aus Kalifornien, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und Deutschland. Weine voller Charakter und Stil, nicht stromlinienförmig konsumentenfreundlich, sondern mit so viel Geschmack und Ausstrahlung wie möglich; authentisch und vornehmlich aus weniger bekannten Regionen: Von der Loire, aus Cahors, dem Bergerac, dem Languedoc-Roussillon, der Rhone, aus Oregon, Washington State und Kalifornien, aus Apulien oder den Marken, von der Mosel oder dem Mostviertel.
USA : Santa Barbara County : Au Bon Climat
Weißwein : Chardonnay : 2003
Niedrigertrags-Chardonnay aus minimalistischem Ausbau und dem wohl besten Jahrgang für Chardonnay seit 20 Jahren. In jeder Hinsicht ein historischer Wein, hier zum 25jährigen Geburtstag von Au Bon Climat in memorabler Qualität, die es zu feiern gilt. Bestes Traubenmaterial verschiedener Weinberge. Rigoros ausgelesen, schonend verarbeitet. Ein Chardonnay der Spitzenklasse, einer der besten, die Jim je gemacht hat. Strotzt europäisch vor Mineralität; zügelt seine kalifornische Opulenz in mundwässernd appetitlicher Säure und seine laserstrahlartige Finesse sorgt für präzise Kontur. Kraftvolle Substanz, von strahlender Frische getragen. Ein kraft- und druckvoller Chardonnay mit viel Spiel und Mitte, der exotisch tropische Früchte wie reife Ananas und Mango im Bukett zelebriert, durchsetzt von Haselnüssen und einem Hauch Vanille. Riskante Weinbereitung und viel Zeit im Keller. Ein Denkmal von Wein. Reifte 24 Monate auf der Hefe und wurde unfiltriert gefüllt. Unbedingt dekantieren. Und das zu einem Preis, wie es ihn noch nie gab.
USA : Napa Valley : Blankiet Estate
Im Napa Valley hat es Merlot nach dem großen Boom im Augenblick schwer. Doch dieser phänomenale Merlot definiert die Rebsorte im berühmtesten Weintal der Welt neu. 10 % Cabernet Franc kühlen den Wein gekonnt und nachhaltig. In seiner mineralisch fleischigen Art wirkt er sehr bordeaux-ähnlich und man fällt buchstäblich in sein tiefgründiges, komplexes Bukett von Pflaumenkompott, Veilchen, Tabak und Lakritze hinein wie in einen Brunnen. Trocken wirkt er am Gaumen, breit und wild und ohne Horizont, der Wein ist unendlich lang und weiträumig im Mund, hört nirgendwo auf nachzuklingen, sondern entwickelt ein raffiniert komplexes Spiel von Kirsch-, schwarzen Oliven- und Rauchnoten. Blankiets Merlot legt wunderbare Fülle und Kraft auf die Zungenmitte, ohne auch nur im Ansatz schwer zu wirken. Ein faszinierend vielschichtiger Wein, der sich der schnellen Analyse entzieht. Er vermittelt der Rebsorte Merlot ungeahnt dramatische Dimensionen. Nur 1100 6er-Kisten wurden ungeschönt und unfiltriert gefüllt; der Wein reifte in 100 % neuen Fässern über 24 Monate. Ein Meisterwerk an Sensibilität in Weinberg und Keller. Teuer, aber auf seine Art preiswert.
USA : Oregon : Cristom Vineyards
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2005
Nach dem unerwartet großen Erfolg, der Cristoms Reserve Pinot letztes Jahr viel zu schnell ausverkaufen ließ, fiel unsere Wahl dieses Jahr auf die „Sommers Reserve“ des großen Jahrgangs 2005. Sie stammt aus verschiedenen Partien, ist also eine Selektion besonderer Fässer. Zu 45 % wurden die Trauben für diese Reserve nicht entrappt, also mit Stiel und Stengel vergoren, wie immer bei Cristom, spontan in kleinen, oben offenen Gärtanks ohne Temperaturkontrolle. Anschließend reifte der Wein inklusive des Säureabbaus in feinsten französischen Barriques. Abgefüllt wurde er im März 2007, wie immer unfiltriert. Cristoms „Sommers Reserve“ ist ein delikater, saftiger Pinot Noir mit verhaltenerem Alkohol als üblich, der sich süß und reif im Glas präsentiert. Seine intensiven Schwarzkirsch –und Pflaumenaromen werden von erfrischend expressiven asiatischen Gewürzaromen ergänzt. Dunkle, würzige Frucht mit einem Hauch frischen Tabaks auf der Zunge vermischt sich mit Kakao- und Schokoladentönen und einem pikanten Touch grünen Tees zu einem spannenden Amalgam, wie es nur ein großer Pinot offeriert. Die noch etwas junge Gerbstoffpräsenz beweist Griff und Dichte und Biß in einem weichen, schmeichelnd satten Mundgefühl. Ein typischer Oregon-Pinot, der Freude macht im Glas, weil er sich herrlich einfach und doch sehr anspruchsvoll trinkt. 14,7 Vol. %! 2003 war nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika ein Ausnahmejahrgang. Sogar im kühlen Oregon wurden Alkoholgradationen erzielt, wie man sie noch nie erlebt hatte. Tiefdunkel in der Farbe gibt sich Steve Doerners prächtig mächtige Pinot Reserve, deren Preis im Vergleich zu den burgundischen Kollegen sensationell erscheint. Ihr opulentes Bukett setzt reife schwarze Kirscharomen frei, Johannis- und Brombeeren, Anklänge von orientalischen Gewürzen und herbstlichen Rauch; an der Luft entwickelt sie füllige Dichte mit Leder-, Tabak- und Zederaromen, in denen eine gewisse Fleischigkeit Raum greift. Ihre appetitliche Frische im Duft läßt den Wein mit Genuß und Vergnügen trinken. Tolle Balance macht sich auf der Zunge breit; cremig seidige Textur beweist natürliche Säure in präsenter Gerbstoffhülle; präzise abgestimmte Dosierung von Frische und kerniger Struktur bewahrt die mächtige Fülle des Weines davor ins Dicke und Fette abzugleiten. Steve Doerners Reserve wurde nach spontaner Vergärung in oben offenen Gärtanks ausgebaut und als Selektion der besten Faßpartien zu dieser Reserve zusammengestellt. Ein Klasse-Pinot, der an alte, große Burgunder jener Zeit erinnert, in der noch kein Kalidünger seine verheerende Wirkung zeitigte. Die barocke Pracht dieser Reserve wird sich über die nächsten fünf bis acht Jahre zur Blüte entfalten. Oregon-Pinot in Reinkultur. Zum Preis wie ab Weingut.
USA : Napa Valley : Blankiet Estate
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2004
Ein eindrucksvoller Cabernet Sauvignon der Superlative, wie man ihn in dieser Kombination von Frische und Kraft nur selten im Glas hat. Tiefdunkle Farbe von suggestiver Kraft und Ausstrahlung. Im großen Weinglas offenbart er seine wahre Größe; lebendig und frisch entsteigen ihm pure, perfekt definierte Aromen von scharzer Johannisbeere und Veilchen. Süß und primär wirkt er zunächst, dann aber immer differenzierter und mächtig komplex. Dem Wein fehlt die Schwere so vieler 2004er des Napa Valley, er wirkt geradezu leicht und schwebend in seiner Kraft und transparenten Frische; um so mehr staunt man dann, wie raffiniert er seine Länge und Dichte in geballter Kraft und Macht in eleganter, belebender Frische am Gaumen aufbaut und entfaltet. Satte Ladung Gerbstoffe, perfekt verpackt und in extrem langem Nachklang am Gaumen verglühend, ohne heiß zu wirken oder schwer zu sein. Eine Referenz des Jahrgangs, die vor der Hitzewelle des Herbstes gelesen und gekeltert wurde.
USA : Napa Valley : Philip Togni Vineyard
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2000
Das Jahrgangs-Phänomen trifft sogar Philip Togni. Dem Jahrgang 2000, nicht dem Winzer Philip Togni oder seinem Wein, fehlen nämlich die berühmten Parkerpunkte. Weil sie als „Einkaufshilfe“ ausblieben, Parker hat den Jahrgang 2000 in Kalifornien geflissentlich "übersehen", kaufen den Jahrgang nur Kenner der Matiere. So einfach ist das heute im modernen Weinbusiness. Würdigung der Anstrengung des Winzers, einen besonders guten Wein in einem nicht ganz einfachen Jahr hinzukriegen? Fehlanzeige. Wer weiß schon, wodurch sich ein großer Togni-Jahrgang von einem mittleren unterscheidet? Kennerschaft? Respekt? Urteilsvermögen?
Fest steht, daß man einem Philip Togni mit Ignoranz im Jahrgang 2000 nicht gerecht wird. Ihm gelang nämlich wie immer ein klassischer, langlebiger, dichter Cabernet von kraftvoller Textur, der das typisch tintige, konzentrierte Togni-Bukett mit frisch gespitztem Bleistift und jenem Zedern- und Zigarrenkistenaroma verströmt, das so manchen Mouton-Rothschild zum großen Wein machte. Satt im Mundgefühl, dicht und kompakt in den Proportionen, schmilzt der Wein trotz mächtiger Gerbstoffdichte raffiniert und gewalttätig zugleich am Gaumen ab. Ein klassischer Togni-Cabernet mit Potential für die Enkel. Und das hier zu einem Letzte-Flaschen-Preis, der jeden großen Bordeaux bis in die Spitze ziemlich alt aussehen läßt.
USA : Central Coast : Calera Wine Company
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2004
„Ryan Vineyard“. Der höchste Weinberg des Betriebes wurde 1998 gepflanzt und erlebt im Jahrgang 2004 seine dritte Ausgabe auf Flasche. Die exponierte Höhenlage macht sich in erfrischender Säure bemerkbar, die das duftige Geschmacksbild fest und kompakt umrahmt. So wird Ryan zu einem reifen, saftigen, würzigen, mineralisch wirkenden Pinot, der an einen guten Côtes du Beaune erinnert, etwa einen Volnay. Seine rauchigen Gesteinsaromen und die nobel integrierten Gerbstoffe enden in langem Nachklang am Gaumen. Der Wein wirkt trotz etwas hellerer Farbe komplex und dicht, setzt schwarze Tee-Aromen ebenso frei im Duft, wie braune Gewürze, Süßholz und Nelke. Lebendig und frisch im Mund, lebhaft und feinkörnig in der Struktur der Gerbstoffe, präsentiert er sich schon heute mit großem Genuß als ein würdiger Spitzen-Pinot von Calera, der sich in den nächsten Jahren vielversprechend entwickeln wird.
USA : Central Coast : Calera Wine Company
Weißwein : Chardonnay : 2006
Die knapp 3 Hektar des großen Estate-Chardonnays von Calera, der längst legendäres Image in den USA genießt, wurden 1984 gepflanzt. Seine wurzelechten Rebstöcke liefern kleine, hocharomatische Beeren und nur magere Erträge. Deshalb offenbart der Wein besondere Fruchtfülle im Glas. Trotz seiner typisch kalifornischen Fruchtopulenz wirkt Caleras großer Chardonnay aber anders als "der typische kalifornische Chardonnay". Er vermählt die Reife seiner Herkunft mit burgundischer Mineralität und Frische zu feinen Zitrusfruchtnoten in Duft und Geschmack, die im Mund mit Brioche- und Butterkeksanklängen in saftig weicher Textur nachhaltigen Eindruck hinterlassen; Mandarinen und frische Äpfel klingen sanft und präzise in cremigem Nachklang am Gaumen aus. Der Wein glänzt mit profunder Balance, macht Spaß und wirkt animierend. Er glänzt mit perfekt integrierter Säure, die ihm genau so viel Frische verleiht, daß jeder Schluck mehr die Mineralität des Kalksteinsockels des Mount Harlan freigibt. Das Preis-Genuß-Verhältnis dieses Chardonnays ist ziemlich einmalig in Kalifornien.
USA : Central Coast : Calera Wine Company
Calera war der erste Betrieb, der in Kalifornien die Rebsorte Viognier einführte und pflanzte. Das war 1983. Der auf einer kalkigen Südlage angelegte Weinberg wurde zu einem der Maßstäbe für die Rebsorte weltweit und trug maßgeblich dazu bei, daß Viognier dem Schicksal der Vergessenheit quasi in letzter Minute entrissen wurde. Damals gab es an der Nordrhône nur noch wenige Hektar und die schwierig anzubauende, empfindliche weiße Rebsorte stand kurz vor dem Aus. Anders als in ihrer Heimat an der Nordrhône entwickelt Viognier, eine der säureärmsten Rebsorten der Welt, am Mount Harlan breite exotische Obstaromen mit Hollunderblüten- und intensiven Aprikosenaromen. Reife Pfirsich- und tropische Blütenanklänge dominieren das Bukett und explodieren förmlich im Glas. Sein breites, weiches Mundgefühl wirkt wertvoll intensiv, cremig und fast viskos, schmeckt nach Sommerblüten und man staunt, welches imposante Aromenspektrum der Wein mit der Zeit entwickelt. Trotz opulenter Dimensionierung geben sich breit angelegte Frische und komplexe Mineralität ein spannendes Stelldichein, aromatisch und strukturell gehört dieser Viognier zu den eindrucksvollen Weißweinexoten. Viognier sollte man frisch und jung trinken. Er ist übrigens einer der besten Begleiter anspruchsvoller asiatischer Küchen.
USA : Santa Barbara County : Au Bon Climat
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2006
Nein, kein zweiter Basis-Pinot von Au Bon Climat im Programm! Jim Clendenens „Santa Maria“-Pinot Noir mußte kürzlich aushelfen, als sein „Santa Barbara“-Pinot des Jahrgangs 2005 ausverkauft war. Der Unterschied zwischen „Santa Maria“ und „Santa Barbara“ ist nicht groß, aber entscheidend. Das Santa Maria Valley ist deutlich kühler als die Weinberge und Lagen der Appellation „Santa Barbara“. Deshalb wirkt diese Version auch schlanker und kühler, frischer im Trunk; ihr attraktives Beeren-, Sauerkirsch- und Gewürzbukett ist typisch für die kühle Region um Santa Maria und liefert saftiges Frucht- und Trinkvergnügen, das man sich auch öfter leisten kann. Genießen Sie diesen fröhlich sanften, charmanten und fruchtbetonten Pinot Noir zu regionaler Küche oder zu asiatisch inspirierter, wo er eine besonders gute Figur macht. Servieren Sie ihn dezent gekühlt, bei 18°C mundet er am besten. Und wenn Sie ihn weicher und fülliger wünschen, dann warten Sie einfach ein Jahr, um ihn dann zur Zigarre, am Kamin oder „einfach so“ wegzuschnabulieren. Ein Alltags-Pinot für nicht alltäglichen Anspruch zum höchst fairen Preis.
