aus Kalifornien, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und Deutschland. Weine voller Charakter und Stil, nicht stromlinienförmig konsumentenfreundlich, sondern mit so viel Geschmack und Ausstrahlung wie möglich; authentisch und vornehmlich aus weniger bekannten Regionen: Von der Loire, aus Cahors, dem Bergerac, dem Languedoc-Roussillon, der Rhone, aus Oregon, Washington State und Kalifornien, aus Apulien oder den Marken, von der Mosel oder dem Mostviertel.
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Das Weingut Christmann aus der Pfalz ist die neueste und vorläufig letzte Bereicherung unseres Programmes deutscher Spitzenwinzer. Steffen Christmann leitet das traditionsreiche Weingut in der Gemeinde Neustadt-Gimmeldingen seit dem Jahre 1996 in siebter Familien-Generation. Von Beruf Jurist, beschloß er nach reiflicher Überlegung, sich auf das Abenteuer des Winzerdaseins einzulassen; heute bearbeitet er knapp 20 Hektar Rebfläche in klassifizierten Lagen rund um Gimmeldingen, Mußbach und Königsbach, wo der berühmteste Wein des Weingutes der Lage „Idig“ entstammt, sowie in Ruppertsberg und Deidesheim. Steffen Christmann steht für Riesling, den er auf rund zwei Drittel seiner Rebfläche stehen hat, doch pflegt er auch Spätburgunder, Weiß- und Grauburgunder, sowie ein wenig Gewürztraminer, St. Laurent und Cabernet Sauvignon.
Steffen Christmann stellte visionär im Jahr 2004 auf biodynamische Wirtschaftsweise um. Zuvor hatte er über einige Jahre positive Erfahrungen mit dem ökologischen Weinbau gesammelt. Neben seinem Winzerdasein ist Steffen Christmann Präsident des VDP, des Verbandes deutscher Prädikatsweingüter, dem er eine Revolution bescherte, in dem er die verbandseigene Bio-Zertifizierung anstrebt. Seinem Vorbild folgen bereits einige der renommiertesten Weingüter Deutschlands, nicht nur in der Pfalz. Sie gehen den fast zwangsläufigen Weg zu einer Qualität, die noch intensiveres Weinerlebnis ermöglicht. So präsentieren sich auch Steffen Christmanns Weine nach der Umstellung so konturiert und profiliert, so ungewöhnlich präzise und klar in ihrem unmißverständlichen Herkunftscharakter, daß sie anders riechen und schmecken als früher. Alle Winzer, die auf Biodynamik umstellen, stellen in ihren Weinen eine spürbare Konzentration auf sich selbst fest, verbunden mit einem grundlegenden Stilwandel, den viele Weinfreunde zunächst falsch interpretieren. Die innere Dichte der Weine nimmt zu, packend präzise Mineralität schält sich aus ihrer Struktur heraus; ein Jahrgang wie 2007 unterstützt diese kühl wirkende Präzision der Weine noch und läßt sie förmlich aus dem Glas strahlen, kompromißlos trocken, extrem reintönig und von ungewohnt klarer Definition. Steffen Christmanns Weine des Jahrgangs 2007 präsentieren ihre Herkunft so präzise, daß sie ungewohnt "anders" wirken, schlank, rassig, präzise fokussiert und konzentriert auf sich selbst. Die Pfalz beweist prägnanten Terroircharakter. Um den zu verdeutlichen, faßt Steffen Christmann seine verschiedenen Parzellen zu vier Gruppen von Weinen zusammen: Die Gutsweine subsummiert er unter dem Regionalbegriff „Pfalz“; die Ortsweine weist er entsprechend ihrer Herkunft aus Gimmeldingen, Königsbach oder Rupperstberg stammend aus; die klassifizierten Lagenweine tragen ihre spezifische Herkunft auf dem Etikett und schließlich gibt es noch die großen Gewächse.
Steffen Christmann pflegt einen Stil, der sich stringent durch alle Weine wie ein roter Faden zieht: Kristalline Reinheit soll den Geschmack der Trauben möglichst authentisch wiedergeben, um so ihre Herkunft, ihr Terroir, so expressiv wie möglich zum Ausdruck zu bringen. Reinheit für mehr Komplexität der Herkunft. Die erzielt er im Keller durch langes schonendes Pressen der Trauben bei niedrigem Druck, die anschließende Vorklärung der Moste überläßt er natürlicher Sedimentation, um eine langsame spontane Gärung einzuleiten, die für das besondere Mundgefühl seiner Weine entscheidend ist; sie dauert oft bis in den Juni hinein. Geschönt wird nur wenn es nötig ist, vor Flaschenfüllung wird schonend filtriert. Christmanns bemerkenswerte Spätburgunder entstammen klassischer Maischegärung und langsamen Ausbaus im Barrique mit biologischem Säureabbau. Sie gehören zu den besten ihrer Art in der Pfalz, erfuhren bislang aber nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Wir freuen uns sehr darauf, dieses dynamische Weingut auf seinem Weg an eine neue Spitze im deutschen Wein begleiten zu können.
Château de Francs führen wir seit vielen Jahren. Das kleine Château gehört Dominique Hebrard, dem ehemaligen Mitbesitzer von Château Cheval Blanc in Saint Emilion. Er zog sich nach dem Verkauf mit seiner Familie dorthin zurück und produziert dort nun in der Abgeschiedenheit des Hinterlands von Saint Emilion zusammen mit seinem Freund Hubert de Bouard von Château L´Angelus einen der schönsten kleinen Bordeaux, den man für Geld kaufen kann. Aus 72 % Merlot, 20 % Cabernet Franc und 8 % Cabernet Sauvignon keltern die beiden einen dunkelfarbigen Côtes de Francs, der es binnen weniger Jahre schaffte, weltweit für Aufmerksamkeit zu sorgen. Der Wein schmückt heute die Weinkarten guter Restaurants weltweit. Er gedeiht auf einer der höchsten Erhebungen des Bordelais in der kleinsten Appellation des Bordelais. Seine Weinberge sind bestockt mit teilweise uralten Reben und bringen einen mittelgewichtigen, angenehm süffigen, saftigen Bordeaux hervor, der, von der Merlot geprägt und im kleinen Holzfaß ausgebaut, durchaus konzentriert wirkt, in seiner dichten Extraktion aber Charme und milde niedrige Säure spielen läßt, die er in einem sehr angenehmen, seidigen Mundgefühl verschmilzt. Trinkreif in drei bis vier Jahren, verspricht dieser kleine zuverlässige Edel-Bordeaux Trinkvergnügen über zehn und mehr Jahre.
„Juvé y Camps“ ist kein Kleinbetrieb. Über 400 ha bewirtschaftet das vor über 200 Jahren gegründete Familienunternehmen. In Spanien hat Größe im Weinbau Geschichte, doch bei „Juvé y Camps“ ist Größe vor allem eines: Kalkül für qualitative Konstanz. Anders als bei fast allen berühmten Schaumweinherstellern der Welt waren Joan Juvé Baqués und Teresa Camps Ferré schon 1921, als sie den ersten Jahrgang ihres Cavas lancierten, davon überzeugt, daß nur eigene Weinberge die Qualität ihrer Schaumweine würden garantieren können. Damals wie heute werden also alle „Juvé y Camps“-Schaumweine konsequent zu 100 % aus eigenem Traubenmaterial verarbeitet.
In Spanien sind die Cavas von „Juvé y Camps“ eine Institution, die man auf den Karten der Spitzenrestaurants ebenso findet, wie im Supermarktregal. Sie sind auf ihre Art einzigartig und exemplarisch "traditionell" im besten Sinne; sie sind von faszinierend spröder Eigenständigkeit, auf die man sich einlassen muß, mit unseren Vorstellungen von Schaumwein gehen sie kaum konform. Sie passen nicht in unser vom Champagner geprägtes Bild. Es sind rustikale, deftige, markante Schaumweine mit Rückgrat, die Charakter beweisen im intensiven Bukett und die Geschmack wagen, der nicht aus Pinot Noir oder Chardonnay resultiert, sondern aus den klassischen angestammten alten Rebsorten des Penedes – authentisch, spannend, kraftvoll, expressiv.
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Wir freuen uns ganz besonders auf und über die Zusammenarbeit mit Heinz und Roland Velich. Die beiden sind so etwas wie Traumkandidaten für uns und unser Programm. Es wirkt etwas merkwürdig, ihren Betrieb, der die Weinkarten der besten Restaurants der Welt schmückt, und dessen Weine Weltruhm besitzen und das Stadium des Geheimtips längst hinter sich gelassen haben, hier besonders auszuloben. Doch wir meinen, daß es etwas gibt an diesem Weltklassebetrieb, das es zu entdecken gilt und das Ihrer besonderen Würdigung bedarf:
Die Österreichische Weinszene stürzte sich Anfang der neunziger Jahre auf die beiden Newcomer, die als erste mit dicken und eindrucksvoll dimensionierten Chardonnays internationalen Zuschnitts nicht nur das Burgenland auf die Landkarte der Weinfreunde setzten, sondern ganz Österreich; solche massiven, cremigen, eindrucksvollen und dem Spitzenstandard der Welt entsprechenden Chardonnays hatte es aus Österreich bis dahin nicht gegeben. Die Welt des Weines befand sich damals im Chardonnayrausch und die Weine der Gebrüder Velich paßten in das geforderte modische Geschmacksbild. Seitdem feiern die beiden Velich-Brüder mit ihren Chardonnays zwar einen Triumph nach dem anderen, doch niemand konstatiert den beiden ehrgeizigen nimmermüden Perfektionisten, daß sie sich auf ihrem Weg an die Spitze bewußt der Zwänge von Trends und Moden entledigten, um faszinierend neue, souverän eigenständige Qualität und Stilistik zu entwickeln; sie scheinen bei Journaille und vielen Weinfreunden noch immer in der gleichen Schublade zu stecken, wie zu Beginn ihrer Karriere. Deshalb empfehlen wir diese "anderen" Qualitäten der Brüder Velich dringend Ihrer besonderer Beachtung.
Das kleine, 9 ha umfassende Weingut in Apetlon, mitten im Nationalpark Neusiedlersee/Seewinkel, beschreiben Velichs als noch im Aufbau befindlich. Vater Helmut legte den Grundstock im Nebenberuf, die Söhne Roland und Heinz knüpften 1990 an, um den Weinbau zu intensivieren. Ihr Ziel war und ist es, die von der Natur gegebenen Möglichkeiten in Weingarten und Keller in bestmögliche Qualität umzusetzen - deren Interpretation veränderte sich über die Jahre in Anspruch und Tun allerdings merklich: Waren es zu Beginn kraftvolle, dicke, alkohollastige Chardonnays, die vor Muskeln kaum laufen konnten, die den Ruf des Weingutes in die Welt trugen, stehen heute mineralisches Spiel, kühle Finesse, profiliertes Rückgrat und raffinierte Eigenständigkeit im Vordergrund der Arbeit der beiden selbstkritischen Qualitätsfanatiker; die Uhren auf diesem äußerlich und innerlich angenehm bescheiden auftretenden Weingut ticken wohltuend anders als in Österreich üblich: Keine Hightech-Geräte, keine moderne Önotechnik; hier werden die Trauben in möglichst optimal physiologischer Reife geerntet (deren Definition sich völlig geändert hat), um sie anschließend so schonend wie möglich zu authentischen, maximal originären Weinen zu verarbeiten. Deshalb ist Spontanvergärung selbstverständlich, deshalb sind Maischestandzeiten üblich, deshalb ist perfekt praktizierter Faßausbau die Regel, wobei Heinz Velich den Weinen bewußt viel Zeit auf der Vollhefe läßt, wo sie ohne aufgerührt, gepumpt oder bewegt zu werden bis zu zwei Jahren liegen, um dann schonend und unfiltriert auf Flasche zu kommen. Wer das versteckt liegende Weingut besucht, hat kaum den Eindruck auf einen internationalen Spitzenbetrieb zu kommen; doch wer mit den zwei sympathischen Weinbauern, und Vater Helmut stolz im Schlepptau, in den Keller steigt, um den neuen Jahrgang vom Faß zu probieren, wird Zeuge eines jener seltenen Weinerlebnisse, die, wie ins Gedächtnis eingebrannt, in Duft und Geschmack hinterher wieder abrufbar sind. Heinz und Roland Velich haben den Zug der Zeit weit vor den meisten renommierten Erzeugern Österreichs erkannt – sie setzen, wider Moden und Trends, visionär und kompromißlos auf maximal eigenständige, subtile und nachhaltige Natur-Chardonnays und in der Tat spektakuläre Süßweine der höchsten Genuß-Kategorie in vorbildlich manufaktureller Machart. Das kleine Weingut der Familie Velich liegt in Apetlon, mitten im Nationalpark Neusiedlersee/Seewinkel, direkt an der ungarischen Grenze. Vater Helmut gründete es für den Nebenerwerb. Daran knüpften die beiden Söhne Roland und Heinz 1990 an, als sie begannen den Weinbau zu intensivieren. Mit kraftvoll dicken Chardonnays, die vor Muskeln kaum laufen konnten, trugen sie schon bald den Ruf des Weingutes in die Welt. Velich-Chardonnays galten etwas in der Welt des Weines, ihr Ruf war legendär. Doch mit den Jahren änderte sich ihr Geschmack und damit auch ihre Interpretation. Heute steht der Name Velich für große Chardonnays charaktervoller Eigenart, die keinem bekannten Chardonnay-Stil vergleichbar sind. Ihr mineralisches Spiel, ihre kühle Finesse, ihr profiliertes Rückgrat und ihre raffinierte Individualität reflektieren mutig und konsequent die von der Natur gegebenen Möglichkeiten in Weingarten und Keller. Noch immer tragen sie neues Holz in Duft und Geschmack. Doch sie tun das fein und nobel, so gekonnt integriert in ihr komplexes Erscheinungsbild, daß weniger zu wenig, mehr zu viel wäre. Eindrucksvoll salzig ist die Mineralität der Weine auf der Zunge in einem cremigen Mundgefühl spürbar, das Lust macht auf mehr Chardonnay. Man muß auch im Wein nur warten können. Alles kommt wieder. Derart brillante Qualität weckt richtiggehend Lustgefühle auf die malträtierte Rebsorte.
Das bescheiden auftretende Weingut wagt klares Profil in profunder handwerklicher Authentizität. Die Trauben werden physiologisch reif geerntet, von Hand verlesen, so schonend wie möglich verarbeitet, Spontanvergärung ist selbstverständlich, Maischestandzeiten sind üblich, sorgfältig praktizierter Faßausbau die Regel. Heinz Velich läßt seinen Weinen im Keller viel Zeit auf der Vollhefe, wo sie, ohne aufgerührt, gepumpt oder bewegt zu werden, bis zu zwei Jahren reifen, um schließlich unfiltriert auf Flasche zu kommen. Wer mit Heinz und Roland Velich in den Keller steigt, um dort die Weine vom Faß zu probieren, wird Zeuge eines jener seltenen Weinerlebnisse, das, wie ins Gedächtnis eingebrannt, in Duft und Geschmack immer wieder abrufbar ist. In eindrucksvoll stoischer Gelassenheit setzen die beiden ihre zeitlos wirkenden Weine wider alle Moden und Trends visionär und mutig in Szene. Größe, Mineralität und Charakter ihrer Weine definieren einen Weltklassebetrieb, dessen Süßweine übrigens eine Klasse für sich sind. Entspannte, souverän "langsame" Referenzqualitäten.
