aus Kalifornien, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und Deutschland. Weine voller Charakter und Stil, nicht stromlinienförmig konsumentenfreundlich, sondern mit so viel Geschmack und Ausstrahlung wie möglich; authentisch und vornehmlich aus weniger bekannten Regionen: Von der Loire, aus Cahors, dem Bergerac, dem Languedoc-Roussillon, der Rhone, aus Oregon, Washington State und Kalifornien, aus Apulien oder den Marken, von der Mosel oder dem Mostviertel.
Deutschland : Pfalz : Weingut Jürgen Leiner
Rosé : Tempranillo und div. (Cuvée) : 2007
Sven Leiner beweist, daß ökologisch produzierter Rosé nicht nur rein sein kann, sondern auch richtig gut schmeckt. Mittels Tempranillo, Cabernet Sauvignon und Spätburgunder haucht er seinem knackig frisch fokussierten Bio-Rosé appetitlich würziges Leben ein. Geschmacklich spielt der Wein mit den Aromen des Sommers, man freut sich auf ihn, genießt ihn und träumt von warmen Abenden. Unkompliziert ist er, lecker und bekömmlich. Würze, Finesse und Duft verdankt er der Ganztraubenpressung, die Sven Leiner in guter provençalischer Tradition praktizierte, anschließend baute er die Hälfte des Mostes für Würze und Substanz in gebrauchten Barriques aus, die andere Hälfte bewahrte ihre Frucht im Edelstahltank. Und so besitzt der farblich zarte Rosé neben pikanter Frische durchaus seriöse Struktur, die ihn zu allen sommerlichen Küchenherausforderungen ideal harmonieren läßt.
Deutschland : Rheinhessen : Weingut Wittmann
Endlich gibt es ihn wieder, den bereits sehnsüchtig erwarteten „S“-Klasse-Silvaner von Familie Wittmann. Legendäre Größe im Programm, ein echtes Prachtstück von Silvaner, an dem sich viele messen lassen müssen. Seit der Umstellung auf die Biodynamik noch spürbar dichter im inneren Kern, noch präziser in Struktur, Mineralität und Charakter und noch fester und klarer in seiner eindrucksvollen Größe. Der "S"-Klasse-Silvaner des famosen Jahrgangs 2007 ist idealer Begleiter anspruchsvoller Aromenküche, ist Referenz für die Rebsorte und ist eindrucksvoller Genuß, der der Rebsorte Silvaner neue Dimension verleiht, Nicht weicher, geschmeidiger, "netter" und glatter, wie es der Trend will, sondern charaktervoller, dichter und vielschichtiger, verbunden mit einem Höchstmaß an Trinkfreude und Trinkfluß. Haarscharf hat Philipp Wittmann dem Wein Profil zu verleihen gewußt: Komplex im Duft und dicht im Mund, wie man es von Silvaner kaum kennt; langes Hefelager und gekonnte Spontanvergärung vermitteln cremig intensives Mundgefühl und hefig würziges Aromenspektrum, von grünem Curry bis zu frischen Kräutern, von Kardamon bis zu duftig intensiven Blütendüften. Das faszinierende Aromen-Spektrum dieses Lust-Silvaners sorgt für eine „Trinkigkeit“, die Löcher im Glas zu hinterlassen scheint. Eine K&U-Referenz.
Deutschland : Rheinhessen : Weingut Wittmann
Familie Wittmanns Riesling der inzwischen berühmten Lage „Morstein“ kommt als „großes Gewächs“, also als simpler QbA auf den Markt. Der Jahrgang 2006 fiel dabei anders aus als sonst, gewiß aber nicht so, wie ihn das aktuelle Bookazine des Feinschmeckers („Die 750 besten Weingüter in Deutschland 2008“) darstellt. Dort heißt es „das große Gewächs aus Wittmanns Paradelage Westhofener Morstein kommt nicht über durchschnittliche Qualität hinaus, zu dünn ist der Fruchtkörper und zu wenig Substanz bringt der Wein mit, als daß er als Spitzengewächs bezeichnet werden könnte“. Das bedarf des Widerspruchs. In der Tat hat sich, seit sich Vater Günter im Weinberg der Biodynamik verschrieben hat, ein avantgardistischer Paradigmenwechsel ergeben, der die Weine anders schmecken läßt als bisher. Günter Wittmann erzielte z. B. durch biodynamische Hornkieselspritzungen entscheidenden Reifevorsprung von rund zwei Wochen bei identischer physiologischer Reife. Während um ihn herum also die Nachbarn, darunter auch eines der erfolgreichsten Weingüter Deutschlands, noch eifrig mit dem Botrytizid „Switch“ die Fäulnis des Jahrgangs bekämpften, erntete Familie Wittmann die Trauben ihres Morsteins reif und vor allem noch gesund. Statt aber mächtig im Alkohol und mit viel fetter Mitte zu protzen, zieht sich der Wein vornehm auf seine Mineralität zurück, wirkt schlanker als früher, rassiger und konzentrierter in seiner Mineralität, die für kühlen, frischen Kern in der Mitte sorgt, der über die nächsten Jahre ein erstklassiges, mineralisch geprägtes Großes Gewächs definieren wird, das seinen Status voll und ganz erfüllen wird. Nur eben anders, nämlich „biodynamischer“ als bisher. Alle unsere Winzer, die auf Biodynamik umstellten, stellen derartigen Paradigmenwechsel in ihren Weinen fest. Sie werden dichter, rassiger und wirken zunächst schlanker, aber weiß Gott nicht „dünn“. Ihr Alkohol wird von Jahrgang zu Jahrgang moderater und ihre innere Substanz spricht die Sprache der Frische, der Mineralität, der Herkunft. 2006 Morstein ist ein kraftvoller Naturbursche, dicht gepackt auf der Zungenmitte, wo ihn geradezu bissige Mineralität charakterisiert, die absolut trocken wirkt und ein präzises Säurerückgrat in die fordernde Textur integriert. Keine weiche pomadige Fülle, kein modisches Fructose-Parfum, keine im Keller hingetrickste Primärfrucht, statt dessen feinziselierte Natürlichkeit in angenehm gezügeltem natürlichem Alkohol, umrahmt von kantiger Expressivität und einer Komplexität, die der Lage „Morstein“ unverwechselbares Profil verleiht. Aus technisch exzellent gemachten Weinen der Vergangenheit sind Charakterdarsteller, Persönlichkeiten, geworden, die Herkunft und Persönlichkeit wagen und einstige Lagenklassifikationen wieder mit Leben erfüllen.
Deutschland : Rheingau : Weingut Peter Jakob Kühn
Großer Wein braucht Zeit. Deshalb gewähren Angela und Peter Kühn ihren Weinen zunehmend mehr Zeit im Faß und auf der Hefe. Im Jahrgang 2006 definieren die "Drei Trauben" einen großen Doosberg-Riesling von wuchtiger Kontur und selbstbewußter Charakteristik. Rheingau neu definiert und interpretiert. Der Wein beweist Dichte und Mundgefühl in eindrucksvoller Präsenz. Seine exotisch reife Würze und gelbe Aromatik regen assoziativ zum Nachdenken an. Kein schneller Genuß, sondern nachhaltig langsamer Wein, der viel Zeit hatte, zu dem zu werden, was er ist, und noch Zeit braucht, um seine Größe unter Beweis zu stellen. Kühns großer Doosberg macht die Bedeutung der Zeit für Qualität im Wein eindrücklich riech- und schmeckbar. Geschmack wird zu Mundgefühl, Genuß erhält neue Dimension, der Rheingau öffnet seine Grenzen. Provokant mag er sein, dieser Wein, zumindest für Rheingauer Vorstellungen, doch er beweist, was biodynamischer Weinbau und langsamer Ausbau aus einer eher belächelten Lage wie Doosberg machen kann. Individualität auf die Spitze getrieben.
Deutschland : Mosel : Weingut Heymann-Löwenstein
Lieferbar ab September 2008. Uhlen „L“? Weiche Fülle, dekadente Reife und üppige, würzig gelbe reife Aromendichte. Den Autoren des Feinschmecker-Bookazines „Die 750 besten Weingüter Deutschland 2008“ wird dieser Stoff, den sie nicht zu probieren bekamen, kaum munden, obwohl sie über Reinhard Löwenstein schreiben, daß „die Nachhaltigkeit in seinen Weinen an der Mosel einzigartig ist“. Immerhin verdammen sie den Jahrgang 2006 in Deutschland ganz generell auf noch nie dagewesene Art und Weise: „Gerade die trockenen Weine präsentierten sich in ihrer Mehrheit in einer teils katastrophalen Verfassung“ . . . und weiter . . . „stattdessen zeigten sich die Rieslinge vielfach gereift, breit und fruchtarm, mit reichlich Bittertönen und unschönen Botrytisnoten.“ Meinen sie damit diesen Wein? Kein anderer Winzer Deutschlands versteht es, Botrytis so gekonnt in Struktur im Wein zu integrieren, wie Reinhard Löwenstein. Sein „Uhlen“ mit dem „L“ wirkt im Jahr 2006 noch erstaunlich unzugänglich, obwohl er bereits irre Fülle und Länge demonstriert. Die entzieht er kalkhaltigen, fossilreichen Schiefern, die im mittleren steilen Teil des Uhlen deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht ermöglichen; dieses Spannungsfeld scheint dem Wein die wilde Exotik in Duft und Geschmack zu vermitteln. Sensationell reizt dichte Konzentration die Zungenmitte und analytisch pikant wirkt hier die Mineralität. Verhalten und jung scheint der Wein, noch unfertig, kantig und rauh, und doch entfaltet er Länge am Gaumen, bemerkenswerte Dichte und komplexe aromatische Konzentration. Man darf gespannt sein, was das Reifepotential aus diesem derzeit noch sehr unzugänglichen Riesen von Wein dereinst machen wird. In der Uhlen-Serie ist der mit dem „L“ stets derjenige, der sich am langsamsten verkauft. Das liegt vielleicht daran, daß er in der Jugend stets verschlossener und schwieriger zu probieren ist, als seine Brüder. Auch auf der Flasche gibt er sich lange unnahbar, zeigt sich abweisend, um dann plötzlich herbe Feinheit, packende Dichte und kristalline Brillanz zu offenbaren. Dann verzaubert er, dann wird er gekauft.
Man muß Reinhard Löwenstein für die intellektuelle Weitsicht danken, die Pyramide seiner drei Uhlen-Terroirs so hautnah miterleben zu können! So verdankt der Uhlen mit dem „L“ zum Beispiel seinen unverwechselbaren Charakter den nirgendwo an der gesamten Mosel vergleichbar kalkhaltigen Schieferböden, besagten Laubachschichten! „Laubach“ 2004 ist derzeit nur rudimentär zu erahnen: Er besitzt enorme Mineralität, die sich, darauf basiert Reinhard Löwensteins Lagen-Konzept, nicht in mehr Fülle und Opulenz, sondern in dramatisch zunehmender Feinheit und Rasse manifestiert. „Uhlen L“ ist seidig, samtig, feinziseliert, enorm vielschichtig, weniger korpulent als rassig, straff und präzise im Fokus, lang am Gaumen, mit weniger Fruchteinfluß als vielmehr floralen und steinigen Mineralnoten in Duft und Geschmack; kein bequemer Wohlfühlwein, sondern eher intellektueller Kopfwein mit warmer Ausstrahlung unter kühler Schale. Schwer zu beschreiben. Der Wein berührt weniger emotional als intellektuell, braucht Geduld und feines Weingespür. Kraft paart er mit Finesse, Spiel mit Druck, Rasse mit Kühle. Zarte phenolische Bitterkeit sorgt für enorme Länge, macht Appetit und puffert die cremige Süße mittels Gewürzaromen und innerer Dichte. Grandiose strukturelle Transparenz. Ein großer Uhlen.
Deutschland : Mosel : Weingut Heymann-Löwenstein
Der Unterschied zu den beiden anderen Uhlen-Lagen ist markant. Breit und mineralisch pikant demonstriert dieser Terroirwein Herkunft; glasklar und doch hochkomplex schmiegt sich seine ausbalancierte Säure in straffe Struktur im Mund, Spuren von tiefgründig salziger Mineralität hinterlassend. Der Wein stellt geschmacklich jeden Versuch der Objektivität auf den Kopf; sein Körper lebt von Reife und seine Struktur signalisiert Extrakt und kerngesundes Lesegut. „Terroir“ wird in diesem Wein zu mehr als nur zu Bodeneinfluß. Der Wein lebt, beweist Seele und bestätigt eindrucksvoll Reinhard Löwensteins Terroir-Konzept, das die Weinbereitung dem Diktat des Terroirs sensibel unterordnet. Ende September 2005: „Uhlen B“ gärt noch. Reinhard Löwensteins Mut und Geduld sind bewundernswert, aber genau dafür verantwortlich, daß seine Weine singuläre Unikate sind, Weinoriginale, charaktervolle Ausnahmen im unendlichen Weinozean.
Mehrfach probiert, wird vom 2004er Uhlen mit dem „B“ einiges zu erwarten sein.
Seine windgeschützte Muldenform bildet ein nach Süden geöffnetes Amphitheater, in dem sich die Sonnenwärme wie unter einer Lupe zentriert. Von ganz unten, dem Fuß der Lage, kommt dieser Uhlen mit dem „B“. Blaufüßer Lay-Schiefer entwickelt im spezifischen Mikroklima des dort flacheren Neigungswinkels über dem Fluß eine morbide „herbstlich“ reife Aromatik nach Dörrobst, gelben Früchten und weicher erdiger Mineralität. „Uhlen B“ offenbart subtil „typischen“ Rieslingcharakter, nur viel komplexer, dichter, prägnanter und definierter, vor allem aber aromatisch präziser, als an der Mosel üblich. Man muß sehen, wie sich der Wein nach der Füllung präsentiert. Im Kontext der anderen 2004er Weine von Reinhard Löwenstein darf man davon ausgehen, daß Uhlen „B“ des Jahrgangs 2004 in vier bis sechs Jahren ein Rieslingerlebnis besonderer Güte sein wird, weniger präzise und fein als „L“, weniger mineralisch und kraftvoll als „R“. Wir berichten.
Deutschland : Pfalz : Weingut Jürgen Leiner
Das Naturschutzgebiet Kleine Kalmit ist die höchste, dem Haardtrand vorgelagerte Erhebung in der Rheinebene. Sie entstand vor etwa 27 Millionen Jahren aus Kalk- und Muschelablagerungen eines urzeitlichen Meeres. Um den Einfluß dieses in der Südpfalz einzigartigen Terroirs in seinen ohnehin schon kompromißlosen Weinen zu schärfen, geht der junge Sven Leiner beim An- und Ausbau seiner Weine vom „Calvus mons“ einen bewundernswert kompromißlosen Weg. Minimale Erträge und naturnaher Weinbau sind die eine Basis für gesunde und physiologisch voll ausgereifte Trauben. Die andere sieht er in langem Maischekontakt, Vergärung auf Naturhefen und traditionellem Holzfaßausbau. Seine „Calvus mons“-Weine demonstrieren unverfälschten Herkunftscharakter in nerviger Mineralität und packend intensiver Würze im Duft. Mineralität in einer Intensität, wie man sie in der Pfalz nur selten findet. Pfälzer Riesling mit deutlichem Terroir-Einfluß, verpackt in kräftigen Körper mit strahlend frischer, pikanter Säure, kräuterwürziger Intensität und erfrischend hefigen Noten im Bukett. Der Wein lebt im Glas, entwickelt sich an der Luft, verändert sich ständig. Der Einfluß der Weinbereitung ist kaum auszumachen und genau das ist es, was die Calvus Mons-Serie von Sven Leiner so faszinierend anders macht. Entschleunigter Wein für entschleunigten Genuß.