USA : Santa Barbara County : Au Bon Climat
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2005
Unseren zahlreichen Fans dieses süchtig machenden Spitzen-Pinots aus der Hand von Jim Clendenen sei gesagt, daß seine „Isabelle“ des Jahrgangs 2005 eine richtig große „Isabelle“ ist. Jim Clendenen widmet alle Pinots von „Au Bon Climat“ deren spezifischer Lagenherkunft. Einzig seine „Isabelle“ ist eine Cuvée der besten Partien im Keller, die er seit 1994 seiner Tochter Isabelle widmet. In ihr stecken stets die besten Fässer der besten Pinot-Lagen der gesamten Central Coast. „Isabelle“ 2005 ist ein spektakulärer Pinot. Fein, reif, süß und von sensationeller Dichte und Dimension. Unglaublich tief und komplex, farblich dieses Jahr dunkler und intensiver als üblich, präsentiert er sich als einer der besten Pinots aus amerikanischer Produktion – und steht doch ganz in der Tradition großen handwerklich hergestellten Burgunders. Duftig, transparent und expressiv in reifer Süße und dichtem Pinot-Charakter, erschüttert er aber ob seiner aromatischen Perfektion den Glauben an Burgund. Es mag dickere und konzentriertere Weine in Kalifornien oder Oregon geben. Delikatere und aromatisch ausgewogenere gibt es kaum. Daß derart leckerer Pinot Noir bemerkenswerte Reifefähigkeit besitzt, konnte Au Bon Climat in den letzten 25 Jahren überzeugend unter Beweis stellen. Mehr als einmal waren Au Bon Climat Pinots Sieger über gleichalte Burgunder. Kaliforniens Jahrgang 2005 ist, ob nun „Isabelle“ oder ein anderer Pinot aus der Hand des charismatischen Weinmachers, ein Muß für jeden Liebhaber großer Pinot Noirs. Man darf gespannt sein, wie sich dabei die kalifornischen Pinots gegen Burgunds nicht minder großen Jahrgang 2005 schlagen. Probieren Sie es doch einfach aus. Schleusen Sie Au Bon Climats 2005er Pinots als Piraten in ihre nächste Burgunderprobe . . .
USA : Washington State : Andrew Will Winery
Rotwein : Merlot & Cabernet Franc : 2005
„Ciel de Cheval“ ist einer der berühmtesten „alten“ Weinberge Washington States. Er wurde 1976 und 1982 gepflanzt, für Washingtoner Verhältnisse also vor Urzeiten. Sein Merlot und sein Cabernet Sauvignon, vor allem aber sein Cabernet Franc und Petit Verdot gehören zum besten, was Washington State zu bieten hat. „Ciel du Cheval“ ist eine Institution. Das liegt auch daran, daß hier die Lehmauflage nur wenige Zentimeter dick ist, darunter liegt einer der kalkhaltigsten und magersten Böden des nordwestlichen Bundesstaates, der die Reben zwingt, tief zu wurzeln auf der Suche nach Nahrung und Mineralien. „Ciel du Cheval“ ist aber auch einer der wärmsten Weinberge Washington States, weshalb hier gerade Cabernet Franc und Petit Verdot ungewöhnlich aromatisch ausreifen. Der Jahrgang 2005 ist unglaublich farbintensiv, schwarz-lila, ausgefallen; üppiger Cassisduft entweicht ihm, unterlegt mit Teer, mundwässernden dunklen Beeren und Gewürzen, vermischt mit floralen Noten, wie man sie nur selten in Rotwein findet. „Ciel du Cheval“ wirkt schon im Duft samtig und weich; auf der Zunge entpuppt er sich als erstaunlich frisch und kühl und gleitet mit Samtpfoten in dichter Gerbstoffpräsenz geschmeidig und nobel an den Gaumen. Physikalisch erlebbarer Weingenuß. Dieser Wein erfüllt das Wort „Mundgefühl“ mit Inhalt, man fühlt ihn kraftvoll und dicht auf der Zungenmitte mehr, als daß man ihn schmeckt. Seine profunde Mineralität beeindruckt in eindrucksvollem Nachklang, sie findet man so ausgeprägt selbst in Kaliforniens großen Weinen nur ganz selten. „Ciel du Cheval“ ist ein großer Wein, vermutlich der lagerfähigste 2005er von Chris Camarda. Aber wen interessiert das schon, wenn ein großer Wein jung so unglaublich gut schmeckt, daß er nicht alt werden wird. Aus 14% Cabernet Sauvignon, ungewöhnlichen 40% Cabernet Franc, 40% Merlot und 6% Petit Verdot. Für Kenner und Liebhaber ein Muß.
USA : Washington State : Andrew Will Winery
Rotwein : Cabernet Sauvignon & Franc : 2005
„Champoux“ ist ein kühler Weinberg, der nur wenige Kilometer vom Columbia River entfernt liegt, weshalb ihn eine ständige kühle Brise aus der Columbia-River-Schlucht durchströmt und kühlt. Sein Boden ist sandiger Lehm, was den Weinen dieses 1972 gepflanzten Weinberges ganz besonders seidige Eleganz und strukturelle Transparenz verleiht. Chris Camarda schätzt „Champoux“, an dem er als Partner beteiligt ist, besonders. Von hier kommen einige der teuersten Trauben Washington States, von hier kommt auch der Cabernet Sauvignon für seine „Sorella“. Doch hier produziert er auch diesen Lagen-Wein aus 45 % Cabernet Sauvignon, 20% Cabernet Franc, 30% Merlot und 5% Petit Verdot, der vor allem durch volle, satte Textur zu überzeugen versteht und dabei ein derart rundes, fast molliges Aromenprofil aufweist, daß man ihn fast als „zu schön“ abtun möchte. Auf den zweiten Blick aber begeistert „Champoux“ mit derart wohltuender innerer Balance, trotz samtig dichter Gerbstoffe und kraftvoller Mitte auf der Zunge, die feine Süße und beerige Reife im Mund verteilen daß sein saftiger Charme unweigerlich zu wirken beginnt und man seinem Reiz schnell erliegt. Kein Macho-Tropfen also, sondern ein feinsinniger Understatementwein für stille und „langsame“ Stunden des Genusses.
USA : Washington State : Andrew Will Winery
Rotwein : Cabernet Sauvignon & Franc : 2005
„Two Blondes“ liegt in der Nähe der bommenden Stadt Zillah auf dem Hochplateau des Yakima Valley. Hier ist die Reifeperiode kürzer als sonst in Washington State, das Temperaturprofil aber ausgeglichen, so daß sich zwar perfekte Aroma- und Phenolreifung ergibt weil die Nächte wärmer sind als üblich, zugleich sind aber die Tagestemperaturen so kühl, daß die Zuckerreife die Alkohole angenehm niedriger werden läßt als irgendwo sonst in Washington State. Auch deshalb hat Chris Camarda hier auf Cabernet Franc gesetzt. Der eröffnet im kühlen Klima auf mageren Sand-Lehm-Böden mit kalkigem Untergrund spannende Fruchtkomponenten in bemerkenswert kühl wirkendem Grundcharakter. Aus 66% Cabernet Sauvignon und satten 34% Cabernet Franc, die Reben sind nur 5 Jahre alt, entsteht so ein saftiger, pflaumenduftiger Wein mit Fruchtdichte und kühlem Samt auf der Zunge, dem ein kräuterwürziger Kern aromatisch vielschichtiges Rückgrat verleiht. Ein großartiger Speisenbegleiter, für dessen Charme zu kochen besonderes Vergnügen ist. Aufgrund der Jugend seiner Rebstöcke sollte er jung genossen werden. Washington State mit Lagenprofil und unverkennbarem Herkunftscharakter. Amerikanischer Wein ganz eigener Stilistik.
USA : Washington State : Andrew Will Winery
Rotwein : Cabernet Sauvignon & Merlot : 2005
Endlich haben wir Chris Camardas wunderbare "Sorella" wieder bekommen, eine eindrucksvoll kühle, raffiniert seidig strukturierte Cuvée aus 65% Cabernet Sauvignon, 12% Merlot, 17% Cabernet Franc und 6% Petit Verdot. Chris Camarda ist überzeugt davon, daß Cuvées größere Komplexität vermitteln, als reine Rebsortenweine. Das beweist er mit seiner Spitzencuvée "Sorella", die wir seit 1997 kennen, einem Jahrgang, der sich noch heute voll auf der Höhe befindet und einen eindrucksvoll komplexen Wein abliefert, dessen Geschmeidigkeit Gänsehaut macht. 21 Monate reifte der große Jahrgang 2005 im Holz. Seine extrem niedrige Säure macht ihn weich, samtig, geschmeidig und läßt ihn sinnlich wie ein Seidentuch über die Zunge gleiten. 2005 ist vermutlich kein Jahrgang für lange Lagerung, aber über die kommenden sechs bis acht Jahre gehört "Sorella" zu den wohl sinnlichsten und wohltuendsten Cuvées der neuen Welt auf Basis der Bordelaiser Rebsorten. Ein Monument von Wein für die Seele.
USA : Napa Valley : Havens Winery
Rotwein : Syrah = Shiraz : 2000
Michael Havens´ Syrah aus dem Jahrgang 2000 ist so etwas wie ein Modellwein für Kaliforniens Weinzukunft. Uns bringt er zum Schwärmen: satte, reife, fast dicke, aber faszinierend kühle „blaue“ Tanninstruktur, die auch alte Rhônefans zu begeistern weiß, mit intensiv pfeffriger, komplexer Frucht, wie sie derart vielschichtig, dunkel und würzig nur wenige große Rhônejahrgänge liefern können. Dabei ist der Wein geschmeidig und samtig, macht Gänsehaut vor Freude; seine dichte Samthülle im Mund liefert wohltuende geschmackliche Textur, die den trockenen, mächtig dimensionierten Syrah zum wohl besten missing link zwischen der alten und der neuen Welt macht, den ich kenne. In diesem Wein erlebt die Rebsorte Syrah eine Renaissance besonderer Art in Kalifornien. Unser Geheimtip. Michael Havens´ Syrah aus dem Jahrgang 2000 ist so etwas wie ein Modellwein für Kaliforniens Weinzukunft. Galt der ehemalige Universitätsprofessor bis vor kurzem als störrischer europhiler Syrah-Spinner, der ausgerechnet in den kühlsten Ecken des heißen Napa Valley jene Rebsorte anbaut, die viel Hitze braucht, ist er heute anerkannt als Spezialist für jene neue Stilistik von Syrah, die seit ein paar Jahren Kalifornien erobert; er dürfte maßgeblich dafür verantwortlich sein, daß heute Syrah als neue Zukunftsrebsorte des Napa Valley gilt.
Seine eigene Weinstilistik änderte sich dabei über die Jahre durch kritische Adaption an die Umgebung nachhaltig. So hat diese köstliche 2000er Basis-Syrah, die es Dank des Dollars zum noch nie dagewesenen Preis gibt, jetzt das, was ihr in der Vergangenheit fehlte: satte, reife, fast dicke, aber zugleich faszinierend kühle „blaue“ Tanninstruktur, die auch ausgefuchste Rhônefans zu begeistern versteht. Intensiv pfeffrige, komplexe Frucht, wie sie derart vielschichtig, finessenreich und würzig nur große Rhônejahrgänge liefern, macht den Wein geschmeidig und samtig, macht Gänsehaut vor Freude; die dichte Samthülle im Mund liefert wohltuende geschmackliche Textur, die den trockenen, mächtig dimensionierten Syrah zum „missing link“ zwischen der alten und der neuen Welt macht. Ausgerechnet der ungeliebte Jahrgang 2000, der sich nicht nur in diesem Wein als gar nicht so schlecht herausstellt, wie manche Weinpäpste es vorschnell propagierten, verhilft nun Michael Havens zum Durchbruch. Es ist dieser Wein, der heute unter den Winzern des Napa Valley als Modell für eine Generation neuer Syrahweine steht, die in den kommenden Jahren dem berühmten Weintal neues Profil verleihen werden - nicht als Kopien bekannter Syrahs der alten Welt, sondern als Originale eigenständiger Stilistik. Bravo, Michael, für diesen brillanten Wein! Michael Havens´ prächtige Syrah des großen Jahrgangs 2001, die es Dank des Dollars zum noch nie dagewesenen Preis gibt, ist so etwas wie ein Modellwein für Kaliforniens Weinzukunft. Sie hat jetzt das, was ihr in der Vergangenheit oft fehlte: satte, reife, fast dicke, zugleich aber faszinierend kühle „blaue“ Tanninstruktur, die auch ausgefuchste Rhônefans zu begeistern versteht. Intensiv pfeffrige, komplexe Frucht, wie sie derart vielschichtig, finessenreich und würzig nur große Rhônejahrgänge liefern, macht den Wein geschmeidig und samtig, macht Gänsehaut vor Freude; seine dichte Samthülle sorgt im Mund für wohltuende geschmackliche Textur, die den trockenen, mächtig dimensionierten Syrah zum „missing link“ zwischen der alten und der neuen Welt macht. Dieser große Jahrgang verhilft Michael Havens endgültig zum Durchbruch, denn es ist exakt dieser Wein, der unter den Winzern des Napa Valley als Modell für jene Generation neuer Syrahweine steht, die in den kommenden Jahren dem berühmten Weintal neues Profil verleihen werden - nicht als Kopien bekannter Syrahs der alten Welt, sondern als Originale eigenständiger Stilistik.
USA : Zinfandel : Turley Cellars
Rotwein : Petite Sirah : 2005
Dieser Wein ist längst Legende, einer der gesuchtesten Weine Kaliforniens vermutlich. Drüben wird er zu unglaublichen Preisen gehandelt (120.- $ und mehr!), wir können ihn hier und heute zum fairen Weingutspreis anbieten, wir bekamen aber nur ganze 10 Kisten zugeteilt. Im Jahr 2005 stellt sich Turleys Petite Sirah schwarz in der Farbe, fast undurchdringlich dar. Über dem Glas steht ein spannend komplexes Bukett nach frisch gespitztem Bleistift, Graphit, Zeder, schwarz-blauen Beeren, herbstlichem Rauch und packender Mineralität, wie man sie in kalifornischen Weinen nicht oft erlebt. Der mystische Hayne-Weinberg mit seinen über 100 Jahre alten, nichtbewässerten Gobelet-Zinfandelreben sorgt für atemberaubende Konzentration, bleibt dabei aber angenehm frisch im Mund, fast ein wenig delikat, und doch zugleich brutal massiv und präsent in der Gerbstoffdichte. Extrem reintönig, extrem pur, extrem intensiv, typisch Turley. Auch bei Larry Turley und Winemaker Ehren Jordan kündigt sich ein Stilwandel an. Seit ein paar Jahren haben ihre Weine mehr Frische, etwas weniger massive Extraktion, deutlich weniger Hitze. Larry Turley hat wieder einen grandiosen Wein auf Flasche gebracht, der viel Zeit im Keller verlangt, aber doch heute schon erstaunlich eindrücklich wirkt. Turleys Petite Sirah „Hayne“ ist für uns eine der großen Weinpersönlichkeiten der Welt.