„Moric“, gesprochen wie der Name Moritz, steht für ein engagiertes, wegweisendes Projekt in der österreichischen Weinszene. Roland Velich, zusammen mit Bruder Heinz verantwortlich für die wohl bemerkenswertesten Chardonnays Österreichs, widmet sein Projekt „Moric“ Rotweinen, die ihre Herkunft eindeutig erkennen lassen. Das beansprucht zwar jeder einigermaßen seriöse Winzer der Welt für sich, klingt insofern also weder sonderlich ambitioniert noch originell. Doch Roland Velichs Statement ist visionär und er geht es praktisch und konsequent an. Den weltweiten Weinmarkt beherrscht inzwischen omnipräsenter vinologischer Populismus und Infantilismus. Die bis vor wenigen Jahren kleinstrukturierte Weltweinszene erlebt durch globale Konzerne, die den Wein für sich entdecken, einen historischen Strukturwandel, dessen sich viele Verbraucher noch gar nicht bewußt sind. Internationale Getränkekonzerne kauften sich in zahlreiche bekannte Weingüter aber auch Weinvertriebsfirmen ein und machten sich schnell und unauffällig die globalen Geschmackskriterien des Weltwein-Papstes Robert Parker zu eigen, um nach dessen erfolgreichem Geschmacksrezept wohlschmeckende, aber erschreckend uniforme Spitzenweine zu produzieren. Diese werden mit der Macht globaler Vertriebsstrukturen in alle Kanäle des Weltweinmarktes gepumpt. Leider penetrieren sie längst auch den sogenannten Fachhandel mit schicken Etiketten auf schweren Flaschen, aber völlig banalem Inhalt auf hohem technischem Niveau. Dieser bedauerlichen, aber auch bedrohlichen Entwicklung stellt Roland Velich persönliche Weine entgegen, die nicht populistisch Anschluß an eine vermeintliche Weltklasse suchen, sondern die den uniformen Weincharakteren der Welt individuelle Persönlichkeit entgegenstellen. Weine, die Charakter wagen und Identität haben, die nicht zu kopieren sind von der Industrie, weil sie unverkennbare Herkunftsprägung und eigenständiges Profil besitzen. Roland Velichs „Moric“-Weine sind authentisch ungeschminkte Rotweine, produziert auf historischen wertvollen Lagen, die er für besonders geeignet hält. „Moric“ widmet sich einer einzigen Rebsorte: Blaufränkisch. In zwei traditionellen Weinbaugemeinden, Lutzmannsburg und Neckenmarkt, fand der Qualitätsfanatiker was er suchte: Winzer, die bereit waren, von altem Rebmaterial - in Lutzmannsburg 50–100 Jahre alt, in Neckenmarkt 35–70 Jahre alt - Trauben für das Projekt nach seinen Vorstellungen zu produzieren. Christian Rohrer, Günther Toth, Johann Schlögl und Hannes Igler, Winzer aus Lutzmannsburg und Neckenmarkt, tragen seitdem das zukunftsweisende Projekt mit. Durch extrem niedrige Erträge, spontane Vergärung auf wilden Hefen in offenen 1000l- und 2000l-Gärbottichen und langes Hefelager mit regelmäßigem Aufrühren in hauptsächlich gebrauchten Holzfässern entstanden richtungsweisende, visionär puristische Blaufränkisch, die die Typizität ihrer Lagen expressiv widerspiegeln. Erleben Sie mit „Moric“ die faszinierende Welt authentisch österreichischer Rotweinzukunft.
Gute Schokolade feiert seit ein paar Jahren eine ungeahnte Renaissance. Noch nie war edle Schokolade so gut, noch war sie so beliebt. K&U war auch in Sachen Schokolade Pionier, weit vor dem heutigen Trend zur edlen Bitterschokolade. K&U importierte als erster in Deutschland „Domori“-Schokolade, die heute zu den besten der Welt gezählt wird. Inzwischen ist „Domori“ ein Global Player in Sachen Spitzen-Schokolade.
„Domori“ ist und bleibt im Programm. Doch freuen wir uns sehr, Ihnen brandaktuell den Vertrieb einer winzig kleinen, traditionellen Schokoladenmanufaktur ankündigen zu können, die unter Kennern legendären Ruf genießt: „Bonnat“ aus Voiron in Frankreich.
Raymond Bonnat, Enkel des Firmengründers Félix Bonnat, übernahm 1956 die Firma. Zwei seiner Kinder, Cécile und Stéphane, arbeiten heute in der vierten Generation mit. Kakao ist eine wahre Wissenschaft. Wie beim Wein gibt es beim Kakao enorme Unterschiede zwischen den Anbaugebieten und Bohnensorten. Sein Geschmack variiert erheblich und kommt erst nach dem Rösten in seiner ganzen Vielfalt zum Vorschein. Das Rösten erschließt erst die Fülle der Aromen. Nach dem Rösten werden die Bohnen geschält und sortiert. Es folgt das Mahlen der Bohnen und das Conchieren (das Verrühren der Kakaomasse über einen langen Zeitraum).?Das Ergebnis ist eine geschmeidige, hoch aromatische Paste die je nach der gewünschten Geschmacksrichtung modifiziert, also z. B. mit anderen Sorten oder Gewürzen zu "geheimnisvollen Mischungen" verarbeitet werden kann. Die genauen Zusammensetzungen und die sensiblen Details der Verarbeitung sind ein Geheimnis der Familie Bonnat. Weil wie beim Wein das Aroma der Kakaos von einem Jahr zum anderen deutlich variieren kann, bedarf es profunden Könnens, um hochwertige, unmanipulierte Natur-Kuvertüre zu erhalten.
„Bonnat“ ist einer der ganz wenigen Chocolatiers der Welt, der in keiner einzigen Schokolade Soja-Lezithin verwendet! Die gesamte Verarbeitung, von der Röstung der Kakaobohne bis zur fertigen Schokolade, findet im Hause „Bonnat“ statt. „Bonnat“ ist der einzige Chocolatier der Welt, dessen gesamtes Schokoladenprogramm koscher zertifiziert ist. „Bonnat“ bietet zwei ausgezeichnete Bio-Schokoladen an. Bonnat-Schokoladen werden ausschließlich aus Spitzen-Kakaos gemacht, die von den rarsten und besten Plantagen der Welt stammen. Felix Bonnat war übrigens der erste Chocolatier der Welt, der bereits 1884 dem großen Reiz der Herkunft der Kakaobohnen erlag und Plantagen-Schokoladen nach Herkunft getrennt produzierte.
Wir freuen uns sehr, Ihnen die wahrlich außergewöhnlichen Schokoladen des Hauses „Bonnat“ offerieren zu können.
Gute Schokolade feiert seit ein paar Jahren eine ungeahnte Renaissance. Noch nie war edle Schokolade so gut, noch war sie so beliebt. K&U war auch in Sachen Schokolade Pionier, weit vor dem heutigen Trend zur edlen Bitterschokolade. K&U importierte als erster in Deutschland „Domori“-Schokolade, die heute zu den besten der Welt gezählt wird. Inzwischen ist „Domori“ ein Global Player in Sachen Spitzen-Schokolade. „Domori“ ist und bleibt im Programm. Doch freuen wir uns sehr, Ihnen hier eine winzig kleine, traditionelle Schokoladenmanufaktur vorstellen zu können, die unter Kennern legendären Ruf genießt: „Bonnat“ aus Voiron in Frankreich. Raymond Bonnat, Enkel des Firmengründers Félix Bonnat, übernahm 1956 die Firma. Zwei seiner Kinder, Cécile und Stéphane, arbeiten heute in der vierten Generation mit. Kakao ist eine Wissenschaft. Wie beim Wein gibt es beim Kakao enorme Unterschiede zwischen den Anbaugebieten und Bohnensorten. Sein Geschmack variiert erheblich und kommt erst nach dem Rösten in seiner ganzen Vielfalt zum Vorschein. Erst das Rösten erschließt die Fülle seiner Aromen. Nach dem Rösten werden die Bohnen geschält und sortiert. Es folgt das Mahlen der Bohnen und das sogenannte "Conchieren" , das Verrühren der Kakaomasse über einen langen Zeitraum. Das Ergebnis ist eine geschmeidige, hoch aromatische Paste die je nach der gewünschten Geschmacksrichtung modifiziert, also z. B. mit anderen Sorten oder Gewürzen zu "geheimnisvollen Mischungen" verarbeitet werden kann. Die genauen Zusammensetzungen und sensiblen Details der Verarbeitung sind das Geheimnis der Familie Bonnat. Weil wie beim Wein das Aroma der Kakaos von einem Jahr zum anderen deutlich variieren kann, bedarf es profunden Könnens, um hochwertige, unmanipulierte Natur-Kuvertüre zu erhalten. Wie weit das bei Bonnat geht, beweist wohl am besten die Tatsache, daß Bonnat einer der wenigen Chocolatiers der Welt ist, der in keiner einzigen Schokolade Soja-Lezithin verwendet! Die gesamte Verarbeitung, von der Röstung der Kakaobohne bis zur fertigen Schokolade, findet im Hause „Bonnat“ statt. „Bonnat“ ist auch der einzige Chocolatier der Welt, dessen gesamtes Schokoladenprogramm koscher zertifiziert ist. „Bonnat“ bietet zwei ausgezeichnete Bio-Schokoladen an. Bonnat-Schokoladen werden ausschließlich aus Spitzen-Kakaos gemacht, die von den rarsten und besten Plantagen der Welt stammen. Felix Bonnat war übrigens der erste Chocolatier der Welt, der bereits 1884 dem Reiz der Herkunft der Kakaobohnen erlag und Plantagen-Schokoladen nach Herkunft getrennt produzierte.
Einen Besuch unbedingt wert:Über ein wunderschönes denkmalgeschütztes Schloß verfügt dieser größte Betrieb in Jonquières, der jahrelang ein vergessenes Dasein fristete, von der Direktvermarktung lebte und erst seit 1999 mit Dynamik und neuen Qualitäten nach neuen Ufern strebt.
François de Cabissole lieferte, wie alle Winzer unseres Portfolios, zu Beginn seiner Winzerkarriere den größten Teil seiner Ernte an die lokale Genossenschaft, um schnell zu erkennen, daß dort alle qualitativen Anstrengungen keinerlei Anerkennung fanden. Er sann auf Abhilfe und strukturierte Stück für Stück den Betrieb um, um seit 1997 selbst zu vermarkten, was seine Frau Isabelle mit Elan und Erfolg betrieb. Durch das Schloß kamen sehr viele Besucher auf den Hof und kauften zunehmend größere Mengen, doch war der Kundenkontakt so zeitaufwendig, daß selbst am Sonntag kaum Zeit für ein Privatleben blieb. Trotz guter Umsätze beschlossen die beiden, von heute auf morgen mit der Direktvermarktung aufzuhören.
Seit diesem Jahr haben die beiden sympathischen Adligen den Vertrieb abgegeben und kümmern sich nur noch um ihr großes Gut, das eindrucksvolle Dimensionen besitzt, die freilich nicht genutzt werden.
Die Weinberge sind von bewundernswerter Qualität, werden seit Beginn strikt organisch bewirtschaftet und gehören, wie uns auch Olivier Jullien bestätigt, zu den besten der Region. Er gerät ins Schwärmen, als wir sie gemeinsam besichtigen. Um sie kümmert sich François de Cabissole mit viel Ehrgeiz und Engagement, das Ergebnis seiner Bemühungen ist eindrucksvoll. Die 2000er Weine von Château Jonquières gelangen derart vielversprechend, daß wir den Betrieb zu unserer zweiten Entdeckung des Jahres machen.
Wir kauften große Mengen und werden diesem in Zukunft für Furore sorgenden Familienbetrieb sicher noch den ein oder anderen Betrieb unseres Portfolios opfern. Hier steckt einPotential, das eindrucksvoll ist, zumal Cabissols so etwas wie die Drehscheibe der Information in Jonquières sind. Bei ihnen trifft man sich, hier taucht Olivier Jullien regelmäßig auf und hier haben wir auch schon andere Winzer beim Erfahrungsaustausch getroffen, die, wie wir, erstaunt sind vom enormen Potential, das ein so alter Betrieb plötzlich, sozusagen über Nacht, entwickelt.
Die Arbeit im Weinberg ist mustergültig, die Weinbereitung ist noch verbesserungsfähig. Das weiß François de Cabissol und daran arbeitet er mit Hilfe anderer Winzer beständig. Der Sprung von 1999 auf 2000 ist ein weiterer eindrucksvoller Beweis seiner Bemühungen. Mit diesen vorzüglichen, ehrgeizig produzierten Weinen „erschlagen“ wir stilistisch ein ganzes Spektrum an verschiedenen Weinen. Viel Spaß mit dieser neuen Entdeckung – unserem diesjährigen Winzer des Jahres! Dieser sympathische, relativ große Landwirtschaftsbetrieb beweist mit seinen Weinen Zukunft. Das Potential, das Isabelle und François de Cabissole in ihren Weinbergen in letzter Zeit freisetzen, scheint enorm vielversprechend. Ihre Weinberge sind von erstaunlicher Qualität, werden strikt organisch bewirtschaftet und gehören, wie uns Olivier Jullien, der mit den beiden Edelbauern befreundet ist, bestätigt, zu den besten der Region. Sie werden mustergültig gepflegt und bearbeitet, denn François de Cabissole kümmert sich mit großem Ehrgeiz und Engagement um seine Reben. Er ist lieber im Weinberg als im Keller, was die Intensität an Ausdruck und Charakter in seinen Weinen eindrucksvoll bestätigt. Daß ein fast vergessener Betrieb sozusagen über Nacht aus dem uniformen Weinerlei des Languedoc aufsteigt und derart nachhaltige Akzente setzt, derart positive qualitative Dynamik entwickelt, ist im Languedoc in der Konsequenz nicht alltäglich. Viel Spaß mit diesen großartigen Weinen, die eine persönliche Empfehlung sind. Familie de Cabissole erweckte binnen weniger Jahre das Potential ihres großen Landgutes zu neuem Leben. Im Weinberg arbeitet sie dabei bereits weitgehend ökologisch, um möglichst gesundes Lesegut ernten zu können. Die Zertifizierung als Biobetrieb ist beschlossene Sache. Im Keller verfolgt François de Cabissole ehrgeizig die optimale Adaption der Weinbereitung an sein Traubenmaterial. Hier sind aber nicht irgendwelche von außen zugekauften berühmten Önologen, Kellermeister oder Chefs de culture an der Arbeit, hier sind es die Besitzer selbst, Isabelle und François de Cabissole, die Hand anlegen, Traktor fahren, Weinbergsarbeit absolvieren, zum Spritzen fahren, die Fässer reinigen und mit bemerkenswerten Qualitätssprüngen immer wieder beweisen, daß ihre Bemühungen im Detail Hand und Fuß haben. Ihnen geht es um ein langfristiges Entwicklungspotential über den Wein hinaus. Château de Jonquières, ein unter Denkmalschutz stehendes typisch languedocisches Land-Château, will erhalten sein. Dazu haben sie ihr Anwesen zu einem kleinen Pensionsbetrieb umgebaut, in dem man Zimmer und Apartments mieten kann. Seit vielen Generationen ist der große landwirtschaftliche Betrieb im Besitz der Familie; ihr geht es deshalb auch im Wein nicht um einen modischen Schnellschuß, sondern um profunde langfristige Entwicklung hin zu einem Betrieb, der mit hochwertigem Wein und niveauvollem Tourismus die Krise im Languedoc meistert. Es sieht gut aus, denn viele tausend Flaschen der beiden sympathischen Landadeligen fanden in den letzten Jahren über uns zufriedene Besitzer.
Das Languedoc hat schwere Zeiten hinter sich. Vom heftig umworbenen Darling des internationalen Weinhandels stürzte es binnen weniger Jahren zum subventionierten Problemkind des französischen Südens ab. Kein Wunder. In den Jahren des Booms kamen viel zu viele neue Weine und Winzer auf den Markt, alle ganz in Ordnung, aber in ihrer Aromatik und Stilistik austauschbar, beliebig, ermüdend. Myriaden von standardisiert wirkenden GSM-Cuvées (Grenache/Syrah/Mourvedre) überfüllten schließlich den Markt, viele Preise gerieten zu mutig, und aus war es. Das Interesse an den Weinen erlosch so schnell, wie es davor aufgeflammt war. Heute befindet sich das Languedoc in einer Phase grundlegender Umstrukturierung. Tausende Hektar Rebfläche werden mit EU-Subventionen gerodet, ganze Landschaften verändern sich, weil uralte Rebkultur in Rauch und Asche aufgeht.