Deutschland : Pfalz : Weingut Jürgen Leiner
Weißwein : Pinot Grigio = Grauburgunder = Ruländer : 2006
Sven Leiner ist überzeugt von dem was er tut und seine konsequente Beschäftigung mit der Biodynamik zeitigt motivierende Folgen. Seine Weine zeigen von Jahrgang zu Jahrgang merkliche Qualitätssprünge. Die Grauburgunder Spätlese vom "Heißbühl" steht für diese Entwicklung. Knochentrocken und packend präzise in Struktur und Mundgefühl, markant im Profil des rauchigen "grauen" Buketts, kraftvoll mineralisch im Auftritt, verblüffend elegant und fein im Geschmacksbild. Die Lage Heißbühl gehört zu den wärmsten in Ilbesheim. Dort stehen die teilweise über dreißig Jahre alten Reben, die für Körper und innere Dichte sorgen. Die spontane Vergärung im Edelstahl nach kurzer Mazeration auf der Schale verleiht dem Wein Komplexität. Markant mineralisch macht er die lehmigen, mit Kalk durchsetzten Lößböden schmeckbar; präzise herausgearbeitete Säureadern durchziehen sein dichtes Mundgefühl, das für einen Grauburgunder straff wirkt. Sie lassen das geschliffene Präzisionsteil erfrischend „anders“ schmecken. Sven Leiner arbeitet im Keller mit der gleichen Kompromißlosigkeit wie im Weinberg. Nur wenige Betriebe in Deutschland betreiben Biodynamik so glaubhaft und profund wie dieser junge Betrieb aus der Pfalz.
Deutschland : Pfalz : Weingut Jürgen Leiner
Weißwein : Cuvée (diverse Rebsorten) : 2007
Sven Leiners „Fusion“ in weiß ist ein frischer, leichter, bekömmlicher Alltagswein aus seriösem Bioanbau, der mittels konventioneller Reinzuchthefen "schnell" im Edelstahl vergoren wurde, um bewußt jung und spritzig gefüllt werden zu können. Der Jahrgang 2007 steht dem Wein perfekt. Trotz seines günstigen Preises bietet Leiners "Fusion" weit mehr Charakter und Trinkvergnügen als das übliche Bio-Billigzeug, das die Regale der Bioläden und Supermarktketten bevölkert. Seine regionalen Weißweinsorten der Südpfalz hat der Jungwinzer hier gekonnt mit der Weltrebsorte Chardonnay zu einem frischen, unkomplizierten, schmackhaften Party- und Freizeitwein fusioniert, der genau die richtige Dosis Charakter Struktur und Geschmack wagt. Und das aus biodynamischen Anbau der engagierten Art.
Deutschland : Baden : Weingut Holger Koch
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2004
Holgers Koch rare Sonderedition stellt den bisherigen Höhepunkt seiner Winzerkariere dar. Im Jahr 2004 gelang ihm ein Pinot Noir von bestechender Konzentration und Dichte, wie er ihn bis dato noch nie im Keller hatte. Man wähnt sich im besten Burgund, wenn man diesen kompakten, superreifen, süßen Pinot im Glas hat, von dem es genau ein Faß gab, ganze 500 Flaschen. Er ließ ihn lange im Faß auf der Hefe reifen, um den Einfluß des Holzes zu integrieren und so steht ein sehr eindrucksvoller Pinot Noir im Glas, der einen satten, dunklen Kern an süßer Würze in sich trägt, der samtig und fett über die Zunge läuft und mächtig Eindruck macht. Noch nie war ein Pinot von Holger Koch so süß, so samtig, so dicht gepackt und so eindrucksvoll. Etwas transparenter als die Spitzen-Pinots von Thomas Seeger, aber von identischer struktureller Dichte, von berauschend süßer Reife und köstlicher Samtigkeit. Ein echter Spitzen-Pinot, von dem wir nur wenige Kisten verfügbar haben. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Deutschland : Franken : Weingut Johann Ruck
Deutschland : Franken : Weingut Johann Ruck
Weißwein : Müller-Thurgau : 2007
Deutschland : Württemberg : Weingut Schloss Lehrensteinsfeld
Rosé : Trollinger : 2007
Trollinger ist sicher nicht unsere Rebsorte. Doch was der junge Christoph Ruck seinem zart lachsfarbenen Rosé aus d e r württembergischen Rotweinsorte an Weinvergnügen entlockt, das nötigt Respekt ab. Man wähnt sich im südfranzösischen Rosé-Paradies, so animierend frisch und delikat duftet sein Rosé, mit feinen Anklängen an Erdbeeren und rote Früchte im mundwässernden Duft; und auf der Zunge begeistert er mit jener feinherben Bitterkeit, die jedem guten Rosé Rückgrat und Nachklang verleiht und buchstäblich Lust auf das nächste Glas schürt. Ein Klasse-Rosé, der sensibler Granztraubenpressung entstammt und zu deftiger regionaler Wurst- und Brotzeitküche ebenso harmoniert, wie zu mediterran inspirierter Sommerküche. So macht Trollinger Spaß, zumindest uns. Leider nur begrenzt lieferbar.
Deutschland : Mosel : Weingut Josef Rosch
Schaumwein : Riesling : 2004
Werner Roschs handgerüttelter, auf Flasche vergorener Rieslingsekt von der Mosel ist schon ein Klassiker in unserem Programm. Er schmeckt anspruchsvoll, wirkt frisch und cremig zugleich, seine reife Säure ist bekömmlich eingebunden in eine schlanke, rassige Struktur und wirkt alles andere als aggressiv auf der Zunge. Erfrischend lecker und angenehm leicht im Trunk, duftet er fein nach Pfirsich und wirkt trocken im Nachklang. Ob dieser erfreulichen Eigenschaften hat er sich, obwohl „nur“ ein Sekt aus deutschen Landen, zwischen Prosecco und Champagner einen festen Platz im Programm erobert.
Deutschland : Rheingau : Weingut Peter Jakob Kühn
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2004
„PurPur“, ein eindrucksvoller, ausdrucksstarker Rotwein, der Staunen macht. Viel Tiefe und Geschmack; ungewöhnlich präsente, fast massive und doch seidig transparente Gerbstoffe; rassige, fruchterfüllte Textur – so etwas vermutet man im Rheingau nicht. Purpur ist seine Farbe. „PurPur" ist das rote Hobby des Peter-Jakob Kühn, mit dem er beweist, daß beim Rotwein auch mit ihm zu rechnen ist. „PurPur“ ist richtig seriöser Rotwein, ein Gaumenschmeichler im besten Sinne, eine tiefgründige, würzige Cuvée aus 80 % Spätburgunder und 20% Dunkelfelder. „PurPur“ reifte 12 Monate in Barriques aus französischer Eiche, duftet intensiv nach schwarzen Johannisbeeren, hat einen attraktiven Hauch Nougat und Schokolade im würzig opulenten Spektrum und entwickelt sich am Gaumen kraftvoll und füllig mit gut strukturierten, langen, weichen Tanninen. Einer der erstaunlichen Rotweine aus deutscher Produktion. Unbedingt 2 Stunden vor Genuß dekantieren.
Hier einige technische Daten zur Information:
>center>Alkohol: 14,0 vol.%
Säure: 5,4 g/l
Extrakt: 31,3 g/l gesamt
Restsüße: 0,1 g/l
Boden: kiesiger Lehmboden
Rebstockalter: ca. 10-15 Jahre
Erziehung: Drahtrahmen
Leseart: selective Handlese
Ausbau: Barrique
lagerfähig bis: 2012
trinkbar ab: ab 2005 bis 2012
unbedingt 2 Stunden vor Genuß dekantieren.
Peter Kühns „PurPur“, eine ausdrucksstarke, samtig würzige Cuvée aus 80 % Spätburgunder und 20% Dunkelfelder, vereint Kraft mit aromatischer Tiefe in präsenten, aber seidig transparenten Gerbstoffen. Derart dichte Textur ist im Rheingau nicht alltäglich. Undurchdringlich seine Farbe, dicht und mundfüllend sein Geschmack. „PurPur", das rote Hobby des Peter-Jakob Kühn, ist ein Gaumenschmeichler, der 12 Monate in Barriques aus französischer Eiche reifte; intensiv duftet er nach schwarzen Johannisbeeren und Rumtopf und sein appetitlicher Hauch von Nougat und Bitterschokolade im opulenten Duftspektrum klingt am Gaumen in langen, süffig weichen Gerbstoffen aus. Zwei Stunden vor Genuß sollte man ihn dekantieren. Nicht verschweigen möchten wir seinen einzigen Schönheitsfehler, den Peter Kühn aber mittels Biodynamik in den Griff zu bekommen hofft: der hohe Alkoholgehalt des Weines. Den nimmt man ob seiner eindrucksvollen Substanz zwar kaum wahr, seine Wirkung verfehlt er aber nicht.
Deutschland : Mosel : Weingut Heymann-Löwenstein
Deutschland : Pfalz : Weingut Jürgen Leiner
Sven Leiners trockene Riesling Spätlese führt das häufig zu vernehmende Winzer-Vorurteil, die Pfalz hätte keinen Terroireinfluß zu bieten, schon mit dem ersten Schluck ad absurdum. Sie stammt vom Setzer-Berg gegenüber der Kleinen Kalmit, wo die Hangschotter-Böden tiefgründiger und schwerer sind als auf der Kalmit. Straffe, erfrischende Säure und trockener, kompromißloser Schmelz vereinen sich in diesem Riesling zu saftiger innerer Dichte, deren klare, präzise Mineralität Staunen macht. Dem Glas entsteigt die Pfalz in exemplarischem Profil. Intensiv goldene Farbe und eindringlich pikante Rieslingfrucht nach Pfirsich, Kumquat und frischen Kräutern stehen für reifes, kerngesundes Lesegut und die spontane Vergärung im Edelstahltank mit langem Hefekontakt integriert die rassige Mineralität in ein vielschichtiges Mundgefühl. Sven Leiner ist im schwierigen Jahrgang ein kraftvoller Pfalz-Riesling von prägnantem Spätlese-Charakter und bestechender Natürlichkeit gelungen.
Deutschland : Baden : Weingut Seeger
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2004
Die Krönung der Seeger´schen Rotweinproduktion. Nur limitiert verfügbar. Informationen gerne auf Anfrage.
Deutschland : Pfalz : Weingut Jürgen Leiner
Rotwein : Dornfelder : 2004
Dornfelder N° 1 im Sortiment. Wer hätte das gedacht. Sven Leiner, Deutschlands jüngster Biodynamiker und einer der engagiertesten, absolvierte die spontane Vergärung auf natürlichen Hefen im Gärbehälter aus Holz. Dort entzog der Wein den Traubenschalen die eindrucksvolle Farbe auf natürliche Weise, also ohne Enzyme, und reifte anschließend 21 Monate in Barriques aus französischer und amerikanischer Eiche, wo er auch die malolaktische Gärung durchmachte. Tiefgründige Löß-Lehmböden sorgen für saftige Harmonie auf der Zunge mit fast schon speckig und rauchig wirkenden Gerbstoffen im Mund, die kräftig und reif die Zunge umspülen. Der Wein besitzt tiefrote Farbe mit violetten Reflexen und sein Bukett verströmt intensive reife Beerenaromen mit Kirsch- und kühlen Gewürzaromen, umhüllt von Würze und Röstnoten. Opulente Frucht begleitet, typisch Dornfelder, auch den Nachklang am Gaumen. Ein bemerkenswertes Exemplar einer lokalen Rebsorte, die nicht zu unseren Favoriten gehört, hier aber durch kuriose Qualität Berechtigung erfährt. Hier in der 1.5l-Magnumflasche. In der 1.5l-Magnumflasche
Deutschland : Baden : Weingut Holger Koch
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2006
Unsere Zusammenarbeit mit Holger Koch ist der Traum eines jeden Weinhändlers. Von Jahr zu Jahr arbeitet er konsequenter an seiner Qualitätsvision: Alle Weine sind spontan vergoren, werden nur schonend behandelt, so wenig wie möglich geschwefelt und die Umstellung auf Bioanbau findet demnächst zertifizierten Abschluß. Enger Kontakt zu ihm schafft spannenden Informationsaustausch. Jedes Jahr dürfen wir uns in seinem Keller Partien aussuchen, die uns besonders gut gefallen. Diese Pinot Noir-Reserve mit dem „R“ fanden wir in heruntergestuften Drei-Sterne-Fässern, die durch den Ausbau in gebrauchtem Holz etwas weniger holzbetont, schlanker und weiniger wirken. Die Kleinbeerigkeit der Klonen, die organische Düngung und das reduzierte Wachstum sorgen für bezaubernde Kraftentfaltung auf der Zunge mit präziser, kühler Finesse in ungewohnter Aromenintensität. Holger Koch arbeitet im Stillen, doch seine Arbeit ist elitär. Er lehnt massive Grünlese zur Korrektur vorher erzeugter Übererträge im Weinberg ab und stimmt seine Weinbergsarbeit von Beginn an auf kleine, hocharomatische Beeren ab. In dieser prächtig intensiven, dunkelwürzigen, gar nicht dunkelfarbigen, aber aromatisch um so expressiveren Edel-Reserve beweist er souveränes Können. 14 Tage Maischegärung ohne Temperatursteuerung, spontane Vergärung, 14 Monate Faßlager, 10 davon ungeschwefelt, und nur leichte Filtration stehen für das hohe „langsame“ Niveau dieses Spitzenwinzers. Auch in halben und Magnum-Flaschen verfügbar! Exklusiv K&U. Deutscher Spätburgunder mit burgundischer Ader. Der Jahrgang 2006 gehört zu Badens schwierigen, doch Holger Kochs kraftvoll zarte Spätburgunder Reserve mit den drei Sternen muß sich nicht verstecken. Auch nicht hinter guten Burgundern. Auf den duftigen Lößböden der Lage Halbuck hoch über Bickensohl setzte Holger Koch in dem Jahrgang alles auf eine Karte. Der richtige Lesezeitpunkt war der Schlüssel zur Qualität in diesem warm-feuchten Jahr. Ihm und seinen zahlreichen Erntehelfern gelang es, das Traubenmaterial einzubringen, bevor die Trauben zu schimmeln begannen. Das Glück des Tüchtigen. Holger Koch konstatiert knochentrocken, daß er die Qualität der Höhe seiner Lagen, 350 m ü. M., verdankt. Seine Kollegen in Baden meinen, daß aus dieser Höhe keine kraftvollen Burgunder kommen können. Doch weil hier oben die Besonnung optimal ist, zugleich aber permanent frischer Wind weht, trocknen die Trauben schnell ab, in 2006 die Rettung. Hier produziert Holger Koch seine Konzentration nicht durch Hitze, sondern durch bewußt reduziertes Wachstum mit langen Hängezeiten am Stock. Die Lößböden, von denen es heißt, sie wären ungeeignet für hochwertigen Weinbau, beweisen hier das genaue Gegenteil. Nur wenige Meter unter dem Lös liegt hier oben Vulkangestein. Das sorgt für schwachen Wuchs mit hocharomatischen kleinen Beeren voller Kraft und Finesse. Holger Kochs größter Pinot besitzt feine, nervig frische Säure, die profundes Potential verspricht, obwohl die Farbe, wie immer bei Holger Koch, eher von zarter natürlicher Intensität ist. Keine Panik! Die strukturelle Dichte und Konsistenz der Gerbstoffe sind süß, lang, wertvoll und vielversprechend. Der Wein ist noch immer zu jung und erinnert eher an ein Premier Cru aus Burgund, als an einen Kaiserstühler Spätburgunder. Diese Reserve-Qualität trägt ihre Drei-Sterne zurecht. 14 Tage Maischekontakt mit spontaner Vergärung, 14 Monate Reife in 500l-Fässern und eine leichte Filtration definieren einen nachhaltig wertvollen Wein, der auch oder gerade im schwierigen Jahrgang besonderen Respekt verdient. Auch in Magnumflaschen verfügbar. In der 1.5l-Magnumflasche. Für perfekten Genuß nach Reifung.