USA : Zinfandel : Turley Cellars
Rotwein : Zinfandel = Primitivo : 2005
Parker schrieb kürzlich, daß 2005 ein ganz kleines Jahr für Zinfandel sei. Wenn wir unsere 2005er probieren, egal ob Nalle, Green & Red oder Turley, dann stellen wir erfreut fest, daß 2005 endlich mal wieder ein „normaler“ Jahrgang ist, bei dem einem nicht gleich die Socken qualmen vor Alkohol und Überreife, wenn man auch nur am Glas riecht! Wir sind also völlig anderer Meinung, als der große Vorbeter und beugen uns seinem Diktat nicht. Im Gegenteil! Weil der Jahrgang 2005 so delikat ist, haben wir besonders viel Zinfandels eingekauft, natürlich wohlüberlegt, und bieten diese nun mit besonderem Vergnügen an. Cedarman ist ein neuer Weinberg im Portfolio von Larry Turley und Ehren Jordan. Er stammt vom Howell Mountain am Ostrand des Napa Valley, hoch über St. Helena. Howell Mountain Zinfandel ist konzentriert, wirken in der Jugend abweisend und rustikal und zeigt so gar nicht, was in ihm steckt. Nach ein paar Reifejahren auf der Flasche entpuppt er sich als sehr charmant und lecker, intensiv, aber geschmeidig und stets mit markanter Pfeffrigkeit im Duft. Howell Mountain Zinfandel ist sehr haltbar und entwicklungsfähig. Turleys Premiere mit diesem Weinberg kommt schwarz ins Glas, hat deutlich den schwarzen Pfeffer im Bukett, wirkt kraftvoll und mächtig, riecht noch etwas sperrig und alkoholisch, überrascht dann aber auf der Zunge mit samtig weicher Textur, in der wieder der frische schwarze Pfeffer auszumachen ist; das schafft Turley wie kein anderer, diese puristische Fokussierung auf einen Kern an Weinbergsinformation, der jeden seiner Lagen-Weine so unverkennbar prägt. Cedarman offenbart exemplarischen Howell Mountain-Charakter. Ein Zinfandel, mit dem man sich buchstäblich eineichen kann auf den Herkunftscharakter. Preislich sehr interessant, qualitativ famos, Potential satt.
USA : Zinfandel : Turley Cellars
Rotwein : Zinfandel = Primitivo : 2005
100.- $ werden in den USA für diesen Wein in aller Regel verlangt, wir können es Dank des Dollars doch um einiges angenehmer. "Dog Town" ist ein Weinberg im heißen Lodi, mitten im Central Valley. Larry Turley hat wie kein anderer verstanden, aus den uralten Reb-Methusalems dieses Weinberges epischen Zinfandel zu keltern, der bleibenden Eindruck hinterläßt. Er bläst ein gewaltiges Johannisbeer-Aroma ins Glas, gar nicht schwer, sondern eher transparent, mit breit angelegten Kirschnoten unterlegt, Pflaumen, aber auch Kräutern, selbst erfrischende Orangenschale meint man im faszinierend expressiven Duftspektrum zu erkennen. Auf der Zunge Muskatnuß, Pfefferminz, Gewürze, der Wein wirkt frisch und mineralisch, trotz satten Alkohols. Ich denke der Jahrgang war schwach für Zinfandel?! Das hier jedenfalls ist alles andere als schwach, das hier ist richtig gut!
USA : Zinfandel : Turley Cellars
Rotwein : Zinfandel = Primitivo : 2005
Es ist lange her, daß wir Parker-Punkte zitiert haben, ca. 20 Jahre. Jetzt aber muß ich es tun. Besagter Herr Parker gibt diesem wahrlich großen Zinfandel nur 89-92 Punkte und schreibt dazu: "While potentially outstanding, the soft 2005 Zinfandel Hayne Vineyard is not as concentrated as past vintages have been. Although typically a candidate for long term cellaring, I would drink the 2005 over the next 5-6 years. Blackberry, raspberry, and cherry fruit cascade from the glass of this full-bodied, pure, rich, medium to full-bodied Zin." Es ist unglaublich, wie schnoddrig uns hier der vermeintliche Oberguru in Sachen Wein seine Maßstäbe diktiert. Dieser Wein ist endlich mal fein, beweist endlich mal aromatische Transparenz, ist endlich mal mit Freude und Staunen trinkbar, statt immer nur die ewig dicken Muskeln zu zeigen, deretwegen wir den Wein in den letzten Jahren bewußt nicht gekauft haben. Er war uns zu viel von allem, untrinkbar, zu dick, zu alkoholisch, zu tanninbeladen, zu extrahiert, zu gewaltig, zu ich weiß nicht was. In 2005 hat er uns spontan begeistert, da schmilzt er endlich mal in seiner sagenhaft würzigen, unverkennbaren Hayne-Aromatik mit Frucht und Würze am Gaumen ab, statt ihn rüde abzuhobeln. "Not as concentrated" . . was für Ladungen an Konzentration brauchst Du Parker denn, um Wein überhaupt noch zu schmecken? Also Leute, dieser Hayne ist ein guter Hayne, seine Konzentration reicht uns europäischen Warmduschern völlig aus, um ins Träumen und Schwärmen zu geraten, ok? Mehr muß, mehr darf nicht sein. Glauben Sie´s mir. Salute!
USA : Zinfandel : Turley Cellars
Rotwein : Zinfandel = Primitivo : 2005
Generationen von Weintrinkern an der kalifornischen Central Coast bei Paso Robles kennen Pesenti-Weine. Frank Pesenti pflanzte seinen Weinberg 1932. Er blieb in Familienbesitz bis zum Verkauf an Larry Turley im Jahr 2000. Bis dahin waren Pesenti-Weine in Templeton für 5.- $ die Gallone zu bekommen; Studenten, Einheimische, Tausende von Reisenden hielten an dem bekannten Drug-Store in Templeton, um sich Pesenti-Zinfandel zu kaufen. Es waren nie große Weine gewesen. Auch wir kauften uns mal ein paar Flaschen, um sie zu probieren. Aber es waren leckere, leichte, süffige Zinfandels, die Spaß machten.
Niemand konnte sich vorstellen, daß aus diesen alten Weinbergen jemals großer Zinfandel kommen würde. Doch als Larry Turley den Weinberg übernahm und regenerierte, um ihn auf ökologisch zertifizierten Anbau umzustellen, explodierten die Qualitäten und schnell sprach sich herum, was für bemerkenswerter Zinfandel aus Paso Robles bekanntestem Weinberg kam. Inzwischen sind die Preise für Turleys Pesenti-Version vor Ort explodiert, bis zu 100.- $ werden dafür verlangt. Der gute alte Frank Pesenti hätte seine Freude daran.
Im Jahr 2005 verströmt Pesentis Zinfandel eine besonders intensive und attraktive Erdbeer- und Pfefferminz-Note im Bukett, als würde man „After Eight“ auf frischen Walderdbeeren servieren. Sehr appetitlich, fast erfrischend pikant. Im Mund überwiegt der typische Paso Robles-Ton mit Pfefferanklängen im mittelschweren Körper, der angenehm trinkfreudig wirkt, nicht überextrahiert oder überkonzentriert, und der sehr attraktive Bitterschokoladenaromen mit orientalischen Gewürzen und ätherischen Eukalyptus- oder Minznoten auf der Zunge vermengt. Schock! 16.1 Alkohol wirft der trockene Wein in die Waagschale. Man schmeckt sie nicht, aber man spürt sie, spätestens nach dem zweiten Glas. Ein wunderschöner, geschmeidiger Zinfandel besonderer Ausstrahlung, den man am besten im Sitzen genießt.
USA : Zinfandel : Turley Cellars
Rotwein : Zinfandel = Primitivo : 2005
Noch so ein leichter Zinfandel für den Sommer. 16,5 % Alkohol dürften ausreichen, um am Pool sanft zu entspannen. Spaß beiseite. Abgesehen von seinem hohen Alkohol verspricht dieser eindrucksvoll dimensionierte Zinfandel aus Paso Robles an der Central Coast sehr viel Weinvergnügen für´s Geld. Schon die Farbe signalisiert, was kommt. Tiefdunkel, immerhin rot und nicht schwarz, schimmert sie im Glas. Über dem Glas steht eine likörartige Wolke von dicken, süßen, reifen Blaubeer- und Kirscharomen. Aber nein, das ist kein simples fettes Parker-Bukett, da ist noch eine süße, geradezu vibrierend frische Note enthalten, die in eindeutiger Mineralität die superreifen Beerenaromen umrahmt, fokussiert, einfaßt. Ein tolles Bukett, an dem man lange schnuppern könnte. Dieser Wein hat eine irre Fruchtintensität. Man fällt förmlich ins Glas vor Tiefe und Nachhalt. Toll. Im Mund setzt sich dieser Eindruck fort. Natürlich ist der Stoff fett und dick, aber er ist überhaupt nicht überextrahiert, sondern wirkt lang am Gaumen, auflösbar, verständlich und süß, gewiß, aber das ist auch der Alkohol, von dem man überhaupt nichts spürt, weil die Balance von Gerbstoffen und Säure so perfekt ist, daß man ihn irgendwie nicht wahrnimmt. Der Wein hat so viel spannende Materie, so viel aromatische Substanz, daß er nicht schwer wirkt, sondern präsent, und das so überzeugend, daß ich mich seiner fast schon kitschig kirschigen Gerbstoffe, die auch noch frische Lakritze suggerieren, kaum erwehren kann. Ein extremer Wein, der rares Weinerleben ermöglicht.
USA : Santa Barbara County : Au Bon Climat
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2005
Erstaunlich, wie sehr ein großer Jahrgang einen Wein in Stil und Qualität prägen kann. „Sanford & Benedict“ in den Santa Rita Hills ist der berühmteste alte Weinberg der Central Coast. Ihn zeichnet stets kühle, fast vegetal wirkende Kräuterwürze in Duft und Geschmack aus. Wir kennen den Weinberg und seine Weine seit 1989. In 2005 kombiniert er seine typisch frische Würze im Bukett mit fast balsamisch wirkender Reife und raffiniert kühler Mineralität. Der Wein besitzt eklatante Mitte auf der Zunge, wirkt dichter als sonst, besitzt kraftvolle Struktur und wirkt weniger weich und süß als kernig straff und trocken. Sein dichtgepacktes Geschmacksprofil kennzeichnet eine fast straff und noch etwas verschlossen wirkende Textur, die zwar von reifen und präsenten Gerbstoffen umhüllt wird, doch auch sie wirken noch sehr jung in ihrer kompakten Präsenz. Der große Jahrgang stellt Struktur und Dichte über Balance und Harmonie; die werden sich wohl erst im Stadium der Reife einstellen. Heute überwiegen noch Kraft, Fülle und ungewohntes Muskelspiel. Selten haben wir einen so dichten „Sanford & Benedict“-Pinot probiert, wie diesen offensichtlich kapitalen Jahrgang 2005, der wohl erst in drei bis fünf Jahren genußreif sein dürfte. Wie schon 2003 und 2004 erweist sich auch 2005 der Lage „Sanford & Benedict“ als einer der großen Pinot Noirs des kalifornischen Südens. Und mit ihm Jim Clendenen als profunder Könner und langjähriger versierter Interpret dieses großartigen Weinberges in der Nähe des Pazifik.
USA : Zinfandel : Turley Cellars
Rotwein : Zinfandel = Primitivo : 2004
Von jungen Reben, in extremer Dichte auf gut drainierten Schotterböden hinter dem Weingut bei St. Helena im Napa Valley gepflanzt, kommt dieser schwelgerische Zinfandel. Weniger dick, weniger extrem, weniger konzentriert als Turleys alte Reben, dafür charmant und von würziger Dufttransparenz, wie sie nur ein Turley-Zinfandel ins Glas bringt. Exotische orientalische Gewürze, welke Rosenblätter, Zimt, Nelken, ein ganzer Basar fremder Düfte und Geschmäcker vereint sich in diesem profund aromatischen Zinfandel in charmanter Intensität, die alles nur nicht anstrengend ist. Dieser Zinfandel für Turley-Einsteiger kombiniert Kraft mit seidigen Gerbstoffen, die sanft wirken und lange nachklingen und verschmilzt Konzentration und Textur zu Mundgefühl mit Frische und Feinheit. Aus exzellentem Zinfandel-Jahr.
USA : Sonoma / North Coast : Laurel Glen Vineyard
Rotwein : Cuvée (diverse Rebsorten) : 2006
REDS, der beliebte „Wein fürs Volk“, ist süffig und saftig, lecker weil fruchtig und würzig, sanft und schmeichelnd, originell und kraftvoll zugleich. In der neuen Welt wird in dieser Preisklasse selten seriös produziert und in der alten Welt gibt es den Charme uralter Rebstöcke nicht zu diesem Preis. Kellermeister Ray Kaufman und Patrick Campbell hatten vor vielen Jahren den richtigen Riecher. In der Hochzeit von Chardonnay und Cabernet machten sie sich auf die Suche nach alten Weinbergen in Kalifornien, die mit unpopulären und „vergessenen“ Rebsorten bepflanzt waren. Sie machten deren Besitzer ausfindig, verhandelten und kauften dann im Herbst deren Trauben. Über die Jahre der Suche entstand ein origineller Konzeptwein, der viele Weinkarten in den USA als Hauswein schmückt und auch hierzulande eine große Anzahl treuer Weinfreunde mit Trinkvergnügen besonderer Art beglückt. Patrick Campbells REDS 2004, nach eigener Aussage der bisher dickste und voluminöseste, kommt seit ein paar Jahren vollständig aus Lodi, einer Appellation im Central Valley, die mit uralten Zinfandel-Rebstöcken (über 80 Jahre alt), wahrlich uralter Carignan (117 Jahre alt!) und 10 % Petite Sirah für einen famos süffigen Rotwein sorgt, der weniger intellektuell, als um so fröhlicher zu verschnabulieren ist. Sein „korkfreier“ Schraubverschluß vertreibt Kummer und Sorgen, sein legendäres Etikett erfuhr eine kosmetische Runderneuerung und erstmals kommt er als seriöse Appellation auf den Markt. Ein wohltuender Alltagsroter aus Kalifornien, der zu diesem Preis mit derart hohem Niveau nicht alltäglich ist. Reds 2006 ist anders. Diese legendäre Cuvée von alten Reben stammt tatsächlich von sehr alten Reben in Lodi, im Central Valley, deren Wurzeln tief reichen und die ob ihres biblischen Alters von Haus aus nicht mehr viel tragen. Kellermeister Ray Kaufman und Laurel Glen-Eigner Patrick Campbell veränderten erstmals die Zusammensetzung ihres beliebten Weines, um ihm nicht nur mehr Körper, sondern vor allem mehr Schliff und Spiel zu vermitteln, bei gleichzeitig etwas niedrigerem Alkohol. Reds 2006 ist Frucht von 40 % Zinfandel von 60 Jahre alten Reben, 25 % 117 jahre alte Carignan-Reben sorgen für kraftvolle Mitte und 35 % Syrah und Petite Sirah liefern jene seidige Dichte, die den diesjährigen Reds so charmant und lecker macht. Dunkel präsentiert er sich in der Farbe, mit ausdrucksstarkem Bukett nach schwarzen Beeren, Cassis und Veilchen. Die Syrah sorgt für dunkelwürzigen Orientduft und kühle blaue Frucht. Reds 2006 ist rein, charmant und weniger wild als bisher und kann zum ersten Mal mit Mineralität aufwarten. Seidig weich, samtig und elegant präsentiert er sich, mit langem, frischem Nachklang, der etwas „leichter“ wirkt als in den letzten, sehr vom Alkohol geprägten Jahren, dafür aber auch süffiger und eleganter, man könnte auch sagen: feiner und präziser. Reds ist erwachsen geworden. Seit rund 15 Jahrgängen präsentiert sich der beliebte Rotwein von Laurel Glen als das, was er ist: Als leckerer, seriöser Rotwein, der für Kalifornien steht, der als seriöse aus alten, lokalen , fast vergessenen Rebsorten von alten Reben aus dem stets gleichen Weinberg in Lodi kommt, der Seele zeigt, Ursprungscharakter besitzt und typisch kalifornische Frucht und Würze zu seriösem Weinvergnügen vereint. Eine Cuvée, wie es sie in Europa nicht gibt. Kalifornien von seiner fröhlichen Weinseite. Wir sind der einzige Importeur dieses Weines in Europa, es gibt ihn nur bei uns.