Die Spitzenwinzer der Region, die die Krise unbeschadet überstanden, veränderten in den Jahren nicht nur ihre Stilistik, sondern auch ihren Fokus. Jene warme, dicke Konzentration, jenes neue Holz, jener fette Körper und jene explosive südfranzösische Aromatik, die damals viele Punkte, erstklassige Bewertungen und damit Aufmerksamkeit und Kunden brachten, sind Vergangenheit. Die guten Winzer haben sich vom Markt abgekoppelt, sind eigene Wege gegangen, haben ihren Weinen eine überraschend neue Identität verliehen. Deshalb kann man davon ausgehen, daß die guten Weine und Winzer des Languedoc schon bald wieder gefragt sein werden wie in ihren besten Zeiten. Mit dem kleinen Unterschied, daß es dann deutlich weniger Wein geben wird. Abgesehen von den enormen Rodungen der EU verkleinerten alle guten Produzenten in der Zwischenzeit ihre Betriebe. Sie tauschten Rebflächen, konzentrierten sich auf alte Reben, statt der modischen Syrah zu huldigen, regenerierten alte angestammte Carignan- und Mourvédre-Lagen, die dem Klimawandel auf natürliche Weise trotzen, und veränderten die Arbeit im Weinberg so nachhaltig, daß sie heute zur avanciertesten des Weltmarktes gehört. Der grundlegende Paradigmenwechsel der besten Winzer des Languedoc (das sind nicht viele!) begann mit der stillen Revolution im Weinberg und führte zur profunden stilistische Evolution im Keller. Weg von mächtiger Extraktion und langweiliger Konzentration hin zu raffinierter aromatischer Frische, zu trinkfreudiger Finesse und eigenständiger regionaler Identität. Diese neue Weingeneration widmet sich der kühlen Seite des Languedoc und hat das Zeug zur nicht nur originellen, sondern auch überzeugend anspruchsvollen Nische im Weltmarkt.
Ein Musterbeispiel für diese nachhaltige und vielversprechende Evolution ist die kleine Domaine des GreCaux in Montpeyroux. Isabelle Caujolle ist Agraringenieurin. Sie kam aus Burgund und beschloß in den Boom-Jahren des Languedoc, sich zusammen mit ihrem Mann, ebenfalls Agraringenieur, in Montpeyroux niederzulassen. Über die Jahre erstanden sie einige Hektar auf dem Plateau über Montpeyroux, wo auf kargen Kalkböden die besten Lagen der Appellation stehen. Keiner der Winzer im Dorf wollte sie mehr bearbeiten. Längst kosten maschinenlesbare Rebflächen im Languedoc ein Vielfaches der nur per Hand zu bearbeitenden anspruchsvollen Hanglagen. Isabelle und Alain Caujolle-Gazet litten schwer unter der Krise. Doch sie hielten durch, entwickelten ihre Weinberge und heute gehören sie unbestritten zur kleinen Spitzengruppe im Languedoc. Ihre Weine tragen auf verblüffende Weise burgundische Züge, was vielleicht auch daran liegt, daß Isabelle für den Keller zuständig ist. Ein nobler Hauch tiefgründiger Frische und fruchtbetonter Delikatesse durchzieht ihre subtil geschmeidigen Gerbstoffe. Wie kraftvoll würziger Burgunder schmeckt die Grenache aus ihrer Hand, und selbst ihre Syrah ähnelt in Transparenz und kühler Reife hochwertigem Pinot. Die zwei Rotweine des ehrgeizigen Betriebes sind von auffallend kühler vornehmer Art und werden deshalb unter den Winzern der Region als Referenz gehandelt. Sie sind alles andere als rustikal, tragen charmante balancierte Züge, lassen es an aromatischer Dichte und Konzentration aber nicht fehlen. Diese Entwicklung hin zu kühlen, eleganten Weinen, deren Komplexität struktureller Art ist und nicht nur simple Konzentration oder Extraktion vorspiegelt, findet in den Weinen der Domaine „GreCaux“ eindrucksvolle Bestätigung. Seit zwei Jahren befindet sich die Domaine in der Umstellung auf zertifiziert ökologischen Anbau.
Die meisten Weine der weitläufigen Appellation „Costières de Nîmes“ kommen, so sehen wir das zumindest, über technisch uniformen Charakter kaum hinaus. Sie sind ganz lecker und ganz nett, aber austauschbar in Geschmack und Charakter. Dabei hätte die Costières de Nîmes in der Camargues, südlich der quirligen alten Römerstadt Nîmes, erstklassige Kieselböden zu bieten, die eigenständigen Charakter liefern könnten. Den Beweis tritt Marc Kreydenweiss an, jener längst legendäre Biowinzer aus dem Elsaß, der seiner Familie 1999 den langersehnten Lebenstraum im Süden erfüllte und sich den Traum vom Rotwein. Südlich von Nîmes erstand Familie Kreydenweiss in Manduel ein heruntergekommenes Weingut, das vor allem mit der verkannten Carignan, aber auch mit Grenache und Syrah bestockt war, „kühlende“ Mourvèdre wurde sofort nach dem Kauf gepflanzt. Mit Volldampf machte sich Familie Kreydenweiss an die Regenerierung der Rebflächen und ein neues Kellergebäude aus Tonziegeln wurde nach biodynamischen Kriterien gebaut. Die Böden, eisenhaltige Rhonekiesel und Lehm mit ein wenig Kalk, erwiesen sich als ideal für die Produktion von Rotweinen. Die Cuvées des Weingutes beweisen das Potential eindrucksvoll und gehören heute zu den besten Repräsentanten der Appellation. Inzwischen hat Familie Kreydenweiss den gesamten Betrieb auf Biodynamik umgestellt und produziert köstlich unkomplizierte Rotweine, die anspruchsvolle Identität in typischer Costières de Nîmes-Stilistik liefern. Duftig und dicht zugleich im würzigen Bukett, mit feinen, geschmeidigen Gerbstoffen von angenehmer Transparenz und Fülle und einer Aromenpracht, die Lust macht auf mehr. Es sind Weine mit viel Charakter und ganz persönlicher Eigenart, die nicht nur preiswert sind, sondern Region, Weingut und Philosophie auf stimmige und originelle Weise repräsentieren. Sie gelten nicht umsonst heute als Referenz der Appellation und stehen für die Zukunft der Costières. Marc Kreydenweiss wird sich übrigens mit seiner Frau Ende des Jahres aus dem Elsaß zurückziehen und ganz nach Nîmes übersiedeln, um sich "Les Perrières" mit ganzer Kraft zu widmen. Wir sind dabei. Wirklich gute „Costières de Nîmes“ sind rar. Zumindest uns ist der normiert wirkende, technisch uniforme Charakter der meisten Weine, die unter der populären Appellation in großen Mengen angeboten werden, unverständlich. Aber, sie stammen von potentiell erstklassigem Terroir, das rund um Nîmes, vor allem aber westlich und südlich der quirligen alten Römerstadt, für spannend eigenständigen Charakter sorgen könnte. Den eindrucksvollen Beweis dafür liefert Remy Pedreno mit seinem legendären „Roc d´Anglade“, der zwar als "Côteaux du Languedoc" verkauft wird, tatsächlich aber die charakteristische Duftigkeit der Terroirs um Nîmes repräsentiert – unverwechselbar und einmalig als einer der spannendsten neuen Weine des Languedoc. Marc Kreydenweiss, legendärer Biowinzer aus dem Elsaß, erfüllte sich im Sommer 1999 einen langersehnten Traum: er kaufte südlich von Nîmes ein heruntergekommenes Weingut, das er mit Volldampf auf Vordermann brachte. Zusammen mit seiner Frau Emmanuelle produziert er dort seitdem köstliche Weine, die belegen, wie außergewöhnlich die Terroirs tatsächlich sind, beweisen sie doch eigenständigen Charakter in typischer Costières de Nîmes-Stilistik: Duftig und zugleich dicht im würzigen Bukett, mit feinen, seidigen, aromatischen Gerbstoffen, die dennoch von satter Fülle und Konzentration sind und intensive Aromenpracht im Mund entfalten. Familie Kreydenweiss bestätigt ihr Engagement im Süden, hier wächst ein neuer Star heran, den wir mit Freuden und großem Erfolg vertreiben. ?
Die legendäre „Quinta da Noval“ gehört zu den Spitzenproduzenten Portugals, besitzt Weltgeltung und arbeitet noch vorbildlich handwerklich und traditionell. Stilistisch liegen die Weine und Ports der „Quinta da Noval“, die nach einem Familienzerwürfnis 1993 an die französische Investorengruppe AXA verkauft wurde, auf der trockeneren Seite mit satter Tanningegenwart, die fast ewige Haltbarkeit garantiert. Auch unter der neuen Ägide hat sich bei „Quinta do Noval“ nichts geändert: Rebanbau, Weinbereitung, Porterzeugung und Lagerung finden nach wie vor an einem Ort statt, nämlich auf der Quinta selbst und garantieren damit unverwechselbare Handschrift mit Charakter und Stil. Die Weinwelt ist in dramatischer Veränderung begriffen. Und so müssen sich auch die von jahrhundertelanger Nachfrage nach ihren Portweinen verwöhnten wohlhabenden Quintas im Douro-Tal umstellen. Der langsame Portwein ist aus der Mode gekommen, die Nachfrage massiv eingebrochen, man sinnt auf Abhilfe. Seit wenigen Jahren bereitet man deshalb aus jenen Trauben, die einst die berühmten Süßweine ergaben, trockene Rotweine. Sie werden in wenigen Jahren zu den interessanten Portugals gehören und sich einen festen eigenständigen Platz auf dem Markt erobern. Doch vorerst bieten wir Ihnen hier die Portweinlegenden von Noval an.
Noch ein Weingut aus dem Languedoc? Richtig. Doch „La Garance“ ist kein normaler Betrieb.
Auf die beiden sympathischen Jungwinzer waren wir schon vor Jahren aufmerksam geworden. Doch kaum waren wir ins Gespräch gekommen, brach der Kontak abrupt ab. Wir wunderten uns, war es uns doch nicht möglich, mit den beiden wieder in Kontakt zu kommen. Wir dachten schon, sie hätten ihren so vielversprechenden Start ins Winzerdasein im Ansatz abgebrochen, als wir erfuhren, daß Sie durch einen unverschuldeten schweren Verkehrsunfall so schwer verletzt worden waren, daß sie über ein Jahr im Krankenhaus verbringen mußten. Als wir uns kürzlich wieder trafen, litt Pierre Quinonero noch immer an den Folgen des Unfalls. Er wird wohl nie mehr ohne Beschwerden laufen können.
Doch ihr gemeinsam begonnenes ehrgeiziges Projekt „La Garance“ hatten die beiden nicht aufgegeben und so freuen wir uns sehr, Ihnen hier die so vielversprechenden Weine – in letzter Minute vor Druck dieses Programms eingetroffen – doch noch vorstellen zu können. Die verfügbaren Mengen sind winzig, doch die Qualitäten haben im Languedoc bereits für Gesprächsstoff gesorgt.
Diese Weine stammen aus der Gegend von Pezenas im zentralen südlichen Languedoc, wo sie auf einem ungewöhnlich strukturierten Terroir entstehen, das aus Kalksteinen, Quarzkieseln und vulkanischem Basalt besteht. Dieses poröse Terroir sorgt für mediterranen Charakter in den Weinen, verleiht ihnen aber zugleich Frische und kühle Eleganz, mediterrane Wärme paart sich hier mit delikater Transparenz, was den besonderen Charme dieser konzentrierten Weine ausmacht und ihnen Spannung und Nerv verleiht.
Murielle Clavier und Pierre Quinonero füllen Weine auf Flasche, die „außergewöhnlich“ sind in des Wortes Sinne. Die beiden pflegen ein ehrgeiziges Projekt; sie widmen sich gegen jeden Strom und jede Mode jenen uralten, angestammten Rebsorten des Languedoc, die als „unedel“ gelten und von kaum einem Winzer dort noch ernstgenommen werden. Und sie vergären ihre Weine anders, als die anderen, nämlich mit Stiel und Stengel, mit den Rappen also, und lassen Most und Rappen manchmal wochenlang in Kontakt. Das geht nur mit kerngesunden Trauben und reifen Rappen, weshalb die beiden biodynamischen Weinbau betreiben. Das Resultat sind prägnant konturierte Kontrapunkte zum globalen Weingeschmack, jenem populistisch infantilen Geschmacksideal, das Wein zum Wirkungsgetränk für jeden Tag degradieren will. „La Garance“ liegt in der Gegend von Pezenas im zentralen südlichen Languedoc, wo die Weine auf einem Terroir entstehen, das aus Kalksteinen, roter Erde, Quarzkieseln und vulkanischem Basalt besteht. Dieses Terroir ist porös und sorgt für eigenwillige Frische und Expressivität im Duft, für jene Eleganz in den Gerbstoffen, die mediterrane Wärme im Körper mit ungewöhnlich deutlichen, fast explosiven Aromen zu einem druckvoll sich im Mund ausbreitenden Amalgam verschmilzt. ?
Mit Eric Bordelet arbeiteten wir schon zusammen, als er noch Sommelier in Paris war. Das war 1990. 1992 übernahm er den elterlichen Betrieb in der Normandie. Kein Wein mehr, sondern Äpfel und Birnen. Eric Bordelet war schon als Sommelier seiner Zunft voraus. Nun wollte er aus dem elterlichen Obst Cidre machen, wie es ihn noch nie gegeben hatte. Der Anfang war schwer. Seine Cidres und Sidres waren wagemutig gut, aber avantgardistisch in Reintönigkeit und Expressivität, und sie waren im Vergleich zu dem, was als Cidre in den Regalen stand, teuer. Es dauerte Jahre, bis er von seinen sprudelnden Apfel- und Birnen-Sidres leben konnte. Heute ist Eric Bordelet anerkanntes Unikat in der Welt des Weines. Seine legendären Obst-Petillants sind in ihrer Reintönigkeit und Frische, ihrer Persistenz und Präzision in Machart und Charakter unerreicht, originell im Charakter und brillant im Geschmack. Eric Bordelet wurde zum Maßstab in Sachen Cidre.
Im Massif Armoricaine in der Normandie stehen seine 19 Hektar Obstbäume mit rund 30 verschiedenen alten angestammten Apfelsorten.Viele seiner Bäume sind 40 bis 50 Jahre alt. Sein Spitzenprodukt „Poiré Granit“ stammt gar von 100, 200 und 300jährigen Birnenbäumen, Methusalems längst vergessener Sorten, die winzig kleine Früchte tragen. Sie teilen eine Konzentration und Intensität in den Aromen mit, die die aus ihnen gekelterten Cidres wertvoll und kostbar machen. Cremig, intensiv, trocken, dicht und mit feiner, nobler, lang nachwirkender Perlage überzeugt Eric Bordelets Spitzenprodukt „Poirè sur le Granit“ auf Champagner-Niveau; duftig und leicht, aber durchdringend aromatisch und von rarer Präzision jeder einzelnen Geschmackskomponente. Eric Bordelet bearbeitet seine Obstgärten biodynamisch. Seine Qualitätsfaktoren? Gesundes Obst. Die richtige Bearbeitung von Böden und Bäumen. Lese von Hand zwischen September und Dezember, je nach Sorte. Unmittelbar nach der Lese werden die Früchte schonend angequetscht bzw. grob gemahlen, eingemaischt, gepreßt, abgezogen und dann ohne jede Aufzuckerung, Säurekorrektur oder Hefeimpfung vergoren. Das kann je nach Sorte und deren Süße oder Säure Wochen oder Monate dauern. Keiner der Cidres von Eric Bordelet wird aufgezuckert oder „korrigiert“, keinem wird Kohlensäure zugesetzt. Pure Natur. Reine Flaschengärung, "Petillant naturel". Ihr Geschmack lebt von der Balance zwischen Süße und Säure. Je nach verwendeter Sorte gärt ein Cidre kürzer oder länger und fällt dann entsprechend süßer oder trockener aus; Eric Bordelet komponiert sie entsprechend der Apfel- und Birnensorten. Jede Sorte verarbeitet er getrennt, um sie vor der Flaschengärung für das spätere Geschmacksbild miteinander zu verschneiden. Eric Bordelets profund traditionelles Handwerk macht seine Äpfel und Birnen wertvoll. Seine Obst-Petillants sind handwerkliche Kunstwerke natürlicher Schönheit und Perfektion. ? ?
1er Cru, Sauternes ? ?
Das architektonisch ultramoderne Weingut liegt in der Südost-Steiermark, kurz vor der slovenischen Grenze. Neumeisters sind mit 20 ha eigener Rebfläche und rund 18 ha, die sie in einem Qualitätstraubenring mit 22 Mitgliedern bewirtschaften, die ihre Trauben nach äußerst strengen Kriterien produzieren und anliefern, der größte Betrieb der Region; sie sind allerdings auch die einzigen dort, die internationalen Ruf genießen.
