompakte Fülle und seine atemberaubende Länge erst mit entsprechender Oxidation, er muß unbedingt dekantiert werden. Sein langes Faßlager von fast 24 Monaten setzt der Riese von Wein in aromatische und strukturelle Komplexität ungewohnter Dimension um; frische Muskatnuß, reife gelbe Früchte und kandierte Orangenschale integriert er in präsenter flüchtiger Säure in ein ätherisch opulentes Bukett, das gewohnte Grenzen der Weinwahrnehmung sprengt. Er setzt Offenheit und einige Weinerfahrung voraus, ist aber, keine Angst, weniger anstrengend als ganz einfach „anders“. Nehmen Sie sich Zeit für den Wein.
Österreich : Burgenland : Weingut Nittnaus
Weißwein : Chardonnay : 2004
Er traut sich was, der Hans Nittnaus! Nicht nur, daß er auf seinen kalkhaltigen Lagen am Leithaberg Veltliner stehen hat, er hat dort auch Chardonnay stehen. Der entwickelt auf den mineralischen Kalkböden bemerkenswerte Rasse und Eigenart, gibt sich burgundisch mit knackiger Mineralität und Frische, entwickelt trotz Vollreife erfreulich niedrigen Alkoholgehalt und legt als mutig profilierter Chardonnay Ehre bei Tisch ein. Sein blasses Grüngelb setzt sich in nussigen Brot- und Teig-Nuancen im Duft fort, durchsetzt von frischen Apfel- und Kernobstanklängen, die am Gaumen in reifer Extraktsüße ausklingen. Der Wein ist trocken, pikant frisch und mineralisch, wirkt ungewöhnlich animierend. Aromatisch vielschichtig strukturiert, zeigt er Länge am Gaumen und begleitet Fisch- und Fleischgerichte profund und hellen Risotti und vielen Pasta-Gerichten verleiht er Profil. Unbedingt dekantieren und nicht eiskalt servieren. Potential für Jahre.
Österreich : Burgenland : Weingut Nittnaus
Rotwein : Zweigelt & Blaufränkisch : 2004
Hans Nittnaus erste große rote Leithaberg-Cuvée. Im exzellenten Jahrgang 2004 sorgen Blaufränkisch, Zweigelt und Sankt Laurent für tiefdunkles Rubinrot mit attraktiven violetten Reflexen in der Tiefe. Tolle Farbe! Das noch jugendliche Bukett gibt sich verhalten, offenbart nur zögerlich ihr würzig kühles Beerenaroma, in dem Schokolade und Nougat, aber auch mineralische Gesteins- und würzige Kräuternoten durchschimmern. Spannend duftet der Wein, tiefgründig und komplex; er läßt ahnen, was mit Reife und Zeit noch kommt. Am Gaumen fest und kompakt, läuft er präzise über die Zunge, lebendig und trinkfreudig - die sprichwörtliche Lust auf mehr keimt auf. Feinkörnig saftige Gerbstoffe sorgen für ein Mundgefühl, dessen erfrischenden Reizes man sich kaum entziehen kann: Pfeffrig, tiefgründig würzig, fast pikant, frisch und packend zugleich, entdeckt man im Nachklang ein enormes Entwicklungspotential, das sich als schmelzige Gerbstoffdichte in nerviger Säure entfaltet, voller Mineralität und dichter Materie. Der Wein wagt Charakter, hat Eigenart und unverkennbar Herkunft. Eine neue Ära Österreichischer Rotweine.
Österreich : Kamptal : Weingut Fred Loimer
Weißwein : Grüner Veltliner : 2006
2005 war ein merkwürdiger Jahrgang im Kamptal. Nach idealem Klimaverlauf bis Ende Juli kam die Vegetation durch ungewöhnliche Kälte und Regen im August und September zum Stillstand. Bis dahin hatte alles sehr gut ausgesehen. Nun herrschte Verzweiflung. Doch im Oktober setzte dann ein Traumherbst ein, der mit entsprechender Geduld und Vorarbeit im Weinberg erstklassige Qualitäten, reif und gehaltvoll, aber ohne Exzesse, ernten ließ. Deshalb präsentiert sich Fred Loimers „Käferberg“ des Jahrgangs 2005 in seltener Höchstform. In attraktivem Grüngelb steht er im Glas; seine zart gelbe Frucht im Duft vermischt sich mit pikanter Kräuterwürze zu einem komplexen, aber nicht anstrengend dimensionierten Grünen Veltliner, dem die Spontanvergärung erfrischend pfeffrige Würze ohne simples aromatisches Beiwerk vermittelt. Das lange Hefelager bis in den Herbst dieses Jahres hinein sorgt für kompakte, kernige Struktur mit der typisch cremigen Weichheit im Finish, die wilde Hefen trockenen Weinen ohne jede Bitterkeit mit auf den Weg in die Zukunft geben. „Käferberg“ 2005 ist feinfruchtiger, kraftvoller, kühlwürziger, erstaunlich mineralischer, trockener Veltliner, der auch einem Fred Loimer in dieser Qualität, mit dieser Länge und diesem Potential nicht jedes Jahr gelingt. Bis zu zehn Jahren Reifezeit werden ihm vielschichtige Dimensionen verschaffen. Fred Loimers „Käferberg“ des großen Jahrgangs 2006 präsentiert sich in entsprechender Höchstform. In attraktivem Grüngelb steht er im Glas; seine intensive, reife, gelbe Frucht vermischt sich mit pikanter Kräuterwürze zu einem komplex dimensionierten Grünen Veltliner, dem die Spontanvergärung interessante pfeffrige Akzente vermittelt. Das lange Hefelager sorgt für kompakte, dichte Struktur mit jener cremigen Weichheit im Finish, die wilde Hefen trockenen Weinen ohne jede Bitterkeit auf den Weg in eine vielversprechende Zukunft mitgeben. Fred Loimers „Käferberg“ 2006 ist ein Klasse-Veltliner, kraftvoll und spielerisch, kühl und würzig, mineralisch und trocken, mit einer Länge am Gaumen, die sich in den kommenden zehn Jahren Reifezeit noch zu vielschichtiger Komplexität entwickeln wird.
Österreich : Burgenland : Weingut Angerhof-Tschida
Süßwein : Welschriesling = Riesling Italico : 2005
Eiswein verdankt sich der Natur als Physik, eine Trockenbeerenauslese ist dagegen harte und teuere Arbeit. Bei minus 8°C frieren jene Trauben ein, die weniger Zucker enthalten, als jene, die so süß sind, daß