USA : Napa Valley : Ladera Vineyards
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2001
Von steilen Hanglagen eines uralten Weinbergs am Mount Veeder stammen die Trauben für diesen vermutlich alles andere als reinsortigen Cabernet. Niemand konnte bislang klären, was für Rebsorten in diesem halbverfallenen Weinberg aus der Vor-Prohibitionszeit wirklich stehen. Vermutlich deshalb ist Laderas „Lone Canyon“ kein weicher, sanfter Napa-Cabernet, sondern ein vor Kraft und Würze berstender, dicht strukturierter Muskelprotz, der Tiefe und Rückgrat ebenso wagt, wie er Ecken und Kanten besitzt und dadurch faszinierend eigenwilliges Profil beweist. Er gebärdet sich wild im Glas, wie sein Weinberg: Karg, steil, rauh, schwer zu bearbeiten und kühl exponiert, liefert dieser einen Rebsaft, dessen opulente Fruchtfülle intensiven Schwarzkirschduft, getrocknete Sommerkräuter und würzige Waldbeeraromen vereint. Robust, mächtig, komplex, wild und ungestüm kommt er daher, dick und konzentriert, reif und kompakt. Der Wein ist eine Cuvée von rund 20 kleinen Parzellen, bestockt mit uralten Reben, die einzeln bearbeitet, getrennt gelesen und im Keller getrennt verarbeitet wurden, um ein Gefühl für den Weinberg zu bekommen. Im Keller von Ladera geht es mustergültig zu, denn die gesamte Verarbeitung geschieht ausschließlich per Schwerkraft, vergoren wird spontan und Kellermeisterin Karen Culler verzichtet auf jede mechanische Beeinflussung. Sie hat aus dem wilden und rauhen Naturburschen einen spannenden Wein gemacht, der im Glas noch immer unbezwingbar wirkt.
USA : Sonoma / North Coast : Laurel Glen Vineyard
Rotwein : Cuvée (diverse Rebsorten) : 2006
„REDS“ - der mit weitem Abstand beliebteste Rotwein unseres nicht kleinen Weinprogramms bescherte schon tausenden von Kunden Rotweinvergnügen ohne Reue. Dabei stößt sein Motto: "A wine for the people" zunächst ab, legt es doch die Vermutung nahe, den gleichen langweiligen Einheitsbrei ins Glas zu kriegen, den man aus dem Supermarkt kennt, wo billige kalifornische Weine inzwischen zuhauf die Regale verstopfen.
Weit gefehlt: „REDS“ ist Trinkfreude pur und ehrliches Weinvergnügen mit Spaß am Geschmack; kein großer Wein, und unkompliziert im Trunk, aber absolut seriös und mit erkennbarem Qualitätsanspruch. Den erfüllen Ray Kaufmann und Patrick Campbell von „Laurel Glen Vineyards“ aus bis zu dreizehn Rebsorten, die sie je nach Marktlage und Angebot für ihren frechen und erfolgreichsten Rotwein verarbeiten. Vor allem Zinfandel, aber auch Alicante Bouschet, Carignan, Grenache, Aramon und andere alte Rebsorten, die in den modernen Weinen Kaliforniens keinen Platz mehr zu haben scheinen, obwohl sie von teilweise uralten Rebstöcken aus dem Ende des letzten Jahrhunderts stammen, sorgen für ein Trinkerlebnis, das den Alte-Reben-Charakter fröhlich vor sich herträgt. Alte Reben, kontrollierte Erträge und kerngesunde Trauben, die aus ganz Kalifornien sorgfältig zusammengekauft werden, sind das Geheimnis von "REDS". Gekeltert, verschnitten und ausgebaut wird der Wein in einer angemieteten Winery an der North Coast. Dabei verhilft die auch in Kalifornien miserable Wirtschaftslage Ray und Patrick zu immer besseren Traubenquellen, weshalb sich die kommenden Jahrgänge von „REDS“ in sensationeller Qualität präsentieren.
„REDS“ ist ein herrlich saftiger, süffiger, fröhlicher, unbeschwert zu genießender Rotwein für alle Tage, der die typische Reife Kaliforniens ebenso in sich trägt, wie den intensiven Fruchtcharakter alter Reben mit erfreulich seriöser Individualität. Aus Europa kennen wir einen vergleichbaren Rotwein zu diesem Preis, der übrigens seit zehn Jahren unverändert gilt, mit derart attraktivem Charakter nicht. Greift zu Freunde, und freut Euch des Lebens.
Hier in der Doppelmagnum mit 3.0-Liter-Inhalt für den größeren Durst.
Für die Freunde des großen Genusses haben wir REDS im ganz besonderen Großformat importiert - der Doppelmagnum mit 3.0 Liter Inhalt. Reds 2006 ist anders. Diese legendäre Cuvée von alten Reben stammt tatsächlich von sehr alten Reben in Lodi, im Central Valley, deren Wurzeln tief reichen und die ob ihres biblischen Alters von Haus aus nicht mehr viel tragen. Kellermeister Ray Kaufman und Laurel Glen-Eigner Patrick Campbell veränderten erstmals die Zusammensetzung ihres beliebten Weines, um ihm nicht nur mehr Körper, sondern vor allem mehr Schliff und Spiel zu vermitteln, bei gleichzeitig etwas niedrigerem Alkohol. Reds 2006 ist Frucht von 40 % Zinfandel von 60 Jahre alten Reben, 25 % 117 jahre alte Carignan-Reben sorgen für kraftvolle Mitte und 35 % Syrah und Petite Sirah liefern jene seidige Dichte, die den diesjährigen Reds so charmant und lecker macht. Dunkel präsentiert er sich in der Farbe, mit ausdrucksstarkem Bukett nach schwarzen Beeren, Cassis und Veilchen. Die Syrah sorgt für dunkelwürzigen Orientduft und kühle blaue Frucht. Reds 2006 ist rein, charmant und weniger wild als bisher und kann zum ersten Mal mit Mineralität aufwarten. Seidig weich, samtig und elegant präsentiert er sich, mit langem, frischem Nachklang, der etwas „leichter“ wirkt als in den letzten, sehr vom Alkohol geprägten Jahren, dafür aber auch süffiger und eleganter, man könnte auch sagen: feiner und präziser. Reds ist erwachsen geworden. Seit rund 15 Jahrgängen präsentiert sich der beliebte Rotwein von Laurel Glen als das, was er ist: Als leckerer, seriöser Rotwein, der für Kalifornien steht, der als seriöse aus alten, lokalen , fast vergessenen Rebsorten von alten Reben aus dem stets gleichen Weinberg in Lodi kommt, der Seele zeigt, Ursprungscharakter besitzt und typisch kalifornische Frucht und Würze zu seriösem Weinvergnügen vereint. REDS“ ist ein herrlich saftiger, süffiger, fröhlicher, unbeschwert zu genießender Rotwein für alle Tage, der die typische Reife Kaliforniens ebenso in sich trägt, wie den intensiven Fruchtcharakter alter Reben mit erfreulich seriöser Individualität. Greift zu Freunde, und freut Euch des Lebens.
Hier in der Doppelmagnum mit 3.0-Liter-Inhalt für den größeren Durst.Eine Cuvée, wie es sie in Europa nicht gibt. Kalifornien von seiner fröhlichen Weinseite. Wir sind der einzige Importeur dieses Weines in Europa, es gibt ihn nur bei uns.
USA : Santa Cruz : Ridge Vineyard
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 1998
"Monte Bello" ist Legende als einer der großen Rotweine der Welt, der über alle Jahrgänge hinweg reproduzierbaren, identifizierbaren Lagencharakter beweist. "Monte Bello" ist einer der eindrucksvollsten Cabernets Kaliforniens, nie spektakulär, immer aber konsistent, tiefgründig und charaktervoll im Sinne Europas. Der Jahrgang 1998 ist in Kalifornien verrufen. Er wird gemieden unter Weinfreunden und liefert doch einen finessenreichen "Monte Bello"-Cabernet, der vielleicht etwas weniger konzentriert ist als üblich, aber typischen kühlen Monte Bello-Charakter in sich trägt. Für uns der Prototyp eines feinen, eleganten Cabernets der Spitzenklasse, der es mit jedem europäischen Pendant mühelos aufnehmen kann. Wir attestieren ihm große Klasse und ein Potential für zehn und mehr Jahre. Zwei extreme Jahrgänge, zwei extreme Weine. Monte Bello, einer der legendärsten Cabernets der Welt, ein großer Wein von legendärer Haltbarkeit, entpuppt sich im kühleren Jahrgang 1998 als der eindeutig raffiniertere Wein. Längst nicht so dick und spektakulär im Glas wie der reife, opulente Jahrgang 1997, sondern kühl, kräuterwürzig und gediegen, europäisch im Ansatz, kalifornisch im Finale. Ein Beweis mehr für meine These, daß Überseecabernets ganz maßgeblich Klimaweine sind, und keine Terroirweine. 1997 muß man mögen; es ist der weit spektakulärere Wein, warm und gehaltvoll, mächtig und präsent, ein Wein von massiger Substanz, ätherischem Bukett und den typischen balsamischen Reifenoten, die Monte Bello stets so eindrücklich machen. Fast viskos ist seine Substanz auf der Zunge spürbar. Dagegen wirkt der 98er fast schlank und rassig säurebetont, feingliedrig und doch mächtig lang am Gaumen und von europäischem Zuschnitt. Man darf gespannt sein, wie sich die beiden ungleichen Brüder entwickeln. Ich glaube, ich habe eine leichte Präferenz für den intellektuelleren 98er – aber das ist mehr eine Stilfrage, als eine Frage der Qualität. Zwei große Weine der Welt, die Maßstäbe setzen, und das in unglaublicher qualitativer Konstanz, wie sie fast einmalig ist in der schnellebigen Welt des modernen Weines. Bravo!
USA : Washington State : L´Ecole No. 41
USA : Central Coast : Andrew Quady
Süßwein : Muscat = Muskateller = Moscato : ohne Jahr
"Essensia", das ist ein vor Aroma schier berstender, höchst origineller Orangenblütenmuskateller aus dem kalifornischen Central Valley, wo sich Andrew Quady dieser Rebsorte seit Jahren mit Erfolg widmet. Der goldfarbene Wein erfreut sich als idealer Begleiter zu allen Schokoladen-Desserts größter Beliebtheit. Wie nur wenige andere Weine paßt er sich den komplexen Aromen hochwertiger Bitterschokolade geschmeidig an, die ihn besonders fruchtig und angenehm duften läßt. Dieser äußerst originelle, von feiner Säureader durchzogene Süßwein ergänzt den Schokoladengeschmack auf ideale Art und wirkt immer leicht und frisch, nie aufdringlich süß. Ein ungewöhnlicher, ziemlich spektakulär duftender Süßweingenuß zum spannenden Genuß-Preis - bei uns nur in der halben Flasche. Kalifornien kann mit unerwartet originellen Weinen aufwarten, die wir Europäer nicht kennen. Andrew Quadys „Essensia“ ist so ein Wein. Er wird aus der vergessenen Rebsorte „Orangenblüten-Muskateller“ gekeltert, die um die Jahrhundertwende in der Pfalz weit verbreitet war. Heute fristet sie auf nur noch wenigen Hektar auf der Welt ihr Dasein, unter anderem im kalifornischen Central Valley, wo Andrew Quady seinen bemerkenswerten Süßwein zu immerhin weltweiter Berühmtheit führte. Der goldfarbene Wein erfreut sich als idealer Begleiter zu Bitterschokoladen-Desserts großer Beliebtheit. Wie nur wenige andere Weine paßt er sich den komplexen Aromen hochwertiger Bitterschokolade geschmeidig an, die ihn besonders fruchtig und angenehm duften läßt. Der originelle, von feiner Säureader durchzogene cremig weiche Süßwein ergänzt den Schokoladengeschmack ideal und wirkt leicht und frisch, nie aufdringlich süß. Ein ungewöhnlicher, spektakulär duftender Süßweingenuß mit exotischem Charakter, der so ätherisch riecht wie er schmeckt, nämlich nach kandierten Orangenschalen. Andrew Quady liest die Trauben extrem reif, hängt sie zur weiteren Extraktion durch Verdunstung in Kühlkammern, dann werden sie abgepreßt, in der Gärung durch geringfügige Alkoholzugabe gestoppt, und dann geht es nach der Weinwerdung in die Flasche. Ein in seinem Charakter einmaliger Süßwein mit Spaßfaktor. Zu allen Desserts, in denen hochwertige Schokolade eine Rolle spielt! In der halben Flasche.