Familie Neumeister ist etwas besonderes. Das manifestiert sich in der ungewöhnlichen Architektur ihres Weingutes, wie im Erscheinungsbild der Flaschen. Doch auch als Familie hinterlassen sie bleibenden Eindruck: Mutter Anna widmet sich mit Charme und Souveränität der Administration; Vater Albert prägt im Hintergrund Stilistik und Philosophie; Sohn Christoph, zunehmend für den Keller verantwortlich, ist nach eigenen Angaben kein Jungwinzer, sondern hat neben Önologie auch Literatur studiert, und Sohn Matthias, der jüngste im Bunde, leitet mit Energie und Freude das dem Weingut angegliederte Spitzenrestaurant „Saziani-Stuben“, das wärmstens zu empfehlen ist.
Einsam ragen die Weine der Neumeisters aus der üblichen steirischen Primärfrucht-Stilistik heraus. Zwar wirken auch sie auf den ersten Blick so glatt, so geschliffen fruchtig und so technisch perfekt im Ausbau, wie die meisten Steirer, doch mit dem zweiten Schluck stellt sich ein originäres Geschmackserlebnis ein, das „anders“ ist und nach „mehr“ schmeckt. Vater Albert, der von sich behauptet, seine Weine im Kopf entstehen zu lassen, pflegt im Zusammenspiel mit Sohn Christoph mutig unösterreichische Stilistik: Über simpel-attraktive Primärfrucht hinaus bezaubern seine vordergründig so unkompliziert wirkenden Weine durch eine innere Komplexität, die auch mineralisch ist, aber vor allem intensivem, unglaublich präzise definiertem, vielschichtig strukturiertem Rebsortencharakter entspringt, der sich in eindrucksvoll nachhaltigem Mundgefühl mit breitem Geschmacksspektrum manifestiert.
Neumeisters sind ein RAB-Betrieb, haben sich also dem integrierten Anbau verschrieben, d.h. sie versuchen so weit wie möglich auf den Einsatz synthetischer Chemie zu verzichten. Ihre Weinbergsarbeit erfolgt auf höchstem Niveau, das sich auf entsprechend vorbildliche Weise im ultramodernen Keller fortsetzt. Die Weißweine der Neumeisters entstammen zu 60 % dem Vorlauf, wobei die Vorentsaftung statt mit Schwefelung unter Kohlenmonoxidkühlung stattfindet. Der verbliebene Preßmost wird getrennt ausgebaut und bei Bedarf und entsprechender Qualität rückverschnitten. Most und Wein sollen so wenig wie möglich bewegt und behandelt werden; die mühsam im Weinberg erzielte Traubenqualität soll sich in maximalem Charakter der Weine zeigen, konsequent ist das Weingut auf Schwerkrafttransport ohne Pumpen ausgelegt und statt weniger großer, stehen zahlreiche kleine Gärgebinde im Keller.
Neumeisters pflegen zwei Linien von Weinen:
Die Klassik-Linie widmet sich primärfruchtigen, sauberen, klaren Weinen, die ganz den Rebsortencharakter als wesentliches Stil- und Geschmackselement in den Vordergrundstellen. Sie werden für primäre Fruchtaromatik, klaren reintönigen Rebsortencharakter und entsprechend gezügelten Alkoholgehalt (12,5 Vol.%) bewußt etwas früher gelesen, konsequent per Reinzuchthefe im Edelstahltank vergoren, im Frühjahr gefüllt und bewußt jung und frisch auf den Markt gebracht.
Die Lagenweine dagegen, Spezialität und Aushängeschild des ehrgeizigen Betriebes, werden nach später Lese und rigoroser Auslese per im Weinberg selektionierter Spontanhefen in kleinen Tanks, oder je nach Rebsorte, auch im Holz vergoren. Dabei versuchen Vater und Sohn über teilweise ungewöhnlich lange Maischestandzeiten (bis zu 36 Stunden und mehr) möglichst komplexe Aromen und ausgeprägten Herkunfts- und Standortcharakter zu extrahieren, den sie über extrem langen Grobhefe- oder Feinhefekontakt von bis zu einem Jahr (und länger!) zu bewundernswert eigenständigem Charakter präzisieren - Anfang August 2003 blubberten einige der großen 2002er Lagenweine noch vor sich hin!
In Duft und Aroma wirken alle Neumeister Weißweine gleichermaßen reintönig, definiert und geschliffen; die Lagenweine aus den Spitzenlagen „Saziani“, „Klausen“, „Steinthal“ oder der legendäre „Moarfeitl“, die Krönung im Keller, wagen darüber hinaus strukturelle Komplexität, die im Mund eindrucksvoll eindeutige, präzise definierte Rebsortencharakteristik entwickelt, wie sie in dieser komplexen Dichte und Expressivität nicht gerade Österreich typisch ist. Das cremig-füllige Mundgefühl der Lagen-Weine begeistert mit traumhafter Präzision und hinterläßt lange Spuren am Gaumen und bleibenden Eindruck. Anders als viele österreichische Turbo-Aroma-Tropfen reifen Neumeister-Weißweine ausgezeichnet. Eile ist bei diesen Weinen, die erst nach zwei bis drei Jahren auf der Flasche so richtig zeigen, was in ihnen steckt, also nicht geboten. Das architektonisch ultramoderne Weingut von Familie Neumeister liegt in der Südost-Steiermark, kurz vor der slovenischen Grenze. Neumeisters bewirtschaften ca. 20 ha eigener Rebfläche und rund 18 ha in einem Qualitätstraubenring mit 22 Mitgliedern. Damit sind sie der größte Betrieb der Region, allerdings auch der einzige, der internationalen Ruf genießt.
Familie Neumeister ist besonders. Nicht nur die ungewöhnliche Architektur ihres Weingutes hinterläßt bleibenden Eindruck, auch das Erscheinungsbild der Flaschen ist ungewöhnlich; und als Familie stellen Neumeisters selten gewordenen Zusammenhalt und Gemeinsinn dar, der gut tut, aber auch positiv nachdenklich stimmt. Mutter Anna widmet sich mit Charme und Souveränität der Administration; Vater Albert prägt im Hintergrund Stilistik und Philosophie; Sohn Christoph, inzwischen für den Keller verantwortlich, ist nach eigenen Angaben kein Jungwinzer, sondern hat neben Önologie auch Literatur studiert, und Sohn Matthias, der jüngste im Bunde, leitet mit Energie und Kompetenz das dem Weingut angegliederte Spitzenrestaurant „Saziani-Stuben“, das wärmstens zu empfehlen ist.
Ziemlich einsam ragen die Weine der Neumeisters aus der bekannten steirischen Primärfrucht-Stilistik heraus. Auf den ersten Blick wirken sie so glatt, geschliffen fruchtig und technisch perfekt, wie die ihrer Kollegen aus der Nachbarschaft; doch mit dem zweiten Schluck stellt sich originäres Neumeister-Geschmackserlebnis ein, das „anders“ ist, weil es nach „mehr“ schmeckt. Vater Albert pflegt im Zusammenspiel mit Sohn Christoph mutig unösterreichische Stilistik: Sie wagen in ihren nur vordergründig unkompliziert wirkenden Weine eine innere Komplexität, die sie vor allem aus intensivem, präzise definiertem, vielschichtig strukturiertem Rebsortencharakter beziehen, der sich in eindrucksvoll nachhaltigem Mundgefühl mit breitem Geschmacksspektrum manifestiert.
Neumeisters haben sich dem integrierten Anbau verschrieben, versuchen also möglichst auf den Einsatz synthetischer Chemie zu verzichten. Ihre Weinbergsarbeit erfolgt auf höchstem Niveau, das sich im ultramodernen Keller konsequent fortsetzt. Most und Wein werden so wenig wie möglich bewegt und behandelt; die mühsam im Weinberg erzielte Traubenqualität soll sich in maximalem Charakter der Weine zeigen, weshalb das Weingut auf Schwerkrafttransport ohne Pumpen ausgelegt ist. Und statt weniger großer, stehen zahlreiche kleine Gärgebinde im Keller.
Neumeisters pflegen zwei Linien von Weinen:
Die Klassik-Linie widmet sich primärfruchtigen, sauberen, klaren Weinen, die den Rebsortencharakter als wesentliches Stil- und Geschmackselement in den Vordergrund stellen. Für primäre Fruchtaromatik und reintönigen Rebsortencharakter werden sie per Reinzuchthefe im Edelstahltank vergoren.
Die Lagenweine entstammen später Lese und rigoroser Auslese und werden per im Weinberg selektionierten Spontanhefen in kleinen Tanks, oder je nach Rebsorte, auch im Holz vergoren. Über lange Maischestandzeiten extrahieren Vater und Sohn möglichst komplexe Aromen und ausgeprägten Herkunfts- und Standortcharakter, die sie über langen Grobhefe- oder Feinhefekontakt von bis zu einem Jahr zu bewundernswert eigenständigem Charakter präzisieren. Deshalb reifen Neumeisters Lagenweine auch, anders als viele österreichische Turbo-Aroma-Tropfen, ausgezeichnet. Ein Spitzenbetrieb, mit dem zusammenzuarbeiten ein besonderes Vergnügen ist. Neumeisters bewirtschaften in der Südost-Steiermark, kurz vor der slovenischen Grenze, ca. 20 ha eigener Rebfläche und rund 18 ha in einem Qualitätstraubenring mit 22 Mitgliedern. Sie sind damit der größte Betrieb der Region, allerdings auch der einzige, der internationalen Ruf genießt. Nicht nur die ungewöhnliche Architektur ihres Weingutes macht Eindruck, auch Familie Neumeister selbst hinterläßt durch selten gewordenen Zusammenhalt und offenkundigen Gemeinsinn nachhaltig positiven Eindruck. Mutter Anna widmet sich mit Charme und Souveränität der Administration; Vater Albert lenkt aus dem Hintergrund Keller und Weinberg; Sohn Christoph, seit 2006 im Keller für Qualität und Stilistik verantwortlich, erweist sich als beseelter, sensibler Winzer, der nicht nur aus dem Studium der Önologie schöpft, sondern auch Literatur studiert hat; und Sohn Matthias schließlich leitet mit Ehrgeiz und Kompetenz das dem Weingut angegliederte Spitzenrestaurant „Saziani-Stuben“.
Die Weine der Neumeisters haben eine wunderbare Metamorphose erfahren seit Sohn Christoph hier die Geschicke verantwortet. Das originäre Neumeister-Geschmackserlebnis hat sich gewandelt, verlangt den Kunden Neuorientierung ab. Sie sind feiner geworden, dichter im Geschmack, komplexer und vielschichtiger. Kristallin reintönig und pur auf Aroma ausgerichtet waren sie unter Vater Albert; weich, elegant, delikat, geschliffen, seidig im Mundgefühl und leiser im Auftritt präsentieren sie sich unter Sohn Christoph, der mittels wilder Umgebungshefen vergärt. Seine Weine wirken sensibel und verhalten aromatisch, weniger technisch laut, und beeindrucken mit dichter innerer Komplexität aus präzise definiertem Rebsortencharakter, der sich in saftigem Mundgefühl manifestiert. Christophs Weine strahlen von innen heraus, statt nach außen zu wirken, ein wesentlicher Unterschied. Neumeisters haben sich dem integrierten Anbau verschrieben. Most und Wein werden so wenig wie möglich bewegt und behandelt; die im Weinberg erzielte Traubenqualität soll maximalen Charakter in den Weinen entwickeln. Wir konzentrieren uns im umfangreichen Portfolio der Neumeisters auf jene Weine, die wir für "wichtig" und stilbildend halten, für unverwechselbar und besonders spannend. Es sind aromatisch und charismatisch bemerkenswerte Weine, die mehr Zeit brauchen als früher, um die Geduld mit, Vater Albert mag es uns verzeihen, mehr authentischem Trinkvergnügen zu belohnen. Mutiger Wandel für mehr Genuß.
Direkt am Ausgang der im Sommer von Touristen belagerten Schlucht des Flüßchens Ardèche liegt das kleine Weingut der Familie Croze. Auf zahlreichen kleinen Parzellen, verstreut vom fruchtbaren Talgrund bis hoch auf das karge Plateau über St. Martin d´Ardèche, bearbeiten Vater und Sohn gemeinsam die Reben. Die Côtes du Rhônes der Ardèche unterscheiden sich vom Kontext aller Weine der südlichen Rhône markant: unverkennbar kühl und aromatisch frisch beziehen sie Charakter nicht nur aus ihrer nördlichen Lage am Fuße der Cevennen, sondern auch von tiefen lehmig steinigen Böden, die ihren saftigen und fruchtintensiven Duft und Geschmack definieren. Dabei fokussiert keine andere Domaine an der Ardèche ihren Herkunftscharakter so gekonnt, wie die kleine Domaine Nicolas Croze. Vater Croze trat vor rund zehn Jahren aus der örtlichen Genossenschaft aus und begann mit der Direktvermarktung. Schon bald verkaufte er seine komplette Ernte direkt vor Ort. Seit drei Jahren sorgt Sohn Nicolas im Keller für frischen Wind. Sein geschmackliches Kennzeichen: eine besonders geschmeidige frische Tanninstruktur. Saftig und seidig zugleich besitzen sie eine Frucht- und Würzattraktivität, die eher an die nördliche Rhône erinnert, denn an die südliche. Sie erzielt Nicolas Croze vor allem in den in "Lutte raisonnée", also in naturnahem Anbau bewirtschafteten, begrünten Weinbergen; im Keller setzt er nach eigenen Angaben „nur sensibel um, was die Natur mir liefert“. Der kleine Familienbetrieb vergärt spontan, mazeriert mit Stiel und Stengel und setzt so Maßstäbe mit stilsicheren Weinen, die noch Potential für Überraschung bergen.
Pierre Peguin war in seinem früheren Leben Physikprofessor in Paris.Vor über zehn Jahren siedelte er in die südfranzösischen Cevennen um, wo er heute weitgehend autark lebt. Sein Haus beheizt er mit Solarthermie, die ihm auch die Elektrizität und Heißwasser liefert, er baut alle seine Gemüse selber an und seine Honige sind inzwischen so legendär, daß er gar nicht mehr nachkommt mit der Produktion. Wir haben uns für seine hocharomatischen Cevennen- und Bruyerehonige entschieden, die eine aromatische Intensität besitzen, die wir in Deutschland nicht kennen. Diese Traumhonige, die neue Geschmackserfahrung in Sachen Honig liefern, stammen aus den Cevennen, jener wunderschönen gottverlassenen Bergregion im Norden des Langueeoc, wo Pierre Peguin seine Bienenvölker in einsamer Berglandschaft pflegt und hegt. Seit vielen Jahren gehört er dem Ökoverband "Nature & Progres" an und sein Honig, den er auf den Märkten der Umgebung feilbietet, ist ob seiner Ausnahmequalität schnell ausverkauft. Inzwischen bekommen wir ein paar hundert Gläser pro Jahr, die wir Ihnen mit großem Vergnügen anbieten.
Francesco Leanza produziert auf seiner winzigen Podere „Salicutti“ einen der wenigen Brunelli di Montalcino, der zertifiziertem Bioanbau entstammt. Francesco Leanza, in seinem früheren Leben Chemiker in Rom, pflegt seine vier Hektar Rebfläche mit großer Hingabe. Er kaufte das kleine Landgut 1994, renovierte es aufwendig und lebt hier nun seit 1997 im Einklang mit der Natur. Sein winziger Keller ist zur Anlaufstation für Kenner aus aller Welt geworden, denn sein Brunello gilt als einer der wenigen authentischen in der weltberühmten Region. Francesco Leanza ist detailversessener Perfektionist. Seine Reben sind zum großen Teil Massenselektionen auf sorgfältig ausgewählten Unterlagen. Er vergärt kompromißlos spontan und baut seine Weine in großen Fässern aus slovenischer Eiche aus, eine Cuvée auch in Barriques. Geschönt und filtriert wird bei ihm nicht, dafür bekommen seine Weine ausreichend Zeit im Keller. Die brauchen sie auch, um ihre spröde Eleganz und Frische aus jener morbiden Gerbstoffpackung herauszuschälen, die sie in jungen Jahren so unnahbar macht. Diese Gerbstoffe sind die typische Auswirkung jener kargen kalkigen Südlagen, die den Weinen von Francesco Leanza eine Mineralität vermitteln, die in Montalcino die Ausnahme ist. Salicutti Brunello ist unverwechselbar. Kein Brunello für amerikanische Verbraucherzungen, kein entsäuerter, weicher Dandy mit Caberneteinschlag und dunkler Farbe, sondern Terroirprägung erster Güte. Salicutti-Brunello ist in seiner Mineralität einzigartig, wirkt in der Jugend zurückgezogen, mager, spröde und intellektuell, manchmal durchaus stark vom Holz geprägt, obwohl der Wein alles andere als das ist. Erst nach ein paar Jahren auf der Flasche entwickelt ein Salicutti-Brunello seine kühle raffiniert dichte Intensität und balsamisch reife Süße, die eher an Burgund erinnert denn an Bordeaux und damit den Beweis antritt, daß Montalcino sehr wohl ein großes Terroir ist und unverwechselbare große Qualitäten liefern könnte.