Deutschland : Rheinhessen : Weingut Wittmann
Auch Wittmanns „Kirchspiel“ erlebt im Jahrgang 2006 eine Metamorphose. Die Umstellung vom biologischen auf den biodynamischen Weinbau, den Günter Wittmann mit viel Spaß und Engagement vorantreibt, zeitigt spürbare Folgen. Man hat das Gefühl, daß in den Weinen ein Vorhang aufgegangen ist. Waren Wittmanns große Gewächse stets attraktiv fruchtbetont, etwas mollig und opulent in der Mitte, immer gestützt von einer frischen, kalkig wirkenden Säure, strahlen sie nun aus dem Glas etwas gewöhnungsbedürftig „anders“, weil ihnen das zugänglich mollige Mundgefühl der Vergangenheit abgeht. Sie wirken jetzt schlanker und rassiger, packend dicht konzentriert auf Mineralität und Herkunftscharakter und präzise auf der Zunge, wo das „Kirchspiel“ des Jahres 2006 frische, lange Spuren hinterläßt. Die Fruchtintegration wirkt anders als bisher, sie erinnert an burgundische Mineralität, die sich in die Struktur des Weines, ins Mundgefühl, komplett integriert. Kein Links, kein Rechts, satte präzise Mitte, in der sich alles abspielt. Knackige, stahlige Mineralität in pikanter Frische mit attraktiv unaufdringlichem Aromenspiel von Pfirsich, Aprikose, Mango, ja sogar Lychee und Granatapfel. Kompakt, straff, säurebetont und lange nachwirkend rollt das „Kirchspiel“ in bestechend fokussierter Mineralität und Präzision über die Zunge. „Kirchspiel“ entwickelt druckvolle Konzentration im Mund, besitzt innere Dichte mit viel Lagen-Charakter und kraftvoller Substanz. Über all dem glänzt hell und klar puristische Frucht. Unbedingt dekantieren. Lieferbar im Herbst 2008.
Deutschland : Rheinhessen : Weingut Wittmann
Kein anderer Wein der Wittmänner manifestiert die geschmacklichen und stilistischen Veränderungen durch die biodynamische Bewirtschaftung so eindrucksvoll, wie ihr berühmter „S“-Klasse-Riesling. Seit 1990 verzichten Wittmanns auf synthetische Pestizide, die notwendigen Kupferspritzungen werden so sparsam wie möglich angewandt. Seit ein paar Jahren setzt Vater Wittmann Hornkiesel-Präparate und Kräuter-Tees ein, die er im Weinberg zur Immunisierung und Stärkung seiner Rebstöcke versprüht. Das Ergebnis ist so eklatant schmeckbar, daß man es kaum glauben mag. Selbst Sohn Philipp war anfangs skeptisch, ob die Biodynamik dem altehrwürdigen Bio-Pionierbetrieb etwas bringen würde. Heute wissen es Vater und Sohn besser; sie möchten den Schritt in die neue Wein-Ära nicht mehr missen. Und so steht ihre „S“-Klasse des Jahrgangs 2007 für einen Wandel, der bemerkenswerte stilistische Veränderung auslöst, die mit konventioneller Bewirtschaftung sicher nicht erreicht werden kann: Jeder Wein steht für sich, besitzt messerscharfes Profil und spricht seine ganz eigene Sprache. Dabei geht es nicht um besser oder schlechter, sondern um „anders“. Dieses spürbare Anderssein verleiht dem Riesling der „S“-Klasse im Jahrgang 2007 glasklare präzise Intensität in den Aromen, sorgt für messerscharfe Reinheit im Geschmacksbild und knochentrockene Mineralität mit dichten würzigen Pfirsich- und Gesteinsnoten. Der Wein wirkt frisch und unkompliziert zugleich, seine angenehm selbstverständliche Trinkbarkeit wirkt dicht und kompakt, vereint stoffliche Substanz und mineralische Würze mit Tiefgründigkeit und Balance. Wittmanns „S“-Klasse schmeckt verdammt gut und bewegt sich dabei qualitativ fast auf dem Niveau der großen Lagen-Rieslinge. Er reift bekanntermaßen über viele Jahre, schmeckt uns aber am besten im Alter von ein bis drei Jahren. Ein besonderer Tip dieses Jahr!
Deutschland : Rheinhessen : Weingut Wittmann
Der erste Wein des sehnsüchtig erwarteten Jahrgangs 2007 von Familie Wittmann. Silvaner ist eine sehr spannende und edle Rebsorte, die hohe Ansprüche an Boden und Standort stellt. Ich ahne, daß nach dem derzeitigen Riesling-Boom der Silvaner entdeckt wird. Geschmackliches Merkmal ist seine kräftige Säure, die nicht ganz so ausgeprägt zutage tritt wie beim Riesling, dafür aber die erwirtschafteten Erträge gnadenlos widerspiegelt: Bei zu hohen Erträgen schmeckt Silvaner dünn, mager und sauer, was ihm das heutige schlechte Image einbrachte. Reduziert man die Erträge, kann Silvaner mit würziger Konzentration im Geschmacksbild brillieren, dann beweist er unverwechselbaren Ursprungscharakter und seine prononcierte Säure wirkt harmonisch gebunden. Silvaner kann ein anspruchsvoller, harmonischer Weißwein sein, der es versteht, den gesamten Mundraum raffiniert würzig auszukleiden. Auf jeden Fall muß sich guter Silvaner, um einen solchen handelt es sich hier, nicht hinter Riesling verstecken.
Wittmanns Silvaner ist der Spargelwein par excellence, der anspruchsvolle Gemüsebegleiter für Frühling, Sommer und jeden Tag, der raffinierte Speisenbegleiter und der geschmeidige Zechwein für hinterher. Der Jahrgang 2007 zieht einem Laserstrahl gleich seine Bahn über die Zunge und beweist das enorme Potential der Rebsorte. Der Einfluß der Biodynamik: Nur 12 Vol. %, schlanke, rassige Mineralität, würzige Fülle in erfrischend reifer Hülle, die das ganze Spektrum guten Silvaners ausspielen versteht: dezent grasig im Duft mit frischen Kräutern unterlegt; würzig à la Piment bis zu Thaicurry, zart und finessenreich auf der Zunge, aber auch cremig und vielschichtig komplex im Mundgefühl und erfrischend pikant und nachhaltig dicht am Gaumen. Zu einem Preis, der jubeln läßt. In diesem Silvaner finden Jahrgang und Rebsorte zu referenzträchtiger Präzision in Charakter und Ausdruck zusammen. Ein Wein, der gemacht ist, getrunken zu werden. Man lagere ihn also nicht ein. Ehrlich und spannungsgeladen vereint er Anspruch und Wirklichkeit und zelebriert bescheiden und ganz nebenbei eine Preiswürdigkeit, die bemerkenswert ist. Familie Wittmann ist für uns so etwas wie das Dream-Team des deutschen Weinbaus. Was in diesem biologisch bewirtschafteten Musterbetrieb an Weinen entsteht, sucht in Rheinhessen seinesgleichen. Charaktervoll, expressiv, klar strukturiert und von Jahr zu Jahr komplexer und gewagter in Konzeption und Realisierung finden Günter und Philipp Wittmann zusehends zu eigenständiger Stilistik. Frustrierend, wenn man dann hören muß, daß „die Wittmanns langsam teuer werden . . . in der Nachbarschaft haben wir fast so gute Weine gefunden, nur viel billiger.....“. Weinqualität ist mehr als nur der Preis. Weinqualität hat eine Seite, die der Kunde nicht sieht und leider all zu oft auch nicht zu schmecken in der Lage ist, die aber ganz wesentlich ist: Nur wer mehr weiß, schmeckt mehr; Geschmack ist nicht simpel subjektiv, die Beurteilung von Qualität basiert auf chemisch-physikalischen Kriterien, deren Beurteilung mehr voraussetzt als ein geschmäcklerisches „Schmeckt mir“. Für uns z. B. ist Wein nur dann gut, wenn er so wenig wie möglich manipuliert wurde, so authentisch wie möglich ist, nicht hingetrickst wurde auf einen vermeintlichen Publikumsgeschmack, der Erfolg verspricht. Diese Qualitätskriterien sieht man nicht, man muß sie kennen, um sie schmecken und beurteilen zu können. Das unterscheidet den Wein-Profi vom Wein-Trinker. Sie überlassen Ihre Geldanlage ja auch nicht Ihrem Friseur.
Wittmanns herrlich ungekünsteltem Silvaner steht der Jahrgang 2004 ideal. Er verbreitet Heiterkeit, Lebensfreude und Fröhlichkeit, kaum daß er im Glase steht, und verbindet Anspruch mit Wirklichkeit. So finden Jahrgang und Rebsorte in diesem netten Wein zu verblüffender Präzision in Charakter und Ausdruck. Der ehrliche, solide und saubere Tropfen für jeden Tag duftet glasklar und herzhaft animierend nach frischen grünen Kräutern, nach Piment und Thai-Curry, wirkt im Mund saftig und nachhaltig und kommt knackig, leicht und frisch daher. Im Duft ist er mehr als nur simpel fruchtig, hier wirkt er würzig und klar, so daß einem das Wasser im Mund zusammenläuft vor Vorfreude. Kein großer Wein, und doch macht er Staunen ob seines Auftretens und seiner referenzträchtigen Preiswürdigkeit. Ein K&U-Lieblingswein.
Deutschland : Rheingau : Weingut Peter Jakob Kühn
Peter Kühns Augen strahlen, wenn er seinen Zwei-Trauben-Riesling mit dem unscheinbaren „L“ probiert. Er stammt aus der Gemarkung „Landflecht“ im „Doosberg“. Der alte Katastername bezeichnet eine Lage, die einst so besondere Traubenqualität lieferte, daß man sie durch einen Zaun aus geflochtenen Weidenruten gegen Diebstahl und Tierverbiß zu schützen suchte. Peter Kühn hat die fast vergessene Lage zu neuem Leben erweckt und beweist damit, daß die Oestricher Lagen längst nicht so langweilig sind, wie man ihnen nachsagt. Die Biodynamik verändert vieles, auch Lagencharaktere. Hier ist es so windig, daß die von Tau oder Regen feuchten Trauben schnell abtrocknen können. So bleiben sie länger gesund und konnten im Jahr 2007 perfekt ausreifen. Peter Kühn verwandelte ihre lange Hängezeit in besonders intensive Geschmacksinformation in einem trockenen Riesling prägnanten Herkunftscharakters. Auch hier wieder die charakteristische Präzision in Säure, Mineralität und straffem Mundgefühl, für die der Jahrgang 2007 zu stehen scheint. Doch dieser Zwei-Trauben-Riesling mit dem „L“ kann mehr, vereint er doch kühle Eleganz mit kraftvoll dichter Struktur und konzentrierter Mineralität, umhüllt pikant salzig die Zunge mit präsenter Säure und knackigem Rückgrat und beweist zugleich eindrucksvolle Kraft und Komplexität in einem Mundgefühl, das man derzeit nur als "unbequem" beschreiben kann. Dieser Wein braucht, wie die Jahr zuvor auch, Zeit und Geduld, ermöglicht aber schon heute den Zugang zu einer Weinwelt, die dem konventionell arbeitenden deutschen Reinzucht-Winzer zeigt, wie weit er von seinen Möglichkeiten entfernt ist. Wenn Sie diesen Wein schon heute probieren möchten, sollten Sie ihn 3-4 h vor Genuß dekantieren.
Deutschland : Rheinhessen : Weingut Wittmann
Weißwein : Scheurebe = Sämling : 2007
Aroma-Rebsorten wie die Scheurebe erfreuen sich plötzlich neuer Popularität. Die Zeiten ändern sich und mit ihnen Geschmack und Vorlieben. Daß sich zeitgleich auch die Stilistik der Weine verändert, scheint vielen Weinfreunden dabei kaum aufzufallen. Aroma-Rebsorten leben von Intensität und Spiel der Aromen. Deshalb bevorzugte man die letzten zwanzig Jahre „nasige“ Weine, die „schnell“ mittels Reinzuchthefen bei tiefen Temperaturen im Edelstahltank ausgebaut wurden. Diese reduktiv genannte Weinbereitung forcierte die populäre Primärfruchtigkeit mit den sprichwörtlichen Anklängen an Gletscherbonbons, englische Weingummis und Bubblegum, den Weinen fehlte aber geschmackliche Mitte und Dichte auf der Zunge; sie waren dezent bitter im Nachklang und ließen jenes attraktiv saftige Mundgefühl vermissen, das man heute sucht in guten Weißweinen. Das findet man in „langsam“ spontan vergorenen Weinen. Doch wenn man Aromasorten spontan vergärt, bekommen diese zwar saftiges Mundgefühl und cremige Textur, ihre aromatischen Qualitäten aber lassen häufig Charme, Intensität und Duft vermissen. Doch Philipp Wittmann versteht sein Metier. Seine hinreißend gelungene und bereits sehnsüchtig erwartete Scheurebe des Jahrgangs 2007 ist „langsam“, also spontan, vergoren und weiß trotzdem Glanz und Stärke des Jahrgangs in leise aromatische Brillanz zu übersetzen, die nachhaltig und eindringlich pures Trinkvergnügen beschert. Der Wein braucht Luft, sollte also tunlichst dekantiert werden. Dann präsentiert er sich frisch, frech und aromatisch im Trunk, cremig und würzig im Mundgefühl, strahlend und spritzig in der Frische und animierend ausdrucksstark in Fruchtintensität und Aroma. Seine feine Mineralität sorgt für Trinkfreude und Trinkfluß, macht gute Laune, versöhnt mit dem Alltag und verbindet Anspruch fröhlich und unkompliziert mit der Wirklichkeit. Knochentrocken und saftig kommt die Scheurebe des Jahrgangs 2007 daher, sie duftet nach Sommerkräutern und Stachelbeeren, ist aromatisch ohne arrogant zu sein und löst erfrischendes Wohlbefinden aus. Der Preis ist ein Schnäppchen und wir empfehlen den Wein zu Spargel, Gemüsegängen, Fisch, Nudelgerichten, Vorspeisen, Salaten, als Apero auf der Terrasse . . . .
Deutschland : Mosel : Weingut Heymann-Löwenstein
Auch im Jahrgang 2006 ist Löwensteins Riesling „Von blauem Schiefer“ wieder so etwas wie der Wein des Jahrgangs, vom großen „Uhlen R“ abgesehen. Seinen Preis jedenfalls rechtfertigt er mit geradezu spektakulärem Gegenwert. Fokussierter als die „Schieferterrassen“ und deutlich trockener wirkend, besticht er mit cremiger dichter Struktur und genau der richtigen Dosis Frische und Säure, um seine spielerische Restsüße perfekt auszubalancieren. Ein Riesling, den man mit Vergnügen genießt. Am liebsten regelmäßig. Er macht richtig Spaß, macht Lust auf mehr und begleitet zahlreiche Gerichte exzellent.