USA : Napa Valley : Forman Vineyard
Weißwein : Chardonnay : 2006
Ric Formans aus dem kalifornischen Kontext herausragender Chardonnay konnte sich über viele Jahre in der Parkerschen Weinwelt kaum behaupten. Er galt als zu frisch, zu fein, zu mineralisch, zu mager und damit schlicht als zu europäisch. Gegen die dicken Brummer mit Restzucker und viel Alkohol konnte er sich nicht behaupten. Sein Chardonnay war deshalb Sorgenkind, der Absatz verlief zäh. Inzwischen ist die Nachfrage nach den dicken alkoholischen Weißweinen eingebrochen und man bevorzugt auch in Amerika frische rassige Weine mit Struktur und Charakter; die Zeiten haben sich geändert, Geschmack hat seine Moden, Chardonnay typisch kalifornischer Machart hat es plötzlich schwer und Ric die besten Karten. Sein Chardonnay des großen Jahrgangs 2006 geht weg wie die warmen Semmeln, es ist einer der feinsten des kalifornischen Nordens: Nobel im Charakter, fein und geschliffen in der Stilistik, ohne Säureabbau auf Flasche gefüllt und deshalb von appetitlicher Frische und schlankem Körper. Er kann es an Mineralität und Lagerfähigkeit mit gutem Chablis aufnehmen, zum günstigeren Preis. Ric Formans Chardonnay entwickelt sich über fünf bis zehn Jahre ausgezeichnet und bleibt dabei durch seine frische Säure lecker und animierend im Trunk. So schnell kann es gehen. Unbedingt dekantieren und bitte nicht zu kalt servieren!
Trifft erst im Dezember 2007 ein. Ric Formans aus dem kalifornischen Kontext singulär herausragender Chardonnay konnte sich über viele Jahre in der Parkerschen Weinwelt kaum behaupten. Er galt als zu frisch, zu fein, zu mineralisch, zu mager, und damit zu europäisch, um sich gegen die von Parker propagierten dicken Brummer mit Restzucker und viel Alkohol behaupten zu können. Sein Chardonnay war deshalb Sorgenkind, der Absatz verlief zäh. Heute, wo im gesamten Napa Valley Chardonnaytrauben am Stock hängen bleiben, weil die Nachfrage nach dicken alkoholischen Weißweinen eingebrochen ist, bevorzugt man auch in Amerika frische rassige Weine mit Struktur und Charakter; die Zeiten haben sich geändert, Geschmack hat seine Moden, Chardonnay typisch kalifornischer Machart hat es plötzlich schwer - und Ric hat beste Karten. Sein Chardonnay geht nämlich plötzlich weg wie die warmen Semmeln, kein Wunder, ist es doch einer der feinsten des kalifornischen Nordens: Nobel im Charakter, fein und geschliffen in der Stilistik, ohne Säureabbau auf Flasche gefüllt, und deshalb von rassiger Frische und schlankem Körper, kann er es an Mineralität und Lagerfähigkeit mit jedem Chablis aufnehmen, zum günstigeren Preis. Ric Formans Chardonnay entwickelt sich über fünf bis zehn Jahre ausgezeichnet und bleibt dabei durch seine frische Säure lecker und animierend im Trunk. So schnell kann es gehen. Unbedingt dekantieren und bitte nicht zu kalt servieren!
USA : Oregon : Cristom Vineyards
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2003
Die sechste Ausgabe der 1994 angelegten Estate-Lage "Jessie" stammt von erstklassigen burgundischen, aber auch wurzelechten amerikanischen Pinotklonen, die in hoher Dichte auf ost-südost geneigter Hanglage gepflanzt wurden. Die kühle Lage, stets dem Wind des Pazifik ausgesetzt, liefert kleine, konzentrierte Beeren, die einen besonders dunklen, intensiven Wein von expressiver Fruchtqualität hervorbringen. Ein Hauch floralen Blütenduftes durchzieht sein komplexes, wohltuend duftendes Bukett, das auf der Zunge in fast explosive Fülle reifer blauer und schwarzer Früchte mündet. Der Wein hat mächtiges Gewicht, macht Druck auf der Zunge, breitet sich warm und kühl zugleich im gesamten Mundraum aus und erzeugt dabei ein samtiges Mundgefühl von weicher, seidiger Textur. Dieser Pinot käme nicht aus Oregon, wäre da nicht jene erfrischende Ader präsenter Säure auf der Zunge, die Frische signalisiert und Jugend, und den Wein in hoher Präzision über die Zunge ziehen läßt, wo er in einem langen, glücklich machenden Finish ausklingt. Dieser eindrückliche Lagen-Pinot ist lang im Nachklang, sehr lang, und mit allen Ingredienzien ausgestattet, die langes Leben garantierten: reife Gerbstoffe, dichte Struktur, feinste Holzintegration und raffiniertes Muskelspiel definieren einen Spitzen-Pinot, der Kraft und Saft mit Spiel und Finesse zu vereinen versteht. Ein klassischer großer Oregon-Pinot für die Freunde anspruchsvoller Burgunder, der übrigens auch eingefleischte Bordeaux-Zähne glücklich zu machen versteht. Die Lage „Jessie“ stammt von burgundischen, aber auch wurzelechten amerikanischen Pinotklonen, die in hoher Dichte auf Ost-Südost geneigter Hanglage gepflanzt wurden. Die kühle Lage, stets dem Wind des Pazifik ausgesetzt, liefert kleine, konzentrierte Beeren, die einen besonders dunklen, intensiven Wein von expressiver Fruchtqualität hervorbringen. Ein Hauch floralen Blütenduftes durchzieht sein komplex duftendes Bukett, das auf der Zunge in fast explosive Fülle reifer blauer und schwarzer Früchte mündet. Der Wein hat mächtiges Gewicht, macht Druck auf der Zunge, breitet sich warm und kühl zugleich im gesamten Mundraum aus und erzeugt dabei ein samtiges Gefühl in weicher, seidiger Textur. Dieser Pinot käme nicht aus Oregon, wäre da nicht jene erfrischende Ader präsenter Säure auf der Zunge, die Frische signalisiert und Jugend, und den Wein in hoher Präzision über die Zunge zieht, wo er in langem, glücklich machenden Finish ausklingt. Der eindrückliche Lagen-Pinot ist lang im Nachklang, sehr lang, und mit allen Ingredienzien ausgestattet, die langes Leben garantieren: reife Gerbstoffe, dichte Struktur, feine Holzintegration und raffiniertes Muskelspiel vereinen Kraft und Saft mit Spiel und Finesse. Ein großer Oregon-Pinot, der auch eingefleischte Bordeaux-Trinker nicht unglücklich hinterläßt.
USA : Washington State : L´Ecole No. 41
Suchen Sie den idealen Begleiter zu Lachs oder feinen geräucherten Fischen? Erfrischend und interessant zugleich sind diese weichen Semillons aus dem Holzfass, die in letzter Zeit große Furore machten. Jancis Robinson stellte sie mehrfach als Musterbeispiel der Rebsorte besonders heraus: Der "Columbia Valley" ist ein frischer Weißwein, den wir besonders zu etwas deftigeren Fischgerichten empfehlen, ideal zu allen Räucherfischen, zu Fischterrinen, genial zu gebeiztem und geräuchertem Lachs, aber auch zu allen Gemüse- und intensiveren Geflügelgerichten. Angenehm im Alkoholgehalt, trotz niedriger Säure erfrischend, und dabei voll und sehr originell im Geschmack. Einen Semillon mit so charakteristischem Rauch- und Speckton kennen wir in Frankreich nicht. Die gehaltvollere, aber auch feinere, und mit etwas markanterer Säure ausgestattete langlebige Reserve "Fries Vineyard" bekamen wir dieses Jahr zum ersten Mal, freilich nur in homöopathischer Dosierung. Denn um diesen Wein hauen sich die Fischrestaurants an der ganzen Westküste, seit Robert Parker ihn einmal als den Kandidaten für den besten Semillon Amerikas erwähnte. Ich gebe zu, in diesem Fall könnte er Recht haben.
USA : Napa Valley : Havens Winery
Rotwein : Merlot & Cabernet Franc : 2001
Michael Havens Spitzencuvée aus großem Jahrgang. Neben ein bißchen Cabernet Sauvignon enthält sie vor allem viel Merlot und noch mehr Cabernet Franc. Die beeindruckend lange nachklingende Tanninstruktur dieses mächtigen Weines ist nicht so süß und fruchtig wie die vieler Weine aus dem Napa Valley, sie wirkt europäisch kühl, und besitzt doch den hohen Reifegrad und Schmelz Kaliforniens. Dicht, kompakt, und durch die reifen Tannine saftig und attraktiv, öffnet sie sich auf geradezu spektakuläre Weise am Gaumen in fast endlosem Nachklang. Ein toller, sehr persönlich wirkender Wein mit Aura, dem man lange zuhören kann, weil er wie ein Amalgam aus großem Rotweine von der Loire, einem Pomerol und einem reifen, süffigen Kalifornier wirkt. Ein intellektueller Wein, der jetzt, im Zustand beginnender Reife, immens Spaß macht.
USA : Napa Valley : Ladera Vineyards
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2004
Von steilen Hanglagen eines uralten Weinbergs am Mount Veeder stammen die Trauben für diesen vermutlich alles andere als reinsortigen Cabernet. Niemand konnte bislang klären, was für Rebsorten in diesem halbverfallenen Weinberg aus der Vor-Prohibitionszeit wirklich stehen. Vermutlich deshalb ist Laderas „Lone Canyon“ kein weicher, sanfter Napa-Cabernet, sondern ein vor Kraft und Würze berstender, dicht strukturierter Muskelprotz, der Tiefe und Rückgrat ebenso wagt, wie er Ecken und Kanten besitzt und dadurch faszinierend eigenwilliges Profil beweist. Er gebärdet sich wild im Glas, wie sein Weinberg: Karg, steil, rauh, schwer zu bearbeiten und kühl exponiert, liefert dieser einen Rebsaft, dessen opulente Fruchtfülle intensiven Schwarzkirschduft, getrocknete Sommerkräuter und würzige Waldbeeraromen vereint. Robust, mächtig, komplex, wild und ungestüm kommt er daher, dick und konzentriert, reif und kompakt. Der Wein ist eine Cuvée von rund 20 kleinen Parzellen, bestockt mit uralten Reben, die einzeln bearbeitet, getrennt gelesen und im Keller getrennt verarbeitet wurden, um ein Gefühl für den Weinberg zu bekommen. Im Keller von Ladera geht es mustergültig zu, denn die gesamte Verarbeitung geschieht ausschließlich per Schwerkraft, vergoren wird spontan und Kellermeisterin Karen Culler verzichtet auf jede mechanische Beeinflussung. Sie hat aus dem wilden und rauhen Naturburschen einen spannenden Wein gemacht, der im Glas noch immer unbezwingbar wirkt.
USA : Napa Valley : Harlan Estate
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2003
Monumentale Größe – und doch fein, spielerisch, transparent, präsent, präzise und umwerfend dicht und kompakt zugleich. Hier zeigt sich die neue Welt von ihrer besten Seite: Phänomenale Reife erweist sich nicht als dick und marmeladig, sondern als aromatisch transparent; auf unvergleichliche Weise paaren sich Dichte, Konzentration und Extraktion mit Spiel und Finesse; unglaublich kraftvoll und intensiv, und dabei sagenhaft fein und elegant, läuft dieser bisher größte Jahrgang dieses Traumweingutes über die Zunge, wo er minutenlang am Gaumen haften bleibt. Man hat den Eindruck, daß die Zungenmitte immer mehr Aromen und Frucht freigibt, je länger der Wein den Gaumen benetzt. Spektakulär!
Der aktuelle Jahrgang von "Harlan Estate" ist 2003. Er ist nur auf Anfrage verfügbar und geht zunächst an jene Kunden, die "Harlan Estate" bei uns seit Jahren und in allen Jahrgängen gekauft haben und kaufen. Der aktuelle Jahrgang von "Harlan Estate" ist 2003. Er ist nur auf Anfrage verfügbar und geht zunächst an jene Kunden, die "Harlan Estate" bei uns seit Jahren und in allen Jahrgängen gekauft haben und kaufen. Wir haben aber noch einzelne Flaschen aller Jahrgänge ab 1990 verfügbar. Preise und Verfügbarkeiten gerne auf Anfrage!
USA : Napa Valley : Philip Togni Vineyard
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 1998
Der Jahrgang 1998 schmerzt Familie Togni noch heute. Die Ernte dieses kühlen Jahrgangs war winzig und forderte härteste Arbeit im Weinberg. Für Philip und Birgitta Togni war es die teuerste Lese in der Geschichte ihres Weingutes. Kein Jahrgang war je so spät in die Kelter gekommen. Der Wein wirkt konzentriert, kühl und nobel im Glas. Seine Farbe ist undurchdringlich schwarz-blau und das kompakte, noch immer jugendlich wirkende Bukett evaporiert zögerlich Zedernholz, Leder, Cassis und Blaubeeren, Schwarzkirschen und frische Gartenkräuter. Die dezent grünen Anklänge im Duft sorgen für mundwässernde Frische und die Gerbstoffe belegen Zunge und Gaumen mit würziger Fruchtfülle. Sie wirken weder hart noch trocken, obwohl sie massiv präsent sind, und sind so feinkörnig mit kraftvoller Dichte ausgestattet, daß der Wein langfristiges Trinkvergnügen garantiert. Togni Cabernets sind legendär in ihrer Entwicklungsfähigkeit. Einlagern, vergessen, und sich irgendwann mit größtem Genuß daran delektieren.
USA : Santa Cruz : Ridge Vineyard
Rotwein : Cabernet Sauvignon & Merlot : 2002
Im berühmten Monte Bello-Weinberg von Ridge gibt es Parzellen, die regelmäßig besonders zugängliche Stilistik produzieren. Durchaus mit Monte Bello-Charakter, aber den stets getrennt ausgebauten Weinen fehlt jene potente Tiefe und Kraft, die für Monte Bello-Füllungen nun mal Voraussetzung sind. Diese Parzellen gehen seit 1979 in den Cabernet „Santa Cruz Mountain“. Im großen Cabernet-Jahrgang 2002 wurden nur 8 Parzellen für den Wein ausgewählt. Stück für Stück wurden sie über ein Jahr sorgfältig cuviert. Die massiven Gerbstoffe des großen Jahrgangs brauchten lange Harmonisierung, zwei volle Jahre reifte der Wein in zu 40 % neuen Fässern aus amerikanischer Weißeiche. 48 % Merlot aus dem Monte Bello Vineyard vermitteln dem Wein Schliff und Finesse, runden die Massivität des großen Jahrgangs ab. Das Ergebnis ist ein Cabernet, den wir jedem Freund kalifornischer Weine empfehlen. Er braucht noch ein paar Jahre Zeit. Schwarz in der Farbe und dicht gepackt steht der Wein im Glas. Im Duft zeigt er intensive Cassis-Anklänge, Bourbon-Vanille und Kakaoaromen, und die typische Zedernholz-Nase des Monte Bello kündigt sich vielversprechend an. Im Mund würzige Nelke, Kakao und Bitterschokolade, aber auch Muskatnuß im dichten Körper, viel Samt und Saft, und deutliche Mineralität mit dem typischen nassen Gestein im langen Finish. Ein Realo-Cabernet für Jahre zuverlässiger Trinkfreude.