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1999 starteten wir ein Projekt zur Rettung uralter Reb-Methusalems im Roussillon. Wir taten uns mit Ghislaine und Gérard Gauby zusammen und kauften fünf Hektar weit verstreut liegender kleiner Parzellen auf ausgezeichneten Steillagen und Terrassen, die mit teilweise über 130 Jahre alten Rebstöcken bestockt waren. Gemeinsam gründeten wir die Domaine „Clos de l´Orri“. Jene winzigen Häuschen aus aufgehäuften und geschichteten Bruchsteinen, in denen Arbeiter und Schäfer Unterschlupf fanden, heißen auf katalanisch „L´Orri“. Ein solches Feldsteinhäuschen steht auf unserer größten Parzelle und gibt dem Weingut den Namen. Der erste Jahrgang 2000 bestätigte das enorme Potential unserer alten Reben, die bis 1999 von Genossenschaftsmitgliedern bewirtschaftet wurden. Wir begannen noch 1999 mit der Umstellung auf Biodynamik und regenerierten aufwendig und sorgfältig buchstäblich Rebstock für Rebstock. Unsere kleine Parzelle mit weißen Reben, nur knapp ein halber Hektar, ist bestockt mit einigen der ältesten Reben des Roussillon, sie wurde vermutlich vor der Kataster-Erfassung von 1870 mit Macabeu-Reben bepflanzt. Ihr Saft rann derart aromatisch aus der Kelter, daß wir spontan beschlossen, ihn nicht in einer der Weißweincuvées der Domaine Gauby verschwinden zu lassen, sondern getrennt zu vinifizieren und auszubauen. Die roten Reben, vorwiegend uralte Carignan und Grenache, brachten vom ersten Jahr an so eindrucksvoll dichten und kühl duftenden Saft, daß „Clos de l´Orri“ manchmal den Weinen der Domaine Gauby die Schau zu stehlen schien. In 2001 gelang uns zum Beispiel ein Riese von Wein, der erst jetzt so langsam seine dichte Pracht der alten Reben zu entfalten beginnt. Ein Wein von einmaliger Konstitution. Im Laufe der Jahre erwiesen sich die Kosten für die Instandhaltung und Pflege der alten Reben, die über winzige Erträge von 5-10 hl/ha nicht hinauskamen, aber als so immens, daß wir mit dem Jahr 2003, in dem die Erträge auf unter 3 hl/ha sanken, das Projekt aus Rentabilitätsgründen beendeten, d.h. wir stellen unsere Trauben nun Ghislaine und Gérard Gauby zur Verfügung, die sie seitdem in ihre Weine integrieren. Wir tun dies mit großem Bedauern. Doch sind unsere alten Reben so aufwendig zu bewirtschaften, weil sie auf zwar phantastischen, aber völlig isoliert liegenden Parzellen inmitten in der hügeligen Garrigue stehen, daß ihre Erhaltung und Pflege mit der Mannschaft von Gauby gerade noch Sinn macht; ein aufwendiger getrennter Ausbau und eine getrennte Abfüllung aber lohnen die wenigen tausend Flaschen leider nicht. Immerhin staunt Gérard Gauby seitdem jedes Jahr aufs Neue über die Qualität des Mostes, der unseren Trauben entrinnt. Auch macht es Spaß zu sehen, wie sich die Reben zusehends von den Chemiestrapazen der letzten fünfzig Jahre erholen. Die eigene Abfüllung aber ist vorerst auf Eis gelegt und so bieten wir die verfügbaren drei Jahrgänge unter eigenem Etikett mit großem Respekt vor dem biblischen Alter der Rebstöcke als originäre, einmalige Museumsweine an, die Zeit im Wein, die Vergangenheit, eindrucksvoll schmeckbar machen. Über den eigenen Wein zu schreiben, ihn seriös anzupreisen, fällt nicht leicht. Was heißt hier „eigener Wein“?
1999 taten wir uns mit Ghislaine und Gérard Gauby zusammen, um einige Hektar Weinberge zu kaufen. Damals wurden uns kleine Parzellen auf spektakulären Steillagen angeboten, bestockt mit uralten, teilweise über 130 Jahre alten Rebstöcken. die extrem günstig zu haben waren. Durch die Vermittlung von Gaubys konnten wir diese Parzellen kaufen und wir gründeten gemeinsam die Domaine „Clos de l´Orri“. L´Orris sind jene alten Häuschen aus aufgehäuften und geschichteten Bruchsteinen, in denen Arbeiter und Schäfer Unterschlupf fanden. Sie heißen in Italien „Nuraghe“, in Frankreich „Capitelle“. Wir wählten den katalanischen Ausdruck „L´Orri“, weil wir auf unserer größten und besten Parzelle in der Lage „Coum Gineste“ so ein Capitelle stehen haben. Wir kauften gerade noch rechtzeitig. Seit ein paar Jahren strömen aus ganz Frankreich Winzer ins Roussillon, um dort Wein anzubauen; über 40 neue Betriebe verzeichnet alleine das Jahr 2003! Gute Rebflächen sind inzwischen so teuer geworden, daß wir sie uns nicht mehr leisten können.
Bisher bewirtschaften wir fünf Hektar, die allerdings alles andere als rentabel sind, weil unsere alten Rebstöcke nur winzige Erträge von 5-10 hl/ha erwirtschaften. Sie sind extrem aufwendig zu pflegen, weil es sich um einzeln stehende Stöcke handelt, die maschinell (per Traktor oder Miniraupe) nicht zu bewirtschaften sind. Erst die geplanten Neupflanzungen werden unser kleines Weingut rentabel machen.
Was macht jemand wie Gérard Gauby mit einem zweiten Weingut? Es sind die uralten Rebstöcke, die auf phantastischen Steillagen auf völlig isoliert liegenden Parzellen stehen, die Gérard Gauby reizten. Mit so alten Reben, vermutlich aus der Zeit vor der Reblaus, auf jeden Fall aber vor der ersten Katastererfassung, hatte er noch nicht gearbeitet. Weil unsere Parzellen dort stehen, wo auch die Domaine Gauby ihre weit verstreuten kleinen Parzellen liegen hat, macht die Bewirtschaftung mit der gleichen Equipe Sinn. Nur so läßt sich so ein „Hobby“ im Beruf überhaupt realisieren. Den Ausbau der Weine und die Pflege das Weinjahr über gewährleistet Gérard Gauby in bewährter Manier. Das Alter der Rebstöcke übersetzt er dabei in originäre, einmalige Weine, die, Resultat seiner unglaublich sensiblen und kompetenten Arbeit, mit seinen eigenen Weinen nicht viel zu tun haben, weil sie stilistisch völlig eigenständig ausfallen, Beweis für den Ausdruck ihres Terroirs. ?
Château de Fargues gehört Familie Lur-Saluces, den ehemaligen Besitzern des wohl legendärsten Süßweines der Welt: Château d´Yquem. Auf de Fargues wird mit ebenso großer Sorgfalt ein traditioneller, großer Sauternes produziert, in aller Regel aus 80 % Semillon und 20 % Sauvignon Blanc, der ähnlich legendären Charakter besitzt wie d´Yquem. De Fargues ist so etwas wie die „abgespeckte“ Form von D´Yquem, was man sich, den Wein im Glas, kaum vorstellen kann. De Fargues ist die trinkbarere Variante, die Volksausgabe sozusagen, die das spektakuläre Botrytisbukett nach Safran und reifen Feigen ebenso verbreitet, wie sie den Mund- und Rachenraum mit ihrer Aromenkomplexität austapeziert und sich einbrennt ins Geruchsgedächtnis. De Fargues ist großes Süßweinerlebnis. ? ?
Fred Loimer ist Spezialist für grüne Veltliner und Rieslinge besonderer Machart und Qualität. Seine Lagen im Kamptal weisen enorme Vielfalt an Böden auf: Vom Urgestein zum Flußschotter, von Braunerde und Lehm zu Löß — die Interpretation der Typizität dieser verschiedenen Lagen und Böden ist sein Ziel: „Unsere mineralischen Böden vom Urgestein oder den Schotterlagen geben Grünem Veltliner unverwechselbare Würze und sorgen für fast schon pikante Frische; die tiefen Lößböden zaubern dagegen exotische Obst- und Fruchtnoten hervor“. Fred Loimer macht die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht im Kamptal für die würzige Aromenpracht seiner Weine verantwortlich. Sie versucht er durch konsequente Umstellung auf biodynamische Bewirtschaftung noch zu intensivieren. Seine neuen Weine setzen neue Maßstäbe. Sie wagen klare Kontur und kompromißloses Profil, sind präzise in Mineralität und Ausstrahlung, strotzen vor Individualität und Natürlichkeit und weisen über das gesamte Sortiment bestechendes Niveau auf. Dabei hat Fred Loimer keinen kleinen Betrieb. Zu seinen eigenen 35 Hektar kauft er für seinen populären „Lois“ und die Kamptal-Linie große Mengen an Trauben zu. Mehr noch: Im einst berühmten, heute so gut wie vergessenen Gumpoldskirchen macht er zusammen mit Partnern das Weingut „Schellmann“ zum Kultbetrieb mit Weinen, die origineller, attraktiver und preiswerter kaum sein können. In konsequenter Biodynamik! Hier wie dort hat er die schnelle Hochtechnologie aus seinem Keller verbannt (außer für jene paar „schnellen Weine“, die reinzuchtvergoren schnell und frisch auf Flasche gehen, wie „Lois“ & Co). Alle Weine aus eigenem Lesegut vergären also spontan, er verzichtet auf Vorklärung, experimentiert mit Most- und Maischestandzeiten und sieht Holz nicht als modisches Geschmackselement, sondern als physikalisch sinnvollen Einfluß. Fred Loimer ist vom bejubelten High-Tech-Betrieb zum schonend aus- und anbauenden Low-Tech-Winzer konvertiert, der Mineralität, Authentizität und Herkunft in seinen Weinen dem technischen Ausbau nach Rezept vorzieht. Er ist wichtiger Exponent einer neuen österreichischen Winzerschaft, deren Bekenntnis zur Biodynamik noch weitreichende Folgen haben wird. „Meine Weine sollen Freude machen, nicht Kopfzerbrechen“, sagt er. Das tun sie. Fred Loimer hat glänzenden Ruf als Spezialist für grüne Veltliner und Rieslinge besonderer Prägung. Dabei gehört er zu den maßgeblichen Vorreitern einer in Österreich noch wenig populären Sicht der Dinge: er entledigt sich der Hochtechnologie im Keller, um seine Weine spontan zu vergären; er experimentiert mit Moststandzeiten und sieht Holz nicht mehr als modisches Geschmackselement, sondern als physikalisch sinnvollen Einfluß; er verstärkt durch gezielte Feinoxidation den Herkunftscharakter seiner Weine und läßt sie lange auf der Feinhefe reifen. Fred Loimer ist um der individuellen Qualität seiner Weine willen auf dem Weg der Rückbesinnung – vom landesweit bejubelten High-Tech-Betrieb, zum schonend aus- und anbauenden Low-Tech-Winzer; heute sucht er Mineralität und Authentizität in seinen Weinen, nicht mehr den möglichst ausgefeilten Ausbau im Keller. Fred Loimer hat seinen Stil radikal verändert.
Alfred Loimer junior bewirtschaftet 21 Hektar rund um Langenlois. Geologisch sind seine Lagen durch enorme Vielfalt geprägt, die er in seinen verschiedenen Weinen sensibel herauszuarbeiten versucht. Vom Urgestein zum Flußschotter, von Braunerde und Lehm zu Löß, alles ist vertreten. Die Interpretation der Typizität dieser Lagen ist ihm zum wichtigsten Anliegen geworden. „Unsere mineralischen Böden vom Urgestein oder den Schotterlagen geben Grünem Veltliner einmalige, unverwechselbare Würze und sorgen für pikante Frische; die tiefen Lößböden dagegen zaubern exotische Noten in ihm hervor“, meint Fred Loimer, der die extremen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, wie sie für das Kamptal typisch sind, dafür verantwortlich macht, daß die feinen würzigen Aromen in seinen Grünen Veltlinern hier besonders gut zur Geltung kommen.
Fred Loimer ist nicht nur ein sympathisch bescheidener und überaus angenehmer Mensch, er ist wichtiger und maßgeblicher Exponent neuer seriöser österreichischer Winzerkunst, der in Zukunft noch für so manche Überraschung gut ist - getreu seines Mottos: „Meine Weine sollen Freude machen, nicht Kopfzerbrechen“.
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André Perret studierte Biologie, doch seine Leidenschaft galt schon damals dem Wein. Deshalb übernahm er 1982 nach dem Tod des Vaters mit großem Engagement den elterlichen Betrieb südlich von Vienne, der damals noch mehr Obst als Wein auf hoch über dem Rhônetal liegenden Terrassen produzierte. Systematisch trennte er sich von der Obstwirtschaft und vergrößerte die Domaine auf die heutige Größe von 10 ha unter Reben. André Perret besitzt einige der legendärsten Lagen des Rhônetals auf spektakulär liegenden Terrassen mit einem Neigungswinkel von teilweise 50 %, die natürlich nicht mit Maschinen bearbeitet werden können, was enormen Arbeitsaufwand bedeutet. Doch genau das macht ihren einmaligen Charakter aus. Die berühmten Weine von Condrieu verdanken ihren legendären Ruf nicht nur ihrer einzigartige Lage, sondern auch den Granitböden und einer weißen Rebsorte, deren „merkwürdiger“ Charakter sie zu einer der ungewöhnlichsten der Weinwelt macht: Viognier. Auf den kargen Terrassen limitieren sich die Reben im Ertrag selbst und Böden und exzeptionelle Lage sorgen für eindrucksvolle Authentizität und Expressivität, die die Rebsorte nirgendwo sonst auf der Welt so erreicht. Bioanbau ist durch den extremen Arbeitsaufwand auf den Terrassen nicht möglich; André Perret behandelt seine Reben aber nur, wenn es absolut nötig ist; dazu beobachtet er sie sehr genau. Er stellt, seit er seit 1999 auf die systematische Spritzung verzichtet und den naturnahen Anbau betreibt, eine zunehmende Harmonisierung und Regenerierung seines Rebzustands fest. André Perrets Condrieus sind Legende in Frankreich. Sie sind schwer zu kriegen, aber auch schwer zu verkaufen. Sie sind nicht billig und wer kennt hierzulande schon Condrieu? Die Rebsorte Viognier, der wir einige Exemplare im Programm widmen, ist eine der extremsten Weißweinsorten die es gibt. Niedrig in der Säure, cremig und weich im Körper mit stets gutem Alkohol und viel Macht und Kraft im Mundgefühl, hochexotisch in Duft und Charakter mit prächtig exotischen Obstnoten. André Perrets Condrieus sind so interessant wie ungewöhnlich.