Ungeheuer reif und würzig im Bukett, faszinierend in seiner inneren Dichte, die sich wie Samt auf die Zunge legt und präsente Schiefermineralität entfaltet, betörend im komplexen Mineral-Bukett, das Zukunft signalisiert und Sehnsucht schürt. 2006 ist ein wahrlich spezieller Jahrgang, dem Reinhard Löwenstein aber einen dekadent strukturierten Riesling zu entlocken verstand, der ausdrucksstarken Charakter wagt und polarisierende Harmonie. Ein „schöner“ Riesling für Leute, die mit säurebetontem, feinziseliertem Riesling jugendlicher Rasse, wie er einst das Bild deutschen Rieslings dominierte, weniger anfangen können, die dafür aber die saftig samtige Fülle und Kraft der spektakulären Terrassenlandschaft über der Mosel im Glas bevorzugen. So, wie wir das tun. Unser H.-L.-Favorit dieses Jahr.
Lieferbar ab September 2008.
Deutschland : Mosel : Weingut Heymann-Löwenstein
Lieferbar ab September 2008. „Röttgen“ 2006 ist kein harmloser Begleiter der Sportschau, sondern anspruchsvolle Kost für verwöhnte Rieslingfreunde. „Röttgen“ hat wie keine andere Löwenstein-Lage von der profunden Arbeit im Weinberg profitiert. Lagencharakteristik und Aromenprofil beweisen stilistische Souveränität und verströmen charismatischen Charakter. „Röttgen“ 2006 ist exotische Expressivität, stimmige Üppigkeit, balancierte Fülle, weder breit noch brandig, alles andere als langweilig und gar nicht simpel oder fett, sondern fordernd in Mineralität und Dimensionierung. Dieser Wein hat alles, ohne mit dekorativer Überreife zu kokettieren. Er strotzt vor gelben, reifen Obstaromen wie Mango, Aprikose, Mirabelle, Pfirsich, Papaya; würzig tiefgründige Mineralität steckt in cremig weichem Mundgefühl, das man staunend genießt. Suggestiv verströmt der Wein betäubende Obst-, Kaffee- und Röstaromen, die typisch sind für diese grandiose Steillage. Dramatische Natur, umgesetzt in nicht minder dramatischen Wein, der geradezu hypnotisierend wirkt, der innere Ruhe verströmt und entspannend berauscht im sinnlichen Sinne. Eigenständiges Wunder der Natur, das irgendwie den Jahrgang außer Kraft gesetzt hat. Gänsehautriesling.
Deutschland : Mosel : Weingut Heymann-Löwenstein
Uhlen „R“ ist auch oder gerade im Jahrgang 2006 eine Liga für sich. Die Spitze der Löwensteinschen Schieferpyramide zieht in diesem nicht einfachen Jahrgang sämtliche Register. Präzise mineralisch bis unter den Scheitel, wirkt er schon im komplexen Bukett fordernd, bissig und unnahbar kühl. Deshalb haben wir lange wie nie auf ihn warten müssen. Conny und Reinhard Löwenstein beschlossen den Wein nach nicht enden wollender Gärphase erst 18 Monate nach der Lese zu füllen und vorzustellen. Während der Jahrgang 2007 schon durchgegoren war, blubberte der Jahrgang 2006 noch langsam vor sich hin. Was für ein Jahrgang! Inzwischen zieht sich „Uhlen R“ fokussiert und mineralisch straff über die Zunge, einen salzig wirkenden vibrierend spannenden Kern an geschmacklicher Komplexität hinter sich herziehend. Einer der Weine des Jahrgangs in Deutschland. Zarte Zitrusaromen, steinige Assoziationen von Eisen, Geröll und Mineralien und ganz zart im Hintergund versöhnlich reife Pfirsichnoten. Kompromißlos mutig realisiert, sprengt der Wein jede Vorstellung davon, was deutscher Riesling sein soll und sein kann. Er macht Konzentration physisch spürbar und Terroir schmeckbar. Noch ist „Uhlen R“ ein Monolith, dessen intellektuelle Kälte sich im Stadium der Reife in Wärme verwandeln wird. „Rothlay“ ist der Brennpunkt der spektakulären Steillage, ganz oben unter dem Waldrand die höchste und steilste Partie. Dort gedeiht dieser finale Maßstab für trockene Rieslinge in Deutschland. Unbedingt ein bis zwei Tage vor Genuß dekantieren und bei kühler Raumtemperatur genießen.
Ob seiner genialen Qualität auch in der langen traditionellen Mosel-Schlegel-Magnum erhältlich, und in Doppelmagnum ließen wir ihn uns ebenfalls erstmals füllen, auch für den eigenen Keller! Lieferbar ab März 2009. Lieferbar ab März 2009. Wir empfehlen Reservierung jetzt. Bei Kauf in Subskription 27.50 , ab März 2009 für 32.- im Verkauf.
Deutschland : Mosel : Weingut Heymann-Löwenstein
Uhlen „R“ ist auch oder gerade im Jahrgang 2006 wieder eine Liga für sich. Die Spitze der Löwensteinschen Schieferpyramide zieht in diesem wahrlich nicht einfachen Jahrgang sämtliche Register. Präzise wie selten zuvor und mineralisch bis unter den Scheitel, wirkt er schon im komplexen Bukett fordernd, bissig und unnahbar kühl vor Mineralität. Lange wie nie haben wir auf ihn warten müssen. Conny und Reinhard Löwenstein beschlossen den Wein nach nicht enden wollender Gärphase erst 18 Monate nach der Lese zu füllen und vorzustellen. Während der Jahrgang 2007 schon durchgegoren war, blubberte der Jahrgang 2006 noch langsam vor sich hin. Was für ein Jahrgang! Was für ein Winzer-Paar! Jetzt auf Flasche zieht sich „Uhlen R“ präzise fokussiert und mineralisch straff über die Zunge. Er hinterläßt einen salzig wirkenden vibrierend spannenden Kern an geschmacklicher Komplexität und klingt ewig nach. Einer der Weine des Jahrgangs in Deutschlands, bestimmt! Wer schafft solche Konsistenz und durchdringend stimmige Stilistik in einem solchen Jahrgang? Welche Frische er offenbart, dieser Wein! Zarte Zitrusaromen, steinige Assoziationen von Eisen, Geröll und Mineralien und ganz zart im Hintergund versöhnlich reife Pfirsichnoten. Kompromißlos mutig realisiert, sprengt der Wein jede Vorstellung davon, was deutscher Riesling sein soll und sein kann. Er macht Konzentration physisch spürbar, Terroir schmeckbar. Noch ist „Uhlen R“ ein Monolith, dessen intellektuelle Kälte sich im Stadium der Reife in Wärme verwandeln wird. „Rothlay“ ist der Brennpunkt der spektakulären Steillage, ganz oben unter dem Waldrand die höchste und steilste Partie. Dort gedeiht der finale Maßstab für trockene Rieslinge in Deutschland. Unbedingt ein bis zwei Tage vor Genuß dekantieren und bei kühler Raumtemperatur genießen.
Ob seiner genialen Ausnahmequalität hier in der wunderschönen langen traditionellen Mosel-Schlegel-Magnum. Ob der genialen Ausnahmequalität hier in der wunderschönen langen traditionellen Mosel-Schlegel-Magnum.
Deutschland : Mosel : Weingut Heymann-Löwenstein
Uhlen „R“ ist auch oder gerade im Jahrgang 2006 wieder eine Liga für sich. Die Spitze der Löwensteinschen Schieferpyramide zieht in diesem wahrlich nicht einfachen Jahrgang sämtliche Register. Präzise wie selten zuvor und mineralisch bis unter den Scheitel, wirkt er schon im komplexen Bukett fordernd, bissig und unnahbar kühl vor Mineralität. Lange wie nie haben wir auf ihn warten müssen. Conny und Reinhard Löwenstein beschlossen den Wein nach nicht enden wollender Gärphase erst 18 Monate nach der Lese zu füllen und vorzustellen. Während der Jahrgang 2007 schon durchgegoren war, blubberte der Jahrgang 2006 noch langsam vor sich hin. Was für ein Jahrgang! Was für ein Winzer-Paar! Jetzt auf Flasche zieht sich „Uhlen R“ präzise fokussiert und mineralisch straff über die Zunge. Er hinterläßt einen salzig wirkenden vibrierend spannenden Kern an geschmacklicher Komplexität und klingt ewig nach. Einer der Weine des Jahrgangs in Deutschlands, bestimmt! Wer schafft solche Konsistenz und durchdringend stimmige Stilistik in einem solchen Jahrgang? Welche Frische er offenbart, dieser Wein! Zarte Zitrusaromen, steinige Assoziationen von Eisen, Geröll und Mineralien und ganz zart im Hintergund versöhnlich reife Pfirsichnoten. Kompromißlos mutig realisiert, sprengt der Wein jede Vorstellung davon, was deutscher Riesling sein soll und sein kann. Er macht Konzentration physisch spürbar, Terroir schmeckbar. Noch ist „Uhlen R“ ein Monolith, dessen intellektuelle Kälte sich im Stadium der Reife in Wärme verwandeln wird. „Rothlay“ ist der Brennpunkt der spektakulären Steillage, ganz oben unter dem Waldrand die höchste und steilste Partie. Dort gedeiht der finale Maßstab für trockene Rieslinge in Deutschland. Unbedingt ein bis zwei Tage vor Genuß dekantieren und bei kühler Raumtemperatur genießen. Ob seiner genialen Ausnahmequalität hier in der wunderschönen raren Doppelmagnum mit einmaligem Glasschliff-Kork. Und hier in der wunderschönen raren Doppelmagnum mit einmaligem Glasschliff-Kork.
Deutschland : Pfalz : Weingut Jürgen Leiner
Weißwein : Pinot Blanc = Weißburgunder : 2005
Sven Leiner vergor seinen großen Calvus Mons-Weißburgunder ohne Temperaturkontrolle im Holzfaß spontan. Eine Spätlese hoher Gradation, riskant auf der Vollhefe belassen und ohne Eingriffe auf Flasche gebracht. Der Wein verströmt unverkennbar den Hauch des Burgunders. Feine Mineralität, weiche Brot-, Teig- und Nußnoten, Weißburgunder wie aus dem Bilderbuch. Packende Würze, delikat, rassig und kühl. Der Wein duftet nach Pfalz, hier Muschelkalk: Straffe Textur, frische karge Säure, expressive Herkunft und deutliche Terroirprägung. Die natürliche Weinwerdung fängt Herkunft und Wachstumsbedingungen ein. Die Rebsorte dominiert nicht über das Terroir. Die Weinbereitung nimmt sich zurück, ist kaum spürbar. Nach vier, fünf Tagen in der Karaffe Finesse pur. Sven Leiner setzt streitbare, aber vielversprechende Zeichen in der Pfalz. Den Namen Sven Leiner sollte man sich merken. Man wird ihn in Zukunft des öfteren hören. Gerade erst absolvierte der Jungwinzer die Weinbauschule in Geisenheim, schon produziert er Weine, die Staunen machen ob ihrer Ursprünglichkeit, ihrer Natürlichkeit und ihrer kompromisslosen Konzeption. Dabei muß er den väterlichen Betrieb behutsam in eine Zukunft führen, die mit der konventionellen Südpfälzer Vergangenheit nichts gemein hat. Die alte Kundschaft, billige Weine mit Zuckerschwänzchen gewohnt, muß vorsichtig gegen neue, anspruchvollere ersetzt werden, was ihm mit Bravour zu gelingen scheint. Der ehrgeizige Jungwinzer will mehr: Seit zwei Jahren befindet er sich in der Umstellung auf den biologischen Weinbau, in dem er den entscheidenden Schritt hin zu ausgereizter Spitzenqualität sieht. Doch schon die Gegenwart überzeugt. So umweht Sven Leiners Erstlingswerk, ein ohne jede Temperaturkontrolle im Holzfaß vergorener Weißburgunder,eine Spätlese hoher Gradation, spontan vergoren, riskant auf der Vollhefe belassen und ohne Eingriffe auf Flasche gebracht, der unverkennbare Hauch des großen Burgunders. Knackige Mineralität, klar und präzise umgesetzt; weiche Brot-, Teig- und Nußnoten, Weißburgunder wie aus dem Schulbuch. Packende Würze, delikat, rassig, frisch und kühl, dieser Wein duftet nach Pfalz, schmeckt nach Pfalz - hier Muschelkalk: Straffe Textur, frische karge Säure, expressive Herkunft und deutliche Terroirprägung. Die maximal natürliche Weinwerdung fängt Herkunft und Wachstumsbedingungen präzise ein. Zart agiert das neue Holz im Hintergrund, wie ein Gewürz; die Rebsorte dominiert über das Terroir; die Weinbereitung nimmt sich zurück, ist kaum spürbar. Nach vier, fünf Tagen in der Karaffe - Finesse pur. Sven Leiner setzt streitbare Zeichen für eine neue Zukunft der Pfalz.
Deutschland : Rheingau : Weingut Peter Jakob Kühn
Deutschland : Baden : Weingut Seeger
Weißwein : Pinot Blanc = Weißburgunder : 2007
Die mit dem Kürzel „AS“ ausgezeichneten Weine sind eine Hommage an den Weingutsbegründer Andres Seeger, der 1707 in den Büchern des Leimener Deutschordensgutes mit einem Weinberg-Tausch erstmals urkundlich erwähnt wird. Mit seinen „AS“-Weinen beweist Thomas Seeger heute, im dritten Seeger-Jahrhundert, welch hohe Qualität er unter optimalen weinbaulichen und önologischen Voraussetzungen produzieren kann. Es sind Referenzen ihrer jeweiligen Rebsorte. Sein Weißburgunder „AS“ des großen Jahrgangs 2007 gelang Thomas Seeger wie selten zuvor. Cremige Dichte in prägnanter Verpackung, warmer Brioche-Teig im Duft, unterlegt von mineralischen Zitrus- und Apfelnoten; trotz seiner seidigen Fülle im Mundgefühl wirkt der Wein ungemein präzise und fokussiert und so erfrischend, daß einem das Wasser im Mund zusammenläuft; spontan vergoren, lange auf der Hefe im Holzfaß gereift; wohltuend klar und frisch, die Alternative zu den säurebetonten Rieslingen des Jahrgangs, so frisch wie weich, saftig und doch selten präzise formuliert; Mundgefühl pur; badischer Weißburgunder in bestechender Simplizität und doch anspruchsvoll komplex. Das kann er, der Thomas Seeger! Idealer Begleiter zu Fischgerichten, zu Spargel an Saucen, zu hellem Fleisch und vielen Geflügel-Präparationen. Freude im Glas.
Deutschland : Franken : Weingut Zehnthof
Standesgemäß im Bocksbeutel tritt Luckerts Silvaner von alten Reben der bekannten Sulzfelder Lage „Maustal“ auf den Plan. Rassig und ungewöhnlich tiefgründig im Trunk, kernig und saftig wirkt er knochentrocken auf der Zunge und seine bekömmlichen 12 Volumenprozent erfreuen Geist und Seele. Rare Winzerkunst aus Franken. Ein grandioser fränkischer Silvaner, der jeden "fortschrittlichen" fränkischen Winzerkollegen zur Umkehr zum ehrlichen Wein animieren sollte: Verhalten grasig und würzig im Duftprofil, mit feinen grün-würzigen Noten im Duft; auf der Zunge schlank, rassig und kraftvoll trocken, fast karg im Charakter, aber enorm saftig und tiefgründig im Mundgefühl. Präzises fränkisches Herkunftsprofil wie man es sich wünscht, strahlend vor Frische und authentisch fränkisch in seiner bescheidenen Sinnlichkeit, die erst ein paar Minuten im Glas braucht, um sich zu offenbaren. Luckerts mutige Franken-Avantgarde gereicht nicht nur der Rebsorte zur Ehre, sondern hält der katastrophalen Fehlentwicklung in Franken überzeugend den Spiegel vor.