USA : Oregon : Cristom Vineyards
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2005
„Louise“ ist Cristoms ältester Weinberg. Eine flache Südhanglage auf den Eola Hills über dem Willamette Valley, dicht bepflanzt mit bestem Rebmaterial auf vulkanischem Boden (Ritner soil), benannt nach Pauls Großmutter. Es gibt nur wenige Kisten dieser großen Estate-Reserve, denn für seinen besten Wein im Keller wählt Steve Doerner auch nur die besten Fässer der Lage aus. Zu 30 % hat er das Lesegut nicht entrappt, also auf Stiel und Stengel vergoren. Wilde Hefen hat er wie immer dazu benutzt und viel Zeit hat er dem Wein anschließend auf der Vollhefe gewährt. 18 Monate reifte „Louise“ im zu 30 % neuen Holzfaß, bevor sie unfiltriert gefüllt wurde. „Louise“ ist ein dicker, farblich dichter und dunkler Pinot Noir, der ein exotisches Bukett verströmt, das Eindruck macht. Cassis, reife Pflaumen, Zimt, Kardamom und feinstes würziges Edelholz mit einem zarten Hauch von Teer und grünem Tee. Ein ziemlich opulenter Stil von Pinot Noir steht vor einem im Glas. Auf der Zunge entwickelt sich der Wein zu warmem, feinem, edlem Kaschmir-Gefühl, wirkt weich und cremig und umhüllt die Zunge mit sanfter, aber dichter Struktur, in der genau die richtige Dosis Säure für Frische, Haltbarkeit und Zukunft sorgt. Am Gaumen klingt der Wein lange und weich nach und läßt kaum Ansprüche offen. Einzig der hohe Alkohol könnte stören, wird aber so gekonnt gepuffert durch die Substanz des Weines, daß er geschmacklich kaum in Escheinung tritt. Großer Pinot klassisch oregonischen Zuschnitts. Die Lage „Jessie“ stammt von burgundischen, aber auch wurzelechten amerikanischen Pinotklonen, die in hoher Dichte auf Ost-Südost geneigter Hanglage gepflanzt wurden. Die kühle Lage, stets dem Wind des Pazifik ausgesetzt, liefert kleine, konzentrierte Beeren, die einen besonders dunklen, intensiven Wein von expressiver Fruchtqualität hervorbringen. Ein Hauch floralen Blütenduftes durchzieht sein komplex duftendes Bukett, das auf der Zunge in fast explosive Fülle reifer blauer und schwarzer Früchte mündet. Der Wein hat mächtiges Gewicht, macht Druck auf der Zunge, breitet sich warm und kühl zugleich im gesamten Mundraum aus und erzeugt dabei ein samtiges Gefühl in weicher, seidiger Textur. Dieser Pinot käme nicht aus Oregon, wäre da nicht jene erfrischende Ader präsenter Säure auf der Zunge, die Frische signalisiert und Jugend, und den Wein in hoher Präzision über die Zunge zieht, wo er in langem, glücklich machenden Finish ausklingt. Der eindrückliche Lagen-Pinot ist lang im Nachklang, sehr lang, und mit allen Ingredienzien ausgestattet, die langes Leben garantieren: reife Gerbstoffe, dichte Struktur, feine Holzintegration und raffiniertes Muskelspiel vereinen Kraft und Saft mit Spiel und Finesse. Ein großer Oregon-Pinot, der auch eingefleischte Bordeaux-Trinker nicht unglücklich hinterläßt.
USA : Santa Barbara County : Au Bon Climat
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2004
USA : Napa Valley : Long Meadow Ranch
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2003
Cathy Corison hat im extremen Jahrgang 2003 ganze Arbeit geleistet. Der Wein trägt deutlich ihre Handschrift. Auf den hoch oben auf dem Mayacamas Mountain gelegenen Weinberg der Ranch, der 1872 angelegt wurde und erst 1990 wieder regeneriert wurde, gelang ihr in enger Kooperation mit Frank Leeds, dem legendären Öko-Pionier Kaliforniens, der die gesamte Landwirtschaft der Long Meadow Ranch leitet, ein bemerkenswert eleganter und frischer Cabernet, der geradezu animierend trinkig ausfiel. Ihn durchziehen angenehm kühle, fast blau wirkende Adern und dem expressiven Bukett entströmen Zeder- und reife Fruchtaromen, ein Hauch Kaffee und getrockneter Tee, Tabak und reife schwarze Früchte. Dieser Cabernet riecht und schmeckt deutlich anders als andere in Napa. Er wirkt ungewöhnlich natürlich und macht Spaß, weil er nicht mehr sein will, als er ist, schmeckt deftig und fein zugleich. Kein Schönling, sondern ungeschminkter Naturbursche. Wenige Prozent Cabernet Franc sorgen für die ganz persönliche Note; kühle aber kraftvolle Gerbstoffe stecken in weichem, aber ziemlich massiv wirkenden Tanninkorsett. Man meint fast erdige Noten zu riechen und zu schmecken, komplexe tiefgründige Mineral- und Gesteinsdüfte entsteigen dem breiten Bukett. Bekömmlich im Alkohol wie wenige Weine dieses extremen Jahrgangs empfiehlt sich der 26 Monate im Holzfaß ausgebaute, spontan vergorene Gaumenschmeichler als Traumpartner zu Lamm, Rind und Wild vom Grill. Auch eine gute Zigarre begleitet er sensibel und genüßlich.
USA : Napa Valley : Long Meadow Ranch
Weißwein : Sauvignon blanc : 2006
Kalifornischer Sauvignon Blanc schmeckt in aller Regel mehr nach Chardonnay als nach Sauvignon. Ein paar wenige Ausnahmen bestätigen diese Regel. Eine davon ist der spritzig frische Sauvignon Blanc von „LMR“, der so animierend daherkommt, so leicht und angenehm fruchtig, daß man sofort an den Herd hechten möchte, um Fisch und Gemüse in die Pfanne zu kriegen, nach denen dieser prächtige Koch- und Genußwein förmlich schreit. Ein Essensbegleiter par excellence also. Genau das war der Beweggrund für Weinmacherin Ashley Heisey. Von einem berühmten Weinberg in Rutherford bekam sie die Trauben, selbstverständlich ökologisch zertifiziert. Einen Teil des Mostes vergor sie in neutralen französischen Barriques, den anderen im Edelstahltank. Um die Frucht zu bewahren benutzte sie Reinzuchthefen für die Vergärung, doch ließ sie den Wein bis April auf der Vollhefe liegen. Das Ergebnis? Ein Wein von brillanter glanzheller Stroh-Farbe. Im Duft florale Aromen, reife Melone, aber auch Ananas, frische Kokosnuß und Pfirsich, unterlegt von animierend frischen grünen Düften wie Seetang und Gras. Seine bekömmlich weiche Säure klingt in frischen Kiwi- und Apfelaromen aus, er wirkt saftig und pikant in seiner Leichtigkeit und Frische, rund und cremig, aber spritzig und mundwässernd appetitlich zugleich. Der perfekte Begleiter zu sommerlichen Salaten und Vorspeisen, zu frischen Gartengemüsen, zu Fisch und zu Gerichten, in denen frische Kräuter aromatische Akzente setzen.
USA : Sonoma / North Coast : Laurel Glen Vineyard
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 1998
1998 war ein kühler Jahrgang in Kalifornien, der kein gutes Image genießt. Doch wer Bordeaux kennt und liebt, der wird mit Laurel Glens feinem und raffiniert kühlem Cabernet des Jahrgangs großes Vergnügen haben. Noch zeigt sich sein Tanningerüst etwas rauh und kernig auf der Zunge, er offenbart aber bereits weit mehr schmelzige Fülle als jeder Bordeaux des gleichen Jahrgangs, und sein feines Korn im dichten, kühl wirkenden Gerbstoffkorsett weiß durch Fülle und würzige Dichte zu überzeugen. 1998 „Laurel Glen“ ist ein erstaunlich „europäisch“ wirkender Kalifornier für Leute, die noch etwas Geduld aufbringen und gerne guten Bordeaux trocken. Wenn der Jahrgang in drei bis vier Jahren beginnende Reife zeigt, wird er zu überzeugen wissen und die Vorurteile gegenüber dem „kleinen Jahrgang“ endgültig ad absurdum führen. Weine wie dieser sind der beste Beweis für den nichtssagenden Charakter von Jahrgangstabellen.
USA : Santa Barbara County : Au Bon Climat
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2003
Schön, daß wir von einem Weinberg wie „Sanford & Benedict“ drei verschiedene Jahrgänge anbieten können. So kann man den Einfluß des Klimas erleben und nachvollziehen. Vorausgesetzt, man läßt sich darauf ein. Dann wird man feststellen, daß dieser berühmte Weinberg im Santa Ynez-Valley unabhängig vom Jahrgang einen ausgeprägt eigenständigen Charakter besitzt, der seine Weine unmißverständlich prägt. Es gibt eben doch so etwas wie Terroir in Kalifornien. Im heißen Jahr 2003 gab es zwar unzählig viele stumpfe, müde und heiße Weine, doch es gibt auch exzellente, saftige, reife und typisch opulente Weine wie diesen, der dem Jahrgang zur Ehre gereicht und beweist, daß viele Winzer die Kapriolen des Jahrgangs nicht beherrschten, er aber das Potential bot, exzellente Weine zu machen mit ausgeprägtem Jahrgangscharakter. Jim Clendenens Interpretation des Sanford & Benedict-Jahrgangs 2003 beweist durch die niedrigen Erträge des Jahrgangs dicke Konzentration; ihm gelang ein ungewöhnlich mächtiger und warmer „Sanford & Benedict“-Pinot, der sich in kräuterwürziger, wilder Pracht präsentiert. Dunkle reife Fruchtaromen, warum und süß im Bukett, mit reifen Erdbeeren, Schwarzkirschen, Lakritze und einem Hauch Gummi, mit Nelken in sommerlicher Kräuterfülle und dem charakteristisch vegetalen Lederprofil, das diese Lage am Pazifik offensichtlich selbst in heißen Jahren ablegen kann. Ein opulent würziger Pinot von muskulöser warmer Struktur, eher breit als präzise, eher barock als klar definiert, und dabei trotzdem zart beseelt und fein. Nur noch wenige Flaschen verfügbar.
USA : Santa Cruz : Ridge Vineyard
Rotwein : Zinfandel = Primitivo : 2004
Unter Zinfandel-Fans, die es ja nun auch bei uns inzwischen reichlich gibt, stellt sich jedes Jahr aufs neue die Frage: „Geyserville“ oder „Lytton Springs“? Auch wir schwanken immer hin und her zwischen der etwas distinguierteren „kühleren“ Version „Geyserville“, die wir in wärmeren Jahrgängen bevorzugen, und dem eher exotischen, prächtig opulenten „Lytton Springs“ aus Sonoma, den wir in kühleren Jahrgängen sehr schätzen. Wie dem auch sei: „Lytton Springs“ ist Ridges legendäre Zinfandelcuvée, die von einem der ältesten Weinberge Kaliforniens stammt, die Reben sind 100 und mehr Jahre alt, und deshalb fast schon sprichwörtliche Konzentration an Aromen und Extraktion ins Glas und auf die Zunge spült. Der Jahrgang 2004 vermittelt dem mächtigen Wein überwältigendes Schwarz- und Brombeerbukett, durchsetzt mit Cassisduft, getrockneten Kräutern, schwarzen Oliven, Zedernholz und Tabak. Sein schokoladiger Touch im Mund stammt von der Petite Syrah und amerikanischer Eiche bester Machart und seine junge Kraft entfaltet sich jetzt schon in überschwenglich exotischer Fruchtwürze. Dem Wein entströmt der Zauber orientalischer Basare, weshalb „Lytton Springs“ eine der Legenden in Sachen Zinfandel ist. Ein großer Jahrgang. Ein Wein von großer Persönlichkeit. Weinerlebnis pur. 76% Zinfandel, 18% Petite Sirah und 6% Carignan, gefüllt im Januar 2005, markieren die zwanzigste Ernte dieses Inbegriffs eines großen Zinfandels. Der Jahrgang 2003 war für Zinfandel sehr speziell. Selten nämlich reifen alle Trauben am Stock so gleichförmig und zur gleichen Zeit aus, wie in diesem heißen Jahrgang, der eine ungewöhnlich kleine Ernte ergab. Selten auch wies Zinfandel so präsente Tannine aus winzig kleinen Beeren auf, daß Paul Draper erstmals beschloss, über die Hälfte der Trauben nicht zu entrappen, um weitgehend auf externe Extraktion verzichten zu können. Nach der Milchsäuregärung wurden nur die besten Partien ausgewählt, die zwölf Monate in Fässern ausgebaut wurden, um schließlich mit einer leichten Eiweiß-Schönung zur Harmonisierung der Tannine gefüllt zu werden. 2003 liefert eine köstliche Stilistik „Lytton Springs“. Selten war dieser Wein so charmant, so fruchtbetont, so lecker und harmonisch, seine Fans werden jubeln. Trinkbar heute, wird er sich über die kommenden acht bis zehn Jahre zu voller Pracht entfalten. Ein Traum von Zinfandel, auf den viele unserer Kunden schon sehnsüchtig warten – hier ist er. Unter Zinfandel-Fans stellt sich jedes Jahr aufs neue die Frage: „Geyserville“ oder „Lytton Springs“? Auch wir schwanken immer hin und her zwischen dem etwas distinguierteren „kühleren“ Geyserville, den wir in wärmeren Jahrgängen bevorzugen, und dem eher exotischen, prächtig opulenten „Lytton Springs“ aus Sonoma, den wir in kühleren Jahrgängen schätzen. „Lytton Springs“ ist Ridges legendäre Zinfandelcuvée von einem der ältesten Weinberge Kaliforniens. Die Reben sind 100 und mehr Jahre alt und sorgen für sprichwörtliche Konzentration. Der Jahrgang 2004 hat sich bis jetzt nicht so entwickelt, wie wir uns das wünschen. Vermutlich braucht er noch Zeit. Kantig, kurz und rauh, wirken seine Gerbstoffe noch als kurze, mehlige Komponente im Mund. Doch wir verzweifeln nicht, wollen Ihnen aber ganz offen mitteilen, daß wir im Augenblick den 2003er bevorzugen, der einfach hinreißend schmeckt und so ist, wie er sein soll. 2004 muß noch liegen und reifen. An sich ist es der größere Jahrgang mit dem größeren Potential. Die Zukunft wirds zeigen.