Hans Nittnaus, einer der Visionäre des österreichischen Weinbaus, tritt bescheiden auf, vermittelt profunde Kompetenz und ist ein kreativer Perfektionist, dem das Burgenland, ja ganz Österreich, viel verdankt. Hans Nittnaus steckt in philosophischen, mehr noch in moralischen Konflikten. Während viele seiner Kollegen unbeirrt alle technischen Möglichkeiten nutzen, um mächtige, eindrucksvoll gemachte Weine zu produzieren, die ihnen Ruhm und Ehre garantieren, kommen für ihn derartige Manipulationsverfahren nicht in Frage. Statt der in Österreich noch immer favorisierten Betriebsstilistik zu huldigen, hat er sich weit vor allen und konsequent wie wenige der unverkennbaren Herkunfts- und Lagencharakteristik in seinen Weinen verschrieben. Sein Angebot hat er gestrafft, seine Cuvées klar und präzise profiliert und sich auf jene regionalen Rebsorten konzentriert, die seinen Vorstellungen von Terroirexpression entsprechen. Cabernet, Merlot und Pinot Noir, die ihm in der Vergangenheit internationales Renommee brachten, hat er zu stilistischen Cuvées zusammengefaßt. Sie zählen noch immer zu den großen im Österreichischen Weinzirkus, doch sein Herzblut gehört den neuen Qualitäten aus dem Leithagebirge. Dort hat sich Hans Nittnaus in den letzten Jahren zielstrebig neue Lagen gesucht. Am anderen Ufer des Neusiedler Sees verwirklicht er nun seine Suche nach Frische und raffinierter Expressivität, nach Eleganz und vor allem Mineralität. 2006 hat er sich zur Umstellung auf ökologischen und in Konsequenz auch biodynamischen Weinbau entschlossen. Hans Nittnaus neue Rotweingeneration charakterisieren ausbalanciert saftige, fruchterfüllte Gerbstoffe, die frisch wirken im Mund und mit kühler Säure für Eleganz und frische Ausstrahlung sorgen. Sie besitzen mächtige Konzentration, setzen aber auf Finesse, statt auf alkoholische Kraft. Seine neuen Weißweine bringt er so schonend wie möglich auf den Weg. Es sind inspirierende Cuvées aus Weißburgunder, Chardonnay und Neuburger, die eine ganz eigene Melange aus Charme, Körper, Kraft und Frucht bieten. Hans Nittnaus hat seine Bestimmung gefunden. Ein sensibler Mensch mit einfühlsamen, manchmal sogar fast scheuen Weinen. Ein Höhepunkt in unserem Programm. Dem österreichischen Burgenland und seinen eigenständigen Weinen widmen wir dieses Jahr besondere Aufmerksamkeit. Uns fasziniert, wie diese vor kurzem noch bettelarme Region am Neusiedlersee binnen weniger Jahre zu spannend eigenständiger Stilistik fand. Heute spielen die Weine Pannoniens trotz weitgehender Verwendung internationaler Rebsorten erfreulich unverwechselbar mit im Konzert der großen Weine der Welt.
Hans Nittnaus gehört nicht nur zur Österreichischen Winzerelite, er ist auch der geistige Vater jener Winzervereinigung „Pannobile“, die zur Keimzelle charaktervoller Weiß- und Rotweine aus dem südlichen Burgenland wurde. Das Klima ist warm und trocken im Dreieck zwischen Ungarn und Mähren, Pannonien ist die heißeste Weingegend Österreichs; die Böden sind tief und fruchtbar, weshalb so manchem Wein hier Finesse, Frische und Eleganz abgehen, statt dessen dominiert der Alkohol das Geschmacksbild. Noch ergötzt sich Österreichs Weinszene vor allem an alkoholischer Konzentration, weshalb fast alle Winzer des Burgenlands der Mostkonzentration huldigen. Es wird noch ein wenig dauern, bis Österreichs Spitzenwinzer, vor allem aber die Weinschreiber der Alpenrepublik, erkennen, daß originäre Spitzenqualität nicht per Maschine auf Flasche kommt, sondern im Weinberg entsteht.
Einer, der der populistischen Geschmacksherausforderung erfolgreich widerstand, ist Hans Nittnaus aus Gols, dessen traumhafte Rotweine erfreulich aus der „typisch österreichischen“ Rotweinstilistik mit viel Alkohol und dicken Muskeln herausragen und dessen Weißweine zu den schönsten und stilistischsten in unserem Programm gehören. Wir stellen hier nur die neu eingetroffenen Weine von Hans Nittnaus vor und verweisen ansonsten auf unser "Programm 2003".
Was die drei jungen Schwestern Tessari auf ihrem Weingut hoch in den Bergen über Soave produzieren, steht in der „modernen Tradition“ des Veneto. Das Veneto von heute kennt keine Qualitätsgeschichte des Weinbaus. In der schönen Region rund um Verona werden moderne Weine nach neuesten Erkenntnissen der Önologie hergestellt. Deshalb sind die meisten venezianischen Weine Techno-Tropfen. Trinkbar, durstlöschend und urlaubserinnernd, in aller Regel aber seelenlos, anonym, kalt und ohne Charakter. Wenige Ausnahmen bestätigen nur diese Regel. Bei den Schwestern Tessari gibt es weder Gärenzyme noch sonstige Wunderwaffen moderner Agrarchemie, hier wird auf besagte Weise zwar, aber doch seriös Wein gemacht. Immerhin zeigen sich die Soaves von „Suavia“ expressiv geschmackvoll und sie wagen unverwechselbaren Regional-Charakter, den die granitischen Böden mit einem Hauch von Räucherspeck im Duft nachhaltig prägen. Die Rebsorte Garganega verleiht den Weinen der drei Schwestern frisches, einprägsames Profil und massive Ertragsbeschränkung, angepaßte Reberziehung statt Pergola und die gekonnte Wahl des richtigen Standortes mit den besten Reben und Klonen liefern eine Qualität, die man Soave schon gar nicht mehr zugetraut hat. So wird aus einem anonymen Weißwein seriöser Soave mit Ursprung und Identität. Was bei einer Weinbereitung nach unserer Philosophie herauskäme, läßt sich nur erahnen. ? ?
Roman Niewodniczanskis "Van Volxem"-Rieslinge passen nicht in das übliche Bild vom "typisch deutschen Riesling", sie gehorchen keinem genormten Stil- und Geschmacks-Schema. Konsequent hat Roman seine Weine vom ersten Jahrgang an jedes Jahr stilistisch verändert, geschmacklich weiterentwickelt. Seit 2004 fallen sie spürbar trockener aus, wirken sie prägnanter und präziser in den Lagencharakteren, zeigen sich stilistisch konsistenter. "Van Volxem"-Rieslinge sind dazu gemacht, Emotionen auszulösen, sie besitzen rare Ausstrahlung, die selbstbewußt ihr Anderssein demonstriert. Spontane Vergärung, gezielte Feinoxidation mit langsamer Gärphase auf der Vollhefe in gebrauchten Holzfässern, sehr späte Lese und enormer Arbeitsaufwand in den Weinbergen verleihen jedem Wein, jeder einzelnen Lage, unverwechselbares Profil. Alle "Van Volxem-Weine" folgen einer gemeinsamen geschmacklichen Mission: Intensive reife, gelbe Obstaromen dominieren in komplexen Gewürzanklängen das Bukett; rare Dichte an Mineralität und ausgereizter Traubenreife prägt ein Mundgefühl, das den unterschiedlichen Zustand der Traubenreife jeder einzelnen Lage in dichte cremige Fülle verpackt.
Der Jahrgang 2007 gelang Roman Niewodniczanski nahe der Perfektion. Durch die sagenhaft lange Hängezeit der Trauben am Stock von 150 Tagen beweisen sie faszinierende Reife, rare aromatische Tiefgründigkeit und unglaublich präzisen Lagen-Fokus, umrahmt von kraftvollem Spiel, herrlicher Finesse und selten reifer Säure, die zu einer Harmonie und Balance im endlos langen Nachklang finden, die unweigerlich Gänsehaut auslösen. Wir wollen hier nicht zur Superlativ-Inflation bekannt elegisch jubelnder Kollegen beitragen, doch haben auch uns die Van-Volxem-Weine des Jahrgangs 2007 spontan begeistert und nachhaltig überzeugt. Schon der trockene Saar-Riesling beweist außergewöhnliche Tiefgründigkeit und kombiniert reife Beerenschalen im Bukett mit spielerischer Schiefer-Mineralität auf der Zunge wie ein großer Wein, weshalb er dieses Jahr weit mehr wert ist als er kostet. Die Lagen-Rieslinge beweisen in diesem Ausnahmejahrgang allesamt absolute Ausnahmequalität; sie dürften nach Eintreffen im September auch jene Kunden wieder versöhnen, die Van Volxem nach dem Boom der frühen Jahre und dem anschließenden stilistischen Wandel den Rücken kehrten. Unter dem jungen fränkischen Kellermeister Dominik Völk ist seit 2004 Kontinuität garantiert. Er arbeitet ehrgeizig und stringent an der Verfeinerung seiner Stilistik, wobei ihm z. B. eine rechtzeitig zur Ernte 2007 angeschaffte traditionelle Korbpresse hilft, die unvergleich schonend arbeitet und den Weinen noch mehr Feinheit, Eleganz und Reintönigkeit vermittelt. Wir können nur raten, sich den großen Van-Volxem-Jahrgang 2007 nicht entgehen zu lassen. Das warme Frühjahr mit der frühest bekannten Blüte, die jemals an der Saar verzeichnet wurde, die für die kargen Schiefersteillagen so wichtigen Niederschläge in den Sommermonaten, die reichlich ausfielen, und ein langer, goldener, nicht enden wollender Herbst sorgten für ungewöhnlich präsente, opulente Frucht und eine mineralische Präzision und Tiefgründigkeit, wie man sie an der Saar nur selten erlebt. Roman Niewodniczanski, der sich als Traditionalist versteht, sieht seine hohen Ansprüche im Jahrgang 2007 erstmals realisiert, vom Weinberg auf die Flasche. In bis zu drei Lesedurchgängen ließ er in jeder Lage die Trauben mühsam selektiv von Hand lesen, das Ergebnis sind wahrlich außergewöhnliche Weine, in ihren Dimensionen sicher historisch. Sie sind Ausgangspunkt und Beginn einer neue Qualitäts-Ära bei Van Volxem. Der rast- und ruhelose Roman hat ein neues Projekt. Im benachbarten Wawern, wo er 7 Hektar allerbester Lagen im Goldberg in einem Stück kaufen konnte, arbeitet er zusammen mit Dominik Völk an der Errichtung eines eigenen organisch bewirtschafteten Betriebs. Die ersten Weinberge sind bereits umgestellt auf natürliche dynamische Bewirtschaftung; Kunstdünger, Insektizide und die üblichen, lange nachwirkenden Herbizide hat es bei Van Volxem ohnehin noch nie gegeben.
Dieses unermüdliche Suchen und Streben nach Perfektion findet bei Van Volxem allmählich Erfüllung und Kontinuität. Erleben Sie als vorläufigen Höhepunkt dieser so gelebten wie praktizierten Tradition den Jahrgang 2007, dessen avantgardistische Weine visionäre Ausnahme im deutschen Wein sind. Roman Niewodniczanski führt sein Weingut „Van Volxem“ konsequent und unbeirrt an die Spitze. Der von ihm furios gemeisterte Jahrgang 2003 repräsentiert eine der eindrucksvollen Rieslingkollektionen Deutschlands - deutlich trockener als seine relativ süß ausgefallenen 2002er Weine, deutlich markanter in den Lagencharakteren und auf bewundernswerte Weise stilistisch konsistent. Diese Weine wagen Handschrift – und provozieren Widerspruch.
Es wirkt geradezu irreal, wenn renommierte Publikationen, noch immer reinzüchtigen primärfruchtbetonten Weinen von gestern huldigend, diese wahrlich aufwendig der Natur abgerungenen Weinpersönlichkeiten von einmaliger Stilistik mit negativen Kommentaren abkanzeln. „Zu viel Frucht und zu rustikal“? Es müßte wohl besser heißen: „zu individuell, zu andersartig, zu anspruchsvoll“ . . . für die Verkoster.
Ganz offen: Der Jahrgang 2003 wurde bei viel zu vielen deutschen Winzern ohne Erfahrung und Kenntnis der komplexen Prozesse aufgesäuert und mit Hightech-Hefen, Bentoniten, Enzymen und Schönungsmitteln zu Weinen verarbeitet, die, in Ihrer Grundstruktur entscheidend manipuliert, zerstört und leblos wirken. Dagegen beweisen schon die Einstiegsweine von Van Volxem ein Niveau, von dem besagte Kollegen nur träumen können!
Durch noch mehr Feinoxidation, noch intensiveren Einsatz gebrauchter Holzfässer, noch spätere Lese und wirklich extremen Aufwand in den Weinbergen gelang es Roman und seinen Mannen, der Stilistik jedes einzelnen Weines unverwechselbares Profil zu verleihen. Die für die frühe und hohe Reife der Trauben in 2003 ungewöhnlich späte Lese bis weit in den November hinein, das enorm starke Ausdünnen, die intensive Arbeit an den Böden sowie die - gegen alle offiziellen Empfehlungen - deutlich verlängerten Maischestandzeiten verleihen den Weinen des Jahrgangs 2003 eine innere Dichte, die man sensationell nennen muß. Die in allen Weinbergen ähnlich hohe Reife prägt jeden einzelnen Wein aromatisch nachhaltig und charakteristisch; gelbe, reife Obstaromen und grün-gelb-braune Gewürzanklänge vermischen sich zu sinnlichem Weinerlebnis; der Lagencharakter kommt trotz aller Fülle faszinierend präzise heraus und langer Nachklang macht Gänsehaut. Es sind emotionale Weine - vielschichtig, fordernd, anders, anspruchsvolles Weinerleben bis in die Haarspitzen, intellektuelles und sentimentales Vergnügen zugleich – einfach nur gut. Hier werden Maßstäbe gesetzt, die offensichtlich manchem Kollegen Kopfschmerzen verursachen.
Roman Niewodniczanski hat jetzt die kontinuierliche Umstellung auf Biodynamik beschlossen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten vier Hektar auf sowohl natürliche als auch dynamische Bewirtschaftung umgestellt werden; ein Großteil der konventionellen Pilzmittel wurde bereits durch diverse ökologische Mittel ersetzt; Kunstdünger, Insektizide und die üblichen, lange nachwirkende Herbizide waren in diesem Betrieb ohnehin nicht im Einsatz. Roman Niewodniczanski kann auf eine Situation in den Weinbergen bauen, die sein Weingut zu einem der maßgeblichen Deutschlands macht. Es ist und bleibt schwer verständlich, daß in Anbetracht derart vielversprechender Realität Kunden und Händler seine im besten Sinne traditionelle Stilistik euphorisch annehmen, Kollegen und Presse dagegen ablehnen. Für uns ist dieses Weingut einer der wesentlichen Exponenten neuer deutscher Weinkultur, für die zu arbeiten uns nicht nur besonderes Anliegen ist, sondern persönliches Vergnügen. Roman Niewodniczanski führt sein Weingut „Van Volxem“ konsequent und unbeirrt an die Spitze. Der von ihm furios gemeisterte Jahrgang 2003 repräsentiert eine der eindrucksvollsten Rieslingkollektionen Deutschlands - deutlich trockener als seine relativ süß ausgefallenen 2002er Weine, deutlich markanter in den Lagencharakteren und auf bewundernswerte Weise stilistisch konsistent. Diese Weine wagen Handschrift – und provozieren Widerspruch.
Es wirkt geradezu irreal, wenn renommierte Publikationen, noch immer reinzüchtigen primärfruchtbetonten Weinen von gestern huldigend, diese wahrlich aufwendig der Natur abgerungenen Weinpersönlichkeiten von einmaliger Stilistik mit negativen Kommentaren abkanzeln. „Zu viel Frucht und zu rustikal“? Es müßte wohl besser heißen: „zu individuell, zu andersartig, zu anspruchsvoll“ . . . für die Verkoster.
Ganz offen: Der Jahrgang 2003 wurde bei viel zu vielen deutschen Winzern ohne Erfahrung und Kenntnis der komplexen Prozesse aufgesäuert und mit Hightech-Hefen, Bentoniten, Enzymen und Schönungsmitteln zu Weinen verarbeitet, die, in Ihrer Grundstruktur entscheidend manipuliert, zerstört und leblos wirken. Dagegen beweisen schon die Einstiegsweine von Van Volxem ein Niveau, von dem besagte Kollegen nur träumen können!
Durch noch mehr Feinoxidation, noch intensiveren Einsatz gebrauchter Holzfässer, noch spätere Lese und wirklich extremen Aufwand in den Weinbergen gelang es Roman und seinen Mannen, der Stilistik jedes einzelnen Weines unverwechselbares Profil zu verleihen. Die für die frühe und hohe Reife der Trauben in 2003 ungewöhnlich späte Lese bis weit in den November hinein, das enorm starke Ausdünnen, die intensive Arbeit an den Böden sowie die - gegen alle offiziellen Empfehlungen - deutlich verlängerten Maischestandzeiten verleihen den Weinen des Jahrgangs 2003 eine innere Dichte, die man sensationell nennen muß. Die in allen Weinbergen ähnlich hohe Reife prägt jeden einzelnen Wein aromatisch nachhaltig und charakteristisch; gelbe, reife Obstaromen und grün-gelb-braune Gewürzanklänge vermischen sich zu sinnlichem Weinerlebnis; der Lagencharakter kommt trotz aller Fülle faszinierend präzise heraus und langer Nachklang macht Gänsehaut. Es sind emotionale Weine - vielschichtig, fordernd, anders, anspruchsvolles Weinerleben bis in die Haarspitzen, intellektuelles und sentimentales Vergnügen zugleich – einfach nur gut. Hier werden Maßstäbe gesetzt, die offensichtlich manchem Kollegen Kopfschmerzen verursachen.