Deutschland : Franken : Weingut Zehnthof
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2007
Familie Luckert ist neben dem Weingut Fürst in Bürgstadt einer der wenigen überzeugenden Rotweinproduzenten Frankens. Bekannt ist sie dafür nicht, dazu sind ihre Mengen zu klein. Luckerts pflegen ihr ausgefallenes Rotweinprogramm, das sogar Merlot bereithält, aber so ehrgeizig wie kompetent. So kommt ihr "einfacher" Spätburgunder nicht als weichgespülter Allerweltspinot daher, nicht als Plagiat bekannter Geschmacksmuster, sondern als kerniger, dunkelwürziger, gerbstoffbetonter Spätburgunder mit fränkischem Profil. Trocken im Mund und noch etwas spröde in seinen erfrischenden Ecken und Kanten, signalisiert er, daß er weder geschönt noch geschminkt wurde; Luckerts Spätburgunder will nicht süßer und weicher erscheinen, als er ist. Beerig duftet er nach Wildkräutern und roten Beeren; im Mund spürt man die Reife der Trauben, aber auch die Kühle der Lage; feinkörnige Gerbstoffe kleiden den Mundraum aus mit dunklen würzigen Aromen. Der Wein braucht noch Zeit, um sich zu entwickeln. Mehr als nur roter Frankenwein, sondern richtig guter Spätburgunder.
Deutschland : Franken : Weingut Zehnthof
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2004
Drei Sterne? Bei Luckerts die Spitze der Produktion. Ein kühler, raffiniert gewürzter Spätburgunder, der opulent, cremig und "süß" duftet und schmeckt. Kleinbeerige Qualitätsreben sorgen für einen dichten Kern an Geschmacksinformation auf der Zunge; Reife manifestiert sich in nobler Süße und die Einmaischung im offenen Gärbehälter und der Ausbau im Holzfaß sorgen für edlen Rahmen in kraftvoller Würze. Der Wein bringt mehr Dichte, mehr Reife und mehr Finesse ins Spiel als der "einfache" Luckert-Spätburgunder. Ein eindrucksvoll fränkischer Spätburgunder, der unter Beweis stellt, wie gekonnt Luckerts aus ihren vermeintlich minderen Lagen durch entsprechende Ertragsreduzierung und langsamen, gekonnten Ausbau burgundisches Profil mit fränkischem Einschlag zu extrahieren verstehen. Einer der feinsten seiner Art in Franken.
Deutschland : Pfalz : Weingut A. Christmann
Steffen Christmanns Gutsriesling des exzellenten Jahrgangs 2007 zelebriert kristalline Perfektion. Keine Süße schmückt den Wein, kein „Fett“ versöhnt die Zunge, knochentrocken, glasklar und von angenehm präziser Säure getragen kommt er auf die Zunge, um am Gaumen in cremiger Samtigkeit auszuklingen. Selbstbewußt demonstriert er seinen Herkunftscharakter. In kristalliner Brillanz offenbart er pikante Mineralität. Kräuterwürzige Noten klingen im Nachklang in reifen, pikant frisch wirkenden Würz- und Kräuteraromen aus, die ihn unmißverständlich als Pfälzer Riesling ausweisen. Ein Guts-Riesling, der Lust macht auf mehr, der Trinkfreude signalisiert, Trinkfluß in bekömmlicher Reinheit stimmig inszeniert und neue Standards setzt für einen Wein der 10.- Euro-Klasse. Kompromißlos hat Steffen Christmann seinen Guts-Riesling umgesetzt, er gereicht dem Weingut wahrlich zur Ehre. Mundgefühl von präsenter Brillanz und Präzision. Ein Klassewein mit Rasse und Spiel, ein Pfälzer mit prägnantem Herkunftscharakter. Macht Spaß, trinkt sich genüßlich und weist neue Wege, der Biodynamik sei Dank. Man schmeckt sie.
Das Weingut Christmann aus der Pfalz ist die jüngste Bereicherung unseres Programmes deutscher Spitzenweine aus ökologischer Produktion. Steffen Christmann leitet das traditionsreiche Weingut in Gimmeldingen seit 1996 in siebter Familien-Generation. Er bearbeitet knapp 20 Hektar Rebfläche in klassifizierten Lagen rund um Gimmeldingen, Mußbach und Königsbach, wo der berühmteste Wein seines Weingutes der Lage „Idig“ entstammt, sowie in Ruppertsberg und Deidesheim. Steffen Christmann steht für Riesling. Ihn pflegt er auf rund zwei Drittel seiner Rebfläche. Doch auch Spätburgunder, Weiß- und Grauburgunder, sowie ein wenig Gewürztraminer, St. Laurent und Cabernet Sauvignon hat er im Anbau.
Im Jahr 2004 stellte Steffen Christmann auf biodynamische Wirtschaftsweise um, nachdem er über einige Jahre Erfahrungen mit dem ökologischen Weinbau gesammelt hatte. Das ist deshalb von besonderer Bedeutung, als der studierte Jurist neben seinem Winzerdasein auch Präsident des VDP, des Verbandes deutscher Prädikatsweingüter, ist, dem er nun eine Revolution zu bescheren gedenkt, in dem er eine verbandseigene Bio-Zertifizierung anstrebt. Immerhin folgten seinem Vorbild bereits einige der renommiertesten Weingüter Deutschlands, nicht nur in der Pfalz. Sie beschlossen den fast zwangsläufigen Weg zu einer "anderen" Qualität, die intensiveres und noch individuelleres Weinerlebnis ermöglicht. Steffen Christmanns Weine präsentieren sich heute so konturiert und profiliert, so ungewöhnlich präzise und klar in ihrem unmißverständlichen Herkunftscharakter, daß sie spürbar anders riechen und schmecken als früher. Die Umstellung bewirkt in den Weinen eine spürbare Konzentration auf sich selbst. Es stellt sich ein Stilwandel ein, der die innere Dichte in den Vordergrund stellt; packend schält sich präzise Mineralität aus straffer gewordener Struktur heraus; oberflächlich betrachtet könnte man meinen, die Weine würden "magerer", weil sie viel präziser wirken im Mundgefühl. Paradigmenwechsel. Neue Weinsprache. Der Jahrgang 2007 unterstützt die kühle Präzision der Weine, läßt sie aus dem Glas strahlen, kompromißlos trocken, extrem reintönig und von ungewohnt klarer Definition. Steffen Christmanns Weine des Jahrgangs 2007 präsentieren ihre Herkunft prägnant wie nie zuvor, ungewohnt "anders", schlank, rassig, präzise fokussiert und konzentriert auf sich selbst. In ihnen beweist die Pfalz eindeutigen Terroircharakter. Um ihn zu verdeutlichen, bietet Steffen Christmann vier Gruppen von Weinen an: Die Gutsweine subsummiert er unter dem Regionalbegriff „Pfalz“; die Ortsweine weist er entsprechend ihrer Herkunft aus Gimmeldingen, Königsbach oder Rupperstberg stammend aus; die klassifizierten Lagenweine erklären sich auf dem Etikett und die großen Gewächse runden das Angebot nach oben ab.
Die Umstellung auf den ökologischen Anbau hat Steffen Christmann einen Stilwandel beschert, der sich wie ein roter Faden stringent durch seine Weine zieht: Kristalline Reinheit spiegelt den Geschmack der Trauben so authentisch wieder, daß deren Herkunft, ihr Terroir, expressiv deutlich wird. Mehr Reinheit für mehr Komplexität der Herkunft. Im Keller konsequente Fortführung der Arbeit im Weinberg. Langsame spontane Gärung sorgt für besonders raffiniertes Mundgefühl in allen Weißweinen, so trocken sie auch sein mögen. Und Christmanns bemerkenswerte Spätburgunder gehören zu den besten ihrer Art in der Pfalz. Dieses dynamische Weingut definiert die neue Spitze im deutschen Wein.
Konsequent zelebriert denn schon der Gutsriesling des exzellenten Jahrgangs 2007 kristalline Perfektion. Keine Süße schmückt den Wein, kein „Fett“ versöhnt die Zunge, knochentrocken, glasklar und von präzise geschliffener Säure begleitet kommt er auf die Zunge, um am Gaumen in der cremigen Samtigkeit der Spontangärung auszuklingen. Selbstbewußt demonstriert er seinen Herkunftscharakter. In kristalliner Brillanz offenbart er pikante Mineralität. Kräuterwürzige Noten klingen in pikant frischen Würz- und Kräuteraromen aus, die ihn unmißverständlich als Pfälzer Riesling ausweisen. Ein Guts-Riesling, der Lust macht auf mehr, der Trinkfreude signalisiert, Trinkfluß in bekömmlicher Reinheit inszeniert und neue Standards setzt für einen Wein der 10.- Euro-Klasse. Ein Klassewein mit Rasse und Spiel, ein Pfälzer mit prägnantem Herkunftscharakter. Kompromißlos hat Steffen Christmann seinen Guts-Riesling umgesetzt. Er gereicht dem Weingut zur Ehre, macht Spaß, trinkt sich genüßlich und weist neue Wege.
Deutschland : Pfalz : Weingut A. Christmann
Weißwein : Pinot Blanc = Weißburgunder : 2007
Steffen Christmanns Weißburgunder der "Selection Christmann" gehörte schon vor der Umstellung auf die Biodynamik zu den besten seiner Art in der Pfalz. Nun beschert ihm die Biodynamik eine Präzision in Stil und Charakter, die konventionell arbeitende Winzer, und seien sie noch so bemüht, in die Schranken verweist. Winzer wie Steffen Christmann setzen durch ihren Mut zur Umstellung nicht nur neue Maßstäbe, ihre Weine sprechen eine gänzlich neue Sprache. Sie bricht mit der simplen Primärfruchtigkeit als Qualitätsparameter, bringt Mineralität ins Spiel, macht Geschmack kompromißlos zu Struktur und damit zu Mundgefühl und stellt breitere Toleranzgrenzen für Qualität und deren Kriterien zur Diskussion. Cremig am Gaumen, dicht in der Struktur, fast seidig und weich auf der Zunge, aber messerscharf definiert im Rebsortencharakter, stellt sich dieser lustmachende Weißburgunder vor, der ungeheuer animierend wirkt und schmeckt. Frischer warmer Teig, heiße Butter und heller Karamell durchdringen sein Geschmacksprofil. Ein universell einzusetzender, anspruchsvoller Essensbegleiter, der es mit jedem weißen Burgunder aus Burgund aufnehmen kann. Rebsorte mit Zukunft. Wein mit Charakter. Winzer mit Vision.
Deutschland : Pfalz : Weingut A. Christmann
Die Deidesheimer Maushöhle ist kein grosses Gewächs. Dennoch beweist sie aus Steffen Christmanns kompetenter Hand im in der Pfalz souverän großen Jahrgang 2007 ein Niveau, das so manches als großes Gewächs deklarierte Gewächs knallhart deklassiert. Knackig frische Zitrusfrucht steht über dem Glas; das komplexe Aromenspiel setzt feinziselierte Mineralität frei, die sich in intensiven floralen Noten in einem betörend duftenden Hauch weißer und gelber Blüten Bahn bricht. Am Gaumen wirkt der Wein saftig, mit intensiver cremiger Mitte in erfrischend schlanker Fülle, die ebenfalls diese betörenden Frucht- und Blütenaromen enthält. Im Mund kombiniert der potente Riesling beschwingte Leichtigkeit mit kraftvollem Körper und sorgt für herzhaft animierendes Trinkvergnügen, das niemals satt macht. Rasse, Finesse, Spiel. Die Pfalz definiert sich neu.
Deutschland : Pfalz : Weingut A. Christmann
Schon in der von den Bayern 1828 veranlaßten Bodenbewertung wurde der "Ölberg" in Königsbach als Spitzenlage eingestuft, mit dem entsprechend hohen Steuersatz, versteht sich. Der Boden hier ist Mergelkalk und Buntsandstein, ähnlich dem in Steffen Christmanns großer Lage "Idig". Deshalb findet man im Bukett des noch "Ölberg" nicht nur die für die Mittelhaardt so typischen Pfirsich- und Aprikosenaromen, sondern auch tiefgründige, präzise fokussierte Eleganz, die sich im breiten, fast opulenten und auf faszinierende Weise zugleich seidig fetten Mundgefühl manifestiert, das geprägt ist von präsenter Mineralität, die eines großen Gewächses würdig ist. Exemplarisch die klare Charakterisierung der Herkunft, die Steffen Christmann meisterhaft herauszuschälen verstand. Jeder seiner Weine schmeckt anders, jeder hat seinen wohldefinierten Charakter, die Qualitätshierarchie tritt präzise zutage. Spannend, was die Natur einem Jahrgang an Vielfalt und Nuancen, an Details in Duft und Geschmack, mitgibt. Eindrucksvoller Wein mit profundem Genuß-Potential.
Deutschland : Pfalz : Weingut A. Christmann
Die Jahrgangsverkostung bei Steffen Christmann geriet zur großen Überraschung. So präzise und überzeugend hatten wir seine Weine noch nie erlebt. Steffen Christmanns Rieslinge sind in ihrer Jugend gerne "unbequem", geben sich verschlossen, kantig, eindimensional und zeigen oft nicht das, was eigentlich in ihnen steckt. Doch der Jahrgang 2007 beweist eindrucksvoll, daß die Biodynamik im Weinberg zu wirken beginnt; jeder Wein hat in diesem Jahrgang seinen präzisen Platz, beweist unverwechselbaren und reproduzierbaren Charakter, strahlt vor Mineralität und Frische, steht für seine spezifische Herkunft. Besonders hat es uns dieses Jahr Steffen Christmanns knochentrockener Riesling aus Gimmeldingen angetan. Er gibt sich bereits offen und zugänglich, man ahnt was kommt und kann ihn einschätzen. Toll seine federleicht wirkende Finesse auf der Zunge, die tänzelnd und transparent wirkt und doch substantielle Struktur und Kraft entfaltet, eingehüllt in kernige, straffe Mineralität, die von pikanter, herzhaft erfrischender Säure getragen wird. Steffen Christmann demonstiert auch in diesem köstlich "einfachen" Riesling für (fast) jeden Tag ein Herkunftsprofil, das die Pfalz noch vor wenigen Jahren so nicht besaß. Wegbereiter in eine vielversprechende Zukunft.
Deutschland : Pfalz : Weingut A. Christmann
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2004
Der "Ölberg" in Königsbach ist qualitatives Understatement. Die Lage stellt die Verlängerung der Spitzenlage "Idig" in Richtung Deidesheim dar. Ihr Hang schwenkt hier so von Süd nach Südost, daß die Sonne im Herbst lange die Rebstöcke bescheinen kann, Sonnenschein und Wärme hat dieser Weinberg also genug. Während die Rieslinge aus dem Ölberg oft jene aus dem Idig an Dichte, Kraft und Konzentration übertreffen, präsentieren sich die Spätburgunder aus der Lage raffiniert und filigran. Sie gefallen mehr durch profunde Transparenz und Eleganz, durch Duftigkeit in Struktur und Aroma, als durch Kraft und Konzentration. So beweist der herrlich trinkreife Ölberg-Spätburgunder des exzellenten Jahrgangs 2004 ätherisch duftiges Aromenspiel nach roten Beeren und orientalischen Gewürzen, umrahmt vom feinen Holz gebrauchter Barriques, das Steffen Christmann gekonnt einsetzt als Rahmen, der alle Komponenten stimmig und sensibel zusammenfügt. Dieser charmant trinkbereite Spätburgunder, dessen Parfum spontane Lust macht auf den ersten Schluck, erreicht in vier bis sechs Jahren seinen Höhepunkt.