USA : Zinfandel : Turley Cellars
Rotwein : Zinfandel = Primitivo : 2004
„Duarte“, ein Turley-Wein von besonderer Ausstrahlung. Der Weinberg ist bepflanzt mit hundertjährigen Reben, liegt im Contra Costa County nordwestlich von San Francisco und sieht aus wie ein Strand, der mit Reben bepflanzt wurde. Ich habe so etwas noch nicht gesehen. Eine tiefgründige Sandbank, auf der uralte Zinfandel-Reben stehen. Daß Sandboden so eine Intensität an Aroma und Geschmack entwickeln kann, war mir nicht bekannt. Dem dichten, warmen Bukett entströmen intensive reife Erdbeer-Aromen, oder ist es Erdbeermarmelade? Schwarz und undurchdringlich steht der Stoff im Glas, mit der typischen Konzentration alter Reben. Mit zunehmender Oxidation entwickeln sich blaue Aromen, Blaubeeren, Tabak, kühler Rauch und wertvolle Holzaromen. Ein spannender, sehr dichter Zinfandel von eigener Ausstrahlung, der wertvoll riecht und schmeckt. Ist vermutlich nur singulär zu genießen, der Wein wirkt so, als würde er feinen Speisen keine Chance neben sich lassen. Großer Jahrgang, nur noch wenige Flaschen.
USA : Washington State : L´Ecole No. 41
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 1998
USA : Santa Barbara County : Podere del Olivos
Jim Clendenen, der bekannte Eigner von „Au Bon Climat“, experimentiert unter dem Etikett "Podere del Olivos" mit zahlreichen alten und ungewöhnlichen Rebsorten. An italienischen Varietäten haben es bislang nur Barbera und Teroldego auf Flasche geschafft. Die aber beweisen hochkarätiges und vor allem eigenständiges Niveau und haben sich auch bei uns einen festen Fankreis erobert, der ihnen begeistert über die Jahre folgt. Jims Barbera zeichnet sich durch eigenständigen Charakter und erstaunliches Niveau aus, so daß selbst eingefleischte Italienliebhaber immer wieder staunen, wenn sie z. B. diese Barbera des großen Jahrgangs 2005 im Glas haben. Jims „Bricco buon Natale“ stammt von Rebmaterial, das Elio Altare besorgte und beeindruckt mit saftiger, weicher Mitte auf der Zunge, erfüllt von tiefgründiger, beeriger, typisch kalifornischer Würze, eingebettet in massive, aber geschmeidig feine Gerbstoffe mit einer Fruchttiefe im Geschmack, wie man sie von Barbera kaum kennt. Irgendwie erinnert der Wein im Trunk an hochwertigen Bordeaux. Packende Würze und tiefgründigen Schmelz vereint dieser Exot in beeriger warmer Tiefe in der Frucht, wie man sie vom piemontesischen Original nicht kennt. Jims Version macht richtig Spaß als anspruchsvolle, etwas exotisch wirkende Ausgabe einer Barbera, die deutlich interessanter und vielschichtiger schmeckt als viele maßlos enttäuschende, weit teurere Nobelversionen aus Original-piemontesischer Produktion. Und das zu weit günstigerem Preis. Wer hätte das gedacht! Selbst eingefleischte Italienliebhaber werden staunen, wenn sie diese erwachsene Barbera aus großem Jahrgang im Glas haben. Jims „Bricco buon Natale“ gefällt durch saftige Mitte auf der Zunge, erfüllt von tiefgründiger, beeriger, typisch kalifornischer Würze, eingebettet in massive, aber geschmeidig feine Gerbstoffe mit Fruchttiefe im Geschmack, wie man sie von Barbera kaum kennt. Irgendwie erinnert der Wein an hochwertigen Bordea ux, besitzt aber mehr Würze und Schmelz, mehr beerige Tiefe in der Fucht, als sie das piemontesische Original jemals haben wird. Er macht Spaß als etwas exotisch wirkende Ausgabe einer Barbera, die interessanter wirkt als viele maßlos enttäuschende, aber weit teurere Nobelversionen aus Original-piemontesischer Produktion.
USA : Santa Barbara County : Au Bon Climat
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2004
„La Bauge au dessus“ ist Jim Clendenens eigener Block im legendären Bien Nacido-Vineyard, dem größten Weinberg Santa Barbaras. Vor über zehn Jahren kaufte er die Parzelle im höchsten und besten Teil des Weinbergs und pflanzte dort eine Selektion hochwertiger Dijonklonen, die ihm seitdem exemplarischen Bien Nacido-Pinot liefern. Trocken im Körper, intensiv duftig mit den typischen Kräuter- und Kirschnoten im Bukett, die alle Weine dieses Weinberges markant prägen. Zimt und Nelken im Duft, würzig im beerigen Geschmack, der kühles Mundgefühl von kristalliner Intensität auslöst, guten französischen Pinots der Côte de Beaune ähnlich. Der warme Jahrgang 2004 ist nicht nur für eine ungewöhnlich charmante Gerbstoffstruktur verantwortlich, sondern auch für die remarkable Konzentration und frühe Trinkbarkeit dieses sensiblen Charmeurs. Ein samtiger, schmelziger Pinot, der sich in drei bis vier Jahre auf dem Reifehöhepunkt befinden wird und dann sprichwörtlichen Pinot-Genuß liefern wird. Ein hochwertiger charaktervoller Lagen-Pinot für die gestreßte Seele zum Preis wie ab Weingut. Dem Dollar sei Dank!
USA : Napa Valley : Madrona Vineyard
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2000
Keiner ist wie David Abreu. Er verantwortet alle, wirklich alle großen Weinberge des Napa Valley, er plant sie, legt sie an und pflegt sie dann auch. David Abreu gilt weltweit als einer der besten Weinbergs-Manager. Hier sein eigener Wein, weltberühmte Legende ,extrem rar, hier die allerletzten Restflaschen. Die einmalige Gelegenheit, ihn unter Weingutspreis kennenzulernen.
USA : Santa Barbara County : Au Bon Climat
Weißwein : Chardonnay : 2005
Ein weiterer Geburtstagswein zum 25jährigen von Au Bon Climat auf dem großen Jahrgang der Central Coast. Hier, im netten kleinen Städtchen Los Alamos am südlichen Ende des Foxen Canyons, begann alles für Jim Clendenen und seinen damaligen Partner Adam Tolmach (heute Ojai Vineyards). Hier beschlossen sie 1982 gemeinsam Wein zu machen und eine Winery zu gründen. In alten ausgedienten Milchcontainern begannen die beiden mit gekauften Trauben ihre ersten Weine zu produzieren. Zuvor waren sie einige Jahre unterwegs gewesen in der Welt des Weines. In Burgund hatten sie gearbeitet, bei verschiedenen Domainen über zwei Jahre Erfahrungen gesammelt. Und nun sollte von den Trauben dieses Weinberges der erste Wein entstehen. Was die beiden Pioniere damals nicht wissen konnten, ist, daß sie damit einen Boom einleiteten, der zwar erst fünfzehn Jahre später einsetzte, doch ihr Gespür für das Potential der Region wurde bestätigt. Heute ist Santa Barbara County die boomendste Weinregion gesamt Kaliforniens. Dank Jim Clendenen und Adam Tolmach. Der Wein? Testen Sie selbst, was heute aus jenem Weinberg kommt, mit dem in Santa Barbara, respektive Los Alamos, alles begann. Es lohnt sich sehr, soviel sei gesagt, zumal zu derart historisch fairem Preis. Den Rest überlassen wir Ihnen. Ein bißchen Geburtstagsüberraschung darf schon sein.
USA : Santa Barbara County : Au Bon Climat
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2004
Jim Clendenen widmet Tochter Isabel und Sohn Knox Alexander zwei grundverschiedene Pinot Noir-Cuvées. Dicht und eher opulent sieht er Sohn Knox Alexander im Wein. Ihm widmet er einen breiten und samtigen Pinot Noir, der kraftvolle Schultern zeigt und voller reifer Beerenaromen und intensiver Blütendüfte steckt. Orientalische Vanille- und Gewürznoten sorgen für hedonistische Umrahmung. Aus hochwertigen Dijon- und altem kalifornischem Rebmaterial aus dem höchsten Teil des Bien Nacido-Weinbergs bereitet Jim diesen Pinot für seinen Sohn, der seinen Wein allmählich zu würdigen weiß. Der Jahrgang 2004 steht charmant, zugänglich und eindrucksvoll dicht im Mund und ist kraftvoll und samtig zugleich bereits mit Vergnügen zu trinken. Ein typischer 2004er Pinot, der aber noch Potential für Jahre in sich. Ein ziemlich großer, voluminöser Typ von Pinot für einen kleinen Mann, der sich mit jedem Premier Cru der Côte de Beaune messen kann, obwohl er weit weniger kostet.
USA : Sonoma / North Coast : Laurel Glen Vineyard
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 1999
Ein großer „Laurel Glen“. So gut, daß wir jede Flasche kauften, die wir kriegen konnten. 1999 brachte einen der großen Laurel Glens der fünfundzwanzigjährigen Geschichte des Weingutes hervor. Doch lassen wir Patrick Campbell selbst zu Wort kommen: „1999 was a wonderful year with an Indian summer. The first year we really paid attention to acid levels and just let the sugars rise to the levels necessary to achieve acid balance. We did extensive green harvest, had a very late spring and did very selective pickings. 5% shrivel, lots of dried and fallen leaves. The wine is of very high quality, is very rich, almost huge and delicious to drink today.“ Dem fügen wir nichts hinzu, damit ist alles gesagt. Nur noch wenige Flaschen verfügbar!
USA : Zinfandel : Nalle Winery
Rotwein : Zinfandel = Primitivo : 2005
Billiger Zinfandel ist ein Graus. Doch auch teurer Zinfandel kann uns Europäer in die Flucht schlagen, dann nämlich, wenn er so ausfällt, wie ihn der Amerikaner schätzt: hochalkoholisch, extrem spät gelesen und deshalb mächtig, dick und fast süß wirkend, also bar jeglicher Frische und Trinkbarkeit. Derartige Weinmonster bekommen drüben nach wie vor viele Punkte, hier mag das kaum noch jemand trinken. Doug Nalles betörend gelungener Jahrgang 2005 liefert Zinfandel, wie wir ihn mögen. Er legitimiert den Import ins alte Europa mit seidiger Dry Creek Valley-Stilistik. Hundertjährige Reben liefern die Grundlage, die Doug Nalle auf seine typisch sensible und schonende Weise umsetzt in duftig aromatischen, die Zunge sanft streichelnden Zinfandel von burgundischer Transzendenz. Doug Nalle schafft, was nur wenige schaffen: Sensibel kitzelt er die aromatische Ästhetik der Rebsorte heraus, die Transparenz und Feinheit, die Zinfandel so nur im trockenen Dry Creek Valley nördlich von Sonoma entwickelt. Seinem Wein geht übrigens auch der übliche Alkoholexzess ab und er reift über viele Jahre ausgezeichnet. Zinfandel wie er einst war und wie er sein kann.
USA : Santa Barbara County : The Ojai Vineyard
Rotwein : Syrah = Shiraz : 2000
„Roll Ranch“ wirkt ultraweich in seiner milden, opulent barocken Säure, umrahmt von reifen Pflaumennoten in dicht gepackter Textur. Sein Alkohol macht ihn warm, opulent und süß. Ein riesiger Syrah von mächtiger Dimension, dem Feinheit ebenso abgeht wie Ecken und Kanten. Der athletische Muskelprotz fällt auf eigenständige und originelle Art würzig und exotisch aus, wirkt eindrucksvoll reif und entspricht nicht dem üblichen Stil von Ojai. Es ist aber schön, daß Helen und Adam Tolmach jeden Wein sich selbst überlassen, ihn nicht zu etwas "machen", ihm nicht einen Stempel aufdrücken, der ihm nicht steht. So ist ihr "Roll Ranch"-Syrah des Jahrgangs 2000 ein kraftvoll muskulöser Naturwein geworden, der in den kommenden zwei bis vier Jahren etwas exaltiertes, aber genüßliches Weinerlebnis garantiert. Nur noch wenige Restflaschen.
USA : Santa Barbara County : The Ojai Vineyard
Rotwein : Syrah = Shiraz : 2004
Ojais Syrah des famosen Jahrgangs 2004 aus dem "Stolpman Vineyard" startet eindrucksvoll strukturiert auf der Zunge. Im Duft offenbart er typisches Syrah-Bukett, zugänglich, seidig, satt, fett und opulent. Im Mund stößt man auf feinkörnige Tannintextur, die einem bedeutet, sich doch noch zu gedulden. Zwei Seelen wohnen in diesem Wein. Ich habe selten zwei so verschiedene Geschmackscharakteristika und Alterszustände in ein und demselben Wein erlebt. Neben seiner eindrucksvollen Größe, mit der er nicht geizt, ruht in diesem Wein ein Kern, der sich freiwillig nicht öffnen will. Ein im Sinne des Wortes großer, mächtiger Syrah, der Konzentration und Frische des großen Jahrgangs ebenso in sich trägt, wie er mit kühler Mineralität am Gaumen spielt, die für Kalifornien ungewöhnlich ist. Man darf gespannt sein. Vier bis fünf Jahre wird er wohl noch brauchen, meint Adam.
USA : Napa Valley : Spottswoode Estate
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2004
Beth Novak-Milliken war nicht nur viele Jahre Präsidentin der Winzervereinigung von Napa Valley, sie stellt auch seit knapp zwanzig Jahren einen der, im Sinne des Wortes, "schönsten" Cabernets des berühmtesten Weintales der Welt her (der übrigens zertifiziertem Ökoanbau entstammt!).
Hauptmerkmal ihrer Stilistik ist eine Qualität an Gerbstoffen, die auf in der Tat einmalige Art und Weise raffinierte Finesse mit Präsenz und Dichte kombiniert. Seidig, dicht und mächtig spült der Wein in den Mund, benetzt alle Geschmacksnerven mit würziger Fruchtdichte und satter Gerbstoffpräsenz, fängt aber sogleich an wieder abzuschmelzen, wird fein am Gaumen und setzt eine faszinierende Würzaromatik frei, die durchsetzt ist mit frischen Schwarzkirsch-, reifen Pflaumen- und orientalischen Gewürzaromen. Selten erlebt man derart perfekte Gerbstoffdichte, die so viel Information so fein und subtil, so unauffällig, weil perfekt, und so präsent verteilt und in sich trägt. "Spottswoode" ist faszinierender Stoff für fortgeschrittene Gerbstoffanalysten, für die sich Weinqualität vor allem in der Qualität der Gerbstoffe manifestiert, statt in simpler Kraft und Überkonzentration. "Moderne" Napa-Valley-Weine reizen vor allem mit Extraktion und Gewalt die Sinne, Nachhalt und Raffinesse sind hier noch immer wenig gefragt. Es wundert deshalb nicht, daß ein Robert Parker diesen Wein chronisch unterbewertet. Man sollte das als Kompliment nehmen, und als Beweis für seine weit über dem Markt stehenden Qualitäten. Wir sind stolz auf den Vertrieb dieses erklärten Lieblingsweines aus einem der größten Jahrgänge Kaliforniens, den wir übrigens gut 30 % billiger anbieten können im Vergleich zum ursprünglich kalkulierten Preis – dem Euro und der schwierigen Situation auf dem inneramerikanischen Markt sei Dank!