Roman Niewodniczanski hat jetzt die kontinuierliche Umstellung auf Biodynamik beschlossen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten vier Hektar auf sowohl natürliche als auch dynamische Bewirtschaftung umgestellt werden; ein Großteil der konventionellen Pilzmittel wurde bereits durch diverse ökologische Mittel ersetzt; Kunstdünger, Insektizide und die üblichen, lange nachwirkende Herbizide waren in diesem Betrieb ohnehin nicht im Einsatz.
Roman Niewodniczanski kann auf eine Situation in den Weinbergen bauen, die sein Weingut zu einem der maßgeblichen Deutschlands macht. Es ist und bleibt schwer verständlich, daß in Anbetracht derart vielversprechender Realität Kunden und Händler seine im besten Sinne traditionelle Stilistik euphorisch annehmen, Kollegen und Presse dagegen ablehnen. Für uns ist dieses Weingut einer der wesentlichen Exponenten neuer deutscher Weinkultur, für die zu arbeiten uns nicht nur besonderes Anliegen ist, sondern persönliches Vergnügen.
Diese insgesamt nicht einfache Situation im Zwiespalt zwischen Kritik und Anerkennung stachelt Roman Niewodniczanski um so mehr an.
Entgegen jeder wirtschaftlichen Vernunft konnte er kürzlich weitere 3,5 ha bester Steillagen im Wiltinger Gottesfuß und im Klosterberg erstehen. Zwar waren die Reben total verschnitten und mit Brombeeren und sonstigen Büschen zugewachsen, doch in den extrem mageren Rotschieferböden und dem speziellen Mikroklima wittert der ehrgeizige Jungwinzer gigantisches Potential. Parallel zur aufwendigen Sanierung dieser neuen Parzellen ließ er in den bereits vorhandenen Steillagen ca. 12.000 Einzelpfähle sowie ein paar Wagenladungen mit Draht und Nägeln austauschen und pflanzte zudem noch 9.000 Selektionsreben (von Hand) nach. Damit stehen in den besten Parzellen die Reben jetzt in einem Abstand von 90x90x90, was einer Pflanzdichte von sagenhaften 11.500 Reben/ha entspricht. Parallel dazu brachten die inzwischen 22 Mitarbeiter der Außenwirtschaft die Riesenmenge von rund 500 Tonnen Pferdemist, Stroh und diversen Komposten aus – was sich im ungewöhnlich trockenen Frühjahr 2004 als Glücksfall entpuppte.


Das nur 8 ha umfassende Château mit dem merkwürdigen Namen hat 75 % Merlot und 25 % Cabernet Franc hoch oben auf dem Plateau über der Gironde im Anbau. Sie liefern einen Stoff, der seit ein paar Jahren nicht nur an der Côtes de Bourg für Aufsehen sorgt. Sorgfältig im Weinberg entstanden, begeistert dieser „kleine“ Bordeaux mit frischer und doch cremiger Textur im Mund, mit tiefdunkler Farbe und ungewöhnlicher Fruchtintensität, die man am besten als Cassis- und Rumtopf-Elemente umschreibt. Das gut geführte Château hat sich inzwischen zu einer zuverlässigen Trouvaille etabliert. ?
Mit dem Jahrgang 2001 setzte sich Château "Poumey" so nachhaltig in Szene, daß es zum unter Insidern gehandelten Geheimtip wurde. 60 % Cabernet Sauvignon und 40 % Merlot liefern einen seidig-transparenten Wein, nicht schwer, aber aromatisch komplex, dennoch spielerisch im Bukett, das Spuren von Tabak und Johannisbeere freisetzt und auf der Zunge durch seidig weiche Körperfülle auffällt - Trinkseide pur.
"La Sérenité", die elitäre Spezialcuvée von Poumey, von der es nur rund 270 Kisten gibt, stammt aus niedrigsten Erträgen der ältesten Reben dieses Aufsteigerweingutes und liefert edelstes Weinvergnügen für fortgeschrittene Konzentrationsfans. Nur noch wenige Flaschen verfügbar. ?
„Clos Puy Arnaud“ ist ein Wein, der uns besonders am Herzen liegt. Eigner Thierry Valette, der den 8 ha großen Betrieb an der Côtes de Castillon im Jahr 2000 erstand, bestellt seine Weinberge in biologischer Arbeitsweise und garantiert mit niedrigen Erträgen, sorgfältigem Ausbau und markanter Betriebsstilistik Ausnahmequalität von zuverlässig hohem Niveau, was bescheiden ausgedrückt ist. In seinen Weinbergen stehen auf dem typischen Kalk-Lehm-Terroir des Plateaus von Castillon 70 % Merlot, 20 % Cabernet Franc und 10 % Sauvignon. Im Keller garantiert Stéphane Derenoncourt auf bewährte Weise, daß „Clos Puy Arnaud“ zu den zuverlässigsten Werten der Côtes de Castillon gehört. Die kühlen, spätreifende Böden haben sich in den letzen Jahren des offenkundigen Klimawandels bestens bewährt. Sie sorgen in „Clos Puy Arnaud“ für fast schwarze konzentrierte Farbe, Reife von balsamischer Ausstrahlung, die gelegentlich schon an große Kalifornier erinnert, und packend dichte Textur, deren hoher Extrakt sich in Gerbstoffen von expressiver Würze manifestiert. „Clos Puy Arnaud“ ist ein Château, dem wir über alle Jahrgänge folgen. Ein stiller Star der boomenden Region um Castillon. ? ?
Nur 3,3 Hektar umfaßt die Domaine de Valmengaux aus dem Hinterland von Fronsac. Doch Vincent Rapin, verantwortlich für Château "Ferrand-Lartigue" in St. Emilion, treibt auch die Qualität seines zweiten Besitzes unter der simplen Appellationsbezeichnung "Bordeaux" auf die Spitze. 83 % Merlot, 12 % Sauvignon und 5 % Franc von durchschnittlich 30 Jahre alten Rebstöcken, auf kalkhaltigen Hängen stehend, und in akribischer Manier gepflegt, liefern eindrucksvolle Weine puristischer Dichte und Eleganz. Ihre kompakten Gerbstoffe wirken konzentriert, ohne überextrahiert zu sein. Valmengaux ist Understatement, nicht laut, sondern kühl und raffiniert, nicht heiß und ordinär mächtig, sondern qualitativ „groß“. Und das zu nachvollziehbarem Preis. ? ?
Château Pavillon produziert, ein Superlativ, den besten Süßwein des rechten Ufers (Anm.: Sauternes liegt am linken). Es produziert zwei remarkable Süßweine, die in der Welt des Weines großen Ruf genießen: „Chateau Pavillon“ aus Sainte Croix du Mont und die Edelversion „Cuvée Frantz“ aus Loupiac. Beide basieren auf Semillon mit geringen Anteilen Sauvignon Blanc und Muscadelle. Die besondere Qualität seiner Weine verdankt Château Pavillon einer besonderen Lage, dem steilsten Weinberg der Appellation in reiner Südlage, und einem besonderen Terroir, purem Muschelkalk. Der kühle Boden in Verbindung mit der warmen Exposition am Zusammenfluß zweier Flüsse, dem kalten Ceron und der warmen Garonne, sorgt nicht nur regelmäßig für den Befall mit Edelfäule durch dichten Nebel im Tal, beide Weine besitzen auch eine charakteristisch ausgeprägte Säurestruktur, die sie von anderen Weinen links und rechts der Garonne unterscheidet. Sie verleiht den Weinen bemerkenswerte Frische und macht sie besonders genußfreudig. Den Weinen von Château Pavillon sagt man ein spezielles Bukett nach, das iodartige Komplexität entwickelt durch den mineralischen Muschelkalkanteil. Besitzer Alain Fertal legt großen Wert auf diese spezifischen Besonderheiten. Sie waren es schließlich, die ihn dazu brachten, das Chateau zu kaufen. Er kommt aus Paris, war dort Manager im technischen Bereich, und hat sich nun mit Familie in die Abgeschiedenheit des französischen Südwestens zurückgezogen. Er produziert dort, „riskante Nischenweine mit denen man größere Chancen hat, bekannt zu werden und sie zu verkaufen, als der 4598. Winzer in Bordeaux zu sein, der seinen Rotwein zu verkaufen versucht“, so Monsieur Fertal. Die Rechnung ist aufgegangen. Sein Château Pavillon ist der Stern unter den Süßweinen des Rive droit und seine kompromißlos langsamen Weine, von der beeindruckenden „Cuvée Frantz“ ist der aktuelle Jahrgang 1999 (!), verkaufen sich ausgezeichnet. Kombinieren Sie Château Pavillon mal zu geräuchertem Fisch, zu Matjes oder Sushi. Sie werden staunen.
Charles Hours ist einer der großen Altmeister französischer Winzerkunst. Er hat wie kein anderer das Geschehen nicht nur im Jurançon geprägt, er genießt im gesamten französischen Südwesten als legendäre Institution hohes Ansehen. Hierzulande sind weder er noch seine Weine, geschweige denn das vielfältige Rebsortenmuseum des französischen Südwestens bekannt. Kaum ein deutscher Importeur widmet der rückständig wirkenden, tatsächlich aber spannend im Aufbruch befindlichen Region zwischen Bordeaux und dem Roussillon Aufmerksamkeit. Charles Hours, dem der Schalk im Gesicht steht, liebt das Leben und läßt keinen keinen Augenblick aus, etwas zu feiern. Ein typischer Gascogner. Ihm verdankt der Südwesten viel. Er war es, der als erster Anfang der achtziger Jahre spontan vergor, der neues Holz einführte, um darin trockene und süße Weine zu vergären, der die synthetische Chemie aus dem Weinberg verdammte und dem bis dahin völlig vergessenen Jurançon qualitatives Profil vermittelte. Er nahm eine ganze Winzergeneration unter seine Fittiche und prägte sie nachhaltig. Ohne ihn wäre Jurançon nicht da, wo es heute ist. Berühmter als seine Süßweine war und ist seine legendäre weiße "Cuvée Marie". Mit ihr schuf er einen völlig neuen Weintypus im Südwesten. Er vergor die lokale Rebsorte Gros-Manseng spontan und baute sie anschließend im neuen Holzfaß zu einem knochentrockenen Weißwein aus, der seinen eigenwilligen Charakter mit derart fröhlichem Selbstbewußtsein verströmt, daß man sich dem Charme des ungewöhnlich duftenden und schmeckenden Weines kaum entziehen kann. ? ?
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Neben „Quilceda Creek“ gilt Chris Camardas winzige „Andrew Will-Winery“, benannt nach Sohn Will und dessen Neffe Andrew, als die Top-Adresse im Pacific North-West. Der quirlige Chris Camarda produziert seit 1989 Wein in kompromißlos handwerklicher Qualität. Sein kleines Weingut liegt auf dem Vashon Island im Puget Sound vor Seattle. Hier entstehen im Anblick der Skyline von Seattle sensible, stilistische Cabernets und Merlots ungewöhnlicher Prägung und Stilistik. Es sind außergewöhnliche, sehr persönliche Rotweine, die von Einzellagen stammen, deren spezifische Herkunftscharakteristik Chris Camarda sensibel herauszuschälen versteht. Das Ergebnis sind Weine, die fast zu schön wirken, um wahr zu sein. Kraftvoll sind sie, aber elegant und je nach Jahrgang mit enormem Alterungspotential gesegnet. „Andrew Will“ kauft Trauben, die mit gekühlten LKWs nach Seattle gebracht werden. Das ist normal in Washington State, wo die Weinberge 200 bis 300 km von den verarbeitenden Weingütern entfernt im Südosten des Bundesstaates liegen. Die bekannten Weingüter residieren in der Nähe ihres Hauptabsatzmarktes rund um Seattle. Kurios auch die Tatsache, daß fast alle Winzer Washington States das gleiche Traubenmaterial verwenden; die Auswahl an hochwertigem Lesegut beschränkt sich auf wenige Lagen: Two Blondes, Sheridan, Champoux, Klipsun, Mercer Ranch, Pepperbridge, Kiona, Ciel du Cheval oder Seven Hills sind Garanten für Spitzenqualität. Chris Camarda hat in den letzten Jahren aber auch eigene Rebflächen bepflanzt. Auf seinen 8 Hektar möchte er maximal charaktervolle Weine produzieren, die nicht nur ihre Klimazone reflektieren, sondern ihre Herkunft. Das Klima in Washington State erlaubt lange Reifezeiten der Trauben am Stock ohne exzessive Hitze am Tag; das macht die Weine von Chris Camarda stilsicher und identifizierbar wie wenige andere. Sie beweisen umwerfende Brillanz und Fruchtqualität und besitzen begeisternd feine Gerbstoffe, die dicht am Gaumen abschmelzen, ultrafein, lang und kühl. Die Weine von „Andrew Will“ sind Lieblingsweine geworden. Singuläre Weinpersönlichkeiten. ? ?
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„Au Bon Climat“ ist für uns mehr als nur ein Geschäftskontakt. „Au Bon Climat“ ist uns persönliches Anliegen. Mit Jim Clendenen, dem charismatischen Eigner dieser inzwischen weltbekannten Winery aus dem staubigen Santa Maria Valley im Hinterland von Santa Barbara im südlichen Kalifornien, verbindet uns eine fast zwanzigjährige Geschäftsverbindung, die längst zur persönlichen Freundschaft wurde. Jim Clendenen war und ist einer der wesentlichen Visionäre kalifornischen Weines. Ohne ihn und seine Dynamik, ohne ihn und seine Neugier, ohne ihn und seine profunde Kenntnis in Sachen Pinot Noir und Chardonnay, die übrigens weltweit geschätzt wird in Jurys und Wettbewerben aller Art, zu denen er als Juror eingeladen wird, ohne seine Fähigkeit zuzuhören und seine brillante Analytik in der Verkostung wäre Kaliforniens Weinbau sicher nicht dort, wo er heute steht. Jim Clendenens Pinot Noirs und Chardonnays mögen streitbar sein, das ist von ihm so gewollt. Niemand bezweifelt aber, daß sie inzwischen zu den großen der Welt gehören, weil sie durch persönliche Handschrift und originell eigenständige Stilistik einen Platz an der Spitze verdienen – was nicht viele Winzer dieser zwar bekannten, aber derzeit wenig populären Rebsorten von sich behaupten können (der Film „Sideways“ hat in Amerika eine echte Pinot Noir-Revolution ausgelöst; man kann nur hoffen, daß wir davon auch ein wenig profitieren, denn kalifornischer Pinot hat sich tatsächlich längst einen Platz an der Spitze erobert, und zwar unabhängig vom einstigen Vorbild Burgund. Amerikanischer Pinot wagt emanzipierte Stilistik und Expressivität und beweist damit eigenständiges Niveau in erstaunlicher Konstanz). Jim erfährt heute harte Konkurrenz genau dort, wo er einst begann – in und um Santa Barbara und Santa Maria. Sein Ruhm veranlaßte ganze Heerscharen anderer Winzer, sich mit Pinot Noir und Chardonnay zu beschäftigen. Die Region explodiert seitdem an Rebfläche. Doch kaum ein anderer Winzer oder Weinmacher besitzt jene Dynamik, Expertise und Konstanz, mit der Jim sein Ziel, hochwertige, eigenständige und vor allem unmanipulierte Weine maximaler Originalität und Expressivität zu produzieren, verfolgt. Er geht weit und ist kompromißlos: Inzwischen verfügt er über knapp 25 Hektar bester eigener Lagen. Unter dem Namen „Le Bon Climat“ setzt er auf der eigenen Domaine visionär und nachhaltig auf die Biodynamik - die ersten Weine gelangen eindrucksvoll.
Jims bewußt vollzogene Abkehr vom typisch kalifornischen Chardonnay-Stil, der süße, schwere, fette, vom Alkohol dominierte Weine mit viel Holzeinfluß bevorzugte, den also Winemaking mehr als Herkunft prägte, liegt Jahre zurück. Im Vergleich zu dem, was in Kalifornien noch immer an Chardonnay produziert wird, wirken seine Weine wie von einem anderen Stern. „Au Bon Climat“-Chardonnays beweisen unverwechselbaren Stil, wagen Handschrift, besitzen Charakter, reifen exzellent über zehn und mehr Jahre und sind dabei stets rassig frisch - welcher andere kalifornische Chardonnay-Winzer kann das von seinen Weinen behaupten?