Deutschland : Rheinhessen : Weingut Wittmann
Wittmanns Guts-Riesling heißt einfach nur „Riesling“. Von wegen „einfach“. Er präsentiert sich 2006 besonders überzeugend. Seine appetitanregende Fruchtigkeit, seine knackige Frische und seine herzhaft spritzige Art entfalten sich, typisch Spontanvergärung, nicht vorne auf der Zunge sondern am Gaumen dicht und cremig in bekömmlich milder Säure. Der Wein verwöhnt mit niedrigem Alkohol und präsentiert sich herzhaft und animierend süffig im Trunk. Man möchte mit der Zunge schnalzen. Schön, daß es einfache und bezahlbare Weißweine gibt, die so unspektakulär gut sind. Profil beweist der Wein mit feinem Pfirsich-Hefe-Aprikosen-Aroma, fröhlich und ernsthaft zugleich; kein Turbo-Duft, keine Säureattacken, sondern natürlicher, erfrischend ehrlicher Riesling, der die Kraft seiner Herkunft gekonnt in Frische und Qualität übersetzt. Mühelos steckt man auch die zweite Flasche am Abend weg. Riesling für den Alltag aus seriösem Bioanbau. 2007 war ein richtig guter Jahrgang. Kein Spitzenjahrgang, wie vielfach apostrophiert, aber einer, der erstklassige Weine hervorbrachte. Einen wie diesen. Dabei fand der Sommer 2007 eigentlich bereits im Frühjahr statt. Ein warmer, trockener April ließ die Reben schon Mitte Mai blühen. Anschließend brachte kühle und feuchte Witterung im Juli und August den Ausgleich, der Reifebeginn der Trauben verzögerte sich, und die Reben hatten viel Zeit zur Aufnahme von Nährstoffen und Mineralien. Wittmanns biodynamischer Anbau sorgte für ausgeglichenes Wachstum in den Weinbergen, die Trauben blieben kerngesund und reiften langsam. Die kühlen Nächte des Spätsommers verzögerten den Säureabbau in den Trauben, die verlangsamte Reifeentwicklung verlängerte den Zeitraum zwischen Blüte und Ernte und es reiften aromaintensive, kleine Trauben heran. Durch das stabile Herbstwetter konnte Familie Wittmann schließlich in aller Ruhe über sieben Wochen hinweg lesen. In bis zu vier Selektionsdurchgängen je Weinberg, die nötig waren, weil die Erntemenge erstaunlich war, entstand eine Qualität, wie wir sie bei Wittmanns bisher noch nicht probierten. Wir arbeiten immerhin seit dem Jahrgang 1988 zusammen. Das erklärt, warum sich auch Wittmanns „einfacher“ Guts-Riesling in Bestform präsentiert. Spritzig frisch, harmonisch, stimmig und lustvoll läuft er über die Zunge, köstlich zu trinken und vor Jugend und Charme nur so sprühend. Genießen Sie ihn in seiner appetitanregenden Jugend, wenn seine knackig herzhafte Art besonderes Trinkvergnügen bereitet. Philipp Wittmann hat diesen Basis-Riesling schließlich dem jungen Genuß zugedacht. Harmonisch entfaltet sich seine Säure am Gaumen, bekömmlich niedrig ist er im Alkohol und animierend im Trunk und der Wein beweist duftiges Profil mit feinem Pfirsich-Hefe-Aprikosen-Aroma; kein arroganter Turbo-Duft, keine Säureattacken, sondern ehrlicher Riesling, der Stoff besitzt und Kraft gekonnt mit Frische vermählt. Von diesem fröhlichen Bio-Riesling steckt man auch mal die zweite Flasche am Abend bekömmlich und ohne Reue weg. Leute, genießt echten Wein!
Deutschland : Baden : Weingut Holger Koch
Rotwein : Pinot Noir = Spätburgunder : 2006
Holger Koch macht Wein aus Leidenschaft und Pinot Noir ist seine Passion. Dabei geht er selbstbewußt und visionär zugleich ans Werk. Als einer der ersten in Baden pflanzte er hochwertige Burgunderklonen. Diese unterscheiden sich in Geschmack, Duft und Intensität deutlich vom typisch badischen Freiburger-Klon, der zwar duftig, aber oft recht simpel wirken kann. Seine großbeerigen Trauben sind dicht gepackt und wachsen in großen Clustern; die französischen Edelklonen sind dagegen kleinbeerig, wachsen locker und gut durchlüftet in kleinen Traubenclustern und liefern ganz andere aromatische Intensität und Tiefe. Entsprechend intensiv demonstriert selbst Holger Kochs „kleinster“ Pinot Noir trotz blasser Farbe dunkle, würzige, beerig kompakte Aromen. Der Wein stammt von noch sehr jungen Pflanzen. Trotzdem offenbart er, spontan vergoren und nach 10-12 Tagen Maischegärung über 11 Monate im Holzfaß gereift, eine in seiner Preisklasse alles andere als alltägliche Verbindung von Kraft und Leichtigkeit in dichter Spätburgunderwürze mit feinherber, transparenter Tanninstruktur. Seine trotz heller Farbe (keine Manipulationen im Hause Koch!) erstaunliche Komplexität in Duft und Geschmack sollte wahre Pinot-Freunde rasch zugreifen lassen. Besseren Pinot zu diesem Preis kennen wir kaum. Gönnen Sie dem Wein noch ein Jahr der Reife, er wird es Ihnen danken.
Deutschland : Rheinhessen : Weingut Wittmann
Der Jahrgang 2007 setzt eine Zäsur im Hause Wittmann. Während sich Sohn Phillip im neuen Keller in aller Ruhe mit der weiteren Präzisierung seines Weinstiles beschäftigen konnte, unterstützt von einer zweiten Presse, die wichtige Verarbeitungsprozesse entscheidend entschleunigte, zeitigen Vater Günthers biodynamische Maßnahmen im Weinberg unerwartet nachhaltige Wirkung. Noch nie war ein Jahrgang im Hause Wittmann über alle Weine und Qualitäten hinweg so homogen präzise, so klar und kristallin in Ausprägung und Lagencharakteristik. Die Weine unterscheiden sich weniger in der Qualität, als in Struktur und Dichte voneinander; so nahe lagen die diversen Wittmann-Qualitäten noch nie beieinander. Man staunt und genießt. Statt kellertechnischer Opulenz und Kraft des Alkohols strahlen die Wittmann-Weine des Jahrgangs 2007 souveräne Ruhe und innere Dichte aus; ihnen geht es nicht um schöne Oberfläche, sondern um Substanz. Einen derart profunden Wandel zu Dichte und Ausstrahlung muß den Wittmännern erst mal jemand nachmachen. Seit der Umstellung auf die Biodynamik sprechen sie eine besondere, eine eigene Sprache, die exemplarisch dieser Riesling der „K&U-Sonderedition“ interpretiert. Philipp Wittmann baute uns dafür eine spezielle Partie, die eigentlich für seine glorreiche „S“-Klasse gedacht war, getrennt aus; sie wurde ohne Temperaturkontrolle im großen Holzfaß spontan vergoren und blieb bis Juni auf der Hefe. Schon mit dem ersten Schluck macht der Wein Staunen. Vater Günther verstand Glanz und Stärke des Jahrgangs präzise einzufangen und Sohn Philipp setzte sie in gekonnter Brillanz in pures Trinkvergnügen um. Hier ist sie, die so animierende Fröhlichkeit im Trunk, die aus dichter Mitte an Frucht und Würze resultiert; rein, klar und von bestechender Frische, präzise im Herkunftscharakter, gestützt von lebhaft frischer Säure, die geschmeidig und bekömmlich integriert ist, leuchtend vor aromatischer Spannkraft, und ein herrlich cremiges Mundgefühl definiert, das strahlende Frische und animierende Frucht transportiert. Dichte Würze entfaltet sich am Gaumen in präziser Mineralität, so anspruchsvoll wie unkompliziert, knochentrocken und analytisch kristallin. Animierend duftet der feingliedrige Riesling nach Sommerkräutern, reifer Mango und Exotenobst. Die biodynamische Bewirtschaftung garantiert Konzentration auf´s Wesentliche: Buchstäblich tiefgründig in Duft und Geschmack verspricht das erfrischend reintönige Mundgefühl selten lustvolles Riesling- Vergnügen. Anspruch und Wirklichkeit zu einem Preis, der Lust macht auf zweite Flasche. So seriös und mächtig der Jahrgang 2003 ausfiel, so pikant und trinkig gelang der Jahrgang 2004 - Wittmanns „K&U-Scheurebe-Edition“ des Jahrgang 2004 aus Naturland-Umstellung läßt schon beim ersten Schluck aufatmen: So kennen wir sie, die köstliche Scheurebe-Referenz, die Wein-Abende mit Trinkvergnügen erfüllt. Der Jahrgang steht der Rebsorte perfekt. Philipp Wittmann fing Glanz und Stärke des Jahrgangs präzise ein und setzte ihn in bestechender Souveränität in Trinkvergnügen um: Animierende Fröhlichkeit, cremig würziges Mundgefühl, strahlende Frische und intensive Frucht und Würze, gepaart mit Mineralität - der Wein macht gute Laune, tut der Seele gut und versöhnt mit dem Alltag. Fröhlich und unkompliziert, knochentrocken und unbeschwert zu genießen, duftet er nach Sommerkräutern und Stachelbeere, ist aromatisch, aber nicht arrogant, und seine nervige Textur im Mund löst Wohlbefinden aus. Anspruch und Wirklichkeit harmonieren in unserer Spezial-Edition, die aus Wittmanns bester Lage, dem „Morstein“, stammt, mit einem Preis, der Platz läßt für eine zweite Flasche. Die K&U-Sonderedition des Jahres 2008 aus dem Hause Wittmann. Ein besonderer Riesling aus besonderem Jahrgang. Zu einem Preis, der Genuß-Maßstäbe setzt. Ausgewählt von uns. Exklusiv bei uns.
Der Jahrgang 2007 setzt eine markante Zäsur im Hause Wittmann. Nichts ist danach wie vorher. Unterstützt von einer zweiten Presse, die wichtige Verarbeitungsprozesse entscheidend entschleunigt, kann sich Sohn Phillip während der Ernte im pünktlich fertiggestellten neuen Kellereigebäude in aller Ruhe der Präzisierung jenes Weinstiles widmen, den Vater Günther draußen im Weinberg mittels biodynamischer Maßnahmen nachhaltig zu prägen und zu beeinflussen verstand. Kein Jahrgang im Hause Wittmann konnte bislang über alle Weine und Qualitäten hinweg stilistisch und qualitativ so homogen, so präzise, so klar und kristallin in Ausprägung und Lagencharakteristik überzeugen, wie 2007. Die Weine unterscheiden sich weniger in ihrer Qualität, als in Struktur, Mundgefühl und Herkunftscharakter. Beeindruckend, wie homogen sich Wittmanns Qualitäten in diesem Jahr präsentieren. Man staunt und genießt. Der Stilwandel durch die Biodynamik ist offenkundig und eindrucksvoll. Statt kellertechnischer Opulenz und önologischen Schliffs strahlen die Wittmann-Weine des Jahrgangs 2007 eine souverän wirkende, brillant natürliche Stilistik aus; nicht die Kraft des Alkohols dominiert sie, es geht ihnen auch nicht um die populistisch polierte Oberfläche prächtiger Fruchtfülle, sondern um innere Substanz, Natürlichkeit, Charakter und Ausstrahlung. Den profunden Stil- und Geschmackswandel muß den Wittmännern erst mal jemand nachmachen. Ihre neuen Weine wirken und schmecken anders als bisher, weniger breit und opulent als straff mineralisch, animierend frisch und saftig, lange nachklingend und im Mundgefühl ungewöhnlich präzise fokussiert.
Exemplarisch für diese Entwicklung steht die „K&U-Sonderedition“. Sie entstammt einer speziellen Partie aus dem "Morstein", die uns besonders gut gefiel. Philipp Wittmann baute sie getrennt für uns aus. Sie wurde ohne Temperaturkontrolle im großen Holzfaß spontan vergoren und blieb bis Juni auf der Vollhefe. Schon der erste Schluck macht Staunen. Der Wein schmeckt nach weit mehr als er kostet. Vater Günther fing Glanz und Stärke des Jahrgangs präzise ein und Sohn Philipp setzte sie in pures Trinkvergnügen um. Die animierende Fröhlichkeit im Trunk resultiert aus dichter Mitte an Struktur und Mundgefühl, präzise fokussiert wie ein Laserstrahl, bestechend in der Frische, würzig im Herkunftscharakter, gestützt von frischer Säure, die geschmeidig und bekömmlich integriert wirkt. Aromatische Spannkraft setzt sich in cremigem Mundgefühl in strahlender Frische und animierender Frucht fort: Sommerkräuter, reife Mango und Exotenobst. Dicht entfaltet sich würzige Mineralität am Gaumen, so anspruchsvoll wie unkompliziert, knochentrocken und analytisch kristallin. Gekonnte Konzentration auf´s Wesentliche: Tiefgründig in Duft und Geschmack, erfrischend reintönig und vielschichtig im Mundgefühl, lustvolles Riesling- Vergnügen, das Anspruch und Wirklichkeit in einem Preis vereint, der Lust macht auf die nächste Flasche.
Deutschland : Baden : Weingut Holger Koch
Weißwein : Pinot Blanc = Weißburgunder : 2005
Dieser allmählich trinkreife Weißburgunder hat seine drei Sterne wahrlich verdient. Er demonstriert wie kein anderer Wein Holger Kochs nachhaltige Qualitätsphilosophie. In Baden wurde Weißburgunder nach der Flurbereinigung auf Ertrag und Mostgewicht gezüchtet. Deshalb sind „moderne“ Trauben großbeerig und grün und erinnern eher an Müller-Thurgau, denn an jene kleinbeerigen, goldgelben Weißburgunder-Trauben von einst, deren würziger Geschmack berühmt war. Nach diesen alten Reb-Setzlingen, die sogenannter Massenselektion entstammten, also mühsam entsprechend ihrer geschmacklichen Qualität über Rutenveredelung gewonnen wurden, suchte Holger Koch. Diese Rutenveredelung geht nicht auf einen einzigen Rebstock zurück und liefert deshalb eine breite Varianz an Geschmacks- und Aromenintensität mit vielschichtigen Frucht- und Würzaromen im Wein. So auch hier. Obwohl der Wein von erst vier Jahre alten Junganlagen stammt, stellt er alles in den Schatten, was in Baden von älteren Rebanlagen kommt. Holger Kochs Weißburgunder-Reminiszenz aus Massenselektion wurde im neuen 500 Liter-Faß spontan vergoren und reifte dann sieben Monate auf der Vollhefe; nie gepumpt und nur einmal per Falldruck grob filtriert, liefert sie kraftvoll nussige, hefig würzige Aromenpracht in Drei-Sterne-Qualität. Ein Wein, der Aufmerksamkeit verdient.