USA : Central Coast : Calera Wine Company
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2004
Calera´s Mills-Weinberg, benannt nach Everett Mills, der als Nachbar während der Entstehungsphase viel Beistand und Hilfe leistete, ist die jüngste der legendären Lagen. Sie wurde 1984 auf einem flachen Südhang angelegt. Mills-Pinots zeichnen sich durch burgundisch wirkende Transparenz und Süße aus, würzig, fast ein wenig rauchig, mit deutlichem Zedernaroma, unterlegt von Kirsch- und Beerennoten, angereichert mit reifer Pflaume und kühlem Tabak. Schwarze Oliven- und bittere Schokoladenanklänge sorgen für Frische in Duft und Geschmack. Die richtige Dosis Säure paßt zum etwas markanter auftretenden Tannin, das samtig satten Körper definiert. Er garantiert dem komplexen, anspruchsvollen Pinot langes Leben. Dunklere Farbe, intensiv fruchtbetontes Bukett und dichte Struktur unterscheiden Mills als etwas fetteren, dafür etwas weniger eleganten Pinot von den anderen Lagen Caleras. Die "männliche" Variante sozusagen, für Bordeaux- und Cabernetfreunde.
USA : Central Coast : Calera Wine Company
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2004
Der Jensen-Weinberg, benannt nach Josh Jensens Vater Stephen, wurde als erster Calera-Weinberg 1975 auf steilen Hanglagen am Mount Harlan angelegt. Seine Erträge sind die niedrigsten aller Calera-Einzellagen, sie entstammen ungewöhnlich kleinen, hocharomatischen Beeren. Jensen-Pinots beweisen prägnanten und reproduzierbaren Fruchtcharakter, der sie von den anderen Lagen unterscheidet. 2004 präsentiert sich "Jensen" als verblüffend zugänglich und offen in einem Bukett, das förmlich strotzt vor reifen Beeren- und dunklen Gewürzaromen. Cassis und fleischige Rauch- und Specknoten vermischen sich zu einem komplexen Dickicht erdiger, würziger, süßer Duftnoten, die sich in dichter, kompakter Struktur auf der Zunge öffnen. Feine Säure sorgt für Frische und sensationelle Balance im Mund. Lange klingt der Wein nach am Gaumen, reich, rund, saftig, vielschichtig, süß und differenziert. 2004 dürfte sich als sehr entwicklungsfähig erweisen, ab 2010 würden wir ihn in beginnender Perfektion genießen.
USA : Santa Barbara County : Au Bon Climat
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2005
2005 rechtfertigt seinen Ruf als großer Jahrgang auch in diesem Wein. Er bringt bei etwas niedrigerem Alkohol weit prononcierter Säure auf die Zunge als der charmant zugängliche Vorgängerjahrgang 2004. Seine Gerbstoffe, ebenfalls deutlicher spürbar im Vordergrund, werden wohl ein paar Jahre benötigen, um in Samt und Seide aufzugehen. Dichtes Rückgrat zieht sich durch den Wein als spannende Mischung aus feinkörniger Gerbstoffülle, die intensive Würze und Aromenpracht über die Zunge transportiert, und einer Säure, die man kaum wahrnimmt, die aber doch vorhanden ist, weil sich der Wein als derart dichte Packung darstellt, daß es fast unmöglich ist, ihn in seinen vielfältigen Komponenten, die alle präsent sind, zu beschreiben. Auf jeden Fall ist dieser Knox Alexander der dichteste und gewichtigste, den ich bisher probiert habe. Deshalb auch hat ihm Jim weit weniger neues Holz gewidmet, was seinem Spiel in Frucht und Süße wohl bekommt, denn so hält sich die Würze des Holzes angenehm im Hintergrund und die traubeneigenen Gerbstoffe agieren gekonnt integriert im Vordergrund. Ein Riese von Pinot, der schon heute immenses Trinkvergnügen beschert. Mal sehen, was daraus wird. Auf jeden Fall hat dieser famose Wein aus großem Jahrgang das Zeug zum heimlichen Star in jedem Weinkeller. Ein Pinot Noir für Konzentrationsfans und Bordeaux-Trinker. Schön, daß so ein großer Jahrgang auf einen historisch niedrigen Wechselkurs fällt. Burgunder, zieht Euch warm an!
USA : Santa Barbara County : Au Bon Climat
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2005
2005 war in ganz Kalifornien ein Jahrgang von historischer Qualität. Jim Clendenen, der nicht zu Übertreibungen neigt, bezeichnet ihn als den besten seiner Karriere. Deswegen bieten wir aus diesem Jahrgang besonders viele seiner Weine an. Da 2005 auch der 25. Jahrgang von Au Bon Climat ist, hat Jim ein paar Weine produziert, die an seine Anfänge erinnern. So z. B. diesen Pinot seiner Reihe „Historic Vineyard Collection“. Jim hat den Bien Nacido Vineyard, einen der größten Weinberge der Central Coast, berühmt gemacht. Ihm verdankt Familie Miller, der der Bien Nacido Vineyard gehört, sehr viel. Heute ist es einer der berühmtesten und besten Weinberge Kaliforniens, aus dem rund achtzig Wineries und Winemaker Trauben beziehen. In dem rund 500 Hektar großen Weinberg hat sich Jim einige der besten Parzellen gekauft, die er als „La Bauge Estate“ vermarktet; sie liegen ganz oben am Hang eines Berges, von dem aus man den nahen Pazifik sehen kann. Im Bien Nacido Weinberg herrschen extreme Temperaturgefälle. Tagsüber wird es sehr warm, nachmittags dreht der Wind und kommt dann vom Pazifik; in der Folge fallen die Temperaturen um bis zu 15°C, es wird empfindlich kühl. Diese Temperaturschwankungen bestimmen den Charakter der Weine dieses legendären Weinberges. Würzige Kühle und kraftvolle Substanz in dichter Gerbstoffpackung offenbart denn auch Jim Clendenens Jubiläumswein, den er aus Trauben verschiedener Weinbergspartien kelterte. So schmeckt kein einziger Pinot Noir aus Europa. Dezente Paprikanoten signalisieren die Kühle der Nächte, Zimt, Nelken und andere orientalische Gewürze stehe für die Wärme der Tage; dichte, saftige Gerbstoffe gleiten seidig und präsent dicht über die Zunge, wirken dort kühl und ganz schön kraftvoll und stehen für den großen Jahrgang. Spontan vergoren, kalt vormazeriert und dann in gebrauchten Barriques ausgebaut, hatte der Wein viel Zeit im Keller, um seine kompakte kühle Packung zu harmonisieren. Jims Weinbergs-Edition zum 25. Geburtstag seines Au Bon Climat trinkt sich schon heute sehr angenehm, dürfte sich aber über die kommenden 5-8 Jahre perfekt entwickeln. Ein memorabler Pinot, der beweist, daß es in Kalifornien so etwas wie Ursprung und Herkunft, also „Terroir“, gibt, denn so spezifisch, wie dieser Bien Nacido-Pinot riecht und schmeckt in Kalifornien kein anderer.
USA : Napa Valley : Madrona Vineyard
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2000
David Abreu beweist schon fast magische Konstanz in der Qualität seiner Weine. Selbst im Jahrgang 2000 versteht er es, mächtig dichte Konzentration und erfrischende Tiefe in seinen Wein zu transferieren. Niemand im Napa Valley beherrscht die Arbeit am Rebstock so wie dieser Magier der Reben. Sein Jahrgang 2000 besticht durch Gänsehaut bereitende Trinkbarkeit. Wie dicker Samt läuft der Wein über die Zunge, dichte kühle Fruchtfülle offenbarend und intensiv nach reifen Beeren und einem ganzen Strauß an Kräutern duftend und schmeckend. Der Wein wirkt jahrgangsbedingt „leichter“ und „dünner“ als die Jahrgänge 2001 und 2002, doch der Unterschied ist marginal. Ein extremer Wein im besten Sinne: Tief wie wenige, komplex und so vielschichtig, daß man an die Grenzen der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit stößt. Mehr Frucht und Würze, mehr Spiel, sind kaum in eine Flasche zu zwängen. Ein großer Wein. Weitere Jahrgänge von „Madrona Ranch“ und „Thorevilos“ auf Anfrage.
USA : Napa Valley : Corison Wines
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2004
Trifft im Dezember 2007 ein. Beschreibung folgt.
USA : Napa Valley : Forman Vineyard
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2003
Während sich 2003 im Tal des Napa Valley als heißer Jahrgang in warmen und spektakulär dimensionierten Weinen präsentiert, fiel er in Sonoma und auf den Bergzügen links und rechts des berühmten Weintales erstaunlich kühl aus. Dort war die Wachstumsperiode lang, die Trauben konnten gesund ausreifen. Bei Ric Forman am Howell Mountain richtete die extreme Hitzeperiode im August keinen Schaden an, weil danach kühle Temperaturen für Abkühlung sorgten. So reiften die Trauben langsam ihrer Vollreife entgegen. Erstaunlich, wie balanciert und ausgeglichen sich der Jahrgang heute auf Flasche präsentiert. „Balance was the key of the vintage“, meint denn auch Ric Forman. Die Quantität war ungewöhnlich klein, die Qualität aber so ungewöhnlich wie spannend „anders“. Ric Formans 2003er Cabernet ist ein schwarzes, dichtes, voluminöses Monster mit exotischen Sandelholz-Anklängen im Duft, mit würzigen Beeren- und orientalischen Gewürzaromen, rundum gepolstert von wohltuender Weichheit und sinnlicher Fülle, wie man sie von Ric Forman nicht kennt. Balance pur. Ric Forman meint, daß der Jahrgang trotz seiner Zugänglichkeit zum historischen Langläufern werden könnte. Ein Schmeichler mit Zukunft also. Auch das ist Terroir. Nur anders als in der alten Welt.
USA : Sonoma / North Coast : Laurel Glen Vineyard
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2001
2001 entwickelt sich in Nordkalifornien mehr und mehr zu einem historischen Jahrgang. So ergeht es auch Laurel Glens Jahrgang 2001. Dicht gestrickt und engmaschig verwoben, kühl im Trunk, von begeisternder Tanninqualität und intensiver Fruchtqualität, macht dieser Cabernet Gänsehaut wann immer man ihn im Glas hat. Qualität physisch erlebbar. Typisch Laurel Glen, dessen großer Wein einfach nur Zeit braucht. Patrick Campbell, kein Mann der Superlative, bringt es auf den Punkt: „Saturated ruby-red. Dark aromas of blackberry, cassis and licorice. Classy and penetrating, with tangy flavors of red- and blackcurrant. At once dense and bright; solidly structured yet already quite sweet and showy. I've used the term "dead fruit" to describe wines made from overripe, dessicated grapes; this is the opposite of dead fruit. Finishes very long and sappy, with firm but suave tannins. Should reward a decade of additional bottle aging. 2001 is one of my all-time great vintages. It offers elegance and style with a rich underbelly. The vines were in perfect shape, we did extensive green thinning and got a dark red juice with lot´s of balance. It is a great vintage!“ Nur noch wenige Flaschen verfügbar.
USA : Napa Valley : Corison Wines
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2000
2000 gilt in Kalifornien als schwacher Jahrgang. Alles andere als schwach präsentiert Cathy Corison ihren Jahrgang 2000. Er beweist in seiner Tanninqualität einmal mehr herausragendes Niveau. Feinkörnig, weich und seidig sind sie eine Wohltat und transportieren den Wein fast schwebend über die Zunge. Sanft, samtig und harmonisch stellt er sein Licht unter den Scheffel, wirkt wie pures Understatement, und macht Spaß in seiner unkomplizierten, aber anspruchsvollen Trinkigkeit. Ist Schönheit Sünde? Keine Spur von den harten Unreife-Noten des Jahrgangs, die so viele Weine heute derangieren. Statt dessen intensive florale und beerige Cassis- und Schwarzkirsch-, pflaumige Reife- und feine Gewürznoten. Ein Understatement-Cabernet für Kenner, von dem es nur noch wenige Flaschen gibt.
USA : Napa Valley : Corison Wines
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2001
Cathy Corisons 2001er ist ein prachtvoller Wein. Ein großer Jahrgang. Ein großer Wein. Lange warme Tage und kühle Nächte ließen ungewöhnlich dunkle, intensive Farbe aus dicken Beerenschalen gewinnen und gaben dem Wein vielschichtige Aromen und seltene innere Balance mit auf den Weg. 2001 hat das Zeug legendärer Stoff zu werden. Der wenige Regen im Winter verminderte den Ertrag auf natürliche Weise und sorgte für expressive Intensität in Aroma, Struktur und Gerbstoffen, wie sie Napa Valley nur in großen Jahrgängen erlebt. Feine Säure verleiht dem Wein Lebendigkeit und Frische und trotz seiner massiven Textur und kompakten Tanninpräsenz begeistert er durch Fleisch und Fülle, Pracht und Opulenz. Über der dichten Packung Struktur steht ein ätherisches Bukett von roten und blauen Früchten, von Pflaumen, Schwarzbeeren, Kirschen, Nougat, Schokolade und exotischen Gewürznoten, eingehüllt in florale Veilchennoten und schwarze Oliven vermitteln dichte Mineralität, typisch für den Rutherford Bench. Ein Wein von großer Balance und Eleganz, der einem langen Leben entgegensieht.
USA : Napa Valley : Random Ridge Winery
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2001
Typisch Kalifornien: Fruchtig, aber mürbe in den geschmeidig reifen Gerbstoffen, voller dunkler saftiger Blaubeer- und Johannisbeeraromen. So würden heute gerne Bordeaux der achtziger Jahre schmecken, denen geht aber die attraktive frische Fruchtigkeit im Kern dieses wunderbaren Cabernets ab, der aus Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc besteht. Bordeaux ist nicht Kalifornien. Bill Hawleys faszinierender Natur-Cabernet, der ganz oben auf dem Mount Veeder wächst und gedeiht, ist eine so merkwürdige wie spannende Kombination aus Europa und Amerika. Einer der originellsten Cabernets Kaliforniens, der Freude macht und Freunde. Ungeschminkt, ungeschönt und fast ein wenig wild, will er in keine Geschmacksschublade passen. Random Ridge ist eines der ungewöhnlichen Weingüter der Welt mit Hippie-Etiketten aus der Psychedelic-Zeit. Die letzten paar Kisten bzw. Flaschen zum besonderen Entdecker-Preis für Kenner und Neugierige.
USA : Napa Valley : Forman Vineyard
Rotwein : Cabernet Sauvignon : 2000
Der Jahrgang 2000 fiel auf den Hügellagen über dem Napa Valley ausgesprochen gut aus. Ric Formans Cabernet des Jahrgangs ist weder dick noch fett, sondern wirkt kühl im Mund, fein verwoben, raffiniert, seidig und erinnert deshalb an eher an Bordeaux, denn an Napa. Im reifen Finish meint man die kühlen Adern von Malbec oder Petit Verdot zu sch