Jims „risky winemaking“ – er ist eines der wesentlichen „missing links“, das „andere“ Ideen aus der neuen Welt in die alte Welt transferierte – führt zu Weinen von aromatisch und geschmacklich ungewöhnlicher Komplexität und natürlicher Expressivität, die dem europäischen Reduktiv-Sicherheitsdenken im Weinbau diametral entgegenstehen. Jim geht hohes Risiko ein, um ausdrucksstarke Weine, ob Chardonnay oder Pinot, ohne Manipulation und mit so wenig Eingriffen wie möglich, auf Flasche zu bringen. Er ist so wißbegierig, wie er offen ist für Kritik und Neues. Das spiegelt sich in zahlreichen Experimenten wider, die er unter den Etiketten „Podere del Olivos“ oder „Vita Nova“ in flüssige Form gießt, mit erstaunlichen Ergebnissen: seine Barbera, sein Teroldego oder seine Sangiovese zählen zum besten, was die Rebsorten hervorbringen. Seine eigenen „Au Bon Climat“-Weine machte er in den letzten Jahren spürbar feiner und subtiler, sie verströmen heute noch mehr natürliche Ausstrahlung; er reduzierte den Holzeinfluß deutlich, erntete seine Trauben bewußt früher um, völlig gegen den Trend, seinen Chardonnays ein natürliches frisches Säurerückgrat zu verpassen, und er vergor spontan, was in Anbetracht des Mineralienmangels nicht einfach ist. Seine Weine erweisen sich damit als noch haltbarer und entwicklungsfähiger, aber auch deutlich europäischer im Stil. Dafür kassiert er von der amerikanischen Presse eine Schelte nach der anderen. Doch Jim weiß, wohin er will. Schließlich kann er auf eine ganze Reihe höchst erstaunlicher Weine zurückblicken, die sich zu einer Zeit als ungewöhnlich lager- und entwicklungsfähig erwiesen, als man kalifornischem Chardonnay nachsagte, nach drei Wochen auf der Flasche bereits Opfer des Verderbs zu sein – nicht unbegründet. Und seine Pinot Noirs beweisen nach zehn Jahren auf der Flasche noch eine Form, die vielen Burgundern die Schamesröte ins Gesicht treiben müßte - nicht allen, aber vielen. Es verwundert deshalb nicht, daß Jim Clendenens „Au Bon Climat“ zum kommunikativen Dreh- und Angelpunkt der Chardonnay- und Pinot Noir-Welt wurde: Hier trafen und treffen sich alle wichtigen Produzenten, hier findet Erfahrungsaustausch statt wie wohl nirgendwo sonst auf der Welt — in einer unattraktiven Blechhalle am Rande der Wüste. Das ist Kalifornien, das ist die charismatische Persönlichkeit Jim Clendenen.
Bitte dekantieren Sie alle ABC-Weine ausreichend vor Genuß (drei bis vier Stunden) und servieren Sie diese Naturweine keinesfalls kalt, sondern nur kühl.
Das Weingeschäft hat enorme Beschleunigung erfahren in den letzten Jahren. Geschmackliche Moden sind schnellebiger geworden als Rebstöcke wachsen. Weine werden immer schneller trinkbar gemacht und auch getrunken, weil niemand mehr Zeit hat bzw. sich die Zeit nehmen will, auf wahre Trinkreife zu warten. Geschmacks- und Qualitätskriterien sind nicht nur oberflächlich, sie sind blitzschnell geworden. War früher ein Weinkenner ein ganzes Leben lang damit beschäftigt, Weinerfahrung zu sammeln und sich Qualitätskriterien anzutrinken, reichen heute ein paar Seminare und wenige Flaschen, um sich als Fachmann zu inszenieren. Immer schneller wird verkostet, beurteilt, gepunktet. Immer dünner und dümmer wird das, was über Wein gesagt und geschrieben wird. Statt Inhalten werden Rangfolgen veröffentlicht, ohne Kriterien zu benennen, versteht sich; statt kompetent zu formulieren, warum man wie beurteilt, versteckt man sich hinter Punkten oder kritiklosem Jubel. Zuverlässige Konstanten sind in der Welt des Weines zur Ausnahme geworden.
Eine solche Ausnahme ist Jim Clendenen. Der charismatische Eigner der weltbekannten Winery „Au Bon Climat“ aus dem staubigen Santa Maria Valley im Hinterland von Santa Barbara war und ist einer der Visionäre der Weinwelt. Jim Clendenens Pinot Noirs und Chardonnays mögen streitbar sein. Niemand bezweifelt aber, daß sie zu den großen der Welt gehören. Er hat kalifornischen Pinot Noir in einer Zeit salonfähig gemacht, als alle nur von Cabernet Sauvignon sprachen. Es ist Jim Clendenens Verdienst, daß kalifornischer Chardonnay sich nicht nur vom burgundischen Vorbild, sondern auch vom „typisch kalifornischen“ Klischee emanzipiert hat. Seine visionäre Abkehr vom kalifornischen Chardonnay-Stil, der süße, schwere, fette, vom Alkohol dominierte Weine mit viel Holzeinfluß bevorzugte, liegt viele Jahre zurück. Seine Weine wirken heute wie von einem anderen Stern, beweisen unverwechselbaren Stil, wagen Handschrift und selbstbewußte Expressivität, reifen in erstaunlicher Konstanz über zehn und mehr Jahre und sind stets rassig frisch - welcher andere kalifornische Chardonnay-Winzer kann das von seinen Weinen behaupten? Seine knapp 25 Hektar eigener Weinberge, die er als „Le Bon Climat“ vermarktet, betreibt er in Biodynamik und ist damit eines der wichtigen „missing links“, das visionäre Ideen aus der alten in die neue Welt und umgekehrt transferiert. „Au Bon Climat“-Weine wurden in den letzten Jahren spürbar feiner und subtiler. Jim Clendenen hat den Holzeinfluß erneut reduziert, erntet seine Trauben früher, um ihr natürliches Säurerückgrat zu bewahren; er baut seine Weine noch länger auf der Feinhefe aus und vergärt seit fünfundzwanzig Jahren spontan, was in Anbetracht des Mineralienmangels vieler Böden Santa Barbaras nicht einfach ist. Es verwundert nicht, daß Jim Clendenens „Au Bon Climat“ zum kommunikativen Dreh- und Angelpunkt der Chardonnay- und Pinot Noir-Welt wurde. Hier trifft man sich, hier waren sie alle schon, die guten Winzer dieser Welt, in einer unattraktiven Mehrzweckhalle am Rande der Wüste. Das ist Kalifornien, das ist die charismatische Persönlichkeit Jim Clendenen.
Bitte dekantieren Sie alle ABC-Weine drei bis vier Stunden vor Genuß und servieren Sie diese Naturweine keinesfalls kalt, sondern kühl. ?
Mit dem in Familienbesitz befindlichen Champagnerhaus "Billecart-Salmon" und seinem Juniorchef Antoine Rolland-Billecart verbindet uns eine über zwanzigjährige Geschäftsbeziehung. Champagne „Billecart-Salmon“ hat mit den bekannten Marken erfreulich wenig zu tun. Noch immer ist das Haus vor allem Eingeweihten bekannt, denen es um die Qualität ihrer Blasen geht; in diesen Kreisen genießt „Billecart-Salmon“ allerdings legendären Ruf. Vom "einfachen" Brut, einer der feinen des Marktes, bis zu den großen Jahrgangs-Cuvées, die man unter die besten der Welt zählen darf, präsentieren sich alle Qualitäten auf nichtalltägliche Weise homogen und souverän auf höchstem Niveau. Wie nur wenige Häuser in der Champagne hat „Billecart-Salmon“ konsequent den Ausstieg aus dem typischen Champagnermarkt betrieben und sich statt dessen dem hochwertigen Weinmarkt gewidmet. Dadurch ist der Familienbetrieb nicht zu einer anonymen Marke verkommen, sondern ein kleines und feines Unternehmen geblieben, in dem der Chef seine Kunden noch persönlich kennt.
Ausgedehntes Hefelager mit überdurchschnittlich langer Reifezeit auf der Flasche, geschmacklich nachvollziehbare Qualität der Grundweine aus ausschließlich Premier- und Grand Cru-Lagen und eine äußerst sorgfältige Verarbeitung prägen den unverwechselbar weinigen Stil von „Billecart“. Eine bewußt niedrige Dosage aus eigens hergestellten alten Reserveweinen und ein Degorgement erst kurz vor der Auslieferung sind weitere Qualitätsmerkmale. „Billecart-Salmon“ pflegt eine ausgewogen trockene, cremig reife Champagnerstilistik, kräftig und erfrischend, anspruchsvoll und animierend. Haltbarkeit und Entwicklungsfähigkeit sind legendär, selbst der normale „Brut“ reift auf der Flasche über fünf bis acht Jahre zu weiniger Perfektion heran. Das macht „Billecart-Salmon“ so schnell keiner nach. Leider macht uns die Preisentwicklung in der Champagne große Sorgen. Erstmals seit vielen Jahren mußten wir nun die Preise anheben, wofür wir um Verständnis bitte. Guten Champagner erkennen Sie daran, daß er auf der Zunge harmonische Reife und cremige weiche Textur besitzt, daß er reif und füllig, und dennoch frisch, ein in sich stimmiges Geschmackserlebnis liefert, ohne störenden Säureüberhang, ohne Bitterkeit oder gar pappige Süße. Die einwandfreie Qualität des Grundweines muß herausschmeckbar sein, ohne von der Dosage zu sehr dominiert zu werden. Guter Champagner belebt und erfrischt auf dekadente Art und Weise, und offeriert dem kundigen Weintrinker anspruchsvollen und erfreulichen Genuß. Guter Champagner ist erstaunlich haltbar und entwicklungsfähig, ist hintergründig und vielschichtig auf der Zunge und so ganz nebenbei leicht und unbeschwert zu genießen. Schlechter Champagner dagegen ist ein Ärgernis. Sein Geschmacksbild, sofern man davon überhaupt sprechen kann, wird geprägt von schriller Disharmonie von Säure und Süße auf der Zunge. Es überwiegt ein an unreife Äpfel erinnernder Grundgeschmack, der Frische signalisieren soll, aber vor allem das Zahnfleisch von den Zähnen nagt. Der unreif gelesene dünne Grundwein unterstützt den unangenehm sauren Charakter, dem man mit Dosagezusatz zu gewisser Harmonie verhelfen will. Das führt zu jener bekannt unharmonischen und meist unmittelbar nach Genuß Sodbrennen verursachenden Disharmonie von Süße und Säure. Ist es mangelnde Erfahrung bei Handel und Verbraucher, die derart verunstaltete "Champagner" noch immer so erfolgreich macht?
Mit dem kleinen Familienunternehmen "Billecart-Salmon" und seinem sympathischen Juniorchef Antoine Rolland-Billecart verbindet uns langjährige Freundschaft. Billecart-Salmon liefert eines der überzeugendsten Angebote an Spitzenchampagnern des gesamten Marktes. Vom "einfachen" Brut, gewiß einer der besten fürs Geld, und nur stilistisch anders als die großen Vintage-Champagner des Hauses, bis zu den großen Jahrgangs-Cuvées, die man zu den besten der Welt zählen muß, präsentieren sich alle Billecart-Salmon Qualitäten auf seltene Art und Weise in sich geschlossen auf höchstem Niveau.
Wie nur wenige andere Häuser in der Champagne schaffte Billecart-Salmon den Absprung aus dem typischen Champagnermarkt in den hochwertigen Weinmarkt. Überall dort, wo gute und originelle Weine eine gastronomisch konzeptionelle Rolle spielen, findet man auch die Champagner von Billecart-Salmon. Kaum ein Spitzenrestaurant auf der Welt, das nicht Billecart auf der Karte oder im Ausschank hätte. Billecart-Salmon genießt auf dem kleinen Markt der Spitzenprodukte legendäres Image. Dabei ist der kleine Familienbetrieb nicht zu einer anonymen Marke verkommen, sondern ein kleines, feines Unternehmen geblieben, in dem noch jeder jeden kennt und der Chef selbst Hand anlegt. Und preislich bewegt sich Billecart-Salmon noch in angenehm genußfreundlichem Rahmen. Ausgedehntes Hefelager mit überdurchschnittlich langer Reifezeit auf der Hefe und geschmacklich nachvollziehbare Qualität der Grundweine aus Premier- und Grand Cru-Lagen prägen den unverwechselbar weinigen Charakter, der den Stil von Billecart ausmacht. Eine bewußt niedrige Dosage aus eigens hergestellten alten Reserveweinen und ein Degorgement erst kurz vor der Auslieferung sind weitere Qualitätsmerkmale. Billecart-Salmon ist weiniger, edler reifer Champagner der Spitzenklasse, der leicht und erfrischend, anspruchsvoll und animierend ist wie wenige andere. Mit „Billecart-Salmon“ und seinem Juniorchef Antoine Rolland-Billecart verbindet uns eine über zwanzigjährige Geschäftsbeziehung. Doch das Haus „Billecart-Salmon“ wurde schon vor Jahren an einen Großinvestor verkauft, der sich für rasantes Wachstum entschieden hat. Inzwischen hat sich die Produktion nahezu verdreifacht, die Preise stiegen und die Verbreiterung der Distributionsbasis führte dazu, daß man das einst recht exklusive Haus nun auch dort findet, wo früher nur Handelsmarken der Champagne angeboten wurden. Diese Politik kollidiert mit unserem Konzept. Die Champagne hat in den letzten Jahren enorme Dynamik entwickelt. Diesen positiven Wandel stellen wir Ihnen hier im Programm vor. Wir werden die Champagner von „Billecart-Salmon“ nach all den Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit natürlich weiter anbieten, unsere Aktivitäten aber auf spannendere Alternativen verlagern.
In Spanien ist Größe ein Qualitätsmerkmal. Kleine, handwerklich arbeitende Betriebe, wie wir sie in Frankreich zahlreich zu bieten haben, sind in Spanien eher die Ausnahme. Dennoch gibt es Winzer in Spanien, die trotz Größe und industrieller Verarbeitung attraktive Weine aus regional angestammten Rebsorten produzieren, die typisch sind und preiswert, ohne daß sie es an Regionalcharakter fehlen lassen. Ein solcher Betrieb, „nur“ 210 ha groß, ist „Señorio de Sarria“ in Navarra. Dort hat der bekannte Unternehmer Félix Huarte einen wunderschönen Weinbaubetrieb aus dem Mittelalter gekauft, Gebäude und Weinberge aufwendig regeneriert und den Keller auf den neuesten technischen Stand gebracht. Heute produziert er dort attraktive, harmlos leckere, seriös strukturierte Weine für bemerkenswert kleines Geld. Hier wird nicht mit Eichenchips Holzeinfluß vorgegaukelt, hier stehen „echte“ Barriques, immerhin rund 6000, im Einsatz. Die Dimensionen des Weingutes verschrecken uns jedes Mal, wir sind diese Größe einfach nicht gewohnt, doch die Weine, wir führen nur einen einzigen, können sich durchaus sehen lassen und gereichen ihrer Preisklasse durchaus zur Ehre. Die große Reserva des Hauses ist einrucksvoll, das muß man sagen, doch konzentrieren wir uns hier auf einen einzigen Wein aus der Rebsorte Mazuelo, die in Frankreich Carignan heißt und eine der ältesten angestammten Rebsorten des Mittelmeerraumes ist.
Korsikas Weine sind nicht gerade in aller Munde gewesen in den letzten Jahren. Viele waren zu robust, zu simpel, schlicht und einfach nicht gut genug, um mit den Festlandsweinen Italiens oder Frankreichs ernsthaft mithalten zu können. Deshalb gab es außerhalb Korsikas kaum korsische Weine zu kaufen. Doch die Insel hat interessante Rebsorten zu bieten, ausgezeichnete Terroirs (Granit, Schiefer und Kalk) und damit sehr eigene Weincharaktere, was ein paar Ausnahmen unter den 36 Domainen der Insel in bemerkenswert eigenständigen Weinen unter Beweis zu stellen wissen.
Eine davon ist die erst seit 2005 bestehende Domaine "Clos Fornelli". Von den Eltern 2005 übernommen, haben sich Josée Vanucci und seine Partnerin Fabrice Couloumère auf 16 Hektar, bestockt mit alten Vermentino-, Niellucciu- und Sciaccarello-Reben, eine Domai