Deutschland : Franken : Weingut Johann Ruck
2003 war in Franken ein ganz schwieriger Jahrgang. Familie Ruck konnte ihre wichtigste Lage, den Julius-Echterberg, exakt zum richtigen Zeitpunkt ernten. Der Lesezeitpunkt war in diesem schnellen, heißen Jahr der alles entscheidende Qualitätsparameter. Alles was danach gelesen wurde, hat uns, aber das ist ganz persönlich, längst nicht so gefallen. Sehr viel Alkohol und massive Säureprobleme durch extreme Reife waren der zentrale Punkt in ganz Franken. Wer zu früh gelesen hat, davon gibt es reichlich, wird den schnellen Verfall der Weine aus mangelnder phenolischer Reife erleben. Was zu spät gelesen wurde, mußte mit Aufsäuerung und so manchem önologischen Wundermittel verkäuflich gemacht werden. Nicht so bei Rucks. Ihre monumentale Silvaner Spätlese aus dem Julius-Echterberg ist einer der großen Weine Frankens aus einem Jahrgang mit Ausnahmestatus. Spontanvergoren, mit deutlich reifem, aber charakteristisch grasigem, kernigem, saftigem Geschmack von barocker Dimension. Fülle und Würze, die historisch sind. Curry, edle Hölzer, grüne, erfrischende Komponenten und reife gelbe würzige Kräuter- und Gewürznoten. Ein stoffiger, weicher, substantieller Silvaner, der dem Jahrgang zu maximaler Ehre gereicht. Familie Ruck erntete ihre wichtigste Lage, den Julius-Echterberg, exakt zum richtigen Zeitpunkt - im schnellen, heißen Jahrgang 2003 der alles entscheidende Qualitätsparameter. Ihre monumental gelungene Silvaner Spätlese aus dem Julius-Echterberg ist einer der großen Weine Frankens aus diesem Jahrgang mit Ausnahmestatus. Spontanvergoren, mit deutlich reifem, aber charakteristisch grasigem, kernigem, saftigem Geschmack von barocker Dimension. Fülle und Würze, die historisch sind. Curry, edle Hölzer, grüne, erfrischende Komponenten und reife gelbe würzige Kräuter- und Gewürznoten. Ein stoffiger, weicher, substantieller Silvaner, der dem Jahrgang zur Größe verhilft und als Referenz dienen mag, denn heute sind die meisten Silvaner des heißen Jahrgangs schon ein Opfer frühen Verderbs. Dieser hier hat noch Zukunft.
Deutschland : Baden : Weingut Seeger
Es gibt kaum einen Winzer in Deutschland, der auf hochwertiges Mundgefühl soviel Wert legt, wie Thomas Seeger. Er, der jeden Wein verkostet, der interessant ist, egal woher er kommt, weiß genau, was in der Welt des Weines passiert. Vielleicht setzt er deshalb auf sanfte Fülle und Mineralität im Mundgefühl ebenso, wie auf pikante Frische und Präzision im geschmacklichen Fokus. Obwohl sein Betrieb winzig klein und nur einer verschworenen Schar von Kennern bekannt ist, muß man den jungen Badener unter die besten deutschen Winzer rechnen. Thomas Seegers wunderbarer „Auxerrois", eine kaum noch bekannte alte Rebsorte, die große Ähnlichkeit mit Chardonnay und Weißburgunder besitzt, gelang im Jahrgang 2007 in exemplarischer Qualität. Als trockene Spätlese kommt sie saftig im Geschmack daher, angenehm mild in der Säure, mit dichter würziger Mitte in einem präzise definierten Mundgefühl, das trocken und frisch wirkt und animierende Lust auf den nächsten Schluck weckt. Kennzeichen der Rebsorte ist ein warmes Karamel-, geröstete Mandeln- und frischer Brotteig-Bukett, das den cremig weichen und fülligen Wein zum originellen Essensbegleiter prädestiniert, der delikates Weinvergnügen bei Tisch garantiert. Einer der großen Auxerrois Deutschlands, der die gastronomische Lücke zwischen Riesling und Chardonnay schließt - jawohl! klingt komisch, ist aber so -, und ist deshalb einen Versuch wert ist, oder?
Deutschland : Saar : Weingut Van Volxem
Ein Lagen-Riesling von 30 Jahre alten Reben an einem Hang unter dem Scharzhofberg. Niedrigste Erträge, Spontanvergärung, langer und langsamer Holzfaßausbau. Dunkelbrauner Schiefer prägt salzige Mineralität in verblüffend kräuterwürzigem, fast rauchig speckig wirkendem Aromenprofil. In der Karaffe entwickelt sich sein Bukett über weißen Pfeffer zu würzigen Orientanklängen mit Süßholz, Veilchen und braunen Gewürzen in seidig transparenter Struktur vom Duft bis an den Gaumen. Ein unaufdringlich schwebender Wein mit frischer, dunkler Würze und Potential für spannende Entwicklung, die ihn zu feinherber Eleganz führen wird, harmonisch und stahlig zugleich, intensiv aber fein und trocken im Nachklang. Der „Wiltinger Braunfels“ ist mehr als nur der Einstieg in die spannende Welt der großen Saar-Lagen. Was dieser Wein für´s Geld bietet, sollte dem Gros der deutschen Winzer die Schamesröte ins Gesicht treiben. Komplex, fast ein wenig rauchig (Braunschiefer mit Grauwacken und Quarziten) atmet das Aromenprofil warme intensiv gelb-würzige Düfte nach getrocknetem Heu, reifen Obstaromen, Orangenschalen, getrocknete Aprikosen – man meint, die Schalen vollreifer Beeren schmecken zu können. Feines Spiel, raffiniert kühle Mineralität, klare, nervige Frische, gepaart mit Opulenz und Dichte - in diesem denkwürdigen Jahrgang kein Widerspruch bei Van Volxem. Trotz später Lese nur 12.5 Vol. %; feinherbe Eleganz, harmonisch und stahlig zugleich, intensiv aber fein und trocken im Nachklang; je länger man dekantiert, um so intensiver kommen die würzigen gelben Noten zum Vorschein. Der Wein braucht noch Jahre, und schmeckt doch heute schon verführerisch. Was dieser Wein für´s Geld bietet, sollte dem Gros der deutschen Winzer die Schamesröte ins Gesicht treiben. Komplex, ein wenig rauchig (Braunschiefer mit Grauwacken und Quarziten) atmet das Aromenprofil warme intensiv gelb-würzige Düfte nach getrocknetem Heu, reifen Obstaromen, Orangenschalen, getrocknete Aprikosen – man meint, die Schalen vollreifer Beeren zu schmecken. Feines Spiel, raffiniert kühle Mineralität, klare, nervige Frische, gepaart mit Opulenz und Dichte - in diesem denkwürdigen Jahrgang kein Widerspruch. Trotz später Lese nur 12 Vol. %; feinherbe Eleganz, harmonisch und stahlig zugleich, intensiv aber fein und trocken im Nachklang; je länger man ihn dekantiert, um so intensiver kommen die würzigen gelben Noten zum Vorschein. Ein sicherer Tip in diesem Jahrgang!
Deutschland : Franken : Weingut Zehnthof
„Tradition“ wird groß geschrieben in Franken. Doch in Anbetracht der Realität im fränkischen Weinbau verkommt der viel bemühte, arg gequälte Begriff zunehmend zur Makulatur. Traditionell im besten Sinne geht es dagegen bei Wolfgang und Ulrich Luckert in Sulzfeld zu. Sie präsentieren mit diesem saftig trockenen Silvaner Kabinett der Lage Cyriakusberg ein so mustergültiges wie kompromißloses Prachtexemplar fränkischer Weinkultur. Keuper auf Muschelkalk prägt seine saftige Struktur, in der filigrane Säure für feines mineralisches Rückgrat sorgt. Luckerts vergären „wie früher“ auf der wilden Hefe. Simple Sortenfrucht sucht man deshalb in ihren Weinen vergebens; sie duften vielschichtig nach „mehr“ und entfalten ihre ehrliche Herkunft nur langsam im Glas. Im Drei-Stück-Holzfaß auf der Hefe ausgebaut und bis zur Füllung ohne Schönung gereift, verkörpert ihr herzhaft bekömmlicher Silvaner das, was einst als „fränkisch trocken“ besonderen Ruf genoß: Stoffig im Mundgefühl und wirklich trocken, weich und kernig zugleich, kraftvoll in der Rebsortenexpression, verhalten würzig im Duft, mit Genuß-Potential für Jahre. Ein traditioneller Silvaner im wahren Sinne des Wortes.
Deutschland : Rheinhessen : Weingut Wittmann
Auch Wittmanns „Kirchspiel“ erlebt im Jahrgang 2006 eine Metamorphose. Die Umstellung vom biologischen auf den biodynamischen Weinbau, den Günter Wittmann mit viel Spaß und Engagement vorantreibt, zeitigt spürbare Folgen. Man hat das Gefühl, daß in den Weinen ein Vorhang aufgegangen ist. Waren Wittmanns große Gewächse stets attraktiv fruchtbetont, etwas mollig und opulent in der Mitte, immer gestützt von einer frischen, kalkig wirkenden Säure, strahlen sie nun aus dem Glas etwas gewöhnungsbedürftig „anders“, weil ihnen das zugänglich mollige Mundgefühl der Vergangenheit abgeht. Sie wirken jetzt schlanker und rassiger, packend dicht konzentriert auf Mineralität und Herkunftscharakter und präzise auf der Zunge, wo das „Kirchspiel“ des Jahres 2006 frische, lange Spuren hinterläßt. Die Fruchtintegration wirkt anders als bisher, sie erinnert an burgundische Mineralität, die sich in die Struktur des Weines, ins Mundgefühl, komplett integriert. Kein Links, kein Rechts, satte präzise Mitte, in der sich alles abspielt. Knackige, stahlige Mineralität in pikanter Frische mit attraktiv unaufdringlichem Aromenspiel von Pfirsich, Aprikose, Mango, ja sogar Lychee und Granatapfel. Kompakt, straff, säurebetont und lange nachwirkend rollt das „Kirchspiel“ in bestechend fokussierter Mineralität und Präzision über die Zunge. „Kirchspiel“ entwickelt druckvolle Konzentration im Mund, besitzt innere Dichte mit viel Lagen-Charakter und kraftvoller Substanz. Über all dem glänzt hell und klar puristische Frucht. Unbedingt dekantieren.
Deutschland : Baden : Weingut Holger Koch
Weißwein : Pinot Grigio = Grauburgunder = Ruländer : 2007
Seinen animierend frischen, knochentrocken ausgebauten Grauburgunder des Jahrgangs 2007 vergor Holger Koch mit einer Hefemischung, die er aus einer Spontangärung isolierte. So erreichte er die typische Aromastruktur der Spontangärung, ohne die Reduktivaromen der Vergärung im Edelstahl dominieren zu lassen. Das scheint den Prüfern der amtlichen Prüfkommission suspekt gewesen zu sein, sie verweigerten beiden Basisweinen Holger Kochs die Prüfnummer. Die kommen jetzt als deutsche Tafelweine, der untersten Qualitätskategorie des Weingesetztes, auf den Markt. Das ficht uns nicht an. Bestechend präzise im Duft, knackig frisch und nachhaltig reintönig beweist dieser brillante Grauburgunder präzisen Rebsortencharakter in dezent rauchiger Burgunder-Stilistik. Er zeigt sich rassig und pikant im Trunk, zugänglich und fruchtig im Stil, besitzt aber zugleich Komplexität und Anspruch. Ein Wein mit dem Zeug zum Lieblingstropfen. Der perfekte Begleiter zu Gemüse- und Fischgerichten, zu Salaten, kalten Vorspeisen und allem, was in Frühling und Sommer aromatische Begleitung braucht.
Holger Koch ist nicht biologisch zertifiziert, arbeitet im Weinberg aber seit Jahren darauf hin. Er tut das, um im Keller die Kraft der Natur einsetzen zu können. Dort ist er weiter als die meisten Ökowinzer, klärt kaum vor, vergärt konsequent spontan auf der wilden Hefe, baut lange auf der Vollhefe im 500-Holzfaß aus und filtriert seine Weine nur schonend. Konsequent verbannte er die synthetischen Spritzmittel vom Hof und schaffte es sogar im badischen Katastrophenjahrgang 2006 ohne Botrytizide auszukommen; dafür sorgte er das Rebjahr hindurch mit aufwendiger Blattwerksarbeit für entsprechende Belüftung der Trauben, stärkte mit Wasserglas-Spritzungen die Häute seiner Beeren und setzte im Finale auf schnelle Lese, was bei seinen nur 6.5 ha Rebfläche kein Problem darstellte. Das Ergebnis ist bekannt, seine 2006er gehörten zu den gelungensten Exemplaren des schwierigen Jahrgangs in Badens.
Der Jahrgang 2007 hätte zum Idealjahr werden können, wäre der ungewöhnlich langen Hängezeit der Trauben am Stock eine etwas längere Reifeperiode zum Schluß hin gefolgt. So mußte es, wie schon 2006, wieder relativ schnell gehen mit der Lese; trotzdem ist der ehrgeizige Jungwinzer hochzufrieden mit dem Ergebnis. Seine gesamte 2007er Palette strahlt vor Präzision, Dichte und Mineralität.
Wir freuen uns darauf, Ihnen diese Weine anbieten zu können, weil inzwischen auch die weinbaulichen Maßnahmen Holger Kochs spannende geschmackliche Wirkung zeigen, die seine Weine unverwechselbar machen im badischen Kontext. So pflanzt er seit Jahren Rebsetzlinge, die von alten Rebanlagen abstammen, von moderner Klonenzüchtung also unbelastet sind. Es sind Reben, die ihm kleine Trauben mit kleinen Beeren und außergewöhnlich intensiven Aromen bescheren. Organische Düngung, Begrünungseinsaaten und Verzicht auf Herbizide sorgen für lebendigen Boden. So reizt Holger Koch, im Zusammenspiel von intensiver Handarbeit mit zurückhaltendem Pflanzenschutz, das Potential seiner Trauben von Jahr zu Jahr mehr aus. Er kann stolz sein auf diese harmonische Qualitätssteigerung im Einklang mit der Natur, die sein Jahrgang 2007 im Glas voll auszuspielen versteht.
Seinen animierend frischen, knochentrocken ausgebauten Grauburgunder des Jahrgangs 2007 vergor Holger Koch mit einer Hefemischung, die er aus einer Spontangärung isolierte. So erreichte er die typische Aromastruktur der Spontangärung, ohne die Reduktivaromen der Vergärung im Edelstahl dominieren zu lassen. Das scheint den Prüfern der amtlichen Prüfkommission suspekt gewesen zu sein, sie verweigerten beiden Basisweinen Holger Kochs die Prüfnummer. Die kommen jetzt als deutsche Tafelweine, der untersten Qualitätskategorie des Weingesetztes, auf den Markt. Das ficht uns nicht an. Bestechend präzise im Duft, knackig frisch und nachhaltig reintönig beweist dieser brillante Grauburgunder präzisen Rebsortencharakter in dezent rauchiger Burgunder-Stilistik. Er zeigt sich rassig und pikant im Trunk, zugänglich und fruchtig im Stil, besitzt aber zugleich Komplexität und Anspruch. Ein Wein mit dem Zeug zum Lieblingstropfen. Der perfekte Begleiter zu Gemüse- und Fischgerichten, zu Salaten, kalten Vorspeisen und allem, was in Frühling und Sommer aromatische Begleitung braucht.
Deutschland : Mosel : Weingut Heymann-Löwenstein
Schon zu Napoleons Zeiten galt der „Kirchberg“ als Grand Cru-Lage, und war damit eine der besten Lagen der Mosel. In Hatzenports bester Lage, die erst Reinhard Löwenstein wieder zu neuem Leben erweckte, ist der Schiefer rötlich gefärbt, durchsetzt mit vielen kleinen Quarziten; das gibt dem Wein enorme Länge am Gaumen und eine weiche, aber zugleich straffe Dichte, die nicht breit und unkonturiert zerfließt, sondern fokussiert einen Strahl grün-gelber Obst- und Würzaromen über die Zunge zieht. Anmutig, könnte man diesen Wein altmodisch nennen, weil er der am wenigsten intellektuelle im Löwenstein-Portfolio ist und mit reifer, zugänglicher Konzentration ein mineralisch-kristallines Mundgefühl erleben läßt, das eher feiner und milder ist. Egal ob 2001, 2002 oder 2003, Jahr für Jahr präsentiert sich dieser Schönling unter den Löwenstein-Darstellern mit ungefähr ähnlichem Lagen- und Terroirgeschmacksbild. Das nennt man Konsistenz. „Kirchberg“, Hatzenports beste Lage, von Reinhard Löwenstein zu neuem Leben erweckt. Der Schiefer ist rötlich gefärbt, durchsetzt mit vielen kleinen Quarziten; der Wein zeigt enorme Länge am Gaumen und weiche, zugleich straffe Dichte, nicht breit und unkonturiert, sondern fokussiert in einem Strahl grün-gelber Obst- und Würzaromen. „Anmutig“ könnte man diesen Wein altmodisch nennen. Der am wenigsten intellektuelle Wein im Löwenstein-Portfolio zeigt reife, zugängliche Konzentration mit mineralisch-kristallinem Mundgefühl, fein, subtil und mild. Der Mittelmosel-Typus unter den Löwenstein-Darstellern. Lieferbar ab September 2008!
Deutschland : Mosel : Weingut Heymann-Löwenstein
„Stolzenberg“ liefert schmelzigen und zugänglichen Riesling, „schön“ in des Wortes Sinne, nicht kompliziert, nicht intellektuell, reif und gefällig. Man kann man sich dem Reiz dieses Weines kaum entziehen. „Stolzenberg“ berührt die Sinne, beeindruckt durch Perfektion und Präzision des Terroirs, macht Spaß. Die Schiefer sind hier vorwiegend dunkelbraun und porös, der erstaunlich trocken wirkende Wein präsentiert sich entsprechend voluminös und weich, erdig und kräftig im Geschmack; sein Mundgefühl ist Opulenz und Seidigkeit. Kann Schönheit Sünde sein? Die letzten paar Flaschen, leider! Von dieser Grand Cru-Lage bei Hatzenport bekommen wir stets nur wenige hundert Flaschen zugeteilt. „Stolzenberg“ liefert schmelzigen, zugänglichen Riesling, „schön“ in des Wortes Sinne, nicht kompliziert, nicht intellektuell, sondern reif und gefällig. Dem Charme dieses Weines kann man sich kaum entziehen. „Stolzenberg“ berührt die Sinne, beeindruckt durch Perfektion und Präzision des Terroirs, macht Spaß. Erstaunlich trocken wirkend, voluminös und weich, erdig und kräftig im Geschmack; Mundgefühl mit Opulenz und Seidigkeit. Kann Schönheit Sünde sein? Lieferbar ab September 2008!
Deutschland : Mosel : Weingut Ansgar Clüsserath
Weißwein : Pinot Blanc = Weißburgunder : 2007
Ein wunderschöner Weißburgunder von Steillagen auf Schieferböden. Interessant der Unterschied im Mundgefühl, der das Geschmackserlebnis nachhaltig prägt, schmeckt doch Familie Clüsseraths Weißburgunder von nicht flurbereinigten Schiefer-Lagen in Trittenheim ganz anders als von Kalk- oder Lößböden. Zart und duftig in der Struktur, wirkt er weich und geschmeidig, fast seidig im Mund. Wie gewohnt langsam im Fuderfaß ausgebaut, spontan vergoren, kaum vorgeklärt. Eva Clüsseraths Weißburgunder will kein grandioser Spitzenwein sein, er gibt sich bescheiden. Und doch ist er ein ungewöhnlich gelungener Alltagsbegleiter, der Anspruch, Persönlichkeit und Herkunftscharakter beweist. Solch überzeugende Understatementweine sind selten geworden auf dem lauten Markt. Dieser Weißburgunder macht alles mit, was der Küchenalltag fordert und ist dabei preislich einfach unglaublich, liefert er doch richtig seriöses Handwerk. Weinfreund, was willst Du mehr?
Deutschland : Pfalz : Weingut Jürgen Leiner
Weißwein : Chardonnay : 2006
Der junge Sven Leiner ist einer der Hoffnungsträger des deutschen Weinbaus. Was er im traditionellen väterlichen Betrieb inzwischen an außergewöhnlichen Weiß- und Rotweinen produziert, ist erstaunlich, nötigt Respekt ab und macht Hoffnung auf mehr.
Dieser Traum von Chardonnay mag Ihnen als Musterbeispiel dienen für einen Natur-Chardonnay, wie er sein sollte. Sven Leiner las sorgfältig gesundes, ausgereiftes Lesegut von Hand. Der Wein verrät seine Herkunft von straffen Kalkböden durchaus in der Textur, die opulent und klar definiert zugleich wirkt. Er wurde ohne Temperaturkontrolle im kleinen Holzfaß ausgebaut, wurde spontan vergoren, lag viele Monate lange auf der Feinhefe, wurde nur wenige Male bewegt und dann ohne jede Stabilisierung oder Filtration gefüllt. Er liefert Geschmackserlebnis, besitzt Tiefe und mineralische Fülle, kommt eindeutig aus einer kühleren Klimazone und beweist seidige Dichte und Konsistenz, wie sie internationaler Chardonnay hat. Es ist kaum möglich, ihn als Südpfälzer zu identifizieren, er wirkt wie ein Weltwein, hat Weltweinformat. Er steht hier auch für den internationalen Typus von Chardonnay. Wir wollten bewußt keinen Übersee-Chardonnay anbieten, sondern in Europa bleiben. Es ist also ein Chardonnay wie viele andere aus Australien, Südafrika oder Kalifornien, nur ein wenig frischer, ein wenig fokussierter, ein Häuchlein "deutscher", dominiert von der Machart im feinsten Holzfaß, wie es typisch ist für diese Rebsorte, egal wo sie herkommt. Dabei beweist der Wein hohes technisches Niveau, dem lediglich die Herkunftsprägung a la Burgund oder Kalifornien abgeht. Ein Musterbeispiel für hervorragendes Lesegut, für perfekte Verarbeitung, ein kühler, raffinierter Welt-Chardonnay, wie man ihn sich wünscht und wie man ihn kennt, der ur-gastronomisch ist, weil er viele Gerichte anspruchsvoll und edel begleitet. Muß Chardonnay aus der Pfalz wirklich sein? Sven Leiners Beitrag zu dem Thema ist immerhin einen Versuch wert. Kerngesundes, perfekt ausgereiftes Lesegut von lehmigen Kalkböden verwandelt er in ein Mundgefühl, das opulent wirkt, sich aber präzise und frisch zugleich präsentiert. Ohne Temperaturkontrolle im kleinen Holzfaß spontan vergoren, reifte Sven Leiners eindrucksvolles Exemplar ohne jeden Eingriff viele Monate auf der Feinhefe; um ohne jede Stabilisierung oder Filtration auf Flasche zu kommen, wurde der Wein ein paar Mal umgezogen, das war´s. Chardonnay mag „out“ sein, die Rebsorte erweist sich auch bei Sven Leiner aber als das, was sie ist: groß, spannend, immer aktuell. Geschmackserlebnis, Tiefe und mineralische Fülle, deutlich einer kühleren Klimazone entstammend, gehen in seidiger Dichte und Konsistenz auf. Es ist kaum möglich, diesen Wein der Südpfalz zuzuschreiben, er besitzt eher Weltweinformat. Dennoch ist es nicht der übliche langweilige Welt-Chardonnay, der hier im Glas steht, sondern ein frischer, fokussierter, straffer, präziser Chardonnay, dominiert sicher von seiner Entstehung im Holzfaß, die hier aber enormes Niveau beweist. Sven Leiner ist ein raffiniert barocker Chardonnay gelungen, wie man ihn sich manchmal ersehnt, um anspruchsvolle Gerichte edel und geschmacksintensiv begleiten zu können.
Deutschland : Pfalz : Weingut A. Christmann
Deutschland : Mosel : Weingut Heymann-Löwenstein
Schaumwein : Riesling : 2004
Wer des Champagners mit seiner oft unangenehm harten Süße-Säure-Diskrepanz müde ist, wer Reife im Wein schätzt und einem deutschen Sekt außergewöhnliche Qualität zugestehen kann, der ist mit Reinhard Löwensteins Rieslingsekt von der Mosel bestens beraten. Das, was der seinen Rüttelpulten entlockt, hat mit profanem „Sekt“ wenig zu tun. Rieslingsekt hat nie die Länge, Kraft und Fülle eines Spitzenchampagners von den kargen Grand Cru-Kreideböden der Champagne. Aber er kann viele „gemeine“ Champagner ziemlich dünn und sauer aussehen lassen. Löwensteins versektete Schieferterrassen sind reif im Bukett und charaktervoll trocken im Geschmack, so weich und cremig frisch wie der Wein schmiegt sich auch der Sekt daraus um die Zunge; aromatisch anspruchsvoll, wagt er intensiven Schiefercharakter, trinkt sich unkompliziert, hat weinigen Geschmack mit milder Kohlensäure und reizt die Sinne weniger mit Komplexität, als mit belebend vergnüglicher Struktur, die es bei einem Glas kaum bleiben läßt.
Deutschland : Franken : Weingut Roth
Gerhard Roth ist seit 1974 überzeugter Verfechter des ökologischen Weinbaus. Er ist Pionier dieser immer mehr um sich greifenden Bewegung, die, von vielen belächelt, im Qualitätsweinbau nicht mehr aufzuhalten ist. Er hat er in der Vergangenheit große Schwierigkeiten in Kauf genommen, um seine Weinbereitungsphilosophie durchzuhalten. Heute ist er besonders für Rotweine bekannt, die sich durch eine lange Lagerfähigkeit auszeichnen, auch ein Verdienst der stabilen Biochemie der Weine. Das in Franken - jedenfalls für Rotweine - durchaus als Jahrhundertjahrgang zu bezeichnende Jahr 2003 hat bei Gerhard Roth eine Domina entstehen lassen, wie sie besser nicht sein könnte. Voll ausgereifte Trauben wurden mit 103 Oechsle geerntet, spontanvergoren, dreißig Tage auf der Maische stehen gelassen, um schließlich nach der malolaktischen Gärung für 16 Monate in Barrique-Fässern aus fränkischer Eiche ausgebaut zu werden. Diese Domina beweist intensive Frucht nach Zwetschgen, Brombeeren und Leder. Feine Röstaromen, aber auch tiefgründige Kräuterwürzigkeit, die man in Franken nicht vermutet, stehen über dem Glas. Die Tannine sind kräftig und bilden zusammen mit einer guten Säure ein Gerüst für ein langes Leben. Aber, es gibt leider nur kleine Mengen. Dieser Wein ist ab Gut bereits ausverkauft, also bitte rechtzeitig bestellen!!! Genießbar ist der Wein sofort, man steigert aber den Genuß, wenn man ihm 1-2 Jahre Kellerreife gönnt.
Deutschland : Saar : Weingut Van Volxem
Im famosen Jahrgang 2007 präsentiert sich Roman Niewodniczanskis legendärer Saar-Riesling auf einem Niveau, das ihn konkurrenzlos macht in seiner Preisklasse. So gut war er noch nie. Man riecht und genießt und fällt buchstäblich in ein Meer tiefgründig komplexer Frucht, pikant gewürzt mit profunder Schiefermineralität, die sich in feinen salzigen Spuren an den Zungenrändern bemerkbar macht. Frische Melone, weißer Pfirsich und der Hauch reifer Aprikosen schweben über dem Glas und signalisieren profunde Reife, Ergebnis der extrem langen Hängezeit dieses Jahrgangs, die durch aufwendige Arbeit im Weinberg und extrem schonende Behandlung im Keller in entsprechende aromatische Qualität umgesetzt wurde. Breit und komplex aber zugleich frisch und fokussiert leuchtet der Wein aus dem Glas; animierend läßt er das Wasser im Mund zusammenlaufen; erstaunlich trocken geht er über die Zunge und rassig zieht ihn spielerisch agierende Säure präzise und knackig frisch bis an den Gaumen, macht dort Druck und sorgt in animierender Lust für Vorfreude auf den nächsten Schluck. Präzision ist das wesentliche Geschmacksmerkmal des Jahrgangs 2007 auch an der Saar. Präzision im Herkunftscharakter. Noch nie war die seidige Schiefermineralität der Saar so präsent in diesem Wein. Präzision in der Brillanz der Frucht, der Komplexität der Würze und der bestechend reintönig formulierten Mineralität. Van Volxems Saar-Riesling 2007 garantiert enormes Trinkvergnügen und setzt in seiner Preisklasse stilistische und qualitative Maßstäbe. Famose Qualität zu wertem Preis. Roman Niewodniczanskis Saar-Riesling ist in diesem Jahr ein Muß für jeden Riesling-Freund. Tatsächlich präsentiert er sich im famosen Jahrgang 2007 auf einem Niveau, das ihn in seiner Preisklasse fast konkurrenzlos macht. So gut war er noch nie. Man riecht und genießt und fällt buchstäblich in ein Meer tiefgründig komplexer Frucht, pikant gewürzt mit profunder Schiefermineralität, die sich in feinen salzigen Spuren an den Zungenrändern bemerkbar macht. Frische Melone, weißer Pfirsich und der Hauch reifer Aprikosen schweben über dem Glas und signalisieren profunde Reife, Ergebnis der extrem langen Hängezeit dieses Jahrgangs, die durch aufwendige Arbeit im Weinberg und schonende Behandlung im Keller in entsprechende aromatische Qualität umgesetzt wurde. Breit und komplex aber zugleich frisch und fokussiert leuchtet der Wein aus dem Glas; animierend läßt er das Wasser im Mund zusammenlaufen; erstaunlich trocken geht er über die Zunge und rassig zieht ihn spielerisch agierende Säure präzise und knackig frisch bis an den Gaumen, macht dort Druck und sorgt in animierender Lust für Vorfreude auf den nächsten Schluck. Präzision ist das wesentliche Geschmacksmerkmal des Jahrgangs 2007 auch an der Saar. Präzision im Herkunftscharakter. Noch nie war die seidige Schiefermineralität der Saar so präsent in diesem Wein. Präzision in der Brillanz der Frucht, der Komplexität der Würze und der bestechend reintönig formulierten Mineralität. Van Volxems Saar-Riesling 2007 garantiert enormes Trinkvergnügen und setzt in seiner Preisklasse stilistische und qualitative Maßstäbe. Famose Qualität zu wertem Preis.
Deutschland : Saar : Weingut Van Volxem
Deutschland : Mosel : Weingut Ansgar Clüsserath
Es ist bemerkenswert, mit welcher Souveränität Vater und Tochter Clüsserath ein Niveau vorlegen, das so stimmig und preiswert ist, daß man den ganzen Keller leerkaufen möchte. 2007 setzen die beiden erneut Maßstäbe. Ihr leg